Kaufberatung - Erfahrungsaustausch Brückenhängematte

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  • Servus zusammen,

    ich liebäugle mit einer Bridge Hammock. Ich habe ein GE Chameleon von Dutchware. Mit der bin ich prinzipiell zufrieden, aber wie auch zuvor, egal was ich anstelle, rutsche ich nach unten (ja hab schon die Füße höher gehangen und auch andersrum) egal darum soll es ja auch nicht gehen.

    Ich suche Erfahrungen zum Thema Bridge Hammock. Ich will diese wieder an mein Gestell anbringen können (Decathlon verlängert 11 Fuß geht!), sie soll nicht allzu kippelig sein. Es sollte Taschen geben. Ich brauche ein Underquilt das ohne Anpassungen meinerseits einfach funktioniert. Am besten speziell dafür gemacht. Gewicht spielt eine untergeordnete Rolle - weil ich nicht ewig weit damit spazieren möchte. Mir ist ein teilweises Fliegennetz am liebsten, nehme aber auch ein vollständiges in Kauf (da fühl ich mich deutlich wohler, als wenn es komplett offen ist).

    Ausscheiden tut das Heaven Tent - wegen der Luma. Ich mag Lumas nicht. Außer als Hängematte im Wasser ;).

    Nach bisherigen Recherchen ist mir die Warbonnet Ridgerunner am liebsten mit einem Lynx drunter. Die von Dutch, Banyan hab ich mir angeschaut - doch ich finde da stimmen Preis, Leistung nicht - zumindest nicht ohne das ich Probeliegen kann ;).

    Aber bevor ich zuschlage und bestelle wollt ich hier noch Meinungen hören.

  • Hm, ich habe die Banyan und keinen Vergleich mit einer anderen Bridge, aber wenn ich Bilder von der Ridgerunner sehe, freue ich mich über die beiden Ridgelines der Banyan, die sehr viel Raum im Inneren bieten und gleichzeitig mit dem Ridgeline-Shelf eine geniale Ablagemöglichkeit für alles, was ich nachts brauchen könnte ...

  • Willkommen auf der dunklen Seite der Macht 😁

    Die Ridgedrunner und die Banyan liegen sich sehr ähnlich.

    Die Ridgedrunner hat eine eingenähte Kopferhöhung, sozusagen ein Kopfkissen.

    Ich mag das nicht, die meisten anderen die ich kenne mögen es.

    Die Banyan ist komplett flach.

    Die Stäbe der Ridgedrunner sind etwas länger als die der Banyan.

    Ich persönlich fühle den Unterschied beim Liegen aber nicht, das die Ridgedrunner breiter ist.

    Der Große Unterschied ist die Ridgeline.

    Kann man gut finden oder nicht.

    Ich mag Sie sehr, da ich immer die gleiche Streckung der Matte habe. Bei der Ridgedrunner ist das immer schwer die gleiche Streckung zu haben finde ich.

    Als Underquilt passt der Lynx auf beide perfekt, wie grobinger sagen würde 😉

    Für die Banyan musst du aber beim ersten Mal noch bisschen mit einer Schnur an allen 4 Ecken verlängern, brauchst dafür aber die Karabiner nicht mehr, da du direkt anhängen kannst. Ist sehr leicht das zu machen.

    Ein anderer Großer Unterschied ist halt auch das Netz.

    Bei der Banyan ist der Reißverschluss sehr stark gespannt wenn man in der Matte liegt.

    Das löst Warbonnet dadurch das die den Reißverschluss außen an den Taschen angenäht haben, die Sie dran haben. Dadurch hat man erstens genügend Stauraum und zweitens keinen Druck auf den Reißverschluss.

    Damit kann man aber leben bei der Banyan. Es geht nichts kaputt es ist nur stramm....

    Bei der Banyan hast du dafür durch die Ridgeline zusätzlich noch viel Stauraum.

    Vorteil gegenüber der Taschen ist das du die Sachen besser findest, weil man sie sieht und man nicht neben sich in einer Tasche wühlen muss.

    Den Rest solltest du dir aus den Produktbeschreibungungen beantworten koennen.

    Ansonsten gerne noch mal fragen ☺️

    Einmal editiert, zuletzt von Bedava (7. September 2025 um 22:35)

  • Ich werfe als jemand, der keine Ahnung von Bridge Hammocks hat die Crystal von Onewind in die Diskussion. Auf dem Harz Häng gab es sowohl die Ridgerunner, als auch die Crystal.


    120€ sind schon mal Recht preisgünstig, wie man es von Onewind kennt. Sie besteht im Körper aus Monofill und oben ist sie Mesh, damit trotzdem Wind durchkommt. Sie ist bald 20cm breiter als die Ridgerunner und wird nicht schmaler im Hüftbereich, was mir als stabile Seitenlagen Schläfer in der Ridgerunner sofort aufgefallen ist.


    Dafür ist sie Recht schwer, weil sie durch die zusätzliche Breite eine andere Aufhängung braucht, es wird quasi jede Ecke individuell aufgehangen. Der Lynx passt mit einer kleinen Verlängerung drunter und Onewind arbeitet wohl gerade am passenden UQ.


    Ansonsten hat sie auch eine große Tasche am Kopfende, so wie die Ridgerunner auch.

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • https://thisgearsforyou.com/

    😁

    "Best Bridges ever ❤️😜"


    Kannte ich bisher nicht. Ein paar Videos später, muss ich sagen gefällt mir gut. Was ich in den bisherigen Videos, die ich gesehen habe noch nicht ganz gut fand: Bugnet (gibt es TopCover) & Underquilt bei der Luxury. Ich hab da nur ein GE underquilt dran gesehen.

    Vielleicht hast du ein oder zwei Bilder davon? Die ich bisher im Forum nicht gefunden hab.

  • Ich hatte mal die Banyan und habe sie gegen die Skylite von Eno getauscht. Ich bin Seitenschläfer und brauche genug Breite in der Mitte, bei der Skylite gibts die, weil sie tiefer durchhängt und dadurch mehr „Umfang“ hat. Details und Gewicht sind nicht ganz so gut wie bei Dutch oder Warbonnet, dafür ist der Preis aber auch niedriger. Underquilt müsste mit leichten Anpassungen so ziemlich jeder passen.
    Die Crystal hatte ich noch nicht gekannt, schau ich mir mal an 👍

  • ja

    Also ja, sie werden trotzdem nur an einem Punkt an Kopf und Fußende festgemacht, klassischerweise ein Baum. Es sind keine vier Bäume nötig. Da war ich ungenau in der Ausdrucksweise, sorry.


    Falls aber gemeint ist, dass man sie zusammenführt und an einem Strang bis zum Baum führt, so soll das angeblich möglich sein, jedoch massiv an Gewackel zunehmen. Das soll am Fußende weniger problematisch sein, als am Kopfende. Wenn man sie zu einer Schnur zusammenführt soll man drauf achten, dass ein Gleichzeitiges Dreieck entsteht

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Die Crystal Bridge ist eine normal Bridge. Die Aufbauart mit zwei Gurten, die Onewind als was besonders verkauft, geht auch bei anderen Bridges, die Split Dogbones haben, z.B. Ridgerunner. Wenn die Bäume nicht breit und stämmig sind, dann hat diese Feature kaum Wirkung.
    Weil die Crystal eine Bridge ist, wackelt auch sie mehr als all GE Matten. Man kann sich daran gewöhnen.
    Je länger die Spreaderbars sind, desto wackeliger sind Bridges. Das kann man ein wenig kompensieren mit längeren Dogbones.

    Was ich an der Crystal interessant finde, ist das Tarp. Es seiht aus wie ein 3x3 aber mit Beaks und echten Türen. Das ist kein schlechter Ansatz.


  • Kannte ich bisher nicht. Ein paar Videos später, muss ich sagen gefällt mir gut. Was ich in den bisherigen Videos, die ich gesehen habe noch nicht ganz gut fand: Bugnet (gibt es TopCover) & Underquilt bei der Luxury. Ich hab da nur ein GE underquilt dran gesehen.

    Vielleicht hast du ein oder zwei Bilder davon? Die ich bisher im Forum nicht gefunden hab.

    Leider hat er kein Angenaehtes Netz für die Luxury. Nur 2 externe. Ein Buttom Entry und eins mit Reißverschluss. Als Underquilt kann ich den Selva oder einen Hammock Gear Incubator empfehlen.

    Das Ding wiegt auch mehr als die anderen klassischen Bridges, aber der Komfort ist halt auch noch mal viel höher.

  • Wenn du in der Chameleon "nach unten" rutschst, hängt das Fußende nicht hoch genug. Deiner Beschreibung nach zu urteilen, hängst du deine Hängematten im Decathlon Gestell auf? Das ist dann eventuell auch das Problem. Selbst mit der Verlängerung ist es vermutlich nicht möglich, die Hängematte stark genug geneigt aufzuhängen. Ich habe mit allen meinen Gestellen - mit Ausnahme vom Tensa4 - das gleiche Problem. Bevor du dir eine Brückenhängematte anschaffst, die zu neuen Problemen führen wird, solltest du deine Chameleon vielleicht erstmal zwischen zwei Bäume hängen, und das Fußende so lange höher hängen, bis du nicht mehr nach unten rutschst.

    Weiterhin bezweifele ich, dass du eine Brückenhängematte ohne größere Modifikationen gut in das Decathlon Gestell gehängt bekommst. Brückenhängematten sind zwar kürzer als GE Hängematten - aber das Seildreieck muss zur Länge dazu gerechnet werden. Außerdem werden sie viel straffer aufgehängt, was zu einer deutlich größeren Belastung des Ridgepoles führt. Und du musst vermutlich die Beine kürzen, weil du sonst einen Hocker zum Einstieg brauchst.

    Deine Anforderung, dass du einen Underquilt ohne Anpassungen darunter hängen können möchtest, schränkt die Auswahl stark ein. Die Brückenhängematten von Townsend fallen damit flach, genauso wie die ENO Skylite. Wenn du mit der Liegeposition zurecht kommst, ist die Warbonnet Ridgerunner am besten geeignet, sofern du gleich einen Warbonnet Lynx Underquilt dazu kaufst. Dieses System ist Plug & Play.

    Kippeln tun aber alle Brückenhängematten mehr als die instabilste GE Hängematte, weil der Schwerpunkt höher liegt. Das hat im Übrigen nichts mit der Länge der Spreizstäbe zu tun, sondern mit dem Verhältnis der Spreizstablänge zur Stoffbreite. Je kürzer die Stoffbreite im Verhältnis zur Spreizstablänge ist, desto flacher aber auch höher liegst du. Je länger die Stoffbreite ist, desto GE-ähnlicher aber auch tiefer (und weniger kippelig) liegst du. In Punkto Kippeligkeit ist die ENO Skylite wohl die stabilsten Brückenhängematte, in der ich geschlafen habe. Aber durch die Nähte in der Liegefläche ist sie nicht ohne Isomatte bequem.

    Ich finde das Thema Brückenhängematten deutlich komplexer als das Thema GE-Hängematten. Die Liegeeigenschaften unterscheiden sich viel mehr als zwischen verschiedenen GE-Hängematten. Wenn dein einziges Problem mit GE-Hängematten das nach-unten-rutschen ist, würde ich empfehlen lieber daran zu arbeiten, als auf einen anderen Hängemattentyp umzusteigen. Denn GE-Hängematten sind meiner Erfahrung nach am einfachsten zu nutzen - wenn man nicht gerade eingefleischter Bauch- oder Seitenschläfer ist, und das Underquiltproblem gelöst hat.

  • Außerdem werden sie viel straffer aufgehängt, was zu einer deutlich größeren Belastung des Ridgepoles führt.

    Dazu fällt mir noch ein, dass du den Ridgepole ja schon verlängert und damit nicht stärker gemacht hast. Und das Decathlon Gestell ist dafür gedacht, GE-Hängematten mit einem starken Durchhang aufzuhängen (kurzer Ridgepole, lange Beine). Je größer der Durchhang, desto kleiner sind die Kräfte, die auf den Ridgepole wirken. Mit einem verlängerten Ridgepole UND einer flacher aufgehängten (Brücken-)Hängematte kommst du vermutlich sehr viel näher an die Belastungsgrenze.

  • Das hat im Übrigen nichts mit der Länge der Spreizstäbe zu tun, sondern mit dem Verhältnis der Spreizstablänge zur Stoffbreite.

    Natürlich habe ich genau das gemeint. Eine Spreader Bar existiert nicht in einem Vakuum. :)

    Einmal editiert, zuletzt von 22kN (9. September 2025 um 22:29)

  • Ich spiele ebenfalls mit dem Gedanken mir eine Brücken-Hängematte zuzulegen, genauer gesagt die Banyan von Dutch. Hierzu habe ich noch ein paar Unklarheiten - ich hoffe es ist okay wenn ich sie in diesem Thread poste (finde ich thematisch passend).


    1. Single oder Double-Layer: Die meiste Zeit werde ich meinen ¾ UQ (SaverSeries 20° Habanero von LocoLibre) verwenden, im Sommer plane ich stattdessen nur eine recht dünne Evazote oder Falt-Isomatte zu nutzen, jedoch keine aufblasbare. Reicht dafür die single layer oder ist die double layer trotzdem empfehlenswert?

    2. Topcover: Ich habe oft gelesen, Brücken-HM seien „kühler“ als GE. Macht ein topcover anstelle des Moskitonetzes einen spürbaren Unterschied (grade in der kalten Jahreszeit)?

    3. Druck auf Schulter: Wie stark ist bei Brücken-HM der Druck auf die Schulter im Vergleich zu GE? Ich weiß, da hat jeder seine eigene, subjektive Empfindung, aber vielleicht können erfahrene Hänger mal berichten.

    4 Tarp: Aktuell benutze ich mit meiner Chameleon das Warbonnet Minifly. Ist das eurer Einschätzung nach ausreichend groß für eine Brücken-HM? Sollte das Tarp das Aufhängungsdreieck überdecken oder reichen dort driplines, solange die HM selbst geschützt ist?


    Schonmal vielen Dank im voraus für eure Antworten :)

  • Ich habe ja die Banyan, aber keinen Vergleich mit einer GE, sondern mit der CrossHammock, deshalb kann ich nicht alle deine Fragen beantworten - und ich bin auch noch keine Vielnutzerin, sondern verbringe nur hin und wieder einen Overnighter im Wald und da ich dafür zwei Matten habe und die Banyan erst seit letztem Jahr, waren es bisher erst drei oder vier Nächte.

    Meine Banyan ist eine Singlelayer - habe ich mir nicht ausgesucht, wurde (hier im Forum) so angeboten. Mit Doublelayer hätte ich sie aber vermutlich nicht genommen, weil dann zu schwer.

    Ich nutze die Banyan mit Isomatten - Faltisomatte, Xfoam kombiniert mit der Nordisk Ven (kurze, selbstaufblasende Matte), eventuell bastle ich mir aber noch einen Underquilt für kühlere Tage, denn mit den genannten Kombis war bisher bei etwas unter 10° Schluss.

    Topcover - ich habe das reine Moskitonetz noch nie eingezippt, sondern bisher immer das Topcover genutzt. Die Banyan habe ich mir zugelegt, weil mir die CH, so gern ich drin liege, bei etwas mehr Wind zu zugig wird, das ist mit dem Topcover wesentlich besser (wobei ich mir überlege, für das Mosikto-Kopfteil noch einen seitlichen Windschutz zu basteln).

    Tarp - bisher habe ich die Banyan nur mit einem 3x1,6 großen Xfoil-Tarp genutzt. Die Aufhängungsdreiecke sind damit nicht komplett abgedeckt. Ich hatte bisher zweimal in der Nacht Regen, allerdings noch nie Starkregen. Für "normalen" Regen haben die 3m ausgereicht. Einmal hatte ich Driplines befestigt, einmal vergessen, ging beides gut. So lange es nicht pladdert, was runter kommt, sollte das Minifly also ausreichen.

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