Beratung Einsteiger-Hängematte

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    • Offizieller Beitrag

    Ich habe ja auch geschrieben:


    [*]kauf dir eine TTTM und einen Moskito-Socken. Das Set-Up ist ebenfalls nicht leicht und könnte besser durchdacht sein, aber zumindest liegst du in einer so langen Hängematte nicht wie in einer Sardinendose.

    TTTB :flapper: Hängematten haben ein anständiges Maß und sind damit für unsere Zwecke nutzbar. Wenn der Stoff zu den Liegevorlieben passt, hat sie (modifiziert) auch das Zeug zur Haupthängematte. Die Frage ist halt, ob man das Geld für den unnötigen Schnickschnack der hauptsächlich dem Image dient nicht lieber besser investiert.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Dutchs Hängematten gut mit TTTB Hängematten vergleichbar sind. Statt balinesischen Näherinnen sitzen da halt amerikanische Näherinnen dran. Der Zeitaufwand wird in etwa der gleiche sein. Der Unterschied liegt in der Ausrichtung, bzw. in dem, was der Hersteller verkaufen will. Dutch will seine eigenen Stoffe und seine Hardware verkaufen. Die Zielgruppe sind Leute die bereit sind, sich etwas Hängemattenwissen anzulesen - also hauptsächlich Hammock Forums Nutzer. TTTB will im Prinzip ein Lebensgefühl verkaufen. Deshalb ist es wichtiger, dass der Kunde sich 3 Farben und einen Bananenpacksack zusammenstellen kann, als beispielsweise die Länge und Breite oder die Stoffstärke der Hängematte. Wenn sie wollten, könnten sie Dutch locker Konkurrenz machen, aber vermutlich gehen sie davon aus, dass sie damit weniger bzw. weniger leicht Geld verdienen. Denn es ist einfacher einem potentiellen Kunden ein schönes Foto von einer bunten Hängematten zwischen zwei Palmen mit lauter hippen jungen Leuten zu zeigen ("kauf dir so eine Hängematte und du hast das totale Urlaubsfeeling wenn du drinnen liegst - und cool bist du auch") als ihnen zu erklären wie sie tatsächlich zum Hängematten-Nirvana finden.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn du aber sagst, dass überhaupt nur diese beiden Hersteller durchdachte Produkte herstellen, dann verrätst du damit zugleich, dass du sehr hohe Ansprüche an ein "durchdachtes Produkt" stellst.

    Mein Anspruch ist lediglich, dass das Produkt etwas beinhaltet, das mehr als 3 Sekunden Denken erfordert, und einen funktionalen Mehrwert hat. Drei Streifen Stoff zu einem Rechteck zusammen und an den Enden Tunnelzüge für die Aufhängung zu nähen fällt für mich nicht unter "durchdacht". Das ist einfach die Definition von "Hängematte". Die Aufhängung ist genauso, wie sie sich wohl viele Leute mit dem was man zu Hause so rumliegen hat basteln würden: Seil durch, Haken dran, verknoten - fertig. Und der Packsack - naja, lassen wir das.

    Durchdacht fängt damit an, dass man etwas anders macht um den Liegekomfort zu verbessern, oder ein Problem zu lösen, das man bei der Verwendung der Hängematte hat. Beispiel: der Knotty Mod. Der löst zwei Probleme: der Top Quilt fällt nicht mehr so einfach aus der Hängematte, und bei einer breiten Hängematte flattert ungenutztes Material nicht herum. Obwohl ich den Knotty Mod nicht mag hat sich Knotty da wirklich Gedanken gemacht und etwas (für viele Leute) Nützliches entwickelt. Ein anderes Beispiel sind die Streamliner Hängematten von Simply Light Designs. Durch den Catcut verändert sich das Liegeverhalten der Hängematte deutlich.

    Ob man eine Hängematte nun wegen eines Features gleich als "durchdacht" bezeichnet? Das fände ich im Vergleich mit Hängematten wie z.B. der neuen Raven von Dream Hammock nicht angebracht, die eben viele funktionale und innovative Designfeatures hat. Im Übrigen habe ich jetzt nur über traditionelle Hängematten geurteilt - Hängematten wie die Amok Draumr sind eine Klasse für sich, weil sie das ursprüngliche Hängemattenprinzip komplett neu überdacht haben.

  • Mein Anspruch ist lediglich, dass das Produkt etwas beinhaltet, das mehr als 3 Sekunden Denken erfordert,

    Ich glaube, du solltest damit anfangen, deine eigene Marke zu entwickeln. Du hast doch definitiv schon deutlich mehr als 3 Sekunden über Hängematten nachgedacht und hättest das notwendige Know-how.

  • [USER="292"]getfitanni[/USER] Bei Deinen Anforderungen an die Hängematte würde ich Dir zur Warbonnet Blackbird XLC Doublelayer raten. Oder alternativ zur Koma von [USER="17"]dendronaut[/USER] . Die Länge passt, sie halten Dein Gewicht aus und als Komplettlösung ist das Mückennetz integriert. Zugegeben, beide sind nicht ganz billig, aber Qualität hat halt Ihren Preis.

    Von den Querschläfern (z. B. Amok oder Ergo) laß' die Finger weg, die sind zu kurz.

    • Offizieller Beitrag

    So, jetzt mal eine Bitte an [USER="153"]Waldläufer70[/USER] und [USER="46"]TreeGirl[/USER]:
    Eure Diskussion hier ist ja allemal nicht uninteressant und war am Anfang auch im Thema recht passend, mittlerweile seid ihr aber sehr weit vom Thema abgekommen. Daher:

    [SIZE=16px]Jetzt bitte BTT und wenn ihr weiter diskutieren wollt in einem neuen Thread![/SIZE]

    Danke, euer Mod.

    • Offizieller Beitrag

    [USER="292"]getfitanni[/USER], ich habe mir den Thread und deine Anforderungen nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin eigentlich zur gleichen Kandidatenliste wie [USER="42"]Hängematz[/USER] gekommen. Die Warbonnet Blackbird XLC und Dendronaut Koma sind gute, robuste Hängematten die ihr Geld wert sind. Wenn dich die hohen Einstiegskosten für die Hängematte + Tarp + Quilt nicht abschrecken hast du mit beiden jedenfalls absolute Top-Setups. Welche von beiden dir besser gefällt - da gibt's keine Patentlösung. Einige schwören auf Bridge Hammocks wie die Koma, andere finden sie nicht so toll. Ich persönlich habe zu wenig Erfahrung mit Bridges, um dir da weiterhelfen zu können.

  • [USER="235"]xanik[/USER] und [USER="292"]getfitanni[/USER]:

    Ja, wir sind etwas vom Thema abgekommen. ;)

    Was ihr daraus "lernen" könnt, ist folgendes: Überlegt euch gut, wofür ihr die Hängematte nutzen möchtet:
    Die Länge und die Breite müssen passen, ansonsten:

    • Wollt ihr damit primär gemütlich chillen, habt aber keine vertieften Ansprüche an bis ins Detail durchdachte Ausrüstung, so kann ein grösserer Anbieter eine gute Lösung sein. Die meisten Hängematten kann man auch "pimpen", also da und dort etwas umbauen, an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
    • Wollt ihr mit der Hängematte mehrere Tage draussen unterwegs sein, so kommt ihr vermutlich nicht darum herum, etwas mehr Zeit und Geld zu investieren, bis ihr findet, was euren Bedürfnissen entspricht. Beratung ist gut, ersetzt aber vermutlich nicht den Weg der Erfahrung, den letztlich alle gehen müssen, um zu finden, was sie suchen.


    Man sollte von einem einfachen VW jedenfalls nicht erwarten, dass er einem als "Wohnmobil" dienen kann. Wobei mit etwas Fantasie ist vieles möglich...

  • Vielen Dank für eure Tipps :) Ich hab durchs mitlesen sicher einiges gelernt.

    Wie gesagt, ich suche mir jetzt entweder was gebrauchtes (Wink mit dem Zaunpfahl hier) ;) ;) ;) oder ich bestelle direkt in US. Die Zollabgaben werden mich dann auch nicht umbringen, wenn ich dafür was gescheites kriege...
    Ich möchte ja nicht nur was zum rumhängen, sondern auch tatsächlich damit unterwegs sein.

  • Hallo,

    der Zoll bringt dich sicherlich nicht um, aber vielleicht
    die 19% Einfuhrumsatzsteuer welche auf den Produktpreis
    plus Porto anfallen.

    gruss
    Konrad

    P.S.: mir bringt aus Amiland demnächst einen Topquilt mit.
    dadurch spare ich um die 110€ bei 303€ Warenwert.

    • Offizieller Beitrag

    [USER="18"]DL1JPH[/USER] hat die Warbonnet Blackbird XLC und Dendronaut Koma in's Gespräch gebracht. Ich würde jedem Anfänger davon abraten. Wer mit so einer Hängematte beginnt, kann sich danach nur noch verschlechtern. ;)

    Mal im Ernst: Erstens sprechen wir da mit anständigem Tarp und Underquilt über eine Größenordnung von 500 Euro. Das ist für einen Dauerhänger sicher eine sinnvolle Investition, aber ob ein Anfänger, der noch nicht sicher weiß, ob er bei dem Hobby bleibt, gleich so viel Geld ausgeben will?

    Zweitens ist es meiner Meinung nach sinnvoller, "von der Pike auf" zu lernen, also erst einmal mit einer einfachen Hängematte ohne Schnickschnack zurechtzukommen. Man lernt dadurch den sogenannten "sweet spot" zu finden, also die Lage, in der man richtig bequem liegt. Den Hintern ein bißchen mehr in Richtung Fußende verschoben und schon liegt man bequemer (oder auch unbequemer). Jetzt noch den Kopf etwas zur Seite geschoben und gedreht. Besser? Wenn nicht, dann Kommando zurück. Nun noch mit den Beinen experimentiert. Überkreuzt oder nicht, die Zehen nach aussen oder doch lieber nach innen ...
    Den für alle richtigen Aufhängewinkel gibt es auch nicht. Es werden zwar allgemein ungefähr 30° empfohlen, aber wer sagt denn, daß Du nicht vielleicht mit 40 Grad besser zurechtkommst?
    Man sollte wissen, ob man eher feste oder doch lieber nachgiebigere Stoffe mag.
    Liegt man lieber Kopf links/Füße rechts oder Kopf rechts/Füße links?
    Kann man als Bauchschläfer eine ganze Nacht auf dem Rücken durchhalten? Bekommt man in der Hängematte die stabile Seitenlage oder sogar eine 75%Bauch-25%Seitenlage hin?
    Wenn man all das über sich herausgefunden hat, kann man eine fundierte Entscheidung treffen. Warum sollte ich mir eine teure Brückenhängematte kaufen, die schwerer ist, Spreizstäbe und einen größeren Baumabstand benötigt, wenn ich auch in einer einfachen Reisehängematte zurechtkomme? Es wäre dumm, sich eine standardmäßig für Kopf links/Füße rechts-Schläfer genähte Warbonnet blackbird XLC zu kaufen, wenn man lieber mit dem Kopf rechts schläft. Dann doch lieber bei der Bestellung angeben, daß man eine Sonderanfertigung benötigt.
    [USER="46"]TreeGirl[/USER] als erfahrene Hängerin kann anhand des Stoffgewichtes sagen, ob sie in der Hängematte bequem liegen wird oder nicht. Ist doch schade, wenn man sich in der Hängematte nicht wohl fühlt, nur weil man den 1.0-er Stoff statt des 1.7-er gewählt hat. (Im Gegensatz zu TreeGirl habe ich eher Probleme mit "hartem" Stoff, der wenig nachgibt.)

    Ich besitze und liebe beide Hängematten, die KOMA und auch die BB XLC. Je nach Einsatzzweck nehme ich die eine oder die andere mit. Sie sind von Profis durchdacht und mit viel Liebe zum Detail designt. Klasse Modelle!
    Und manchmal auch eine 15-Euro-Billighängematte von MFH, die viel zu dehnbar und mit 2,70 m Länge eigentlich auch viel zu kurz ist. Trotzdem kann ich wunderbar darin schlafen. :)

    Hang your own hang and choose your own hammock!

  • Also ich würde jetzt mal spontan behaupten, dass man für den Anfang nicht unbedingt einen Underquilt braucht (klar, ist das besser - ich weiß und so mit Komfort, nix rutscht, etc.).
    Aber das wäre zumindest etwas worauf ich persönlich eher erstmal drauf hin sparen würde.
    Isomatte wäre da anfangs erstmal meine angestrebte Alternative, das hab ich sowieso zuhause. Aber das ist alles vermutlich auch eine Diskussion, die man bis ins undendliche führen möchte und das lasse ich dann dieser Stelle mal lieber ...

    Schließlich gehts ja eher um die Frage, wer und ob noch eine gebrauchte Matte für mich und/oder [USER="235"]xanik[/USER] übrig hat :)

  • Hallo,

    der Unterschied zwischen einer Isomatte und einem Underquilt
    ist schon bei einer GE Matte extrem anders.
    Bei einer 90° oder Brückenhängematte ist der Unterschied nicht so marginal.

    gruss
    Konrad

    • Offizieller Beitrag

    [USER="292"]getfitanni[/USER] - lass dir von Mittagsfrost nichts einreden. Ich wette er wünscht sich, er hätte sich seine WBBB XLC schon eher gekauft :) Meine erste Hängematte war eine Warbonnet Blackbird und ich habe die Bestellung nie bereut. Ich habe gerade einen Thread für die nächste Sammelbestellung bei Warbonnet aufgemacht. Wenn du dich für Warbonnet entscheidest, dann lohnt es sich mitzumachen, denn da kann man bei einer Hängematte locker 50€ sparen.

    Von Dream Hammock würde ich vorerst abraten. Die Hängematten gehören zwar zu den besten, aber du hast mehr davon wenn du mehr Erfahrung hast, weil die Auswahlmöglichkeiten (Welches Modell? Welcher Stoff? Welche Länge? Welche Breite? Mods?) so groß sind.

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