Zoll und Mehrwertsteuer bei Bestellungen aus den USA

  • Wenn ich mich Recht erinnere, dann wird das Porto auch in die Grenzsumme von 150 Euro mit eingerechnet, die dann verzollt werden muss. Das sollte man berücksichtigen bei der Kalkulation.


    Daher saß ich schon öfters vor meiner Rechnung und dachte mir, dass das US-Porto im Verhältnis zu den wenigen Waren, die in die 150 Euro noch reinpassen, zu teuer war, um so eine "Kleinbestellung" vor mir zu rechtfertigen. Da war der teurere Produktpreis beim europäischen Groß-Importeur - wenn es denn einen gibt - dann umgerechnet doch günstiger :|

  • Hier steht es eigentlich sehr gut verständlich :

    https://www.zoll.de/DE/Privatp…netbestellungen_node.html

    Soweit die graue Theorie. Die Praxis sieht im Zweifelsfall doch sehr anders aus. Um es kurz zu machen: es gibt keine Regeln, auf die man zuverlässig bauen kann, außer der 150€-Grenze, ab der vor der Mehrwertsteuer noch ein Zollbetrag dazukommt.

    Bei USPS wird - siehe Furbrain - regelmäßig auch noch das Porto einberechnet, bevor diese Kosten erhoben werden. Warten muss man, nachdem das Paket in Frankfurt gelandet ist, noch ca. 3-4 Wochen, bis der Zoll seine Arbeit getan hat. Dann kommt entweder direkt der Postbote, der dir den Zoll und Mehrwertsteuerbetrag an der Haustür in bar abknöpft (keine Kartenzahlung, kein Wechselgeld). Manchmal verlangt die Post noch 6 € extra, gestern bei mir anlässlich einer US-Lieferung von Seek Outside aber mal wieder nicht. Oder du erhältst eine Aufforderung, zum Zollamt zu kommen und deine Sachen selber abzuholen. Ob der eine oder andere Fall eintrifft, ist meiner Erfahrung nach purer Zufall.

    Etwas schneller geht es meist bei FedEx, mit denen ich bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Nur kommen da zu Zoll und Mwst. noch 12,50€ für deren Auslagen hinzu. Allerdings berechnet FedEx meist die Versandkosten nicht mit in den zu verzollenden und zu besteuernden Betrag mit ein, sodass man manchmal nur wenig oder gar nicht teurer kommt als mit USPS. Bei Ripstop wähle ich bei Bestellungen unter 150€ oft diese Version.

    Die schlechtesten Erfahrungen habe ich mit UPS gemacht, teuer, unzuverlässig, katastrophaler Telefonservice, bei dem man bei jeder Nachfrage wieder beim Urschleim anfangen muss.

    Die unverschämten DHL-International-Preise habe ich noch nie bezahlt und kann über deren Service nichts sagen.

  • Genau, die Versandkosten müssen bei der 150 € Freigrenze eingerechnet werden.


    Die günstigste aber langsamste Version ist USPS, also First Class Mail® International. Die letzten Pakete die ich mit USPS bekommen habe waren mindestens 4 Wochen unterwegs. Es gab auch Pakete, die 6 bis 8 Wochen gebraucht haben. Das liegt meistens am deutschen Zoll. Mit USPS wird das Paket entweder direkt für eine 6 € Gebühr zugestellt, oder du musst es beim örtlichen Zollamt abholen. Du hast keinen Einfluss auf die Wahl.


    FedEx und DHL Express sind beide schnell, aber lassen sich die Verzollung bezahlen. Das heißt, es kommt jedes mal eine 14 € Gebühr dazu.

  • Von UPS kann ich auch nur dringend abraten. Die haben bei meinen Bestellungen so viel Mist gebaut, das geht auf keine Kuhhaut. Und es gibt weder eine zuverlässige Kontaktmöglichkeit, noch sind die Leute, die man evtl. erreicht kompetent. Aber UPS wird von Dutch nicht angeboten, wenn ich mich richtig erinnere.

  • Moin zusammen,

    Solltest du Freunde oder Bekannte in den USA haben dann könnten sie die Sachen für dich bestellen und sie dann als Privat Geschenk an dich versenden.

    Das habe ich schon ein paar mal so gemacht.

    Man spart insgesamt nicht Mega viel weil die Rücküberweisung dann noch dazu kommt. Aber der Zoll und die Einfuhr Gebühren entfallen dann weil Geschenk👍

  • Nicht wenn die Freunde es als Geschenk angeben (hat mir also offiziell nichts gekostet)

    Bei der Frage des Wertes müssen sie halt nur einen geringeren Betrag angeben. Kann ja auch ein gebrauchter Gegenstand sein. Wurde bei mir noch nie hinterfragt!

    Die Freunde lassen die Ware erst zu sich nach Hause schicken und schicken sie dann zu dir😉

    Dann hast du quasi nur Portokosten plus die Gebühr für die Überweisung der Summe an deine Freunde.

    Ich hoffe ich mache mich gerade nicht Strafbar 🤭

    Seit Trump alles noch teurer und komplizierter gemacht hat habe ich aber kein schlechtes Gewissen.

  • Um es nochmal kurz anders zu formulieren: Wenn dir Freunde in den USA etwas dort kaufen und dir zum Geburtstag schicken möchten und die Geschenke einen gewissen Betrag nicht übersteigen, musst du auch keine Zoll/ Einfuhrgebühren bezahlen😉

    Ich habe selbst schon „Geburtstagsgeschenke“ aus den USA so verschickt.

    Beim Aufgeben hat den Menschen dort mehr interessiert ob irgendwelche verbotenen oder gefährlichen Sachen im Paket waren ( was manchmal kontrolliert wird).

  • Wenn dir Freunde in den USA etwas dort kaufen und dir zum Geburtstag schicken möchten und die Geschenke einen gewissen Betrag nicht übersteigen, musst du auch keine Zoll/ Einfuhrgebühren bezahlen😉

    Ich habe selbst schon „Geburtstagsgeschenke“ aus den USA so verschickt.

    Nein, das ist definitiv nicht der Fall. Siehe Geschenksendungen. Nur weil es bei dir bisher geklappt hat, heißt das nicht, dass es legal ist, und immer funktioniert. Gerade wenn die Sendung kommerziell aussieht, und der Zoll nicht total überlastet ist, wird sie schnell ans lokale Zollamt weiter geleitet. Und ich würde mir dann genau überlegen, was ich den Zollbeamten erzähle, denn dann wird die Aktion schnell gut nachvollziehbar versuchte Steuerhinterziehung.


    Edit: Die Betonung liegt auf "und die Geschenke einen gewissen Betrag nicht übersteigen". Bei den geringen Freibeträgen und den zusätzlichen Kosten dürfte sich das selten lohnen.

    • Es muss sich um eine Sendung handeln, die gelegentlich von einer Privatperson in einem Drittland an eine andere Privatperson im Zollgebiet der Union gesandt wird. Die Befreiung gilt nicht für Sendungen von der Insel Helgoland (nicht zum Zollgebiet der Union gehörend) und
    • die Waren dieser Sendung ausschließlich zum persönlichen Gebrauch oder Verbrauch im Haushalt des Empfängers bestimmt sind und weder ihre Art noch ihre Menge vermuten lassen, dass die Einfuhr aus geschäftlichen Gründen erfolgt und
    • der Empfänger diese vom Absender ohne irgendeine Bezahlung, Gegenleistung oder vergleichbare Ersatzleistung erhält (damit sind z.B. Tauschsendungen ausgeschlossen) und
    • deren Warenwert nicht über 45 Euro liegt (einschließlich des Wertes der unten aufgeführten, mengenmäßig begrenzten Waren).


    Das sind die Kriterien für Geschenksendungen. Bei kleinerer Hardware ist das wohl kein Problem. Wenn allerdings ein nagelneuer Daunenquilt o.ä im Paket liegt werden die doch 1 und 1 zusammen zählen können, oder?


    Und dann müsste der Versender einen Dreizeiler beilegen wo er erklärt das es sich ausdrücklich um Geschenke handelt? Könnte es ja auch bei meinem letzten Besuch bei ihm vergessen haben ;D


    Überweisungsgebühren sind in Zeiten von Bitcoinu und PayPal eher kein Problem mehr

  • ich sehe schon. Werde einen kuscheligen neuen Quilt in meiner Gefängniszelle haben:D

    Dazu müsste die Sendung einen hohen Wert haben. In der Realität werden die Zollbeamten einfach auf die Bezahlung bestehen - und bei Nicht-Kooperation einen Schätzwert zu Grunde legen, der dann aber vermutlich höher ist. Ich habe keine Ahnung, ab welchem Betrag man mit unangenehmeren Konsequenzen rechnen muss.

  • Moin zusammen,

    das es nicht wirklich legal ist, dass ist mir schon klar......da haben mich meine Freunde in den USA vor vielen Jahren mal drauf gebracht und mir angeboten es so zumachen 🤭😂 Ich habe über solche Sachen eigentlich nie nach gedacht.

    Ich hatte aber nie Probleme 👍

    Ich möchte so etwas auch jetzt hier nicht ausdrücklich empfehlen!

    Es ist einfach nur eine eigene Erfahrung die ich hier kundtue. Und bei mir hat es halt immer funktioniert 👍

    Und richtig: Wenn man erwischt wird muss man nachzahlen plus Strafe zahlen.

    Wenn man sich nicht gerade ein M16 Gewehr oder ein Kilo Koks schicken lässt muss man auch nicht in den Knast.😎

    Ich habe dass nur mit Outdoor Ausrüstung so gemacht. Sonst gibt es für mich auch dort nicht viel was es hier nicht auch gibt.

    In diesem Sinne...... Gruß von der Ostsee

  • Danke, den kannte ich noch gar nicht. Es scheint mir allerdings, was ja auch verständlich ist, das die die ganzen Einfuhrgebühren etc auf die Teile bereits aufgerechbet haben...plus Aufschlag. Wenn ich sehe das die dutchclips original 18$ und da 30€ kosten kann ich sie mir auch aus USA schicken lassen:rolleyes:

  • Also wenn es um dutchclips geht:

    Das weiß ich natürlich das es die da gibt:)

    Aber es sollte noch ein wenig mehr dazu kommen. Die Clips habe ich nur als erstes eingegeben und mit der Erkenntnis die Suche nicht weiter verfolgt. Selbstverständlich würde ich für zwei Clips nicht in Amerika bestellen.

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