Hallo zusammen,
ist es möglich bzw. empfehlenswert eine Hängematte aus 210T zu verlängern? Oder halten die Nähte den Belastungen einer HM nicht stand?
Wenn es geht, auf was wäre zu achten?
Gruß,
Friedolino
Hallo zusammen,
ist es möglich bzw. empfehlenswert eine Hängematte aus 210T zu verlängern? Oder halten die Nähte den Belastungen einer HM nicht stand?
Wenn es geht, auf was wäre zu achten?
Gruß,
Friedolino
Hallo,
verlängern dürfte machbar sein. Kommt auf die Naht an.
Lohnt sich so etwas? Was ist 210T?
gruss
Konrad
Ich vermute, du beziehst dich auf diese Hängematte:
Der entscheidende Moment war bei mir aber eine Spontan-Kaufentscheidung beim chinesischen Online-Handel. Nun ist also eine noname 250x130cm gathered end HM mit Moskitonetz auf dem langen Weg zu mir.
Solange das Material kräftig genug ist, könnte man es verlängern. Ich würde es aber nicht machen, weil...
... es weniger arbeitsaufwändig ist, sich einfach eine neue Hängematte zu nähen.
... man bei einer integrierten Hängematte ja auch noch Reissverschlüsse und Moskitonetz dran hat, was man nicht so einfach verlängern kann.
... ich nicht sicher bin, dass sie die Quernaht nicht negativ auf den Liegekomfort auswirkt.
Ganz ehrlich, wenn du eine längere Hängematte haben willst, bestell dir eine längere Hängematte oder nähe dir eine neue Hängematte.
Was ist 210T?
Das ist der Threadcount:
ZitatThe T refers to thread count, or the number of warp and fill (or picks and ends) threads in a square inch. Warp and fill refer to the threads in woven materials that are interlaced at right angles to create the cloth. The number of these within one square inch determines thread count. Similar to denier, it’s a good measure of the thickness (and usually, strength) of an item when comparing within the same material.
Du musst auch bedenken, dass du beim Kanal an jedem Ende der Hängematte nur halb so viel Last auf der Naht hast wie bei der Naht einer Verlängerung. Zudem hast du auch Spannungen innerhalb der Naht, falls du nicht den exakt identischen Stoff verwendest (ist vermutlich vernachlässigbar). Ich würde das auch nicht tun wollen. Dazu kommen noch die von TreeGirl bereits genannten Gründe.
Ihr habt mich überzeugt. Eine neue Nähen! Ich habe auch gesehen, dass der Stoff gar nicht so teuer ist. Ich liebäugle gerade mit dem 50g/qm ripstop nylon.
Oder ich nehme den 40er doppelt - ist ja vielleicht doch flexibler im Einsatz.
Ich überlege gerade, ob es etwas bringt, die untere Lage größer zu machen als die obere, damit die untere weniger gespannt wird und eine Decke, die ma dort ggfs. zwischenlegt weniger gedrückt wird. Macht das Sinn?
Ich habe auch gesehen, dass der Stoff gar nicht so teuer ist. Ich liebäugle gerade mit dem 50g/qm ripstop nylon.
Oder ich nehme den 40er doppelt - ist ja vielleicht doch flexibler im Einsatz.
Zunächst einmal sollte der Stoff mindestens 150cm breit sein - bei ExtremTextil sind viele passend aussehende Stoffe leider zu schmal. Dann sollte der Stoff unbeschichtet sein.
Ich würde dir raten, mit diesem Stoff anzufangen und eine einlagige Hängematte zu nähen. Da kannst du nicht soviel falsch machen. Bestell dir 350cm Stoff, dann hast du eine Hängematte die dir viele Jahre gute Dienste leisten kann. Und du kannst erstmal Erfahrungen sammeln ohne dich fragen zu müssen "liegt das jetzt an mir oder an der Hängematte?"
Wenn du mit den Maßen der ersten Hängematte zufrieden bist, kannst du dich an eine doppellagige Hängematte wagen. Du hast dann etwas mehr Ahnung was bei einer für dich passenden Hängematte wichtig ist.
Ich überlege gerade, ob es etwas bringt, die untere Lage größer zu machen als die obere, damit die untere weniger gespannt wird und eine Decke, die ma dort ggfs. zwischenlegt weniger gedrückt wird. Macht das Sinn?
Wenn du eine Brückenhängematte nähen willst, macht das Sinn. Doppellagige Tuchhängematten bestehen aber immer aus zwei gleich großen Lagen Stoff (soweit mir bekannt ist). Theoretisch könntest du die untere Lage etwas länger machen - aber die Preisfrage ist: wieviel länger? Zu lang, und die Decke muss sehr dick sein. Zu kurz, und die Decke wird zusammen gedrückt. Da ist es besser, du nähst dir aus der Decke gleich einen provisorischen Underquilt. Das ist einfacher - sowohl in der Herstellung als auch in der Nutzung. Im Übrigen müsstest du die Decke ohnehin immer mit einer Art Aufhängung versehen, denn sonst rutscht sie in sich zusammen. Hab ich alles schon durch ![]()
Ich überlege gerade, ob es etwas bringt, die untere Lage größer zu machen als die obere, damit die untere weniger gespannt wird und eine Decke, die ma dort ggfs. zwischenlegt weniger gedrückt wird. Macht das Sinn?
Ich hatte mir genau die gleich Frage auch schon gestellt. In meinem Fall aber, um etwas mehr Platz für eine Isomatte zu schaffen. Aber mir wurde auch eher davon abgeraten, als ich diese Frage irgendwo hier im Forum mal gestellt hatte.
Ich hatte jetzt einiges über die verschiedenen Formen gefalteteter bzw. geknoteter Hängematten gelesen. Allerdings auf Englisch. Da gibt es z.B die W-Faltung oder asymetrische HM. Klingt alles sehr spannend. Hat jemand von Euch sowas auch schon gemacht?
Klar. Ich habe alle möglichen Faltungen ausprobiert. Ich mag die simple Akkordeon-Faltung und die Hennessy Faltung am liebsten.
Auf Just Jeffs Seite werden zwei Faltmethoden beschrieben (leider nur in englisch, aber mit Fotos).
Aber vielleicht macht TreeGirl besser einen neuen Faden zum Thema Faltmethoden auf, dann können wir die Informationen dort bündeln.
Was ist denn der Vorteil des Whipping gegenüber einem simplen Kanal, durch den ich die Aufhängung fädle? Ein Kanal ergibt ja dann quasi eine Akkordeon-Faltung, vielleicht mit dem Unterschied, dass die Ränder der Hängematte minim verkürzt werden.
Ein Vorteil ist in meinen Augen, dass man damit verschiedenen Faltmethoden realisieren und schnell ändern kann. Man kann die Spannung des Gewebes recht einfach individuell anpassen in dem man an den entsprechenden Stellen etwas herauszieht. Wenn man eine gleichmäßige Faltung optimal findet, spielt das natürlich keine so große Rolle.
Was ist denn der Vorteil des Whipping gegenüber einem simplen Kanal, durch den ich die Aufhängung fädle?
Es gibt keinen universellen Vor- oder Nachteil. Es sind einfach verschiedene Arten eine Hängematte zu raffen, die sich unterschiedlich auf den Liegekomfort auswirken.
Ein Kanal ergibt ja dann quasi eine Akkordeon-Faltung, vielleicht mit dem Unterschied, dass die Ränder der Hängematte minim verkürzt werden.
Das ist nicht meine Erfahrung. Ich finde, dass eine Hängematte mit dem Warbonnet Whip oder Akkordeon-Faltung sich anders liegt als eine, bei der die Aufhängung einfach durch den Tunnelzug gefädelt und über sich selbst geschlauft wurde. Vielleicht ist es Einbildung, aber ich bevorzuge den Warbonnet Whip.
Ein Vorteil ist in meinen Augen, dass man damit verschiedenen Faltmethoden realisieren und schnell ändern kann. Man kann die Spannung des Gewebes recht einfach individuell anpassen in dem man an den entsprechenden Stellen etwas herauszieht. Wenn man eine gleichmäßige Faltung optimal findet, spielt das natürlich keine so große Rolle.
Das eine schließt das andere nicht aus. Eine Hängematte die einen Tunnelzug hat kann auch gefaltet werden und ist deshalb vielseitiger. Für Leute die nicht selber nähen wollen oder können ist der Vorteil einer gefalteten Hängematte, dass sie z.B. ein Tischtuch nehmen können, das die richtigen Maße hat, und sich daraus eine günstige Hängematte machen können. Deshalb sind die "Tablecloth Hammocks" so populär in den USA.
Ansonsten ist es einfach eine Frage der persönlichen Vorlieben.
Moin,moin....
Auch ich würde eher eine größere Hängematte nähen und falten.Stabile Nähte bekommt man aber mit der(sehr aufwendigen)Doppelkappnaht eingefasst in gutes Einfassband ganz gut hin.
Ein Bekannter von mir hat sich mal aus 2 Army Wolldecken ein Packmonster von Hängematte mit dieser Technik genäht.Hab mich selbst mal rein gelegt und war durchaus Positiv überrascht.
Sie wog zwar knapp 2,5 kg aber sie war ziemlich warm von unten,winddicht und unempfindlich gegen Funkenflug.Er selbst wiegt ca.80 kg.Hat alles gehalten.
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