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  • Hallo Hängemattenfreunde!

    nachdem ich bisher nur Zeltschläfer war, kam mir in den letzten Wochen nach ein zwei Solo-Waldübernachtungen die Idee mit der Hängematte vor allem wegen der Schlepperei (2,5-Mann Zelt) zunehmend weniger abwegig vor. Der entscheidende Moment war bei mir aber eine Spontan-Kaufentscheidung beim chinesischen Online-Handel. Nun ist also eine noname 250x130cm gathered end HM mit Moskitonetz auf dem langen Weg zu mir.

    Ich bin grundsätzlich der Typ Sparfuchs, Selbstbauer und Komfort-Verzichter und recherchiere auch gerne mal länger um eine gute günstige Lösung zu finden.

    Ergänzend habe ich eine 3x3m Gewebefolie (50g/qm) als Tarp, die ich mit Firstleine Diagonal drüberzuspannen gedenke.
    Als Isolierung von unten möchte ich einen alten Schlafsack umschneidern.
    Als Not-Alternative kommt eine 3/4 lange Iso-Matte in den Schlafsack

    Viele Grüße aus Niedersachsen,
    Friedolino

    • Offizieller Beitrag

    Willkommen im Forum!

    Wie groß bist du denn? Eine 250cm lange Hängematte ist eher etwas für Kinder oder (sehr) kleine Leute. Lass dir das Thema Hängematte aber nicht gleich verleiden, wenn die erste Hängematte zu unbequem sein sollte. Wenn du ein bisschen nähen kannst, ist es nicht schwierig sich eine Matte in anständiger Größe zu bauen.

    • Offizieller Beitrag

    Wie [USER="46"]TreeGirl[/USER] schon schrieb hast du eine Mini-Matte erwischt... Das trifft aber leider auf so ziemlich alle Fernost-Hängematten zu. Eine ausreichend große HM selbst zu bauen ist aber glücklicherweise auch nicht schwer. Die Infos dazu findest du hier im Forum, wenn noch Fragen offen bleiben -> Melden.

    Ach so: Willkommen im Forum.

    • Offizieller Beitrag

    Oh je! Das wird wohl kein schönes Erlebnis werden, diese erste Nacht in der chinesischen Kinderhängematte ;)
    Kein Problem, manchmal lernt man auf die harte Tour mehr als durch das Studium dicker Fachbücher. Und da Du ja Selbstbastler bist, findest Du hier im Forum genug Lesestoff und Fachleute, die Dich bei der Herstellung einer vernünftigen und später vielleicht sogar genialen und superbequemen Hängematte beraten können.

    Herzlich willkommen in der Welt der Hänger!

    Nachtrag:
    Übrigens, falls Du noch Ideen suchst, wie Du Deine neue Hängematte aufhängen kannst, dann wirst Du hier fündig. :flapper: (Sorry, konnt' ich mir nicht verkneifen.)

  • Hallo und Willkommen. :)

    Ich habe inzwischen 2 Nächte in einer der nämlichen Hängematten vom Ali verbracht. Die Profis hier merken zu recht an, daß die wohl ein bißchen klein sind. Und ich habe inzwischen eine ausreichend große Ticket to the Moon, in der ich aber noch keine Nacht verbracht habe.

    Der Punkt ist aber, mich haben die Nächte in der eigentlich zu kleinen Hängematte nicht abgeschreckt, sondern bestärkt. :)

    Liegt man halt nicht ganz so diagonal drin, aber man kennt es ja erstmal nicht besser.

    Mir hat erstmal gut gefallen, daß ich nicht wie gerädert aufgewacht bin (wie mir das dieser Tage häufig nach einer Nacht am Boden passiert), keine nassen, schlammigen Knie und dann halt dieses leichte Schaukeln. Kaum drin auch schon fast eingeschlafen.

    Nee, mach mal. Wird Dir wahrscheinlich trotz erstmal nicht optimalen Materials gefallen. :)

    Ich weiß daß ich hing
    im windigen Baum,
    neun lange Nächte.
    --
    Waldgänger, Süntelhänger

  • Die China-Matte ist zum Glück an mir vorüber gezogen.

    Nach vielem Lesen und Videos Schauen und hin und her überlegen habe ich gestern Abend endlich bei ExtremTextil bestellt:
    4m x 1,50m unbeschichtetes Ripstop Nylon 66g/qm
    8m Gurtband Polyester 30mm

    Ich freue mich schon aufs nähen. Vom Stoff habe ich etwas mehr genommen, weil ich überlegt hatte noch solche Dreiecke an die Enden zu nähen.
    50m uhmwpe-Schnur sind auch unterwegs.

  • Ich überlege zurzeit, mir meine nächste Matte rund 350cm lang zu nähen (bin 184cm gross). So kann ich mal ausprobieren, ob der Faktor 1,9 (gegenüber 1,8) noch einen spürbaren Komfortzuwachs bringt. Viele meinen ja, dass irgendwo der Punkt kommt, wo der Komfortzuwachs nur noch minimal ist. Mit 4 Metern bist du jedenfalls sehr flexibel und brauchst nach unten nicht ans "Limit" zu gehen.

    PS: Mit 30mm Gurtband bist du wirklich sehr baumschonend unterwegs (deutlich über dem Schnitt aller Nutzer). Finde ich gut!

    • Offizieller Beitrag

    Das Verschwinden des Komfortzuwachses ist das eine, das andere ist die sinkende Flexibilität bei der Baumwahl. Je länger die Hängematte, desto mehr Baumpaare scheiden wegen zu geringen Abstands aus. Dazu kommt die Notwendigkeit höher abzuspannen.
    Wir hatten in Mengerschied mal eine 6 m lange ([USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] stimmt das, oder schwindele ich?) Hängematte aufgespannt. War trotz Armverlängerung mit einem Ast nicht ganz einfach, den Baumgurt anzubringen. Durch die starke Dehnung von Abspannung und Hängematte hing die HM unbelastet ziemlich hoch und mit Belastung nur knapp über dem Boden. Klar, das ist ein Extrembeispiel, aber es zeigt, wohin die Reise geht.

  • Rein von der Länge der Hängematte her betrachtet stelle ich mir das in etwa so vor (wobei die Zahlen nicht "wörtlich" zu verstehen sind):

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    - Der Faktor ist zu verstehen als Länge der Hängematte im Verhältnis zur Körpergrösse (Länge der Hängematte geteilt durch Körpergrösse).
    - Der Komfort ist zu verstehen als: 0% = Komfort verschwindend klein, 100% = völlig flaches Liegen theoretisch möglich

    Will sagen:

    • Wenn die Hängematte gleich lang ist wie die Körpergrösse, so ist der Komfort verschwindend klein.
    • Mit zunehmender Länge kommt man den 100% theoretisch näher.

    Allerdings ist der Komfortzuwachs ab etwa 1,8mal die Körpergrösse zunehmend vernachlässigbar gegenüber der geringeren Flexibilität beim Aufbau und dem zunehmenden Gewicht der Ausrüstung. Das Optimum dürfte also irgendwo im Bereich von 1,8mal die Körpergrösse liegen.

    In einer wirklich sehr langen Hängematte könnte man zwar theoretisch tatsächlich völlig flach liegen. Nur stellt sich die Frage, ob das überhaupt so unglaublich bequem wäre.

    Insgesamt spielen persönliche Präferenzen eine nicht zu verachtende Rolle bei der Wahl der richtigen Länge (und Breite) - wie auch dem passenden Stoff!

  • 6m Stoff plus Baumgurte
    Waren ca 10m, die wir dank Deiner Hilfe sehr weit oben aufgehängt haben.

    [USER="297"]Friedolino[/USER]
    Wenn Du anstatt uhmwpe gleich Dyneema schreibst, braucht net jeder danach zu googlen was das ist.

  • Wenn Du anstatt uhmwpe gleich Dyneema schreibst, braucht net jeder danach zu googlen was das ist.

    Eigentlich lustig, dass jeder mit einer niederländischen Marke (Dyneema) etwas anfangen kann, mit der technischen Bezeichnung (Ultra-High-Molecular-Weight Polyethylene = UHMW-PE oder PE-UHMW) praktisch niemand. (Ich musste auch googlen.)

    In den USA wird die Faser zum Teil auch unter dem Markennamen Spectra (<= spectrafishing.com) verkauft. Auch dabei handelt es sich um ein UHMW-PE.

    Eine kurze Zusammenfassung gibt es bei ZPacks.com.

  • Heute ist mein China-Dyneema angekommen. Ich habe als erstes zwei Improved Soft Shackle nach Tac Blades und zwei verstellbare loops gespleißt.
    Nach ersten Haltbarkeits-Tests habe ich sie gleich mit meiner prototypischen HM (4m RipStop mit 2mm Polyester-Schnur auf 3,30m gewhipt) ausprobiert.
    Ich habe sie auf dem Spitzboden aufgehängt. Sicherheitshalber habe ich eine Matratze untergelegt und die HM recht tief aufgehängt. Hat aber tip top gehalten. Da es auf Dachboden kalt ist, konnte ich gut, nachfühlen wie es von unten zieht.
    Nächste Maßnahme außer dem säumen der HM ist dann wohl die Fertigstellung des Underquilt, wenn das Band für die Kordelkanäle da ist.

  • Ich versuche an Fotos zu denken. Schaue ja selbst so gerne welche an.

    Momentan beschäftigt mich noch die Modularität des Setups.
    Bei meiner ersten Liegeprobe habe ich ja die HM gewhipt und die Aufhängung mit Ankerstich (larcs head) unterhalb der Verschnürung befestigt. Jetzt würde ich gerne HM und Aufhängung modularer gestalten. Erste Idee war ein kleiner continuous loop, der an der HM dran bleibt und an dem ich die Aufhängung befestige.
    Jetzt kam mir die Idee, statt des comtinuous loop einen etwas längeren soft shackle zu verwenden, sodaß der Knoten aus der HM rausguckt. Dann kann ich die Aufhängung einfach mit dem Ankerstich an dem Knoten des "Schnurschäkels" befestigen. Praxisbericht folgt, sobald ich Zeit habe es auszuprobieren.

  • Zwischenstand:
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    Spleiß-Ende des variablen Loops aus 2mm China-Dyneema (8 Stränge) mit Knoten zur Traffung des Spleißes
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    Befestigung mit Gerüst-Öse am Deckenbalken. Darin der variable Loop, dessen ende am festen Ende mittels improved soft shackle befestigt ist.


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    Schnürung mit 2mm Polyester-Seil. Unteres Ende vom variablen Loop mit Ankerstich unterhalb der Schnürung befestigt.

  • Querfuge, Kopfende, Kopf rechts:
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    längs, linke Seite (Fuß):
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    Was noch nicht dran ist, sind die Kordelzüge der Längs-Seiten. Aber es geht auch schon ganz gut ohne.

    Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass ich die Gummiseile des UQ an der Ridgeline befestigt habe. Ich habe Topsegelschotstek Knoten verwendet, um die Lage justieren zu können. Am Unteren ende habe ich Schlaufen auch mit diesem Knoten gemacht um die Spannung justieren zu können.

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