Vogesenhauptkamm im Winter

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Liebe Gemeinde,

    ich plane, irgendwann im Zeitraum Mitte November bis Ende Dezember ein kurzes Stück in den Vogesen zu laufen, größtenteils auf dem GR5. Drei Tage, zwei Nächte.
    Die Tour soll folgendermaßen aussehen:

    Erster Tag
    Anreise mit dem Zug nach Raves
    Raves - Étang du Devin (18 km)

    Zweiter Tag
    Étang du Devin - Trois Fours (18 km)

    Dritter Tag
    Trois Fours - Metzeral (12 km)
    Heimreise mit dem Zug

    Übernachten werde ich in bzw. bei unbewirtschafteten Schutzhütten, da sind einige vorhanden entlang des Weges. Die Abschnitte lassen sich also sehr flexibel verlängern oder verkürzen, je nach Vorankommen.

    Nun habe ich leider weder im alpinen Bereich Erfahrung, noch mit ausgedehnten Wanderungen bei viel Schnee. Ich will das Ganze nicht unterschätzen, sind ja doch schon deutlich rauhere Verhältnisse als hier bei mir im Pfälzer Wald.

    Was meint ihr, worauf ich mich einstellen sollte? Schnee wird's wohl zu der Jahreszeit dort ziemlich sicher geben, sollte ich vielleicht Schneeschuhe mitnehmen? Komme ich die Berge überhaupt rauf? Ist die Strecke machbar auch wenn Schnee liegt? Was kann ich machen, wenn schlechtes Wetter mich festsetzt? Wie könnte ich in einem solchen Falle die Tour abbrechen?

    Ich bin für alle Rückmeldungen dankbar. Insbesondere wenn jemand dieses Stück schon mal im Winter gelaufen ist, würden mich ihre/seine Erfahrungen interessieren.


    Danke und viele Grüße,

    Roland

  • Hallo Roland

    Ist sicher ein schönes Projekt! :)

    Alpin sind die Vogesen ja im Grunde nicht. Aber wenn es so viel Schnee gibt, dass sich Schneeschuhe aufdrängen (vielleicht ab ca. 20-30cm Neuschnee oder einfach bei fester Schneedecke wird das der Fall sein), dann sind 18km am Tag sehr ambitiös!

    Du musst davon ausgehen, dass du mit Schneeschuhen sehr viel schneller ermüdest. Das kann ich nicht stark genug betonen!

    1) Einerseits sinkst du tiefer ein als auf einem aperen (schneefreien) Wanderweg, brauchst also mehr Energie, um die Beine bei jedem Schritt anzuheben. Die Beine lassen sich nicht mehr elegant aus der Hüfte nach vorne schwingen wie auf einem schneefreien, trockenen Wanderweg.

    2) Weiter wiegt ein Paar Schneeschuhe rund 1,5kg bis 2kg. Das sind grob 700g bis 1000g pro Fuss. Gewicht am Fuss ermüdet etwa fünf bis sechs Mal mehr als Gewicht im Rucksack.

    3) Schliesslich musst du - gerade bei Neuschnee - davon ausgehen, dass du auch noch ordentlich Schnee am Schneeschuh hast, was den Schneeschuh weiter beschwert, und den du dann auch bei jedem Schritt bewegen musst.

    Allfällige Schneeschuh-Verlängerungen sollen verhindern, dass man bei tiefem Schnee zu tief einsinkt. Das lohnt allenfalls bei wirklich sehr tiefem Neuschnee. Ansonsten ist das primär zusätzliches Gewicht, das du ebenfalls bewegen musst und das weiteren Schnee auflädt, der bewegt werden muss.

    Ansonsten kann man aber sagen, dass man mit Schneeschuhen sehr guten Halt hat, selbst dort, wo möglicherweise gar kein Schnee liegt. Falls du keine Schneeschuhe hast: Man kann die in einigen Sportgeschäften auch mieten (zumindest bei uns in der Schweiz ist das der Fall).

    Ich selber habe bisher nicht allzu viel Erfahrung mit den Schneeschuhen. Der Aufstieg nach Medergen im Kanton Graubünden, einige Ausflüge am Glaubenbergpass und im Jura-Gebrirge haben mir aber gezeigt, dass die ganze Sache zwar sehr schön, aber eben auch ausgesprochen anstrengend ist. Ist ein Weg gepfadet, der Schnee also gut festgedrückt, so ist man ohne Schneeschuhe, aber mit gutem Profil am Schuh unter Umständen besser dran.

    Es kann gut sein, dass es bis Mitte Dezember gar nicht gross Schnee gibt. Wenn er aber mal da ist, dann bleibt er wohl bis in den März / April hinein liegen auf den Höhen (Schwarzwald, Vogesen, Jurahöhen).

    Gruss
    Michael

    PS: Falls man nicht an fliessendes Wasser kommt, müsste man noch bedenken, dass man fürs Schmelzen des Schnees ausreichend Brennstoff mitnimmt. Da stehen 333,5 kJ/kg Schmelzwärme einer spezifischen Wärmekapazität von 4,184 kJ/(kg·K) gegenüber. Es braucht also gleich viel Energie, einen Liter Wasser zu schmelzen, wie du benötigst, ihn anschliessend von 0°C auf 80°C zu erwärmen. Vor dem Schmelzen musst du den Liter aber womöglich noch von einer bestimmten Minustemperatur auf 0°C erwärmen.

    PS2: Mit fällt gerade wieder mal auf, dass bei Beiträgen, die auf einer übergeordneten Ebene gepostet werden, die Formatierungen (Smileys, Auflistungen, etc.) nicht funktionieren.

  • Hallo,

    wir wollen im Winter auch eine Schneeschuhtour machen.
    Da es einen niederländischen Bushcrafter in den Vogesen gibt, habe ich den vor ein paar Tagen angemailt
    und gefragt wann denn so Schnee ist. Er meinte mit viel Glück hat man Ende Januar bis vielleicht Mitte März
    Schnee.
    Es kann allerdings mal einen kurzen Wintereinbruch auch im Dezember geben.

    Gruss
    Konrad

  • Ich wohne ja im Süd-Schwarzwald und der is bekanntlicherweise der eineigene Zwilling der Vogensen... Der Trend der letzten Jahre war "immer" Mitte Dezember sehr warm, kein Schnee. In kalten Jahren manchmal 2 Wochen Schneegestöber im November. Ab Januar dann frosig aber wenig Schnee. ( ich konnte die letzten Jahr sehr wenig langlaufen...)
    Ich würde mir frühzeitig Schuhe organisieren aber nur mitnehmen wenn wirklich richtig viel Schnee liegt. Dafür unbedingt Gamaschen einstecken.

    Ergänzen würde ich meine Vorredner noch mit dem Muskelkater, den man bekommt, wenn man das erste mal im Jahr ein Schneeschuhwanderung macht, bedingt durch den breiten Gang.

    Die größte Herrausforderung deiner Tour könnte meiner Meinung nach der Umgang mit den Temperaturen um den Gefriepunkt sein. D.h. so kalt, dass man sich warm anzeiht aber doch immer wieder schnell schwitzt, dazu eine "feuchte Kälte" die in die Kleider und Ausrüstung griecht, jedoch nicht richtig abtrocknet.

    Daher empfehle ich: genügend Wechselsachen zum Anzeihen, reichlich Brennstoff (primern?!) und natürlich genug zum lesen, da die Nächte recht lang sind.

    Generell sind bei uns die winterlichen Nächte im Schwarzwald auf den 1200er zwar knackig aber bei guter Planung machbar und von besonderer "klarheit" wenn es nicht neblig ist.
    Fettes Essen am Abend macht ne warme Nacht doch mit diesen Stoffwechselprozessen kennst du dich besser aus.

    Grüße und viel Spaß

  • Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

    Wenn es so viel Schnee gibt, dass sich Schneeschuhe aufdrängen [...], dann sind 18km am Tag sehr ambitiös!

    Das befürchte ich auch. Ich werde mir für den Fall, dass das eintritt, eine kürzere Alternativroute vorbereiten.

    Da es einen niederländischen Bushcrafter in den Vogesen gibt, habe ich den vor ein paar Tagen angemailt
    und gefragt wann denn so Schnee ist. Er meinte mit viel Glück hat man Ende Januar bis vielleicht Mitte März
    Schnee.

    Genau auf so eine Connection hatte ich gehofft, Konrad. Wäre es vielleicht möglich, dass Du kurz bevor ich aufbreche mal beim Kollegen anfragst, wie die Schneelage so ist? Den Wetterbericht im Internet abzufragen kriege ich ja hin, aber eine gute Seite für Schneehöhen hab ich noch nicht recherchiert bekommen. (Hat da vielleicht jemand einen Tip?)

    Ich würde mir frühzeitig Schuhe organisieren aber nur mitnehmen wenn wirklich richtig viel Schnee liegt.

    Mach ich.

    Dafür unbedingt Gamaschen einstecken.

    Mach ich.

    Die größte Herrausforderung deiner Tour könnte meiner Meinung nach der Umgang mit den Temperaturen um den Gefriepunkt sein.

    Damit komme ich klar. Hatte letzten Winter einige Male die Gelegenheit, das zu trainieren. Nach einige Fehlschlägen bin ich dann ziemlich gut klargekommen.
    Viel Wolle. Aufpassen, dass die körperliche Anstrengung nicht zu groß, aber auch nicht zu gering ist. Viel essen und trinken. Wechselsachen. Warm in die HM. Wärmflaschen. Vapor barriers. Und viele weitere Kleinigkeiten.

    ... reichlich Brennstoff (primern?!) ...

    Ich bin bis jetzt nur mit Alkohol unterwegs gewesen und auch sehr gut damit klargekommen. Ich steck mir immer 50 ml Alkohol in die Hosentasche. Der Fancy Feast hat so wenig Metall, dass der körperwarme Alkohol auch nach dem Reinschütten noch warm genug ist, um problemlos mit dem Feuerstahl angezündet werden zu können. Wenn es extrem kalt wäre und ich absehbar größere Mengen Schnee schmelzen müsste, dann würde ich wohl auf Gas oder sogar Benzin umsteigen, insbesondere in größeren Höhen. Aber bis ich so ein Projekt mal angreife, dauerts wohl noch ein bisschen.

    ... und natürlich genug zum lesen, da die Nächte recht lang sind.

    Hab immer Hörbücher dabei, dann krieg ich keine kalten Finger vom Buch halten.


    Ich glaube, das wird schon klappen. Wenn's nicht direkt davor einen Meter Neuschnee runtergehaut hat.

    Sollte jemand mitkommen wollen, dann sagt bescheid. Ich geh zwar auch sehr gerne Solo, aber freue mich auch über Begleitung.

  • Hier noch ein paar "Schneebulletins":

    http://www.skiinfo.fr/vosges/bulletin-neige.html

    http://www.bulletin-des-neiges.com/

    http://neige.massif-des-vosges.com/

    http://www.meteo-des-neiges.com/enneigement-vosges.htm

    http://www.france-montagnes.com/mass...ulletins-neige

    http://www.tourisme.vosges.fr/pratiq...neigement.aspx

    http://www.meteofrance.com/prevision...montagne/neige

    http://www.skiinfo.fr/vosges/bulletin-neige.html

    Möglicherweise lässt sich der eine oder andere Link auch auf Deutsch umschalten...

    Zur Kleidung um den Gefrierpunkt: Meiner Ansicht / Erfahrung nach bringt es nicht so viel, allzu viel Wechselwäsche mitzunehmen. Mir scheint es sinnvoller, die Anstrengung so anzupassen, dass die Kleidung, die man trägt, bis zur Ankunft am Ziel weitgehend trocken ist. So kann man nach der Ankunft in die trockene Wäsche wechseln und die verschwitzte ist morgens nur minim feucht und kann wieder getragen werden. Nimmt man zu viel Wechselwäsche mit, so wird es nicht nur schwer, sondern man läuft Gefahr, immer mehr feuchte Wäsche zu haben. Und die bekommt man dann immer schlechter trocken. Ich halte den Körper immer noch für den besten Ort, um Kleidung zu trocknen. Wichtig ist lediglich, immer einen Satz von allen Kleidungsstücken trocken zu halten. So hat man zur Not immer das volle Programm in trockener Ausführung.

  • Danke für die Links.

    Meiner Ansicht / Erfahrung nach bringt es nicht so viel, allzu viel Wechselwäsche mitzunehmen. Mir scheint es sinnvoller, die Anstrengung so anzupassen, dass die Kleidung, die man trägt, bis zur Ankunft am Ziel weitgehend trocken ist.

    Da kann ich Dir nur beipflichten. Ich hab meistens nur eine Baselayer-Wechselgarnitur dabei. Wenn ich im Camp angekommen bin, versuche ich, noch so lange mäßig aktiv zu bleiben, bis ich einigermaßen trocken bin. Wenn ich dann ins Bett (bzw. die Hängematte) gehe, zieh ich mir meine trockenen Nachtklamotten an (lange Unterhose, ein T-Shirt, Nachtsocken und locker sitzenden Wollstrümpfe, wenn's sehr kalt ist noch einen Fleece-Sweater). Diese ziehe ich wirklich nur nachts an, die bleiben um alles in der Welt trocken.
    Tagsüber hab ich obenrum ein langärmeliges und ein kurzärmeliges Merinoshirt und meinen Lodensweater an, im Camp zieh ich bei Bedarf noch eine Regenjacke drüber. Bis -5°C reicht das vollkommen aus. Bei noch tieferen Temperaturen würd' ich mir noch eine Daunenjacke und eine Thermohose mitnehmen, und evtl. Campbooties.

    Leicht feuchte Sachen zu trocknen geht auch zwischen Underquilt und HM relativ gut, allerdings muss man aufpassen, dass.man nicht zu viel Feuchtigkeit in die Daune bringt (falls man Daune verwendet).

  • Hallo,

    ich habe keine Wechselwäsche mit und trockne das am Körper.
    Wechselwäsche wiegt zuviel.
    Für sehr lange Touren habe ich eine Wechselunterbuxe, Strümpfe und Hose.
    Nach dem Wandern gibt es eine Daunenjacke mit Hydrodaune und nachts dann noch eine Primaloftjacke
    und die Daunenshaps im Topquilt.
    Wenn ich in den Topquilt steige, bin ich allerdings trocken.

    Gruss
    Konrad

  • Hallo Roland,

    da hast Du Dir ja eine schöne Tour rausgesucht. Sieht nach ca. 50 km und 1.700 hm aus.

    Mich überkommt sofort ein Jucken an den Füssen und Fußpilz ist das nicht.:D

    Solltest Du wirklich bereits im November/Anfang Dezember losziehen, vermute ich, wirst Du keinen Schnee haben. Mehr als die Hälfte der Strecke verläuft ja unter 1.000 m NN. Eine gute Möglichkeit, die Verhältnisse vor Ort im Vorfeld zu prüfen, wäre folgende Internetseite:

    http://www.lac-blanc.com/lac-blanc/webcam/

    Die Skistation Lac Blanc befindet sich zwischen Col Le Bonhomme und Trois Fours (Ist übrigens mein Lieblingsschneeschuhgebietwennsnichtsoweitwegseinsoll) und die Webcam liefert aktuelle Bilder.

    Wie so oft, bei Wanderungen in Nord-Süd-Richtung in Pfälzerwald und Vogesen gibt es einige Kerbtäler, wass sich in den Höhenmetern wiederspiegelt. Der GR5 bzw. GR53 halten sich aber weitestgehend an den Höhenzug. Dies wiederum bedeutet, dass man streckenweise sehr stark dem Wind ausgesetzt ist, da die Kuppen der Südvogesen häufig baumfrei sind.

    Bei den Schutzhütten solltest Du darauf achten, dass es verschiedene Kategorien gibt: Abri, Refuge, Chalet bzw. Ferme können sich als Bauernhof mit Übernachtungsmöglichkeit oder auch nur als Pavillion ohne Dach herausstellen. Stellenweise werden die Schutzhütten außerhalb der Wandersession auch einfach mal abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut (woher ich das weiß?). Evtl. kannst Du mal im Netz recherchieren und Dir Bilder der Hütten ansehen. Manche Hütten haben auch eine Feuerstelle, prüfe aber vorher, ob der Kamin nicht verstopft ist und der Rauch auch abziehen kann (woher ich das weiß?).

    Zur Orientierung und Navigation empfehle ich Dir die IGN Karten vom Club Vosgien. Da sind die Hütten eingezeichnet und auch Quellen zu finden. Sei darauf gefasst, dass die Ferme Auberges evtl. geschlossen haben und Du dort nicht zu Essen oder Trinken bekommst. Empfehlen kann ich Dir die FA bei Col des Bagenelles (sofern offen).

    Das Schneeschuhgehen irgendwie anstrengen ist, wurde ja bereits mehrfach angesprochen. Ich für meine Teil musste feststellen, dass auch nicht jeder Tag wie der andere ist. Ich hatte schon Touren, da war ich froh über einen Schnitt von 2 km/h, an anderen Tagen bei ähnlicher Streckenführung 4 km/h. Was ich damit sagen möchte, sei auf einiges gefasst und vorbereitet und denke daran, dass die Tage verdammt kurz sind (also Etappen lieber etwas kürzer wählen). Sollte es wirklich Schneien, ist die Orientierung anhand der sonst sehr guten Wegmarkierungen manchmal nicht immer einfach.

    Mit der Bekleidung mache ich es in der Regel so:
    Beim Wandern gerade so viel anziehen, dass ich nicht friere (Merino oder Primaloft) um im Camp (Hütte etc.), frische Baselayer, Daunenjacke und dann die evtl. feuchte Primaloftjacke zu trocknen drüber. Wenn es kalt genug ist, sollte die Luft auch so trocken sein, dass die Bekleidung über Nacht etwas abtrocknen kann.

  • Hallo Hängematz,

    danke für die Infos.

    Der Termin steht nun fest: 17.-19. Dezember. Also schon etwas später, ich werde mich also darauf vorbereiten, dass schon Schnee liegen könnte. Ich hoffe einfach mal, dass es nicht allzu viel sein wird. Ein bisschen würde mich ja nicht stören, aber wenn ich Schneeschuhe brauche, werde ich die Tour auf jeden Fall abkürzen. Ich versuche gerade, herauszufinden. ob ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel ein bisschen näher an den Étang du Devin herankomme als Raves. Vielleicht geht da noch was.

    Bezüglich der Hütten sehe ich kein Problem. Ich will dort weder essen noch schlafen, sondern nur einen Platz zum akzeptierten Hängen. Deshalb werde ich mich wohl in erster Linie bei den Schutzhütten (Abri) aufhalten.

    Karten habe ich schon, eben die Topo 1:50000 vom Club Vosgien, die Du empfohlen hast.

  • So wie ich die französischen Karten kenne, dürften die 1:50'000er reichen. Ich war diesen Sommer mit dem TopoGuide auf dem GR10 in den Pyrenäen unterwegs. Der beinhaltet die 1:50'000er-Karten des IGN. Das ging ohne Probleme. So brauchst du auch nicht so viel zu schleppen. (Vielleicht gibt es sogar einen TopoGuide für deine Route... aber du hast ja diese Karten bereits.)

    Bei Schnee, wenn die Orientierung schwieriger ist, würde ich allerdings vermutlich auf die 1:25'000er umsteigen. Das ist dann nicht nur eine Frage der Augen, sondern beim grösseren Massstab sind einfach mehr Details drauf, allenfalls sogar mehr Höhenlinien.

    Die Karten gibt es übrigens auch online: https://www.geoportail.gouv.fr/ (links oben aufs Menü klicken und dann etwas weiter unten auf "Voir tous les fonds de carte".)
    Die "Cartes IGN classiques" oder die "Carte topographique IGN" sind zum Wandern geeignet!

    Wegen dem Übernachten: "Bezüglich der Hütten sehe ich kein Problem. Ich will dort weder essen noch schlafen, sondern nur einen Platz zum akzeptierten Hängen. Deshalb werde ich mich wohl in erster Linie bei den Schutzhütten (Abri) aufhalten."

    Ich sehe da in Frankreich überhaupt kein Problem. Da kannst du praktisch überall ausserhalb von Siedlungen ein Plätzchen zum Biwakieren ergattern und bewegst dich praktisch auf legalem Boden. (Auf dem Jakobsweg (GR65) schlafen die Leute manchmal sogar in den Kapellen am Weg.) Auf den Höhen sowieso. In den Pyrenäen auf dem GR10 ist wildes Biwakieren offiziell erlaubt (respektive nicht verboten), selbst innerhalb der Grenzen der Naturparks, vorausgesetzt, diese Grenzen oder die nächste Strasse sind zu Fuss mindestens eine Stunde entfernt. Unter Biwakieren versteht man auch in Frankreich das Übernachten vom Eindunkeln bis am Morgen (die genauen Zeitangaben weiss ich nicht mehr, habe vergessen, ein Foto von einem der Schilder zu machen). Mehr wollen wir ja in aller Regel nicht, wenn wir draussen unterwegs sind.

  • Das ist dann nicht nur eine Frage der Augen, sondern beim grösseren Maßstab sind einfach mehr Details drauf, allenfalls sogar mehr Höhenlinien.

    Ach, so ist das! Ich dachte immer, man könne mittels Wischen mit Daumen und Zeigefinger den Detaillierungsgrad der Karte verändern. Ich bin manchmal so blond.:rolleye:

    Eben nochmals kurz nachgesehen: Wenn Du, Roland, ab dem Col des Bagenelles statt dem GR5 dem GR531 über Col du Bonhomme bis zum Col du Calvaire folgst, sparst Du Dir den Abstieg nach Le Bonhomme mit anschließendem Anstieg, außerdem benötigt Du nur zwei 1:25.000er Karten (3617 und 3618). Da muss man nicht die hellste Kerze auf der Torte sein, um zu erkennen, dass es keinen Sinn macht, statt dessen zwei 1:50.000er Karten (4/8 und 6/8) mitzuführen. Für den Fall, dass Dir die 3618 noch fehlt, ich habe die plastifizierte Ausgabe (3618OTR) doppelt. Kannste für 15 EUR als Selbstabholer haben.:)

    Was die Wildcamperei angeht, haben diese Jungs (http://www.brigade-verte.fr/) im Bereich des Naturparks Vogesen auch noch ein Wörtchen mitzureden. Ein entsprechender Hinweis ist auch in den meisten Schutzhütten zu finden. Das soll jetzt nicht heißen, dass man nicht in den Hochvogesen übernachten kann, nur sollte man sich über die möglichen Konsequenzen bewusst sein.

    Waldläufer70: Vielen Dank für den Link mit den Online-Karten, da wollte ich schon längere Zeit mal danach suchen.:thumbup:

    Hier übrigens noch ein Link zum Recherchieren der Hütten: https://www.refuges.info/nav/751

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!