Furbrain Ich möchte kurz unsere Erfahrungen zur Produktion in Deutschland schildern.
Die Kinder haben sich ja von Anfang an „Made in Germany“ auf die Fahne geschrieben und mussten sehr schnell feststellen wie schwierig das ist. Einerseits überhaupt erstmal noch deutsche Produzenten zu finden. Einige tun nämlich nur so, als ob sie in Deutschland produzieren. So geschehen, als sie Webetiketten suchten. Über Google hatten Sie einen in 40 km Entfernung gefunden. Als Joshua unangemeldet vorbeigefahren war, fand er nur ein Verkaufsbüro. Erst auf hartnäckiges Nachfragen, kam heraus, dass sie nur die Online-Bestellung aufnehmen und die Etiketten im Ausland produzieren lassen.
Das 2. Problem sind die Entwicklungskosten und die meist sehr hohen Abnahmemengen. Anne-Sophie musste z. Bsp. sehr lange suchen und verhandeln, bis sie eine Weberei gefunden hatte, die bis auf die ausländische Baumwolle, dass Spinnen, Weben und Ausrüsten für eine/n Cuba Cap u. Boonie nach ihren spezifischen Vorgaben in Bioqualität in Deutschland fertigt. Das ist auch der Grund, warum bei AnSoJo-Outdoor ein Material erstmal nur in einer Farbe und für verschiedene Artikel verwendet wird.
Das war auch mit ein Grund dafür, dass Sie sich an einer lokalen Schäfereigenossenschaft, die sich um die Weiterverarbeitung der wendländischen Wolle kümmern wollte beteiligt haben. Die Genossenschaft hat sich leider wieder aufgelöst, da man sich nicht einig wurde wie weit die Verarbeitung gehen solle. Ich hatte deshalb dem harten Kern der Gründungsmitglieder, denen Fördergelder aus einem Landschaftspflegefond in Aussicht gestellt wurden, den Kauf einer aus Altersgründen aufgegebenen Spinnerei vermittelt. So kann AnSoJo ab nächstes Jahr die Wolle quasi vor der Haustür produzieren lassen.
Es geht halt manchmal nur über Umwege.
So, jetzt zur eigentlichen Frage. Bislang bezogen sich AnSoJo´s Anfragen bei den Strickereien bzw. Webereien lediglich auf Woll- bzw. Baumwollstoffe in Bioqualität. Anne-Sophie wird im neuen Jahr, da jetzt die meisten Betriebe zu haben, mal die alten Kontakte wiederbeleben. Aber wir gehen auch erstmal davon aus, dass eine Produktionscharge bei mind. 1.000 m beginnt. Aber wer weiß. Nicht zu vernachlässigen wären natürlich die Entwicklungskosten.