Suche nach dem perfekten Underquilt

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    Gruß DL1JPH

    Hallo zusammen.

    Vielen Dank für die wertvollen Infos!

    Ich habe mir - inspiriert durch den Wooki - in letzter Zeit viele Gedanken zum optimalen Underquilt für gathered-end Hängematten gemacht und auch einige Experimente durchgeführt. Ich schätze die Situation momentan folgendermaßen ein:

    Ein Underquilt sollte

    1. warm halten,
    2. den Liegekomfort nicht einschränken,
    3. flexibel einsetzbar sein,
    4. leicht sein und
    5. günstig sein

    In der Realität muss immer ein individuelles Optimum als Kompromiss all dieser Kriterien gefunden werden. "Den" perfekten UQ gibt es selbstverständlich nicht.

    zu 1.) Um optimal warm zu halten muss die Isolation die Möglichkeit haben, eine möglichst stabile Luftschicht um den Körper zu erzeugen. Dafür sorgen das Isolationsmaterial (Daune, Apex, Primaloft), die Kammern mit Stegen sowie der allseits bewährte differentiale Schnitt. Die isolierte Fläche muss mindestens der Liegefläche entsprechen. Außerdem dürfen zwischen dem Hängemattenstoff und dem UQ keine Lücken, Spalten oder sonstige Abstände auftreten, da es hier zu Wärmeverlust kommen kann (cold spots).

    zu 2.) Übt der UQ in irgendeiner Wesie Druck auf den Hänger aus, kann die optimale Liegeposition in der Hängematte (Sweet spot) nicht mehr eingenommen werden. Zusätzlich werden eventuell Phänomene wie Spannungsfalten (calf ridge, knee ridge) verstärkt. Dies führt zu Komforteinbußen.

    zu 3.) Der UQ sollte problemlos mit verschiedenen Hängematten verwendet werden können. Die Position des UQ an der Hängematte sollte ohne großen Aufwand verändert werden können.

    zu 4.) Am besten sollte der UQ nichts wiegen oder den Rucksack leichter machen. Ich würde hierfür heliumgefüllte UQs vorschlagen oder Anti-Schwerkraft-Module (Patent beantragt).

    zu 5.) Analog zum vorherigen Punkt: Entweder sollte der UQ nichts kosten, oder man sollte noch Geld dafür bekommen, ihn zu benutzen. Hier sind einige Hänger schon nahe dran (Youtube).

    Der bezüglich Komfort und Wärme in meinen Augen perfekte UQ ist eigentlich keiner: die isolierte Hängematte (siehe z.B. hier). Die Kammern mit dem Isolationsmaterial sind direkt an der Hängematte angebracht, sie passen sich immer optimal der Kontur des Hängers an, es gibt keine Cold Spots. Der große Nachteil: weil man quasi direkt "im" UQ liegt, wird dieser zwangsläufig im Laufe der Zeit schmutzig. Wenn man ihn reinigen möchte, ist das - insbesondere bei Daune - nur mit einem relativ großen Aufwand möglich. Auch kann man die Länge der HM nachträglich nicht verändern. Die Flexibilität ist hier also deutlich eingeschränkt. Darüber hinaus wird der HM-Stoff durch die Nähte der Isolierung geschwächt. Die Gefahr, dass das Material versagt, steigt daduch.

    Das andere Extrem ist das, was wir heute im Grunde bei den meisten UQs realisiert sehen: höchste Flexibilität. Die Quilts sind an quasi jeder gathered-end HM verwendbar und können an diesen auch frei positioniert werden. Allerdings ist die Passform deutlich schlechter. Die Quilts werden mit diversen Gummiseilkonstruktionen versehen, sitzen aber nie perfekt. Vor allem, wenn die Quilts an ihr Temperaturlimit gebracht werden, ist es nicht oder nur mit sehr viel Fummelei möglich, cold spots zu vermeiden. Zudem werden durch die vielen Gummiseile Kräfte verursacht, die den Liegekomfort teilweise stark beeinträchtigen.

    Beide Ansätze sind subotimal. Allerdings gibt es zwei derzeit heiss diskutierte, "neue" Ideen bezüglich UQ-Design, die Fortschritt versprechen.

    Die erste "neue" Idee ist der Wooki: Es wird quasi eine isolierte HM mit fast identischen Maßen unter die eigentlich HM gehängt. Die Passform ist nahezu perfekt, man liegt aber nicht direkt in der Isolation. Dadurch kann die HM relativ einfach gereinigt bzw. bei Beschädigung ausgetauscht werden. Der HM-Stoff wird nicht durch Nähte geschwächt. Die Flexibilität ist hier höher als bei der isolierten HM, allerdings müssen HM und UQ relativ genau aufeinander abgestimmt sein. Der UQ kann nicht ohne weiteres mit verschiedenen HMs verwendet werden, und die Lage der isolierten Fläsche lässt sich nicht verändern. Die "neue" Idee, die hinter dem Wooki steckt, ist im Grunde nicht ganz neu (deshalb die Anführungszeichen). Ed Spear hat mit seinem SnugFit Underquilt vor über 10 Jahren bereits ein ähnliches Konzept verfolgt.

    Näher an den traditionellen Underquilts und damit deutlich flexibler einsetzbar ist eine andere, vielversprechende Idee, die kürzlich auf hammockforums.net vorgestellt wurde: die clew suspension. Hier wird wie beim Wooki das Grundproblem klassischer Underquilts angegangen: Die Richtungen der Kräfte, die am Underquilt wirken sind anders als bei der Hängematte. Die Gummikrodeln drücken den in der HM Liegenden zusammen (=> Komfortverlust) und bringen gleichzeitig an einigen Stellen nicht genug Zug auf den Quilt, um ihn sauber am Körper anliegen zu lassen (=> cold spots). Dies hat seine Ursache darin, dass die primäre Aufhängung an den Ecken bzw. den Seiten des Underquilts angreift. In der HM entstehen bei liegen unweigerlich Falten, diese Faltenbildung kann der Underquilt nicht mitmachen. Wenn der Zug der Aufhängung aber gleichmäßig auf die Querkannten der Isolation verteilt wird, dann funktioniert das. Und genau hier schafft die clew suspension Abhilfe: es werden viele Gummiseile am Quilt befestigt, verteilt über seine komplette Breite. Dadurch bekommt man auch in der Mitte des Quilts Zug, und damit kann auch Faltenbildung der HM mitgemacht werden. Und: die clew suspension ist deutlich (!) bequemer als die aktuell meist verwendete Aufhängung mit Gummiseilen. Bye bye cold spots, hello comfort.

    Die clew suspension sitzt zwar nicht so gut wie der Wooki, baer deutlich besser als ein Underquilt "traditioneller" Bauart. Dafür ist sie flexibler als der Wooki: der UQ kann mit sehr geringem Aufwand an verschiedenen HMs eingesetzt werden und auch die Position der Isolation unter der HM kann sehr einfach angepasst werden - man muss nur die Länge der Gummiseile verändern. Darüber hinaus können auch bereits vorhandene UQs "gemoddet" werden, man muss also nicht wegen dem Wooki alle anderen Quilts wegschmeißen (oder an mich schicken).

    Die clew suspension wird derzeit noch intensiv getestet, die ersten Ergebnisse sehen aber sehr vielversprechend aus. Auch ich habe sie schon ausprobiert und kann bestätigen, dass der Komfort deutlich höher ist als mit allen bisher von mir getestenen UQs und quasi keine cold spots mehr auftreten. Und das, obwohl ich nur eine quick-and-dirty-Umsetzung des Konzepts gemacht habe. Ich finde es erstaunlich, dass es keine kommerziell angebotenen Quilts mit dieser Aufhängung gibt.

    Den Wooki fände ich persönlich noch besser, wenn Warbonnet die Stoffbahn etwas länger gemacht hätte und die Enden auf die ganz traditionelle Art gewhippt hätte. Dann könnte man das Whipping aufmachen und den UQ ihn an die Hängematte der Wahl anpassen. Ein Wookie für alle Hängematten, sozusagen. Ansonsten ist das Konzept fantastisch und ein echter Fortschritt.

    Entschuldigt bitte meinen umfangreichen und teilweise etwas ausschweifenden Post. Ich mach mir gerde sehr viele Gedanken und experimentiere sehr stark. Das wollte ich einfach loswerden.

    Gruß,

    Roland

  • Sehr interessante Gedanken, Roland!

    Ich habe in den vergangenen Tagen auch gelegentlich über Wooki, Clew Suspension und verschiedene Formen von Underquilts nachgedacht.

    Zu Punkt 3 wäre mir persönlich auch wichtig, dass ich in beide Richtungen (rechts/regular und links) diagonal liegen könnte. Wenn es zusätzlich auch noch möglich wäre, Kopf- und Fussende zu vertauschen, ohne bei den Punkten 1 und 2 Probleme zu bekommen, so wäre das ein netter Nebeneffekt, den ich aber nicht für notwendig erachte.

    Um auch bei Punkt 4 zu punkten, stelle ich in diesem Zusammenhang die folgende (hier überzeichnet dargestellte) Form der Isolation (grün) zur Diskussion:

    • Damit man in beide Richtungen liegen kann (Füsse rechts oder links), könnte sich eine konvex gerundete Form fürs Kopf- und Fussende anbieten. Die Rundungen entsprechen einem gedachten Kreis mit Mittelpunkt in der Mitte des Underquilts. Auf diese Weise kann man die Isolation des Underquilts maximal kurz halten.
    • Da das Gesäss immer (mehr oder weniger) in die Mitte der Hängematte respektive die Mitte des Underquilts zu liegen kommt, könnte man seitlich durch eine konkave Form der Isolation etwas Gewicht sparen. Die Isolation muss dort einfach breit genug sein, um mit dem Topquilt gut abschliessen zu können.


    Ich habe von der Form der Isolation gesprochen. Um bei den Punkten 1 und 2 keine Probleme zu erhalten, kann es sein, dass der seitliche Schnitt (hier übertrieben dargestellt) auf die Isolation beschränkt werden müsste. Es kann durchaus sein, dass es sich bewähren würde, den an der Hängematte anliegenden Stoff rechteckig zu schneiden und nur die Isolationsfläche wie im Bild gezeigt zu verkleinern - auch am Kopf- und Fussende.

    Der Underquilt könnte dann die gelb gefärbte rechteckige Form haben, die aufgesetzte Isolation die grün gefärbte Form. Die gelbe Fläche ist die, die man sich an Isolation sparen würde. Wie gesagt wäre die Gewichtsersparnis auf der Seite etwas geringer, da hier der Anschaulichkeit halber überzeichnet dargestellt wurde.

    Bei der Clew Suspension muss man sich entscheiden, ob man von einer rechteckigen Form der Hängematte ausgeht oder von einem konkaven Zuschnitt, wie er sich aus der Anleitung von Derek Hansen ergibt.

    Clew Suspension mit "rechteckiger" Hängemattenform (Jellyfish Report):

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    Hier wird die Clew Suspension an einem Kreisbogen aufgebaut => entspricht rechteckiger Form des Hängemattenstoffes (Stoff überall gleich lang)

    Clew Suspension mit "konkaver" Hängemattenform (Dereck Hansen):

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    Hier wird die Clew Suspension über einem rechteckigen Rahmen aufgebaut => entspricht konkaver Form des Hängemattenstoffes (Seiten länger als Stoffmitte)

    Gruss
    Michael

    • Offizieller Beitrag

    Bevor die sekundäre Underquilt-Aufhängung auf den Markt kam, habe ich versucht meine Underquilts (einen XXL-Underquilt von UK Hammocks, einen full-length Underquilt von Wilderness Logics und einen Incubator von Hammock Gear) mit mehreren Gummikordeln zu spannen. Das ging in Richtung Clew, aber nicht mit ganz so vielen Abspannpunkten. Ich bin damit nicht zurecht gekommen, denn wenn genug Spannung da war um den Underquilt fest genug gegen mich zu drücken, ist er auch immer seitlich weg gerutscht. Nicht sofort, sondern natürlich mitten in der Nacht. Meine Vermutung war, dass es an den Gummikordeln lag. Unelastische Kordel hätten den Quilt vermutlich besser in Position gehalten, aber dann besteht natürlich immer die Gefahr, dass der Quilt durch zu große Spannung beschädigt wird.

    Nachdem ich jetzt den Wooki habe, verstehe ich nicht, warum ich mich überhaupt noch mit Kordeln beschäftigen sollte. Die Kordel verteilen den Druck schlechter als eine Stoffbahn - und ich würde wetten, dass sie nicht leichter sind. Mein Winter Wooki (0°F / -17°C) wiegt nur 676g, obwohl viel mehr Stoff vernäht ist! Mein 0°F Incubator SHORT hat 706g mehr gewogen, obwohl er kürzer war - und schlechter abgeschlossen hat (= Wärmeverlust). Selbst mein 10°F Incubator SHORT wiegt mit 672g nur unwesentlich weniger als der 0° Wooki. Da merkt man, dass man bei einem normalen Underquilt wesentlich mehr nutzlose Isolierung hat. Beim Clew-Underquilt hat man das gleiche Problem, es sei denn man würde unisolierte Stellen einbauen.

    Den Wooki fände ich persönlich noch besser, wenn Warbonnet die Stoffbahn etwas länger gemacht hätte und die Enden auf die ganz traditionelle Art gewhippt hätte. Dann könnte man das Whipping aufmachen und den UQ ihn an die Hängematte der Wahl anpassen. Ein Wookie für alle Hängematten, sozusagen. Ansonsten ist das Konzept fantastisch und ein echter Fortschritt.

    Ich denke, dass der Wooki XL sehr flexibel verwendet werden kann. Brandon hatte damals spekuliert, dass es einfacher ist den Wooki mit einer kürzeren als mit einer längeren Hängematte zu verwenden. Ich denke, damit lag er falsch. Wenn ich mir einen Wooki-artigen Underquilt nähe, werde ich ihn länger machen - vielleicht 340cm oder sogar 345cm lang (kürzen kann man später ja immer noch). Sollte die Hängematte kürzer sein, kann man den Wooki-Klon entweder kürzer whippen, oder an der Hängematten-Aufhängung (anstatt an der Hängematte direkt) anbringen. Am besten mit einer Schnur, die keine allzu hohe Reissfestigkeit besitzt (~50kg?), oder mit Hardware die nachgibt bevor der Stoff reisst.

    Ich vermute aber, dass sich der Wooki XL ähnlich flexibel einsetzen lässt. Am Kopfende gibt es ja schon einen Tunnelzug - am Fußende vermutlich auch. Man muss nur das Whipping lösen. Ich habe das bis jetzt nicht gemacht, weil ich die perfekte Passform für meine WBBB beibehalten will.

    Für mich ist der Wooki bisher ziemlich nah an der Perfektion, da ich meine Liegerichtung nicht wechsele, und klein genug bin so dass kein Körperteil über die Isolierung schaut. Auch nicht in der Fötus- oder Ballerina-Position. Ein Wooki mit etwas großzügigerer Isolierung würde vermutlich alle Probleme lösen, die größere Nutzer damit haben. Mit Ausnahme der Liegerichtung.

    • Offizieller Beitrag

    Ich kann jetzt der Logik nicht ganz folgen.

    Brandon hatte damals spekuliert, dass es einfacher ist den Wooki mit einer kürzeren als mit einer längeren Hängematte zu verwenden. Ich denke, damit lag er falsch.

    Du meinst also (genau wie ich), daß es leichter ist, den Wooki mit einer längeren Hängematte zu verwenden.
    Gleich darauf bringst Du aber ein Beispiel, wie einfach es ist, den Wooki mit einer kürzeren Hängematte zu verwenden.

    Sollte die Hängematte kürzer sein, kann man den Wooki-Klon entweder kürzer whippen, oder an der Hängematten-Aufhängung (anstatt an der Hängematte direkt) anbringen.

    Habe ich Dich jetzt missverstanden oder nur einen Gedankensprung übersehen?

    • Offizieller Beitrag

    Brandon hatte damals spekuliert, dass es einfacher ist den Wooki mit einer kürzeren als mit einer längeren Hängematte zu verwenden.

    [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] Du hast Recht, da habe ich mich vertippt. Brandon schrieb:

    Zitat von warbonnetguy;1658575

    They would generally have to be a nearly identical length, because the rubberband has very little travel, i'd say if the actual hammock length (finished length of the body, not the raw fabric length) was within an inch it would be ok, and I suppose you could always modify it to be slightly longer...not sure it would work if the hammock in question is very slightly shorter than the BB/XLC because you're not going to be able to shorten the rubberband portion (it's as short as I can make it as-is)

    Also er war der Meinung, dass es einfacher ist, wenn die Hängematte länger ist.

    Nachdem ich aber mit meinem 10' Standard-Wooki und meinen 11' DIY Hängematten herum experimentiert habe, denke ich dass es einfacher ist, einen längeren Wooki für eine kürzere Hängematte anzupassen.

    Jetzt sollte es passen.

    • Offizieller Beitrag

    Alles klar.
    Gut, dann bin ich mit Brandon einer Meinung und sehe das anders als Du. Ich muss allerdings zugeben, daß meine Überlegung theoretisch ist. Ich habe leider keine 12-Fuß-Hängematte, an der ich das mit dem 11 Fuß langen Wooki XL ausprobieren könnte.
    Bevor ich den Wooki kürzer whippe oder an der Hängemattenaufhängung befestige, ist es doch einfacher, die Befestigungsschlaufe am Kopfende länger zu wählen oder zwischen Gummiring und Karabiner am Fußende noch ein Stück Schnur zu setzen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich hatte zwei Probleme bei der Verlängerung der Aufhängung:

    1. Es ist schwierig die Aufhängung so zu gestalten, dass sie einerseits den Wooki fest genug an die Hängematte drückt, andererseits aber im Überlastungsfall nachgibt.
    2. Der Wooki hat eine größere "Kurve" wenn er kleiner ist - genauso wie das eine kürzere Hängematte hätte - und ist deshalb einen Tick unbequemer.

    Außerdem wird der Druck viel besser von der Stoffbahn verteilt als von Schnüren.

    Ich hatte in der Vergangenheit einige Underquilt-Aufhängungen (kein Wooki) an der Hängematten-Aufhängung und nicht an der Hängematte selbst befestigt, und hatte den Eindruck, dass es den Komfort verbessert. Und es war bei meinen Aufhängungen auch nicht schwierig. Meist verwende ich irgendeine Art von Klemmschnalle - da kann man den Underquilt dort einhaken.

    Ich muss halt mal in die Gänge kommen, und Underquilts nähen. Das Material habe ich schon herum liegen. Aber gerade bin ich dabei, meine erste Hängematte aus 1.7oz Robic XL Hybrid zu nähen. Das hat Vorrang :)

  • Ich hatte in der Vergangenheit einige Underquilt-Aufhängungen (kein Wooki) an der Hängematten-Aufhängung und nicht an der Hängematte selbst befestigt, und hatte den Eindruck, dass es den Komfort verbessert. Und es war bei meinen Aufhängungen auch nicht schwierig. Meist verwende ich irgendeine Art von Klemmschnalle - da kann man den Underquilt dort einhaken.

    Ist das in etwa so, wie es beim Underquilt von Cumulus gelöst worden ist?

    Wenn ich das richtig sehe, verringert sich dadurch der seitliche Druck auf die Person in der Hängematte, weil - von oben betrachtet - der Winkel der Gummiseile zur Aufhängung kleiner ist. Das ist der umgekehrte Fall wie beim Hängewinkel der Hängematte. Hier gilt: Je kleiner der Winkel, desto kleiner die Kraft, die seitlich auf die Hängematte drückt.

    PS: Das mit der etwas zu grossen "Kurve" bei der Verwendung eines Wooki an einer zu langen Hängematte sehe ich wie TreeGirl.

  • [Ich] stelle [...] die folgendeForm der Isolation (grün) zur Diskussion:
    {"data-align":"none","data-attachmentid":"27937","data-size":"large"}

    Finde ich einen interessanten Ansatz. Kostet halt mehr und bringt zusätzliches Gewicht, dafür hat man aber mehr Flexibilität.

    Bevor die sekundäre Underquilt-Aufhängung auf den Markt kam, habe ich versucht meine Underquilts (einen XXL-Underquilt von UK Hammocks, einen full-length Underquilt von Wilderness Logics und einen Incubator von Hammock Gear) mit mehreren Gummikordeln zu spannen. Das ging in Richtung Clew, aber nicht mit ganz so vielen Abspannpunkten. Ich bin damit nicht zurecht gekommen, denn wenn genug Spannung da war um den Underquilt fest genug gegen mich zu drücken, ist er auch immer seitlich weg gerutscht. Nicht sofort, sondern natürlich mitten in der Nacht. Meine Vermutung war, dass es an den Gummikordeln lag. Unelastische Kordel hätten den Quilt vermutlich besser in Position gehalten, aber dann besteht natürlich immer die Gefahr, dass der Quilt durch zu große Spannung beschädigt wird.

    Ohne elastische Kordeln geht's meiner Meinung nach nur, wenn man einen UQ mit durchgehender Stoffbahn baut und diesen zusammen mit der HM whippt. Selbst der Wooki, der ja sehr genau auf eine bestimmte HM-Länge angepasst ist, benötigt noch etwas Spielraum, der durch den Gummi am Fußende gewährleistet wird. Die Frage ist immer, wie viel Zug braucht der Underquilt um gut zu sitzen. Da gilt meiner Meinung nach, je mehr desto besser. Das hat aber bei den klassischen Underquilts immer die Konforteinbuße zur Folge. Und genau das ist bei clew suspension und durchgehender Stoffbahn anders.

    Ich denke, das Problem des seitlichen Wegrutschens liegt an der geringeren Breite der gängigen Underquilts im Vergleich zu unseren HMs. Ich kann mir vorstellen, dass sich das lösen lässt, indem man die seitlichen Abspannschnüre ein paar Zentimeter vor dem Whipping zur Ridgeline führt, z.B. mit Dutchs Ridgeline Quilt Hooks. Das würde den UQ seitlich stabilisieren, dafür wird der Komfort wiederum etwas gemindert. Aber ich denke, es würde sich in Grenzen halten. Oder man verwendet die normalen Quilt Hooks für die HM.

    Nachdem ich jetzt den Wooki habe, verstehe ich nicht, warum ich mich überhaupt noch mit Kordeln beschäftigen sollte. Die Kordel verteilen den Druck schlechter als eine Stoffbahn - und ich würde wetten, dass sie nicht leichter sind.

    Da stimme ich Dir vollkommen zu, die Schnüre bringen gewichtsmäßig wohl keinen Vorteil. Die Rechtfertigung für die clew suspension sehe ich einzig und allein darin, bereitsvorhandene, rechteckig geschnittene Quilts komfortabler zu machen. Das klappt allerdings sehr gut.

    Brandon hatte damals spekuliert, dass es einfacher ist den Wooki mit einer kürzeren als mit einer längeren Hängematte zu verwenden. Ich denke, damit lag er falsch.

    Deine Einschätzung kann ich aus eigener Erfahrung heraus bestätigen. Ich hatte mir ja den 10' Wooki bestellt, weil ich auch davon ausgegangen bin, dass bei der Verwendung einer längeren HM ja nur ein Stückchen Schnur dranmachen muss. Andersrum, dachte ich, ist's sicher komplizierter. Das war ein Irrtum. Durch die Verlängerng verliert der Quilt drastisch (!) an Passform. Haufenweise cold spots. Geht gar nicht. Mittlerweile verstehe ich auch, warum. Das Konzepot funktioniert umso besser, je ähnlicher sich die Abmessungen von HM und UQ sind. Deshalb auch meine ursprüngliche Anmerkung, dass ich mir gewünscht hätte, dass Warbonnet einfach beide Enden lang lässt und traditionell whippt. Damit könnte man sich den Whoopi an belibiege Hängematten anpassen und könnte zusätzlich auch noch die Isolation unter der HM so positionieren, wie man das haben will. Ist ein paar Gramm schwerer, aber das wär's wert. Die gram weenies könnten ja den überflüssigen Stoff immernoch abschneiden.

    Ein Wooki mit etwas großzügigerer Isolierung würde vermutlich alle Probleme lösen, die größere Nutzer damit haben.

    Meine Rede. Würde aber wieder mehr Gewicht bedeuten. Warbonnet musste da halt einen Kompromiss finden, nachvollziehbar.

    Für mich ist der Wooki bisher ziemlich nah an der Perfektion. [...] Mit Ausnahme der Liegerichtung.

    Das ließe sich mit dem obigen Vorschlag von Michael beheben. Wir präsentieren: den Sanduhr-Wooki.

    Der Wooki hat eine größere "Kurve" wenn er kleiner ist - genauso wie das eine kürzere Hängematte hätte - und ist deshalb einen Tick unbequemer.

    Das würde sich bei dem von mir oben erwähnten Konzept der Double Layer HM mit Isolation an der unteren Stoffbahn erledigen. Wäre in meinen Augen die bequemste aller Lösungen. Aber die Flexibilität leidet wieder, weil ich unterwegs lie Position der Isolation unter der HM nur sehr schwer verändern kann. Aber zumindest kann man die HM von der Isolation trennen und damit waschen oder auch austauschen.

    Außerdem wird der Druck viel besser von der Stoffbahn verteilt als von Schnüren.

    Definitiv. Die clew suspension ist nicht so bequem wie ein durchgehende Stoffbahn. Besser geht's nicht.

    Ist das in etwa so, wie es beim Underquilt von Cumulus gelöst worden ist?

    Mein Cumulus Selva 600 kam vorgestern, ich war gestern Nacht bei -9°C damit draußen. Ich berichte bald, muss noch ein paar Dinge austesten.


    Gruß,

    Roland

    • Offizieller Beitrag

    Ist das in etwa so, wie es beim Underquilt von Cumulus gelöst worden ist?

    Wenn ich das richtig sehe, verringert sich dadurch der seitliche Druck auf die Person in der Hängematte, weil - von oben betrachtet - der Winkel der Gummiseile zur Aufhängung kleiner ist. Das ist der umgekehrte Fall wie beim Hängewinkel der Hängematte. Hier gilt: Je kleiner der Winkel, desto kleiner die Kraft, die seitlich auf die Hängematte drückt.

    Die Aufhängung ist auf den Fotos nicht so gut zu erkennen, aber es sieht tatsächlich so aus, als ob sie länger als die Hängematte ist. Was man allerdings erkennen kann ist, dass das Fußende katastrophal abschließt. Man kann nur hoffen, dass das Kordel am Fußende einfach nur zu stark zusammen gezogen ist - ansonsten bekommt man bei so einem großen Loch ernsthafte Probleme.

    Ohne elastische Kordeln geht's meiner Meinung nach nur, wenn man einen UQ mit durchgehender Stoffbahn baut und diesen zusammen mit der HM whippt. Selbst der Wooki, der ja sehr genau auf eine bestimmte HM-Länge angepasst ist, benötigt noch etwas Spielraum, der durch den Gummi am Fußende gewährleistet wird. Die Frage ist immer, wie viel Zug braucht der Underquilt um gut zu sitzen.

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass auf Gummikordel komplett verzichtet werden soll. Aber je kürzer der elastische Teil ist, desto strammer sitzt der Underquilt. Bei meinen Versuchen war es sehr schwierig die korrekte Dehnung zu bekommen. Je mehr Länge, desto schwieriger die Justierung. Deshalb lieber mehr Stoff.

    Die Frage ist immer, wie viel Zug braucht der Underquilt um gut zu sitzen. Da gilt meiner Meinung nach, je mehr desto besser. Das hat aber bei den klassischen Underquilts immer die Konforteinbuße zur Folge. Und genau das ist bei clew suspension und durchgehender Stoffbahn anders.

    Meine Vermutung ist, dass der seitliche Druck vor allem eine Folge des Minimalismus ist. Der Underquilt soll so schmal wie möglich sein, um Gewicht zu sparen und "die Sicht" nicht zu blockieren. Nur sitzen dann die Gummikordel immer nahe am Kopf und den Füssen und stören. Ich möchte einen traditionellen Underquilt nähen, der deutlich breiter ist (mindestens 1,20m - eher mehr), aber bei dem die Ecken nur aus Stoff bestehen. Dadurch sollten die Gummikordel deutlich weiter über Kopf und Füssen hängen, und nicht mehr so stören. Bei meinem XXL-Underquilt (geschätzt 1,40m breit) ist der Komfort deutlich höher. Leider machen die durchgenähten Kammern (für mich) alles zunichte.

    Ich denke, das Problem des seitlichen Wegrutschens liegt an der geringeren Breite der gängigen Underquilts im Vergleich zu unseren HMs. Ich kann mir vorstellen, dass sich das lösen lässt, indem man die seitlichen Abspannschnüre ein paar Zentimeter vor dem Whipping zur Ridgeline führt, z.B. mit Dutchs Ridgeline Quilt Hooks. Das würde den UQ seitlich stabilisieren, dafür wird der Komfort wiederum etwas gemindert. Aber ich denke, es würde sich in Grenzen halten. Oder man verwendet die normalen Quilt Hooks für die HM.

    Die geringe Breite ist auf jeden Fall ein Problem - aber mit mehr Gummischnüren rutscht der Quilt noch einfacher weg. Natürlich habe ich die Aufhängung auch schon über die Ridgeline geführt, und das hilft auch ein wenig. Allerdings stören mich die nach oben laufenden Gummikordel. Da habe ich mich mehr als einmal drin verheddert. Und die Ridgeline Quilt Hooks gehen zu leicht kaputt. Bei dem Zug den ich brauche, habe ich schon 3 gesprengt. Insgesamt denke ich, dass diese "Lösung" das zu Grunde liegende Problem nicht behebt, sondern nur an den Symptomen herumdoktort. Ich hätte gerne ein besseres Quiltdesign. Und denke auch, dass das möglich ist.

    Da stimme ich Dir vollkommen zu, die Schnüre bringen gewichtsmäßig wohl keinen Vorteil. Die Rechtfertigung für die clew suspension sehe ich einzig und allein darin, bereitsvorhandene, rechteckig geschnittene Quilts komfortabler zu machen. Das klappt allerdings sehr gut.

    Vielleicht für wärmere Schläfer. Ich habe es wie gesagt aufgegeben. Der Zug den ich brauche ist einfach zu groß.

    Deine Einschätzung kann ich aus eigener Erfahrung heraus bestätigen. Ich hatte mir ja den 10' Wooki bestellt, weil ich auch davon ausgegangen bin, dass bei der Verwendung einer längeren HM ja nur ein Stückchen Schnur dranmachen muss. Andersrum, dachte ich, ist's sicher komplizierter. Das war ein Irrtum. Durch die Verlängerng verliert der Quilt drastisch (!) an Passform. Haufenweise cold spots. Geht gar nicht. Mittlerweile verstehe ich auch, warum. Das Konzepot funktioniert umso besser, je ähnlicher sich die Abmessungen von HM und UQ sind. Deshalb auch meine ursprüngliche Anmerkung, dass ich mir gewünscht hätte, dass Warbonnet einfach beide Enden lang lässt und traditionell whippt. Damit könnte man sich den Whoopi an belibiege Hängematten anpassen und könnte zusätzlich auch noch die Isolation unter der HM so positionieren, wie man das haben will. Ist ein paar Gramm schwerer, aber das wär's wert. Die gram weenies könnten ja den überflüssigen Stoff immernoch abschneiden.

    Naja, ich denke Warbonnet hat kein Interesse daran Quilts für andere Hängematten herzustellen. Für die Warbonnet-Hängematten passen die Wookis perfekt. Wenn sie jetzt anfangen und den Wooki flexibler designen, haben die Nutzer wieder mehr Probleme. So ist alles voreingestellt - hang it and forget it.

    Ein Wooki mit etwas großzügigerer Isolierung würde vermutlich alle Probleme lösen, die größere Nutzer damit haben. Mit Ausnahme der Liegerichtung.

    Meine Rede. Würde aber wieder mehr Gewicht bedeuten. Warbonnet musste da halt einen Kompromiss finden, nachvollziehbar.

    Die meisten Quilt-Hersteller bieten 2-3 Größen an; das wäre bei Warbonnet durchaus auch möglich. Bei den Top Quilts machen sie das ja auch.

    Das ließe sich mit dem obigen Vorschlag von Michael beheben. Wir präsentieren: den Sanduhr-Wooki.

    Ich denke, das lohnt sich einfach nicht. Wieviele Leute schlafen in beiden Richtungen, und kommen überhaupt nicht mit einer vorgegebenen Liegerichtung zurecht? Mein Eindruck ist, sehr wenige. Ein Wooki mit Sanduhr-förmiger Isolierung wäre vermutlich 300g schwerer. Dazu kommt ein höherer Arbeitsaufwand und mehr Isolierung, d.h. höhere Kosten. Das lohnt sich nur für Custom Quilt Hersteller wie Locolibre. Warbonnet hält die Kosten niedrig indem sie One-Size-Fits-All-Lösungen machen. Vielleicht bieten andere Hersteller auch irgendwann Wooki-ähnliche Designs an.

    Das würde sich bei dem von mir oben erwähnten Konzept der Double Layer HM mit Isolation an der unteren Stoffbahn erledigen. Wäre in meinen Augen die bequemste aller Lösungen. Aber die Flexibilität leidet wieder, weil ich unterwegs lie Position der Isolation unter der HM nur sehr schwer verändern kann. Aber zumindest kann man die HM von der Isolation trennen und damit waschen oder auch austauschen.

    Das ist nur eine Lösung für echte DIYer. Für mich hat sie auch zuviele Nachteile. Man muss beim whippen sehr genau sein, und ich denke dass vermutlich auch mehrere Anläufe nötig sind, bis Quilt und Hängematte optimal gewhippt sind. Das möchte ich nicht jedesmal machen, wenn ich meine Hängematte wechsele. Für einen kommerziellen Hersteller wäre so ein Quilt ein Albtraum - wenn ich sehe was für Probleme die Leute schon mit sehr nutzerfreundlicher Ausrüstung haben, dann möchte ich nicht wissen wie schlimm es wäre wenn man Quilt und Hängematte selbst zusammen-whippen muss.

  • Insgesamt denke ich, dass diese "Lösung" das zu Grunde liegende Problem nicht behebt, sondern nur an den Symptomen herumdoktort.

    Wie schon erwähnt: die clew suspension ist in meinen Augen nur als Mod für bereits vorhandene, rechteckige Underquilts relevant. Und je breiter der Underquilt ist, desto besser funktioniert sie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie bei einem Quilt, der annähernd die gleichte Breite wie der Hängemattenstoff hat, deutlich bequemer ist als die Aufhängung mit zwei starken Gummiseilen entlang der Seiten des Quilts. Und im Falle eines so breiten Quilts braucht's dann auch keine Rumdoktorei, denke ich.

    Naja, ich denke Warbonnet hat kein Interesse daran Quilts für andere Hängematten herzustellen.

    Ein Wooki mit Sanduhr-förmiger Isolierung wäre vermutlich 300g schwerer. Dazu kommt ein höherer Arbeitsaufwand und mehr Isolierung, d.h. höhere Kosten. Das lohnt sich nur für Custom Quilt Hersteller wie Locolibre. Warbonnet hält die Kosten niedrig indem sie One-Size-Fits-All-Lösungen machen.

    Das ist nur eine Lösung für echte DIYer. Für mich hat sie auch zuviele Nachteile. Man muss beim whippen sehr genau sein, und ich denke dass vermutlich auch mehrere Anläufe nötig sind, bis Quilt und Hängematte optimal gewhippt sind. Das möchte ich nicht jedesmal machen, wenn ich meine Hängematte wechsele. Für einen kommerziellen Hersteller wäre so ein Quilt ein Albtraum - wenn ich sehe was für Probleme die Leute schon mit sehr nutzerfreundlicher Ausrüstung haben, dann möchte ich nicht wissen wie schlimm es wäre wenn man Quilt und Hängematte selbst zusammen-whippen muss.

    Ich spreche eigentlich immer in erster Linie als DIYler. Das ganze Gerede über clew suspension, double layer mit Isolierung und sanduhrförmiger Isolierung ist für kommerzielle Anbieter vollkommen uninteressant. Ersteres ist wie erwähnt ein relativ schmutziger Mod, die beiden anderen Konzepte sind viel zu kompliziert bzw. haben eine zu kleine Zielgruppe. Sind eben nur spielerische Überlegungen. Die im kommerziellen Bereich derzeit beste Umsetzung ist der Wooki. Ich wüsste kaum, wie man das für die Breite Masse besser machen könnte.

    Aber nochmal: die clew suspension gibt einem die Möglichkeit, auch bereits vorhandene Quilt ohne viel Aufwand bequemer zu machen. Und die isolierte double layer HM sowie die sanduhrförmige Isolierung sind was für die, die es eben genau so haben wollen.

  • Da die Diskussion zur Clew-Suspension nun doch noch weitergegangen ist, möchte ich noch ein, zwei Gedanken dazu anmerken.

    Wie oben bereits verdeutlicht, kommt es sehr darauf an, wie man diese Aufhängung macht:

    • Folgt man der Anleitung von Derek Hansen, so werden die Gummiseile über einem rechteckigen Rahmen aufgebaut. Die in der Mitte der Hängematte liegenden Gummiseile sind kürzer, gegen aussen werden sie immer länger. Das führt dazu, dass die Seile in der Mitte - also genau dort, wo der Hängemattenstoff durch das Körpergewicht am meisten gedehnt wird - am meisten Zug aufbauen, während sie am Rand eher wenig gespannt sind. Aus meiner Sicht unterstützt das das seitliche Wegrutschen des Underquilts. Jedenfalls ist die Verteilung der Zugkräfte sicher nicht optimal.
    • Folgt man der Anleitung von Jellyfish Report, so werden die Gummiseile über einem Kreisbogen aufgebaut. Hier ist der Zug in der Mitte immer noch etwas grösser, da dort der Hängemattenstoff mehr gedehnt wird. Insgesamt ist die Situation aber ausgeglichener und das seitliche Wegrutschen sollte kein oder viel weniger ein Thema sein.

    Man könnte sich nun durchaus überlegen, ob man die Gummiseile gar nicht durch eine Webung am Ring fixiert, sondern die aus einem langen Gummiseil gefertigte Aufhängung vollständig beweglich lässt. Im besten Fall würde das dazu führen, dass der Zug sich sehr gleichmässig verteilt. Im dümmsten Fall könnte aber auch passieren, dass der Zug auf den Aussenbahnen unangenehm zunimmt, weil mehr Gummiseil gegen die Mitte der Aufhängung gezogen wird und der Rand sich zu sehr verkürzt. Das müsste man wohl ausprobieren und falls nötig nachträglich eine Webung anbringen, um das System wie gewünscht zu stabilisieren.

  • Ich hab wieder ein bisschen was Neues zu berichten: Nachdem ich die clew suspension nun mit allen meinen Underquilt durchprobiert habe, kann ich das was wir schon vermutet hatten, nochmal ganz klar bestätigen: die Aufhängung geht umso besser, je breiter der Underquilt ist. Bei meinem ersten Underquilt aus einem alten Schlafsack hat's nur sehr schlecht funktioniert, der ist 120 cm breit. Mit dem kürzlich erhaltenen Cumulus-Quilt gab's auch Probleme. Dagegen hat es mit meinem DIY KAQ wunderbar funktioniert, der ist fast so breit wie die HM.

    Was war nun das Problem? Ganz einfach: die clew suspension erlaubt es nicht, den Quilt schräg zu stellen, weil sie immer in Richtung HM-Ende zieht. Damit schauen auch bei einem sehr langen Quilt die Füße raus und der Kopf wenn man mit etwa 30° in der HM liegt. Einzige Lösung, die ich hier sehe, wäre, die Aufhängung an den Seiten des UQ ansetzen zu lassen. Das würde aber heißen, dass man sehr lange Schnüre verwenden muss, ein Kontensalat wäre praktisch unvermeidbar. Werd mal auf hammockforums.net nachfragen, ob jemand dieses Problem schonmal gehabt hat. Wurde meines Wissens nach nichts angesprochen.

    Fazit für mich: die clew suspension kann man für die meisten kommerziell erhältlichen UQs vergessen, weil die alle um die 110-120 cm breit sind. Schade, ich hätte gehofft, dass das ein toller Mod sein könnte, um bereits vohandene Quilts bequemer zu machen. Ist aber nix.

  • In dem Fall brauche ich mir keine weiteren Gedanken um eine allfällige "Umrüstung" meines HG Incubator zu machen. Ich dachte heute im Wald noch, dass das nicht ganz einfach sein würde, dem mit einer Clew-Suspension eine diagonale Richtung zu geben. Auch die Befestigung an der Ridgeline der Hängematte ging mir durch den Kopf. Allerdings wäre das dann wohl auch wieder ziemlich beengend. Somit kann man diesen Thread wieder für den Wooki freigeben... Danke fürs Ausprobieren.

  • Naja, da ginge schon was. Ist aber nur für Mutige: Nimm eine 3,5 m Stoffbahn, leg den Incubator diagonal drauf, steck alles an den Gummiseiltunneln schön fest und näh dann zwei- bis dreimal drüber. Fertig ist der Wookibator. Solltest Du ein Grammjäger sein, dann kannst Du noch den überflüssigen Stoff in der Mitte rausschneiden. Hätte ich aber etwas Angst, dass dadurch zu große Schwachstellen entstehen könnten.

    Dann kannst u halt aber wieder nur in eine Richtung liegen.

    Ich glaube, Du musst mal einen Synthetikwooki mit der Sanduhrform nähen. Apex verarbeitet sich prima, das ist in 0,nix passiert und kostet auch grad mal 50 Euro oder so. Kannst ja supergünstigen Stoff wie z.B. den hier nehmen, muss nicht daunendicht sein.

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