Welche Nähmaschine???

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • So meine Aldi Nähmaschine gibt jetzt nach fast 10 Jahren völlig den Geist auf.... Sagt mal kennt sich jemand im Nähmaschinen-Jungel aus?

    Wer kann mir eine Maschine empfehlen die bezahlbar ist?


    Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Es heisst, dass für unsere Zwecke (fast nur gerade Stiche) die alten Pfaff-Modelle 260, 360 und 362 gut geeignet sind. Mit etwas Glück findest du eine in einem guten Zustand für unter 150€ in den lokalen Kleinanzeigen. Zu ihrer Zeit waren das Top-Modelle. Wenn du eine neue kaufst, lohnt es sich etwas mit Obertransport zu nehmen. Allerdings sind die nicht ganz billig. Derzeit ist Bernina für Hobbyschneider wohl das beste was man kaufen kann. Oder du versuchst eine industrielle Nähmaschine zu bekommen. Auf Hammockforums schwärmen sie von Juki.

    Als meine alte Quelle-Maschine nur noch Probleme gemacht hat, habe ich mich umgeschaut. Aber letztendlich hatte ich Glück und habe eine Pfaff creative 1475 CD von meiner Mutter übernehmen können. Die hat Obertransport, und ich finde den schon sehr hilfreich.

  • Ich habe mir gerade vor einem viertel Jahr eine generalüberholte Pfaff 260 für 200€ mit zwei monatiger Garantie von einem Nähmaschinenspezialist der bestimmt schon 100 Jahre alt war gekauft. Das Ding ist bestimmt 50 Jahre alt, tackert wie hulle, macht zickzack und verschiedene Stiche. Ich selbst traue mich hauptsächlich an vor und zurück, geht echt gut. Als ich mit dem Faden nicht zurecht kam, bin ich mal ins Nähzentrum bei uns im Ort und habe nach Infos gefragt. Die hat mir dann gleich erst einmal eine Preisgünstige (350€) in einer viertel Stunde Schnellkurs gezeigt. Das war der Hammer, das Gerät kann alles, alleine, musst nur sagen was es machen soll. Knopflöcher, Muster, kannst ein Kaffee trinken gehen, kommst zurück und alles ist fertig. Ich aber will mir ein Tarp bauen, ohne Schnickschnack und sobald es Scheisswetter gibt mach ich mich an die Arbeit, das Material ist da. Gibt'n geiles Teil in Diamant Form, da ich jetzt auf UL mache und mir mit dem Teil Gewichtsreduzierung verspreche. Ostern zu besichtigen:yes:

  • Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen was Treegirl schrieb.

    Wenn Du nicht gerade dickes Material wie Gurtbänder oder Leder nähen willst, sondern eher dünnes Material wie für Tarps oder Hängematten,
    reicht eine gute Haushaltsmaschine aus.
    Um das Projekt zu verwirklichen.

    Bernina wurde schon genannt. Die schweizer Firma bietet viel Elektronik und Komfortfunktionen.
    Geht von einer Bernina 350 PE bis zu den großen 8er oder 9er Serien.

    Pfaff gibt es nur noch als Pfaff Industrial. Was sonst so als Pfaff angeboten wird ist nur ein China Branding.
    Und unter 2,5 Kilo für eine neue Pfaff wirds nix geben.

    Elna aus der Schweiz kannste Dir noch anschauen oder Brother.

    Juki ist auch lecker, aber eher was für uns Profis. Wenn man die Kohle für Juki hat, dann auch für Dürkopp Adler. :D

    Wesentlich arbeitserleichternd bei besonders dünnen und sich verschiebenden Stoffen ist wie Treegirl schon genannt hat, ein Obertransport.
    Steigerung wäre noch ein Dreifachtransport bzw. Nadeltransport, das wird aber sicher preislich nicht drin sein.
    Eine normale Nähmaschine hat diese Zähne in der Stichplatte, den Transporteur. Der Nähfuß darüber drückt den Stoff darauf.
    Toll wenn man den Nähfußdruck einstellen kann.
    Bei rutschigen Stoffen verschiebt sich das, was Du vorher aufeinander gelegt hast. Auch mit Nadeln angeheftet.
    Wenn Du jetzt nen Obertransport zusätzlich hast, werden beide Soffschichten gleichmäßig nach hinten transportiert.
    Hilft die Nadel noch mit, ist das noch besser.

    Mein Tip, geb lieber etwas mehr für nen Zweifach/Obertransport aus bei einer gebrauchten Maschine.
    Und wenn gebraucht und der Motor eventuell unter der Maschine einzeln am Nähtisch aufgehängt,
    checke mal ob das ein Kupplungs oder Stepper Motor ist.
    Bei einem Kupplungsmotor läuft dieser recht laute Motor ständig sobald Du den Strom einschaltest.
    Und wenn Du das Fußpedal trittst, kuppelt der Motor ein und die Maschine sausst relativ schwer kontrollierbar los.
    War früher halt so.
    Besser ist ein Schrittmotor wo Du Stich für Stich, langsam anfangen oder auch mal ein zwei Stiche Rückwärts nähen kannst.
    Muss man nachfragen bei gebrauchten Maschinen die auf einem Tisch montiert sind.

    Ich hab aktuell zwei Maschinen da mit altem Motor.
    Eine Yamato Overlock Maschine mit Starkstrom steht zum Verkauf.
    Die Pfaff, eine wunderschöne Maschine, wird umgebaut auf neuen Motor.
    Gereinigt und geölt ist sie, wartet nur auf den Umbau.
    Hat zwar kein Obertransport, schnurrt aber wie ne Katze...


    Schau einfach was Du so findest in Deiner Nähe auf Ebay Kleinanzeigen.
    Dann schick mir den Link zur Verkaufsanzeige oder poste ihn hier rein.
    Wir schauen uns das mal an.

    Und immer probenähen vor Ort.

  • In der Schule (70er Jahre) habe ich das Nähen an Pfaff Nähmaschinen gelernt. Daheim hatten wir eine Singer Nähmschine. Die konnte zwar nicht so gut langsam nähen, wie die Pfaffs in meiner Schule, hatte aber mit dicken Nähten und Leder gar keine Probleme. So kam es, dasß ich mir von meinem ersten Gehalt eine überarbeitete gebrauchte Singer Nähmaschine kaufte. Das war Anfang der 80er. Diese Singer benutze ich bis vor acht Jahre ohne sie einmal reparieren zu müssen. Als sie dann doch nach vielen Jahren intensiven nutzens ihren Geist aufgab, kaufte ich mir eine Pfaff Nähmaschine. Das war vor acht Jahren. Beide Nähmaschinen waren einfache Freiarmnähmaschinen ohne irgend welchen Schnickschnack (keine Knopfloch- oder Stickprogramme). Die ersten Jahre nähte die neue Pfaff wunderbar. Leder, dicke Nähte und schwierig zugängliche Stellen ließen sich richtig leicht nähen. Doch seit vier Jahren näht meine Pfaff immer schlechter. Trotz Reparaturen bei Pfaff reißt nach kurzer Benutzungszeit, in drr alles gut läuft, immer wieder der Faden. Statt zickzack Stiche macht sie immer wieder gerade Stiche oder vergißt den Unterfaden hoch zu holen. Auch die Fadenspannung des Oberfadens läßt immer mehr nach. Nein, eine Pfaff möchte ich nie wieder haben. Sobald ich es mir leisten kann, kaufe ich mir wieder eine Singer Nähmaschine. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich.

    Du kannst mehr als Du denkst!

  • Der Link verweist nur auf eine Maschine.
    Die Singer Tradition 2282 http://www.lidl.de/de/singer-frei…on-2282/p223416

    Aber unten wird noch eine Maschine für 149€ angezeigt.
    Die Singer Brilliance 6180 http://www.lidl.de/de/singer-elek…ce-6180/p227602

    Wenn Du nur zwischen den beiden Maschinen vergleichst und auch keine Brother oder Bernina in Betracht ziehst,
    dann auf jeden Fall die Singer Brilliance 6180.
    Aber verabschiede Dich vom Gedanken, eine SINGER damit zu kaufen.
    Diese Firma gibt es so nicht mehr und der Name wurde verkauft.
    Du kaufst mit einer neuen Singer die gleiche Maschine wie eine W6 Wertarbeit oder andere verdächtig ähnlich aussehende Maschinen.
    Das Innenleben, hier als Heavy Duty blabla bezeichnet, ist überall das Selbe.

    Die größere bzw teurere Maschine hat eine Stichauswahl über ein kleines LCD Display. Auch die Stichbreit und Länge siehst Du so und kannst das schnell einstellen.
    Nadeleinfädler und LED Licht haben beide.
    Das Zubehör wird bei der 6180 einzeln aufgeführt und das klingt besser als bei der 2282. Dort steht nur umfangreiches Zubehör.
    Die 80millionen Stiche brauchste eigentlich nicht. Oft nur den Stepstich und Zickzack.
    Aber ein paar Nähfüße und ein zweiter Garnrollenhalten für anderes Garn sind schonmal net schlecht.

    Der Burner ist die 6180 aber trotzdem nicht.
    Relativ laut durch das dünne Kunststoff Gehäuse und fummeliger Nähfuß und Nadeltausch.
    Aber hey, für das Geld und zum Einstieg ins Nähen, kann man das schonmal riskieren.
    Wenn sie nix ist oder man sich dann doch eine Bernina 330 kauft, dann bekommste über Ebay Kleinanzeigen eine "Singer" sicher besser verkauft als eine W6 Wertarbeit.

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Das Singer nicht mehr SINGER ist, hatte ich mir schon fast gedacht. Generell bin ich eher der lieber weniger, dafür vernünftig Käufer. Eine gründliche Recherche steht immer am Anfang, das war ja auch meine Motivation für die Frage oben.
    Für eine Bernina sehe ich im Moment noch einen zu geringen Kosten-Nutzenwert für mich. Klar wird die Maschine häufiger in Gebrauch sein, wenn ich sie erstmal habe. Die nächsten Nähprojekte sollen aber wohl tatsächlich nur eine Immerdabei UL Matte, sowie ein Underquilt sein. Vom kommenden Rest lasse ich mich einfach mal überraschen(;
    Es scheint also, dass ich mich noch deutlich weiter in die Materie einarbeiten muss. Jetzt schau ich mir erstmal die Ebaykleinanzeigen an...

  • Das sind halt zwei unterschiedliche Generationen.
    Elektromechanische Nähmaschine aus den 70ern vs. elektronische Nähmaschine aus aktueller Zeit.
    Bei der alten Singer regelt eine Mechanik die Stiche. Robust wenn gut gepflegt.
    Die neuen Maschinen haben Aktuatoren welche die unterschiedlichen Stiche erzeugen in dem die Nadel entsprechend bewegt wird.

    Für den Anfang ist die alte Singer okay.
    Und sie sieht richtig toll aus. Das vermisse ich an den modernen Maschinen. Stil.

    Frag aber ob Du sie vor Ort probenähen kannst. Falls Du Dich noch nicht ran traust und vor Ort nicht blamieren willst, frag ob man sie Dir kurz vorführen kann.
    Sollte das nicht gehen, Finger weg.
    Aber meist sind Näher nette Leude und zeigen die Maschine gerne.
    Und Du siehst was mit "Gummies der Transporteure" gemeint ist.

  • Heute hole ich einen Spontankauf über eBay Kleinanzeigen ab. Es ist eine Privileg 940-1 compact Super Nutzstich. Hergestellt Ende der 70er durch Maruzen (Jaguar) in Japan. Und die Mechanik soll wohl sehr robust und größten Teils aus Metall sein. Ich bin mal gespannt. Säubern und Ölen kommt da wohl auch auf mich zu.

  • Fein fein...
    Das ist halt noch ne Bernina.

    Ich habe zum Reinigen Bremsenreiniger verwendet und danach gleich mit Weissöl eingeölt.
    Hauptbestandteil von Ballistol. Und deutlich günstiger.
    Nähmaschinenöl in der 1l Flasche.

    Wenn Deine Maschine eine Wanne für das Öl hat, nicht sparsam sein damit.
    Vor allem nicht bei den Rädern für die Stichmuster. Da würde ich eher ein Fett nehmen da es besser anhaftet.

    Hast Du auch die Riemen gewechselt? Die gibts auch noch zu kaufen. Sind oft Standardriemen V Form, 10mm breit.

    Das auf dem 4. Bild unten, ist das ein Unterfadenspuler?
    Kannst Du spulen ohne die Maschine komplett mitlaufen zu lassen?

    Wünsche Dir viel Spaß damit!
    An alten Nähmaschinen schrauben, wo das noch geht, macht Spaß! Alles so schön mechanisch.

  • Bei uns im benachbarten Städtchen haben wir einen Nähmaschinen-Fachmann, der seit 1963 im Nähmaschinen-Geschäft ist. Vor Weihnachten habe ich ihm meine alte Elna, die nicht mehr lief, vorbeigebracht. Ende Januar bekam ich von ihm dann Bescheid, dass die Maschine nicht mehr zu retten sei.

    Am gleichen Abend kam ich mit Bekannten darüber ins Gespräch. Sie meinten, sie hätten noch eine alte Bernina zuhause stehen, die ich wohl kostenlos übernehmen könne. Inzwischen hat sie den Eigentümer gewechselt.

    Es handelt sich um eine Bernina Record 530-2, ein ganz ähnliches Modell, wie es auch Stesch weiter oben vorgestellt hat. Die Maschine läuft noch einwandfrei: Die Nadel lässt sich übers Pedal millimetergenau steuern, der Motor klingt leise und doch kraftvoll, die Stichlänge kann vorwärts und rückwärts aufs gleiche Mass begrenzt werden, der Zickzackstich kann stufenlos von 0 mm bis 4 mm verändert werden. Ein Genuss.

    Leider lässt sich die Position der Nadel nicht mehr nach links und rechts verstellen. Auch sind die 13 Zierstiche, die über eine Welle gesteuert werden, nicht mehr zuschaltbar. So habe ich die Maschine heute zu besagtem Fachmann gebracht, um sie revidieren zu lassen (man weiss ja nie, wie lange er das noch macht). Er hat sie sich kurz angeschaut und meinte dann: "Das ist die beste Maschine, die Bernina hergestellt hat." Nun bin ich mal gespannt, ob er alles wieder zum Laufen bringt. Er meinte, das sei bei dieser Maschine kein Problem. Das klingt schon mal positiv.

    Ist schon toll, wenn eine Maschine von 1962 nach wie vor läuft und noch immer vollständig in Gang gesetzt werden kann. Welche Maschine, die man heute kauft, läuft wohl in 55 Jahren noch?

    Ergänzung (09.2017): Einige Wochen später konnte ich die Bernina wieder abholen. CHF 192.- hat die Revision gekostet. Der Fachmann hat alles wieder gangbar gemacht. Alle Funktionen laufen nun wieder, die Welle für die Spezialstiche funktioniert wieder, die Nadelposition lässt sich wieder nach links und rechts ändern, alles ist frisch geschmiert - und einen leicht defekten Stecker hat er auch noch ersetzt. Ich bin sehr zufrieden!

  • Das auf dem 4. Bild unten, ist das ein Unterfadenspuler?
    Kannst Du spulen ohne die Maschine komplett mitlaufen zu lassen?

    • Zu Frage 1: Wenn das bei meiner Record 530-2 gleich ist, dann ist das kleinere Rad unter dem Hauptrad der Unterfadenspuler. Das ganz unten ist die Umlenkrolle dafür.
    • Zu Frage 2: Man kann das grosse Rad von der Nähfunktion entkoppeln. Dazu dreht man ein kleineres Rad am grossen Rad gegen sich. Man kann dann den Unterfaden aufspulen, ohne dass die ganze Nähmaschine mitläuft. (Das ist übrigens auch bei der aktuellen mechanischen Bernina 1008 noch so gelöst.)

    Wenn ich das heute bei der Bernina-Vertretung im Nachbarort richtig verstanden habe, verwendet die 1008 noch die gleichen Nächfüßchen, die auch auf die alten Maschinen passen. Für die elektronischen Modelle braucht man andere Nähfüßchen. Ist mir ein Rätsel, weshalb Bernina da auf zwei Gleisen fährt. Gibt es da wohl einen praktischen Grund? Vielleicht aufgrund von anderen Funktionen? Oder wollen sie einfach mehr Füßchen verkaufen?

  • Ich nutze eine aktuelle elektronische Bernina mit den neuen Nähfüßen.
    Diese haben einen Reflektor rechts, der einem darüber sitzenden Sensor vermittelt, in welcher Position der Nähfuß gerade ist.
    Und welcher das ist. Die Maschine erkennt einen falschen Nähfuß.
    Wenn ich einen Stopffuß mit dem Schnellverschluss montiere, aber 9mm Zickzack einstelle sagt mir Bertha, so heißt meine Dicke,
    dass das so nicht geht und ich mir die Sache doch besser nochmal überlegen sollte.

    Bei einer komplett elektronischen Maschine macht das Sinn auch die passenden Nähfüße zu verwenden.

  • [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER]: Etwas in die Zukunft gedacht: Was würde aus deiner Sicht für eine elektronische Bernina sprechen? Und was für die mechanische (Modell 1008)? Ist das Näherlebnis / Nähverhalten grundsätzlich vergleichbar?

    Wie ich schon sagte: Mit der modernen, elektronischen (Artista 630, meine ich) nähe ich lieber als mit der alten von 1962. Mir scheint, der Stoff laufe etwas schöner unter dem Nähfuß durch. Auch hat es mir mit der modernen bisher viel weniger oft dünnen Stoff mit der Nadel nach unten gezogen. Kann aber auch eine Frage der Gewöhnung sein. Mit der alten habe ich noch kaum Erfahrung: bisher nur ein Kissen (aus Argon 0.67) und einen Baumgurt. Mit der modernen habe ich inzwischen wohl etwa sechs Hängematten, ein Tarp, ein Moskitonetz, zahlreiche Baumgurte und unzählige Packbeutel genäht.

    Vielleicht muss ich die alte Record 530-2 einfach noch besser kennen lernen...

  • Bei einer computergestützten und Aktuatorgesteuerten Nähmaschine erfolgen die Bewegungen des Nadelhalters und somit des Stichmusters durch Aktuatoren.
    Die haben meines Wissens keinen Verschleiss. Natürlich geht sowas auch mal kaputt, aber es nutzt sich nicht ab.
    Und es lässt sich stufenlos steuern.
    Also die Breite eines Zickzack viel präziser einstellen.
    Aber auch andere Nutz und Zierstiche werden so möglich.

    Dann noch elektronisch gesteuerte Fadenspannung. Zusammen mit dem Nähcomputer kann man Einstellungen einfah abspeichern oder einen Nähassistenten realisieren.
    Du gibst an welchen Stoff Du nähen willst und die Maschine sagt Dir, welche Nadel, Garn, Nähfuß und passt die Fadenspannungen an.
    Darüber hinaus kannst Du die persönlichen Erfahrungen zusammen mit Lieblingsstichen abspeichern. Stichlänge, Fadenspannung etc ist somit jederzeit abrufbar.
    Auch wenn Du diesen Stoff erst wieder in einem Jahr nähst und Dich nicht mehr erinnern kannst, Mensch was hatte ich das letzte mal für eine Fadenspannung bei dem Stoff,
    wenn Du das abgespeichert hast, einfach abrufen.

    Auch der Nähfußdruck wird so gesteuert. Elektronisch und angepasst an das was Du nähst. Das kann man ebenfalls einstellen nach Wunsch und mit abspeichern fürs nächste mal.
    Es ergeben sich so viele neue Möglichkeiten die ich gar net alle aufzählen kann.
    Vom Stickmodul und dem Übertragen von Grafiken via USB an die Maschine ganz zu schweigen.

    Die Mechanischen Maschinen waren stabiler und hatten ein Metallgehäuse.
    Allein das macht eine besondere Haptik aus.
    Billige Kunstoffmaschinen sind oft durch ihr Plastikgehäuse sehr laut.
    Das nimmt ein Metallgehäuse auf.
    Moderne Maschinen mit Kunststoffverkleidung haben darunter oft ein Gerippe aus Aluspritzgussteilen für die Stabilität.
    Das macht sich im Gesamtgewicht bemerkbar und die Maschine ist leichter zu transportieren.

    Sicherlich geht eine schwere Maschine leichter durch dicken Stoff. Ganz klar.
    Mein Industrienäher wiegt daher auch 60kg. Alles Metall.
    Was aber bei den Haushaltsnähern mit Mechanik das Problem war, der Verschleiss des Nähregisters. Also dem Teil der das Stichmuster erzeugt.
    Da gibts definitiv Verschleiss und das haste bei einer Maschine, bei der die Nadel durch Aktuatoren hin und her bewegt wird, nicht.

    Der Stofftransport ist auch noch ein Thema.
    Da gibts ja gerade bei Bernina den Obertransport durch einen Walking Foot und ein Nähfußsortiment das auch Gleitsohlen hat. Keramikbeschichtete Nähfüße die einfach über den Stoff gleiten.
    Der Walking Foot transportiert zusammen mit dem Untertransport den Stoff relativ gleichmäßig.
    Außer man näht knapp am Rand, da muss man bei jeder Maschine mit der Hand mitführen.

    Probenähen sollte bei jedem Händler drin sein. Oder es gibt von Bernina über die Fachhändler Workshops die sich auf gewisse Techniken spezialisieren.
    Man muss mit der Maschine Spaß haben. Das Ohr näht da mit. Wenn sie sich kacke anhört und ungesund, dann machts keinen Spaß.
    Ich hatte vor Kurzem eine Husqvarna gekauft in einer Zoll Auktion. Technische Daten waren super. Preis auch.
    Aber das Geräusch das sie machte, störte mich. Kein Vergleich zum Surren meiner Bernina.
    Das kam natürlich auch durch unterschiedliche Greifersysteme. Aber ich habe sie dann weiter verkauft nur weil sie mich nervte.

  • Hier mal ein Video zu einem Bernina Topmodell.
    https://www.youtube.com/watch?v=QcWm4iBxoCE
    Ruhig bis zum Ende anschauen und nicht gleich wettern, den Schnickschnack brauch ich nicht.
    Klar braucht man das oft nicht, aber es erleichtert das Nähen und stellt den Spaß daran noch mehr in den Vordergrund.
    Vieles gibts auch bei anderen Herstellern.

  • Das hier wäre die Artista 630, mit der ich schon einiges genäht habe:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":29931}[/ATTACH]

    Wenn ich es richtig verstehe, wird diese Maschine inzwischen nicht mehr gefertigt. Ich weiss nicht, ob es eine Nachfolgerin gibt oder welche der aktuellen Maschinen ihr am nächsten kommt?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!