Auf der Suche nach der perfekten Gurkenwurst / Schlafgurke (Catch-All Pack-Sack Snake Skin)

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  • Moin,
    ich plane gerade, mir einen Catch-All Stuff-Sack zu nähen, also eine modulare Schlafgurke aka Gurkenwurst.

    Hier hinein sollen Hängematte mit Underquilt und Underquilt-Protector.

    An kommerziellen Modellen haben habe ich gefunden:
    - DD XL Tarp Sleeves, Durchmesser 28cm
    - SLD Hammock/Quilt Catch-All Sack
    - Dutchware Anaconda (Kombi: Snakeskin Cloud71 + Kompressionssack DCF)
    - Onewind Hängematten-Schlangenhaut (zweiteilig)

    Für "mein" Modell habe ich mir folgendes überlegt:

    Die modulare Schlafgurke orientiert sich in der Form an einer einteiligen, überdimensionierten Snake Skin.

    - Die Länge entspricht in etwa der Länge der Ridgeline
    - Durchmesser ca. 30cm
    - An beiden Enden befindet sich ein Zugband.
    - Stoff: mindestens wasserabweisend, atmungskativ, leicht
    - 15 cm vom Ende zurückgesetzt: Eine Schürze mit einem weiteren Zugband. Zwischen diese und das Ende kommt die Aufhängung.

    Hier meine Fragen an die Nutzer von solchen Catch-All Stuff Säcken:
    - Funktioniert das so? Übersehe ich was?
    - Wie bekommt ihr diese Wurst dann in den Rucksack? Stopfen? Gibt es weitere Kompressionsriemen? Ggf. vielleicht sogar seitlich, also quer zur Schlafgurke?

    Der grundsätzliche Vorteil scheint mir eine verkürzte Auf- und Abbauzeit zu sein, der Nachteil liegt im höheren Volumen. Liege ich da richtig?

    Weitere Ideen sind übrigens herzlich Willkommen!

  • Ich rate dazu an beiden Enden etwas Mesh zu vernähen, denn sonst hat man einen riesen Ballon, den man in den Rucksack zu stopfen versucht. So kann die Luft leichter entweichen

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Moin,

    ich nutze z.B. eine DD XL Tarp sleeve für meine HH Explorer XL, SLD Trailwinder 8oz plus UQP und habe immer noch etwas Platz in der Sleeve..........

    Stark wasserabweisend macht auf jeden Fall Sinn falls die Wurst mal den feuchten und/oder sandigen oder schmutzigen Boden berührt.

    Ich wickel die komplette Wurst meist auf wie eine Rosinen Schnecke und presse dann die Luft aus dem Päckchen.......so kann ich es gut in einem Packsack/Rucksack stopfen.

    Ich habe die zusammen gerollte Wurst auch schon unter dem Rucksackdeckel geschnallt und mit den Kompressionsriemen am Rucksack die Luft raus gepresst.

    Hängematte, UQ und UQP wickel ich bevor ich die Tarp Sleeve drüber ziehe schon mit den Tie Outs der Hm grob zur Wurstform........so lässt sich die Sleeve leichter drüber ziehen.

    Alternativ stopfe ich auch meine grob gewickelte Wurst aus Lesovic Draka, HG 0F UQ, UQP plus Aufhängung in einem 18l Ortlieb Packsack und habe auch da noch etwas Platz im Packsack.

    Diesen Packsack, da wasserdicht, kann ich auch an einem etwas kleineren Rucksack oder am Fahrrad außen anbringen. Das ist bei Regen nur mit einer Sleeve schlechter.

    Einmal editiert, zuletzt von wuppitom (27. Dezember 2025 um 21:18)

  • Der grundsätzliche Vorteil scheint mir eine verkürzte Auf- und Abbauzeit zu sein, der Nachteil liegt im höheren Volumen. Liege ich da richtig?

    So ist es.

    Meine „Wurst“ habe ich aus Moskitonetz genäht. So kann die Luft beim Komprimieren problemlos entweichen. Der Sinn einer wasserdichten „Wurstpelle“ erschließt sich mir nicht. Was soll nass oder schmutzig werden, wenn die Hängematte unter dem Tarp ordnungsgemäß auf- und abgehängt wird?

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Warum lasst ihr nicht auch gleich den Schlafsack in der Hângematte und sropft alles in die Wurstpelle?

    Ich denke zumindest wasserabweisend ist nützlich, wenn man bei Auf- und Abbau die Wurst auf dem Boden ablegen muss.
    Wasserdicht ist eine Falle falls nicht alles ganz trocken ist.

    Ich schlafe, wann immer verantwortbar, ohne Tarp und habe morgens mit taufeuchten Sachen zu tun. Dann muss ich aber doch alles wasserdicht verpacken, auf dem Kanu weiss man nie, ob es nicht doch nass wird.

  • Warum lasst ihr nicht auch gleich den Schlafsack in der Hângematte und sropft alles in die Wurstpelle?

    Moin,

    Ich weiß oft bis kurz vor Tourbegin nicht welchen Schlafsack ich denn mitnehme:)

    Meine Winterschlafsäcke würden eh nicht mehr mit in die Tarp Sleeve passen bzw vielleicht so gerade eben……..

    Das die komplette Wurst mal auf dem Boden landet (zumindest teilweise) kommt öfter vor als man vielleicht denkt……deshalb mindestens wasserabweisend.

    Wenn ich Hm, UQ und UQP nicht zusammen in einem Überzieher packe, wird alles zusammen in einem wasserdichten Rolltop Packsack gestopft. Also ist alles eh wasserdicht verpackt.

    Auf mehrtägigen Touren mit täglichen Auf-und Abbau versuche ich alles feuchte unterwegs in einer längeren Pause mal zu lüften. Bei einem Overnighter oder Wochenende an einem Platz ist es egal wenn die Ausrüstung feucht/nass eingepackt wird da ich dann zuhause eh alles zum trocknen auspacke.

    Gruß von der Ostsee

  • Das die komplette Wurst mal auf dem Boden landet (zumindest teilweise) kommt öfter vor als man vielleicht denkt……deshalb mindestens wasserabweisend.

    Ist bei mir noch nie passiert und ich nutze das System seit Jahren. Mit linker Hand Wurstmitte ergreifen, mit rechter Hand Hängemattenende greifen und Aufhängung lösen, Körperdrehung um 180 Grad und mit rechter Hand die Aufhängung am anderen Ende lösen. Hände zusammenführen und die zusammengelegte Wurst in den Rucksack stopfen. Man kann sich auch mit der linken Hand die Wurstmitte um den Nacken legen und die Wurst mit einem Ende beginnend im Rucksack verstauen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Passiert mir und auch einigen anderen hier am Strand, aus welchen Gründen auch immer, öfter mal daß das Wurstpaket im Sand liegt 😊

    Da wohl die allermeisten ihr Schlaf Setup eh nach dem Abbau in einen wasserdichten oder zumindest fast wasserdichten Packsack/Rucksack/Biketasche stopfen sehe ich keinen Vorteil, außer vielleicht ein paar Gramm weniger an Gewicht, sein Setup in ein Mesh Sleeve zu verstauen.

    Im Mesh Sleeve verpackt kann das Setup im Rucksack verstaut trotzdem nicht trocknen falls es feucht oder nass geworden ist und man muss es bei Gelegenheit zum lüften/trocknen auch wieder auspacken.

    Nasse bzw feuchte Ausrüstung kann im Rucksack auch andere evtl noch trockene Ausrüstung befeuchten falls sie nicht wasserdicht verpackt ist.

  • Ich hab hier die Anaconda allerdings habe ich die nicht bei Dutch bestellt sondern bei trailheadz:

    Hammock Accessories | TrailHeadz Hammocks
    www.trailheadzhammocks.com

    Ich bin damit zufrieden auch wenn ich mir den Packsack etwas größer wünschen würde. Aber man kann sowohl den Daunenunderquilt wie auch den Topquilt einpacken inkl. Kissen. Dann ist das allerdings wirklich echt stramm.

    Man bekommt es zwar in einen Rucksack rein - aber sonst nicht mehr viel ;). Eine Aussenanbringung mit nicht allzuviel Gestrüpp geht dann aber klar.

  • Ich verwende seit Jahren Catch-All-Säcke. Angefangen habe ich mit den Hennessy Snake Skins, weil ich dachte, dass der Auf- und Abbau dadurch einfacher wird. Das war aber nicht der Fall. Später habe ich mir eine ebenfalls zweiteilige, aber deutlich größere Hülle von einem nicht mehr existierendem Hersteller gekauft. Das fand ich für zu Hause oder im stationären Camp praktisch - aber nicht zum wandern. Mein letzter Kauf war ein extra großer, einteiliger SLD Catch-All Sack aus Silnylon. Den benutze ich immer noch, habe mir aber mittlerweile mehrere Klone in anderen Längen genäht.

    Zum in den Rucksack packen mag ich diese Hüllen nicht, denn ich verteile die einzelnen Teile lieber strategisch günstig im Rucksack -- und gefühlt nimmt die Wurst deutlich mehr Platz in Anspruch als die Einzelteile. Zu Hause ist es aber praktisch, die Wurst tagsüber in den Schrank (oder sonst wohin) hängen zu können. Wenn ich draußen schlafe und die Hängematte länger an einem Ort hängt, ziehe ich den Sack tagsüber über das komplette Set-Up (je nach Isolierung ist der Sackumfang von ca. 110 cm etwas knapp - meine nächste Hülle wird deutlich größer, damit ich nicht alles so stark komprimieren muss). Mir hat schon eine Katze an die Hülle gespritzt, und Vögel (unter dem Tarp!) drauf gekackt. Die Hülle kann ich einfach waschen, und weil sie wasserdicht ist, ist nichts auf Hängematte und Quilts gekommen. Außerdem wissen Fremde nichts mit einer Hängewurst anzufangen, wenn ich mal länger auf einem Campingplatz bleibe und tagsüber unterwegs bin.

    Mit meiner Nutzung im Kopf würde ich folgendes sagen:

    • fertige Hüllenlänge = Ridgelinelänge + mindestens 15 cm
      jedenfalls wenn man die Hängematte verpackt hängen lassen will
    • Umfang mindestens 110 cm
      sofern man einen 3-Jahreszeiten oder Winter Underquilt verwendet - eher mehr, wenn man zusätzlich Top Quilt / Schlafsack und Kissen ohne große Stopferei mit einpacken möchte
    • zum Installieren sind zwei große Öffnungen mit Zugkordeln an beiden Ende praktisch, aber für die tägliche Nutzung bleibt eine Seite permanent geschlossen.
    • nachdem ich mir die Nähte aufgerissen habe, weil ich die Zugkordel als "Spannriemen" missbraucht habe, habe ich mir an die Enden kleine Gurtschlaufen genäht, in die jeweils eine Gummikordelschlaufe eingeknotet ist. Lasse ich die verpackte Hängematte hängen, hänge ich die Gummikordelschlaufen in die Aufhängung ein, damit der Inhalt nicht teilweise aus der Hülle rutscht.
    • als Stoff würde ich immer einen wasserdichten Stoff wählen, weil der Inhalt dann einfach besser geschützt ist. Abgesehen davon bleibt die Hülle bei mir immer am Fußende, d.h. sie schützt die Hängematte bzw. den Underquilt an dieser Seite vor Regen. Zur Not kann ich das Tarp etwas mehr zum Kopfende hin aufhängen, wenn ich mehr Wetterschutz brauche als ich dabei habe.
    • ein eigenes "Abteil" für die Aufhängung brauche ich nicht, weil die bei mir komplett abnehmbar ist und ich sie lieber separat verpacke.

    Kompressionsriemen finde ich kontraproduktiv, denn dann hat man ein einziges großes, bretthartes Packstück das im Rucksack ungünstige Leerräume hinterlässt, die ich nicht nutzen kann. Aber wie gesagt finde ich auch, dass ich ein riesiges Packstück nie so effektiv packen kann, wie mehrere kleine Packstücke. Bei mir verkürzt sich auch die Auf- und Abbauzeit nicht. Eingesparte Zeit wird an anderer Stelle verbraten (z.B. damit, das Packstück in den Rucksack zu quetschen). Aber das geht vielleicht nur mir so.

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