Version 2.0 der 90° Hängematte von Hammock Tent

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    Eben habe ich auf Facebook einen Post von Hammock Tent zur neu designten 90° Hängematte gesehen. Im Video sieht es so aus, als ob der Stoff an den Seiten "gewhippt" wird, und die Schnüre wie bei einer gewhippten Gathered End Hängematte um die Stoffknubbel gelegt werden. Das Konzept finde ich interessant, weil - nach allem was ich hier gelesen habe - der große Schwachpunkt des 90° Designs die Kraftübertragung von den Schnüren auf den Stoff ist. Nach meiner Erfahrung reisst der Stoff bei GE Hängematten aus sehr dünnen Stoffen weniger schnell wenn die Hängematte gewhippt wird und die Aufhängung nicht durch einen genähten Tunnelzug gezogen wird. Das dürfte [USER="21"]Konradsky[/USER] sicherlich interessieren.

    Für diejenigen die kein Fratzenbuch haben hier noch der schriftliche Teil des Posts:

    Leider weiss ich nicht, wie ich das Facebook-Video hier posten kann. Auf Youtube scheint es nicht zu existieren.

    • Offizieller Beitrag

    Hier zumindest ein paar Screenshots:


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  • Vielen Dank für die Infos und den Gedanken, dass es Leute gibt (wie mich), die mit Facebook nichts zu tun haben wollen. Schade, dass ich das Video nicht sehen kann, aber eben deshalb: danke für die Fotos.
    Das hört sich alles interessant an und ich bin dann mal auf das Update der Internetseite gespannt.
    Bei meiner Größe und Gewichtsklasse (und die ist für meine Größe wiederum nicht ganz ideal) habe ich allerdings bisher weder mit der Länge der Matte, noch mit der Aufhängung irgendwelche Schwierigkeiten - und ich schlafe jetzt seit fast einem halben Jahr praktisch jede Nacht darin. Aber für größere und deutlich schwerere Leute kann ich mir schon vorstellen, dass die bisherige Matte nicht optimal war.

  • Man braucht kein Konto auf Facebook, um den Beitrag lesen und das Video anschauen zu können. Einfach auf den Link ganz oben klicken.

    Immerhin ist jetzt klar, weshalb auf der Website noch immer der "Weihnachtsrabatt" auf die bisherigen Modelle angeboten wird (25% bis 50%).

  • Ja, komisch. Vor 10 min habe ich das Video angeklickt und nichts bewegte sich und jetzt ging es. Zwar ohne Ton (ich nehme mal an, dass einer dabei war) und nur mit einem kleinen Bild, weil immer das Anmeldefenster von Facebook davor war, aber ich habe die HM ganz gut gesehen.

  • Ist schon alles interessant.
    Ich hatte damals Luke angeschrieben und gefragt, weshalb er keine "niedrigere" Matte zum rausschauen macht.
    Den hochgezogenen Stoff fand ich schon immer doof. Die Antwort war, dass man sonst die Falten spürt.
    Nun geht es plötzlich. Ich bin der Zeit scheinbar voraus.;)
    Ich habe bei der No. 5 gespreizte Schlaufen aus 1,1er Hexon sowie für die Matte einlagig aus 1,6erHexon
    genommen. Das geht seit einigen Wochen sehr gut.

    Das Gewurschtel oben an den Schnüren braucht es bei einem guten Hexon Stoff nicht.

    Und leichter (320g komplett) als er bin ich auch noch, hehe.

    Gruss
    Konrad

  • Diese Information erreicht mich grade rechtzeitig, weil ich überlege, wie ich den Schnitt eines Moskitomattenmodells aus Hexon 1.6 designen soll. Diese Haifischzahn-Lösung ist eigentlich die logische Fortentwicklung der Exped-Scout-Aufhängung, die Treegirl im Thread zu meiner 90°-Matte gepostet hatte. Man braucht kein Gurtband mehr und muss nicht ganz soviel nähen wie für die Exped-Scout. Ich frage mich - und die Nähexperten im Forum - jetzt noch zwei Sachen:
    1. Wie näht man das U an der "Zahnwurzel". Es wäre am besten, die Naht nicht abzusetzen, sondern vom Saum der Zahnkante kommend in einem Rutsch zum nächsten Zahn zu gelangen. Dafür muss man den (möglichst doppelt) umgeschlagenen Stoff an der Außenkante aber extrem dehnen. Die Lösung könnte ein Naht- oder Kantenband sein - aber es sieht mir nicht so aus, dass das hier zum Einsatz kam.
    2. Wie whippt man den Stoff an der Zahnspitze? Möglicherweise indem man die Spitze nur bis zu einem ca. 3 cm breiten stumpfen Ende verjüngt, das dann mit einem kurzen Tunnelzug versieht und durch den die Dyneema-Schnur zieht. So scheint es mir gemacht zu sein. Wo aber kommt der Knubbel ganz am Ende her?

    • Offizieller Beitrag

    1. Wie näht man das U an der "Zahnwurzel". Es wäre am besten, die Naht nicht abzusetzen, sondern vom Saum der Zahnkante kommend in einem Rutsch zum nächsten Zahn zu gelangen. Dafür muss man aber den (möglichst doppelt) umgeschlagenen Stoff aber an der Außenkante aber extrem dehnen. Die Lösung könnte ein Naht- oder Kantenband sein - aber es sieht mir nicht so aus, dass das hier zum Einsatz kam.

    Nur an Hand der Bilder ist es schwierig zu sagen wie die Zähne konstruiert sind. Ich habe auch darüber nachgedacht, und ich würde die "Zähne" aus lauter kleinen Rechtecken machen. Die langen Seiten werden gesäumt. Dort wo die Schnüre angebracht werden näht man einen Tunnelzug. Letztendlich macht man lauter kleine Gathered End Hängematten. Die letzte Seite wird an die 90° Hängematte genäht. Ich würde sicherheitshalber 2 Nähte oder gleich eine Kappnaht machen.

    2. Wie whippt man den Stoff an der Zahnspitze? Möglicherweise indem man die Spitze nur bis zu einem ca. 3 cm breiten stumpfen Ende verjüngt, das dann mit einem kurzen Tunnelzug versieht und durch den dann die Dyneema-Schnur zieht. So scheint es mir gemacht zu sein. Wo aber kommt der Knubbel ganz am Ende her?

    Auf den Fotos sieht die Anbringung ähnlich aus wie von der AntiGravityGear Quicksilver Ultralight Hängematte. Allerdings belastet das den Stoff etwas einseitig. Keine Ahnung ob das ein Problem werden kann.

  • Lauter kleine Rechtecke, das hieße doch den Stoff wieder zuzuschneiden und zu vernähen. Das sollte bei der Hammocktent 2 aber vermieden werden - und wurde ganz bestimmt auch nicht so realisiert. Die einzelne Naht an der Zahnwurzel dient meiner Ansicht nach nur der Befestigung des Moskitonetzes und hat bestimmt keine tragende Funktion für die Aufhängung.
    Das soll nicht heißen, dass man es nicht so machen könnte wie du schreibst. Aber die Idee der Zähne dient doch wohl dem Zweck, Nähte mit Querbelastung generell zu vermeiden.
    Über die Befestigung der Schnüre muss ich noch nachdenken. Denn hier kommt es darauf an, dass diese Verbindung möglichst unkompliziert geknotet und auch wieder gelöst werden kann, damit man gegebenenfalls nachjustieren kann. Alle, die schon mal eine 90 Grad Matte genäht haben, wissen, dass das nötig ist.
    Beim Hammocktent 2 scheint diese Korrekturmöglichkeit aber - wie bei Modell 1 - nicht vorgesehen zu sein. Und die neue Matte hängt - dem Film nach geurteilt - auch genauso durch wie die alte.

    • Offizieller Beitrag

    Nein, die Zähne sollen den Zug von der Schnur auf die Stofffläche verteilen. Eine Naht wie von mir angedacht sollte eigentlich deutlich weniger belastet werden als die herkömmliche Naht. Was nicht heisst, dass es ohne Naht nicht noch stabiler wäre. Nur würde ich mir nicht den Aufwand mit dem Kurvensaum machen wollen. Das ist meiner Meinung nach auch eine Schwachstelle.

    Die AntiGravityGear Verbindung lässt sich ganz leicht lösen. Es ist ja nur ein Ankerstich. Du müsstest allerdings ein festes Auge in das Ende jeder Schnur spleissen. Ich würde einfach dünne Whoopieslings spleissen. Das feste Auge wird über die "Zähne" geschlauft. Das vertellbare Auge geht durch den Ring der die Schnüre hält. Dann kannst du nach Herzenslust justieren. Allerdings ist es viel Arbeit, so viele dünne Whoopie Slings zu spleissen...

  • Da ich meine Schlaufen der No.5 ja wie "Schleifen" genäht habe, ist die Belastung von 3cm Breite pro Schlaufe auf 6cm Breite pro Schlaufe gewachsen.
    Die Belastung pro Leine auf den laufenden Zentimeter Stoff ist also nur noch halb so groß.
    Ich habe an den Schlaufen 3 halbe Schläge, welche ich recht leicht lösen und verstellen kann. Der Palstek ist m.M. nicht so gut,
    da man den nicht so schön verstellen kann. Habe letztens mal wieder alles verstellt. Ging recht fix.

    Gruss
    Konrad

  • Och nö.... SOOOO viel Arbeit ist es nicht (ca. 1 Krimi lang... mit etwas Übung - vor allem die letzte geht sehr fix).
    Falls jemand Interesse an einem Satz Dyneema-Schnüre mit gespleissten Augen hat, ich hätte da welche abzugeben (40 Stück, Auge ca. 5 cm groß, jede Dyneemaschnur mind. 1 m lang, Dyneema ist 1,5mm dick).

    Bei Interesse PN an mich.

    Das Baumkind

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