Underquilt Beratung und Infos (für Neuling)

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  • Hallo liebe Community,

    Ich habe mir ohne viele Gedanken zu machen ein Set-up von Tttm zusammengestellt (pro Hammock 2024, moontarp, moonquilt Compact, moonblanket Compact).

    Ziel war es meine Fahrradtouren (rund um Europa) mit Hängematte statt mit Zelt zu beschreiten, weil ich viiieel besser in einer Hängematte schlafen.

    Ich bin dabei eigentlich eher zwischen Frühling und Herbst unterwegs, also bequeme drei Jahreszeiten.

    In meiner Testtour durch Deutschland habe ich aber festgestellt, dass tttm das moonquilt zwar mit einer Komfort Temperatur von 5 grad Celsius bewirbt, mir aber schon bei 11 Grad kalt geworden ist, vor allem wenn es dann noch windig ist.

    Nun gibt es drei Möglichkeiten:

    1. Ich bin eine Frostbeule

    2. Ich habe das Quilt nicht gut angebracht

    3. Die Werbung verspricht mehr, als das Produkt her gibt.

    Daher zu aller erst die Frage, gibt es hier Menschen, die Erfahrungen mit dem Moonquilt Compact gesammelt haben? Wenn ja, in welchen Temperaturen?

    Meine zweite Frage, gibt es Empfehlungen bezüglich UQs, die möglichst gut mit meiner TTTM Hängematte kompatibel sind (325x170)?

    - Ich bin 186cm groß

    - natürlich auch auf ein nicht all zu großes Packmaß angewiesen

    - muss bei 3-5 grad warm liegen können

    - gleichzeitig ist das Tarp so knapp bemessen, dass das UQ bei Regen auch mal an den äußersten Seiten ein wenig nass werden könnte

    Was sind eure Gedanken dazu?

    Grüße Merlin

  • Moin,

    man sollte halt dringend vermeiden, daß das Schlafequipment nass wird denn sonst wärmt es nicht mehr richtig bis garnicht mehr.....

    Auch im Sommer kann es stark und mal länger regnen sowie sehr windig und kühl werden.

    Öfter einen UQ oder Schlafsack nass/feucht einpacken kann ihn schnell muffelig machen.

    Deshalb nach Möglichkeit erst garnicht nass werden lassen.......

    Gruß von der Ostsee

    Einmal editiert, zuletzt von wuppitom (25. Juli 2024 um 16:54)

  • Die meisten hier werden wohl bestätigen, dass der 0C° Wookie gut warm hält in dem Bereich, und weil er mit Daune ist, wirst Du das als Radfahrer begrüßen.

    Du könntest auch in Deinen Moonquilt eine zusätzliche Isolier-Lage einlegen und fest klammern. Das wäre die günstigste Lösung, aber die würde ich nur angehen, wenn ich auch bequem drin liege in dem UQ.

    Ist Dein UQ nicht mit einem winddichten Außenstoff bezogen, ist ein UQ-Protector Pflicht bei unter 12C°.

    Ein wärmerer Schlafsack hilft auch gut. Wird mir draußen einmal kalt, weiß ich auch nicht direkt den Grund, ob UQ o. Schlafsack, Wind etc.

  • Das Verstehe ich schon, aber bei stärkerem Regen waren das jetzt eher so Spritzer, die nicht gleich gänzliche Nässe bedeutet haben aber ich werde mit dem Tarp noch mal rausgehen, wenn es richtig ungemütlich ist, um noch einmal zu schauen, ob da nicht noch was zu machen ist.

    Die meisten hier werden wohl bestätigen, dass der 0C° Wookie gut warm hält in dem Bereich, und weil er mit Daune ist, wirst Du das als Radfahrer begrüßen.

    Du könntest auch in Deinen Moonquilt eine zusätzliche Isolier-Lage einlegen und fest klammern. Das wäre die günstigste Lösung, aber die würde ich nur angehen, wenn ich auch bequem drin liege in dem UQ.

    Ist Dein UQ nicht mit einem winddichten Außenstoff bezogen, ist ein UQ-Protector Pflicht bei unter 12C°.

    Ein wärmerer Schlafsack hilft auch gut. Wird mir draußen einmal kalt, weiß ich auch nicht direkt den Grund, ob UQ o. Schlafsack, Wind etc.

    Und der Wookie wird ja in vielen Forenbeiträgen gepriesen, ich mag aber schon flexibel sein mit meiner Schlafrichtung.

    Sind denn andere gängige UQs mit Winddichten Außenstoffen bezogen? Bzw. Kann ich die namentlich erkennen, die Stoffe?

    Vielen Dank schon Mal für die Antworten :)

    Einmal editiert, zuletzt von Merlin (25. Juli 2024 um 15:26)

  • Das Verstehe ich schon, aber bei stärkerem Regen waren das jetzt eher so Spritzer, die nicht gleich gänzliche Nässe bedeutet haben aber ich werde mit dem Tarp noch mal rausgehen, wenn es richtig ungemütlich ist, um noch einmal zu schauen, ob da nicht noch was zu machen ist.

    Und der Wookie wird ja in vielen Forenbeiträgen gepriesen, ich mag aber schon flexibel sein mit meiner Schlafrichtung.

    Sind denn andere gängige UQs mit Winddichten Außenstoffen bezogen? Bzw. Kann ich die namentlich erkennen, die Stoffe?

    Vielen Dank schon Mal für die Antwort :)

    Die meisten Firmen bieten extra noch UQPs an. Ich habe mir einen winddichten Stoff eingenäht.

    Bei Kunstfaser besteht das Problem, dass die warme Luft schnell durch leichten Windzug ausgeweht wird. Muss man auch testen. Vielleicht hält Dein UQ Luftzug gut stand.

    Mit der Schlafrichtung, ist für mich eine Nebensache. Gewöhnt man sich schnell dran.

    Vielleicht legst Du Dir zunächst mal eine Wolldecke in den UQ und schaust mal wie die Temperatur sich ändert. Vielleicht ist das sofort die Lösung. Du musst auch darauf achten, dass er unten gut anliegt und an den Längsöffungen die warme Luft nicht wieder abgibt.

  • Der Vorteil vom Wookie ist, dass er auf die Warbonnet Matten passt wie Arsch auf Eimer. Da muss man dann nichts mehr einstellen. Verwendest du ihn an einer anderen Matte, musst du die Aufhängung ggf. verlängern oder anders anpassen.

    Wenn du aber einen symetrischen Underquilt haben möchtest, dann gibt es diese auch in allen Wärme- und Preisklassen. Hier braucht es mehr Feintuning, aber auch das kann Spaß machen. Tendenziell sind diese etwas schwerer, weil sie auch mehr Material enthalten. Aber da kannst du dich gerne umschauen bei Khibu, Cumulus, ... Hammock Gear, SimplyLightDesign und vielen anderen.

    Ein Underquiltprotector hält den Wind davon ab, die bereits aufgewärme Luft aus der Isolierung wegzupusten. Zusätzlich kann er als Spritzschutz bei heftigem Regen dienen. Er ist weniger dafür gedacht, ein zu kleines Tarp zu kompensieren; aber auch das wäre in einem gewissen Rahmen möglich.

    Ob es Underquilts gibt, die einen wasserfesten Außenstoff haben, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich nicht, da dann auch die im UQ kondensierte Luftfeuchtigkeit nicht nach außen entweichen kann. Einen gewissen Windschutz bieten sie eigentlich alle; jedoch nicht so gut wie bei einem Underquiltprotector.

  • Die meisten Firmen bieten extra noch UQPs an. Ich habe mir einen winddichten Stoff eingenäht.

    Bei Kunstfaser besteht das Problem, dass die warme Luft schnell durch leichten Windzug ausgeweht wird. Muss man auch testen. Vielleicht hält Dein UQ Luftzug gut stand.

    Mit der Schlafrichtung, ist für mich eine Nebensache. Gewöhnt man sich schnell dran.

    Vielleicht legst Du Dir zunächst mal eine Wolldecke in den UQ und schaust mal wie die Temperatur sich ändert. Vielleicht ist das sofort die Lösung. Du musst auch darauf achten, dass er unten gut anliegt und an den Längsöffungen die warme Luft nicht wieder abgibt.

    Das mit der Wolldecke werde ich mal probieren, ist für das Tourengepäck leider keine Lösung.

    Vor selber Nähen habe ich noch etwas Respekt 🙈 aber ich werde einfach noch mal weiterhin schauen, wie sich das mit dem Wind und den Temperaturen verhält.

    Der Vorteil vom Wookie ist, dass er auf die Warbonnet Matten passt wie Arsch auf Eimer. Da muss man dann nichts mehr einstellen. Verwendest du ihn an einer anderen Matte, musst du die Aufhängung ggf. verlängern oder anders anpassen.

    Wenn du aber einen symetrischen Underquilt haben möchtest, dann gibt es diese auch in allen Wärme- und Preisklassen. Hier braucht es mehr Feintuning, aber auch das kann Spaß machen. Tendenziell sind diese etwas schwerer, weil sie auch mehr Material enthalten. Aber da kannst du dich gerne umschauen bei Khibu, Cumulus, ... Hammock Gear, SimplyLightDesign und vielen anderen.

    Ein Underquiltprotector hält den Wind davon ab, die bereits aufgewärme Luft aus der Isolierung wegzupusten. Zusätzlich kann er als Spritzschutz bei heftigem Regen dienen. Er ist weniger dafür gedacht, ein zu kleines Tarp zu kompensieren; aber auch das wäre in einem gewissen Rahmen möglich.

    Ob es Underquilts gibt, die einen wasserfesten Außenstoff haben, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich nicht, da dann auch die im UQ kondensierte Luftfeuchtigkeit nicht nach außen entweichen kann. Einen gewissen Windschutz bieten sie eigentlich alle; jedoch nicht so gut wie bei einem Underquiltprotector.

    Ja, ich habe schon viel vom Wookie gelesen, aber eigentlich habe ich schon kein Geld für einen guten neuen Underquilt, da kann ich mir dann leider nicht noch die richtige Hängematte zum Guten Quilt kaufen…

    Vor allem, weil doch noch zu aller erst in eine stufenlos verstellbare Aufhängung investiert werden mag 🙈.

    Ich fänds auch irgendwie schade, um die erst frisch angeschaffte Hängematte, in der ich ja eigentlich auch sehr gut schlafen kann (vielleicht ja auch nur weil mir der Vergleich fehlt 😅).

    Mit den Khibu habe ich schon sehr sympathisiert, der sah nur in den Videos vom Packmaß her auch gar nicht so klein aus, dafür an den Enden gut abgedichtet.

    Wie viele Neulinge wünsche ich mir natürlich alles, schnelles einfaches aufhängen und ausrichten, gute Isolierung, kleines Packmaß aber langlebig und gute Qualität.

    Mal ne andere Frage, von Ticket to the Moon wird hier im allgemeinen nicht so viel gehalten oder irre ich mich da?

    Achja, danke für eure Zeit und Mühen!

  • Das ist halt der Scheixx mit Kufa. Da wird geworben mit DIN-Normen wie auf dem Hamburger Fischmarkt, und wenn man dann mal draußen bei 5C° hängt, und friert, ist man selbst schuld, weil man sich falsch informiert hat.

    Grundsätzlich ist es so, dass alles unter 5C° und Kunstfaser ein Balance-Akt ist. Man kann dem nur entgegenwirken mit deutlich mehr Kufa, sprich Volumen. Das wird irgendwann unmölglich. Niemand hat Lust mit Material herumzulaufen was Platz wegnimmt wie eine Regentonne.

  • Das ist halt der Scheixx mit Kufa. Da wird geworben mit DIN-Normen wie auf dem Hamburger Fischmarkt, und wenn man dann mal draußen bei 5C° hängt, und friert, ist man selbst schuld, weil man sich falsch informiert hat.

    Grundsätzlich ist es so, dass alles unter 5C° und Kunstfaser ein Balance-Akt ist. Man kann dem nur entgegenwirken mit deutlich mehr Kufa, sprich Volumen. Das wird irgendwann unmölglich. Niemand hat Lust mit Material herumzulaufen was Platz wegnimmt wie eine Regentonne.

    Verstehe, ich halte fest, kalte Temperaturen -> Daune eher unabdingbar

    Windschutz aber sowohl bei Kunstfaser als auch bei Daune eine Überlegung wert.

    Aber eigentlich unbedingt eine Warbonnet Wookie Kombination.

  • Aber eigentlich unbedingt eine Warbonnet Wookie Kombination.

    Nein, dass muss nicht sein.

    Es gibt viele andere gute Kombinationen, die ebenfalls funktionieren.

    Den Vorteil bei der WB Kombi liegt meines Erachtens hier:

    - Die WB Kombi ist idiotensicher. Matte und Underquilt passen einfach.

    - Der Schnitt der Matten mit Netz ist einfach gut gelungen.

    Aber es gibt auch "Nachteile", die ich sehe:

    - Die Matten sind mit effektiven 10,5 ft. kürzer als viele andere Matten und daher weniger für große Menschen geeignet.

    - Sie sind für uns Europäer teuer, da i.d.R. Fracht und Zoll oben drauf kommen.

    - Gewichtsmäßig liegen sie in der Mittelklasse.

    Bis auf den Preis sind das ja in dem Sinne keine echten Nachteile, sondern Aspekte, die mit dem Nutzer oder dem Anwendungsfall zusammen hängen.

    Ich z.B. liege inzwischen meistens in einer Matte von SLD und nutze dazu einen UQ von HammockGear. Und ich tue das, obwohl ich zwei Eldorados und zwei Wookies habe. Diese werden jedoch meist von unseren Kindern genutzt.

    Und auch zur Aufhängung: Es müssen nicht die Spider/Poly Straps mit Dutch Clips aus Titan und Beetle Buckles sein. Es gibt auch viele andere gute Varianten. Relativ leicht zum Einstellen sind auch Daisy-Chain-Gurte mit zwei Karabinern.

  • Wenn du kein warmer Schläfer bist, wirst du mit KuFa nicht weit kommen. Ich habe einen symmetrischen Wooki-Klon aus 200 g Climashield Apex genäht und jahrelang vermietet - und mir wurde häufig gesagt, dass vielen bei 10°C kalt war. Der Moonquilt dürfte keine bessere Isolierung haben, liegt aber schlechter an, d.h. es geht Wärme verloren. Wenn dann noch Feuchtigkeit und unzureichender Wetterschutz (durch das Tarp) dazu kommen, fängt man noch schneller an zu frieren. Dafür sind dann 1380 g und das große Packvolumen einfach zu viel.

    Wenn du bei Synthetik bleiben willst, kannst du dir GramXpert mal anschauen. Die Underquilts von Onewind finde ich auch nicht schlecht. Aber auch wenn beide Underquilts meiner Meinung nach besser sind als der Moonquilt, bleiben die Nachteile von Synthetik. Ab schätzungsweise 15°C schneidet Daune was Wärme, Gewicht und Packvolumen betrifft immer besser ab.

    Soweit ich weiß sind die besten in Europa erhältlichen Standard Daunen-Underquilts von Khibu und Cumulus.

  • Verstehe, ich halte fest, kalte Temperaturen -> Daune eher unabdingbar

    Windschutz aber sowohl bei Kunstfaser als auch bei Daune eine Überlegung wert.

    Aber eigentlich unbedingt eine Warbonnet Wookie Kombination.

    Es ist nicht unmöglich mit Kufa bei Kälte klarzukommen. Hier mal reinschauen wenn es Dich interessiert. Ich nutze selbst Kufa. 5C° geht mit meinem Setup gut, aber unter 2-3C° hört der gute Komfort auf. Habe aber schon bei -2C° darin geschlafen. 2 Lagen à 200gr. Apex sind schon was, aber eben schon viel zu viel Material.

    Ich habe am Dienstag bei Kleinanzeigen 2 Schlafsäcke für je 5€ abgeholt, weil ich damit etwas nähen wollte. Ich halte Kufa nach wie vor für genial, in einigen Hinsichten. Nicht umsonst wird die meiste Winterkleidung weltweit damit hergestellt.

    Komm zum nächsten Forum-Wintertreffen, dann wirst Du aus 1. Hand Infos zum Temperaturkomfort kriegen, und Dir eine bessere Übersicht verschaffen. Letzten Februar hatten wir schon noch frostige Bedingungen. Ich habe mit Winterjacke geschlafen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (26. Juli 2024 um 12:28)

  • Moin,

    hier nochmal ein Beispiel eines Setups mit einem SLD Trail Winder Kufa Underquilt 0F plus Underquilt Protector.

    Dieses Setup hält mich unter normalen Bedingungen (also nicht komplett durchnässt, den ganzen Tag nichts gegessen u. ä. Umstände) in Verbindung mit einem passendem Topquilt oder Schlafsack warm bis max. -5°C.

    Das Gesamtgewicht beträgt einschließlich HH Explorer UL Zip Hängematte, Tarp, Aufhängung, Underquilt und Underquilt Protector, Packsack und SnakeSkins und ein wenig Tüddelkram 2,5kg.

    Alles zusammen passt in einem 18l Ortlieb Packsack.

    Gruß von der Ostsee

  • Dieses Setup hält mich unter normalen Bedingungen (also nicht komplett durchnässt, den ganzen Tag nichts gegessen u. ä. Umstände) in Verbindung mit einem passendem Topquilt oder Schlafsack warm bis max. -5°C.

    Apropos "durchnässt". Letztes Jahr im Juli bei den schweren Gewittern war ich 3 Nächte draußen und habe extra mal meine Kufa-Weste komplett durchnässen lassen, dann angezogen um zu gucken ob sie noch wärmt.

    Für das reine Survival ist Kufa in der Hinsicht weltklasse. Solltest du z:.B. während einer Kanutour im Oktober bei 3C^Wassertemp. umkippen und deine komplette Ausrüstung ist nass, egal. Fahr ans Ufer, Zieh die Kufa-Jacke direkt auf die Haut an, und leg Dich in Deinen Kufa-Schlafsack. Dir wird wieder warm, trotz dass Du triefend nass bist. Das geht schon in die Richtung Neopren. Die Wärmedämmung setzt sofort ein bei Hautkontakt.

    Mit Daune geht das nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (26. Juli 2024 um 13:42)

  • Ich hatte irgendwo im Forum mal von einem Test meinerseits vor Jahren mit einem komplett nassen TNF Bigfoot Polarguard Schlafsack berichtet..........

    Fazit war: Auch ein nasser Kufa Schlafsack hat noch recht gut die Wärme gehalten 👍

    Daune hätte bei so einem Nässe Grad wohl komplett versagt ......

  • Meine 2 cent: Die Gerüchte über die vollkommene Unbrauchbarkeit von Kunstfaser sind deutlich übertrieben. Im Temperaturbereich über 0°C ist ein entsprechender SLD Trailwinder z.b. durchaus konkurrenzfähig. Klar, ein bißchen (!!!) schwerer und größer, aber man braucht jetzt auch nicht wirklich einen LKW zum Transport. Dafür hat Kunstfaser eben andere Vorteile. Bei nasskaltem Nebelwetter fällt Climashield nicht zusammen wie Daune, im Sommer ist es egal wenn ein Gewittersturm den UQ durchnässt. Sehr einfach waschbar und generell unempfindlich. Ein guter Underquilt mit Kunstfaser ist eine Option, wenn man die Vorteile von Kunstfaser nutzen will.

    Apropos guter Underquilt: Der Moonquilt ist definitiv keiner. Hatte den mal paar nächte unter meiner heimischen Hängematte. Passform unterirdisch und trotz Wärmekragen zieht es da immer irgendwo rein, weil das Füllmaterial einfach große Falten wirft. Dass man da bei 11°C friert, glaube ich sofort.

    Einmal editiert, zuletzt von grobinger (26. Juli 2024 um 14:34)

  • Hallo Leute,

    ja es gibt Kufa-Schlafsäcke für den Winter. Ich habe noch so ein Monster: Ajungilak Tyin EXP Winter. Extrembereich: -20°C. Bei dieser Außentemperatur habe ich damit schon geschlafen. Aber im Zelt war es sicher wärmer. Der größte Nachteil ist 14,2 Liter Packvolumen bei einer Größe für max. 180 cm Schläfer ist schon mächtig!

    Aber: Auf einer Biwaktour südlich des Sonnblicks in den Hohen Tauern lag ich mit meinem Kumpel in einem nicht atmungsaktiven Biwaksack. Der Loft meines Daunen-Schlafsacks - normalerweise 8 cm - sackte auf Grund der Außentemperatur in Verbindung mit abgegebener Feuchtigkeit auf 1 cm zusammen. Entsprechend sch...kalt war uns bei Sonnenaufgang.

    Das war neben meiner Option damit Paddeln zu gehen ein großer Grund für Kufa.

    Gestern kam aber mein UQ für die WB Ridgerunner in etwa derselben Wärmekategorie wie mein Ajungilak Schlafsack. Was soll ich sagen? Der Daunen UQ ist wesentlich leichter und lässt sich vor allem wesentlich besser zum Transport komprimieren-

    Fazit für mich: Wenn Geld und Nässe weniger die Rolle spielen: Daune. Beim Paddeln oder Wandern im dauerhaften Schmuddelwetter: Kufa.

    Das wichtigste: Warm bleiben, dann ist die Nacht erholsam.

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