Da es gerade so aussieht, als würde der Winter doch noch in Gang kommen, nutze ich die Gelegenheit, euch von zwei Hängemattenübernachtungen bei strammen Minusgraden zu berichten.
Die erste war auch die kälteste bei -13 Grad und fand im tschechischen Isergebirge statt. Ich hatte ein Tarp aufgespannt, obwohl ich wusste, dass es keinen Schnee geben würde.
Da es auch keinen Wind gab, war der Schutzeffekt gleich Null. Vor diesem Hintergrund habe ich bei der zweiten Tour im Harz von vornherein kein Tarp benutzt, wohl aber mein ofenbeheiztes Tipi aufgestellt, das mir am Abend und auch am nächsten Morgen als Wärmezone diente.
In beiden Fällen habe ich eine meiner neuen Netzhängematten verwendet.
Wie auf den Bildern zu erkennen, hat sich im Moskitonetz jede Menge Atemluft gesammelt und ist dort festgefroren. Das war insofern nicht ganz angenehm, als beim morgendlichen Aufstehen erst einmal ein kleiner Eisregen auf mich niederging, Als ich den Schlafsack verlassen hatte - die Outdoor-Dusche sozusagen...
Auch der Mattenstoff war völlig vereist.
Da es aber sonnig war und das Zelt in unmittelbarer Nähe stand - das freilich erst mal geheizt werden musste -, habe ich beide Morgende in guter Erinnerung. Wovon es leider keine Fotos gibt, ist die zweite Nacht im Isergebirge, in der ich eine Hängematte ohne Netz benutzt habe. Obwohl die Nacht wärmer war (-6°), ist sie mir als deutlich unangenehmer in Erinnerung. Das lag vor allem daran, dass das schützende Moskitonetz fehlte, das wie eine Klimascheide wirkt, die besonders beim Atmen spürbar ist. Unter dem Netz entsteht ein deutlich wärmerer Raum als beim direkten Kontakt mit der Nachtluft, die doch sehr in den Lungen stach, sodass ich immer wieder mal aufgewacht bin.
Was habt ihr für Erfahrungen in der Hängematte bei Minusgraden gemacht?