Neues Hängemattengestell: Tensahedron

  • Moin,


    einen lieben Gruß aus dem Norden mit vielem Dank für eure Inspirationen. Besonders an Schaumkuppel und das Team von Tensa outdoor für die Informationen die geteilt wurden.

    Ich bin noch neu im Hängematten-Business, aber seit den ersten Bildern, die ich sah, extrem angefixt. Da ich diesen Sommer meinen Motoradführerschein als "Spätberufener" gemacht habe, musste neben dem Moped noch die Tourenausrüstung her. Und das ist nun Hängematte, Underquilt, Tarp und ein DIY-Tenshadron.


    Die letzten Tage konnte ich das Tenshadron zusammenbauen. Ich habe mich dabei an die Bauanleitung von Pepe mit 5 Segmenten gehalten: Pepe's Bauanleitung


    (Die Ridgeline der HM hängt nur durch da im unbelasteten Zustand die Gummis der Tarpstützen den Stand zusammenziehen)









    Bei den Alurohren bin mit dem Durchmesser eine Abstufung höher gegangen: 30x2mm, 35x2mm und 40x2mm. Jeweils 50cm lang mit 5cm Überlappung der Rohre, das bringt mir 4 einzelne Stangen von jeweils 2,30m. Die Löcher der Aufhängungen und die Bodenleine sind jeweils 2,5cm von den Enden gebohrt.

    Da auf dem Motorrad nicht auf 100g gearbeitet werden muss, war Stabilität wichtiger als Gewicht. So denke ich im Sommer mit den Stangen auch zwei Hängematten für meine Sozia und mich hängen zu können. Entweder als Tandem nebeneinander oder die Stangen jeweils als Solo

    Bei den Bolzen hatte ich Bilder von Rohrklappsplinten an einem Teshadron gesehen. Hab ich so übernommen, da ich glaube das ein durchgehender 6mm Bolzen mehr Haltekraft als ein Federbolzen hat.


    Die Verbindungen sind 5mm Leinen als Loop, aus Splinten hab ich die Einfädelhilfe gebaut.

    Aufhängung und Abspannung sind Daisy-Chains.


    Die Tarpstangen sind erst mal provisorisch gespannt: die Gummileinen müssen noch mit Edelstahlringen anders geführt werden. Aber das Tarp hat schon nette Spannung in der Firstlinie, klappt also.




    Hängematte ist mein Versuch eines "Flexibler armer Mann Underquilt"-System. Innen eine 2,60m Hängematte, aussen drum eine 2,80m Hängematte mit Gummizügen als Hülle für den Underquilt. In die äußere Matte wird je nach Temperatur von einer Fleecedecke bis zu einer dicke Daunendecke nach Bedarf eingeclipst und dient als Underquilt. So kann ich je nach Temperatur die Isolierung einfach variieren. Scheint bislang ganz gut zu klappen, aber der Praxistest steht noch aus. Da ich auch noch keine Erfahrung habe, kann ich das nicht mit einem richtigen Underquilt vergleichen, aber am Ende ist mir halt entweder warm oder ich friere. Ich werde berichten.




    Das ist jetzt also mein erster Tenshadron. Kosten der Ausrüstung waren zirka


    Alustangen 75,-

    Rohrklapp-Splinte 15,-

    Gummikappen 8,-

    Gummileine und Clips Underquilt 15,-

    Hängematte 9,-

    Hängematte für den Underquilt

    inkl. Aufhängung und Baumgurten 18,-

    Diamond Tarp mit Stangen + Tasche 20,-

    2x Daisy-Chain je 2,5m 15,-

    Restliche Leine etc. lagen noch in der Werkstatt rum


    Jetzt probiere ich noch etwas an der richtigen Einstellung der HM-Aufhängung rum und dann geht's bei etwas besserem Wetter zum Test in den Garten. Dazu noch zwei Aluzeltstangen für den "Pole-Mod" und ich denke die erste Basisausrüstung steht.


    Gruß


    Michael

  • Gratuliere zu deinem Eigenbau. Ich hatte mal einen Prototypen aus Holz gemacht, bin dann aber doch auf das Original, den "tensa4" umgestiegen.


    Ich würde, falls du das nicht schon so gemacht hast, die Enden der Alurohre, die auf dem Boden stehen, stabiler machen, damit die Rohre nicht eingedrückt werden, wenn sie verkantet auf dem Boden stehen.

    Am einfachsten geht das, wenn du passende Unterlegscheiben in die Gummikappen klebst, bevor du sie in die Rohre schiebst.

    Du könntest die Rohrenden aber auch mit eingepaßtem Rundholz ausfüllen, was sicher auch den Bohrlöchern für die Aufhängungen entgegenkommen würde. Die würden dadurch stabilisiert.


    Hast du das Gefühl, dass 5 cm Überlappung bei den Rohren ausreichen? Gefühlsmäßig erscheint mir das etwas knapp in Relation zu den Kräften, die dort auftreten.


    Bin mal gespannt, was du nach einer Weile Gebrauch berichtest.

  • Danke dir.


    Die Idee mit den Holzverstärkungen gefällt mir. Muß wohl noch bis nach dem Lockdown warten, damit ich in den Baumärkten nach einem Stiel mit 26mm Duchmesser suchen kann.


    Die 5cm Überlappung hab ich von der Bauanleitung ohne hinterfragen übernommen. Pepe hat in seinem Blog keine negativen Erfahrungen erwähnt und Schaumkuppel hat diese Bauanleitung als gut erwähnt. Grundsätzlich scheint mir das auch ausreichend, da zum einen die Rohre bei 1mm Spaltmaß auf den beiden Kanten am meisten belastet werden. Da ist dann die Länge der Überlappung fast schon egal. Zum anderen habe ich 2mm Wandstärke je Rohr, das ist schon wirklich massiv. Auch sind meine Durchmesser mit 30, 35 und 40mm noch über den Werten des Bauanleitung dimensioniert. Vergleiche ich die Werte mit dem Tensa4, dann sehe ich dort den Sportwagen und bei mir meinen Frankenstein-Stand. ;)

    Die ersten Tests waren zumindest positiv, aber ich werde weiter berichten.

  • Die ersten Stunden Schlaf sind gemacht - aufgrund der Temperaturen noch im Kellerraum. Klappt soweit prima - bislang alles fest und nichts gibt nach.


    Heute auf der Terasse den Pole-Mod am Tarp installiert. Gefällt mir gut, nur die Länge der Firstlinie des Tarp ist mit 2,85 m nicht üppig. Das passt zwar wie angegossen zum Tenshadron-Stand, aber ich habe Bedenken, das wenn der Regen mal mehr waagerecht fliegt die Hängematte was abkriegt. Die hat eine Ridgeline von ca. 2,20 m.


    Was meint ihr?


  • WAs für eine Hängematte benutzt du denn? Eine Länge der Ridgeline von 2,20 ist für eine Querhängematte ziemlich lang, für eine GE-Hängematte aber eindeutig zu kurz. Ansonsten sieht der Ständer ganz gut aus!

  • Ich nutze z.Z. ne GE HM von 2,60m x 1,52m. 😳

    Ich liege eigentlich recht bequem diagonal. Vorher hatte ich eine 2,80m x 1,75m dran, die fand ich jetzt nicht soooo viel bequemer.

    Alles unter 3m ist nicht vergleichbar, auch wenn du kleiner sein solltest, als der Durchschnittsdeutsche.


    Ich hab mit so nem kurzen China teil angefangen, meine Freunde und vermutlich viele andere.

    Glaub mir es ist ein Himmelweiter Unterschied, auch wenn die China Dinger schon ganz bequem sein können (vor allem im Vergleich zum Boden) , zu den "richtigen" Hängematten.

  • Ok - das ist mal 'ne Aussage. 😉

    Sehen das Alle hier so?


    Ich hab erst mal mit dem gestartet, was ich so im Keller noch rumliegen hatte. Ist auch dem Budget geschuldet, das bei mir *reusper* übersichtlich ist.


    Aber eine 10ft GE HM krieg ich in das Gestell auch rein. Die ist dann seit "jetzt gerade" auf Nummer 1 der Einkaufsliste gerutscht.


    Aber dann müssen definitiv "doors" an das Tarp, sonst wird das feucht bei Regen.

    Bei freiem Hängen am Baum nehm ich dann das Tarp diagonal, so werden aus 2,85m komfortable 3,40m. Da reicht das ohne "doors" (gibt es da ein deutsches Wort? Tarp mit Türen?).

  • Das Gestell ist doch in der Länge variabel?

    Ich würde dir direkt eine 11ft empfehlen. Das ist eigentlich der Standard.


    Das Tarp sollte schon mindestens 3m sein. Türen brauchst du nicht unbedingt. Ich habe allerdings jetzt auch eins mit Türen gekauft :/


    Schau dir nochmal den original tensa4 an. Der schafft auch 12ft und das mit dem Tarp ist auch gut gelöst.


    Tarp mit Türen :thumbup:

  • Das würde ich dir auch empfehlen. Lieber einmal richtig. Du kennst ja sicher den Spruch: wer billig kauft - kauft zwei mal. Da ist was wahres dran...

    Tausche Bürostuhl gegen Hängematte... ;)

  • Ok. Da muß ich mal schauen, ob ich eine 11ft auch in den Stand kriege. Das sind dann 2,65m Ridgeline, also aufgehangen so um die 2,75m.


    Ich habe die Länge des Standes nach dem Bauplan von Pepe dimensioniert. Der original Tensa4 ist je Stange 30cm länger, er lädt also weiter aus.

    Aber ich hab bei mir am Stand gerade mal 2,75m eingestellt, das sah ohne HM gut aus. Ich verliere da nicht viel Sitzhöhe und ausserdem hänge jetzt mit der kurzen Matte schon relativ hoch - da ist noch Spielraum. Könnte klappen.


    Gibt es Empfehlungen, welche 11ft in Europa kaufbar und gut ist?

  • - Zuerst nochmal zur HM-Länge: ich bin 1,60 m groß und finde 11 Fuß Matten bequemer als 10 Fuß Matten (auch wenn diese Größe für mich noch ganz gut paßt). Da du wahrscheinlich größer bist (das ist ja keine Kunst....) würde ich dir auch 11 Fuß, also ca. 3,30 m empfehlen.


    - Als HM würde ich dir eine Lesovik Matte empfehlen, die du bei Hammock Fairy im Shop bekommst (http://www.hammockfairy.com). Dieser hat allerdings gerade wegen Krankheit zu. Ich habe die Matte, finde das Preis/Leistungsverhältnis gut und den Stoff nicht zu dehnbar, so dass ich bequem liegen kann.

  • Rocketman : definitiv klasse die Khibu. Aber leider genauso defenitiv "out of Budget".


    barfuß : hört sich gut und vernünftig an. Leider scheint das beim Shop von Treegirl was längeres zu sein. Welche Lesovik meinst du denn? Die Duch hat ja auch "nur" 3m wie mir Google verrät.


    Modfrey : Klasse. Hast du auch mit 2,30m langen Poles gebaut? Ich hab je 5x50cm mit 4x5cm Überlappung = 2,30m minus jeweils 5cm die Aufhängungslöcher vom Ende entfernt.

    Ich hab jetzt mit 2,30m Ridgeline und HM direkt an den Poles beim sitzen gerade mal die Füße auf der Erde. Da ist noch Luft....

    • Official Post

    short_handed_norse näh dir doch einfach eine selber. 4 m Hammock-Nylon von Extremtextil für 24 Euro plus Porto. 360 cm für die Hängematte inkl. Nähten und die übrigen 40 x 150 cm für den Packsack.


    Wenn du ein Hängemattengestell bauen kannst, kriegst du die Matte auch hin ;)

  • Furbrain : Die Idee spukt mir auch schon im Kopf rum. Ein Dachzelt hab ich mir auch genäht, das sollte also klappen. Zu den 30€ Stoff kommen bei mir dann noch Einfassband etc., aber trotzdem interessant.

    Ist der Stoff von Extremtex "raschelarm" und damit "Gute Nacht" geeignet?


    Sonst kommt vlt die Cacoon ultralight mosquito noch in Frage. Gibt da einen positiven Bericht hier im Forum, gibt es auch Gegenstimmen?

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