Crosshammock und GE-Tarps

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Das Problem:

    Die Crosshammock ist mehr dem Seitenwind ausgesetzt als die GE-Matte. Im Sommer ist das meist kein Problem, im kalten Wind kombiniert mit Regen kann es ungemütlich werden.

    Der Hersteller Cross Hammock bietet Sommertarps an, die jedoch von ihrer Fläche her sehr sparsam ausfallen. Das wirkt sich positiv auf das Gewicht aus, bringt aber bei Seitenwind und Regen ziemliche Probleme.

    Angeboten wird zwar auch ein Wintertarp in SilPoly und DCF, das scheinbar einen Rundumschutz bietet. Diese Tarps sind aber relativ knapp bemessen, so dass wenig Platz bleibt, man kaum darunter stehen kann und die Matte stößt unvermeidlich an das Tarp an, was nur bei der DCF-Variante nicht weiter stört. Bei der SilPolyvariante führt das aber bei viel Regen dazu, dass Feuchtigkeit durchdringt.

    Bei unserer letzten Tour hatten wir 2 Nächte hintereinander heftigen Dauerregen, das Tarp war komplett durchfeuchtet und es drang jedenfalls in der 2. Regennacht einiges an Wasser ein.

    Die DCF-Variante ist außerdem sehr teuer. Da ich sowohl Nutzer von GE-Matten mit den entsprechenden Tarps als auch der Crosshammock bin, lag die Überlegung nahe, ob man diese auch für die CH verwenden könne und sich damit die Probleme lösen lassen.

    Meine Lösung:

    Seit längerem nutze ich das WB Minifly für die Crosshammock im Sommer. Dazu habe ich in der Mitte der Längsseiten Tieouts angenäht und hänge die dann quer über die CH.

    Das bewährt sich seit Jahren. Das Minifly ist länger als alle originalen CH-Tarps und dadurch ist zum einem mehr Platz und man vermeidet das Anstoßen der Matte an das nasse Tarp.

    Die Seiten bleiben aber weiter offen und das Problem mit Seitenwind und Regen bleibt.

    Neben dem Minifly habe ich für die GE noch

    Ich habe auch beim HG DCF 12´Tarp in der Mitte Tieouts angenäht

    Und hänge das dann quer über die CH. Der entstehende Raum ist riesig, man kann stehen und sehr bequem in der CH unter dem Tarp sitzen und kochen.


    Außerdem kann man jetzt in einer hohen Variante zum Rausgucken abspannen

    oder sehr tief zum Schutz vor Wind.

    Um auch noch scharfen Seitenwind mit Regen abzuwehren habe ich das HG DCF Hextarp ebenfalls mit Tieouts in der Mitte versehen, in die ein kleiner Karabiner eingehängt wird. Jetzt passt das 11´HexTarp genau unter die CH und deckt die Seiten vollständig ab.

    Außerdem umschließt dieses Tarp jetzt die CH von unten, was auch das Problem des Wärmeverlustes von unten minimiert.

    Beide verwendeten DCF-Tarps wiegen zusammen ca. 430 g und damit deutlich weniger als das SilPoly-Wintertarp von Cross Hammock Die Verwendung beider Tarp zusammen mit einer GE wird nicht eingeschränkt. Als Umbau sind lediglich die zusätzlichen Tieouts jeweils in der Mitte notwendig.

    Genauso funktioniert es auch z.B. mit WB Superfly (Dach) und WB Minifly (Cocoon). GE-Nutzer, die wegen der vermeintlich notwendigen Neuanschaffung vor dem Kauf einer Crosshammock zurückgeschreckt sind, können so doppelte Kosten vermeiden.

    Ich selbst schlafe in einer Crosshammock am besten. Nur das Problem mit den offenen Seiten hat mich bisher davon abgehalten, die auch im Herbst und Winter zu benutzen. Dieses Problem dürfte jetzt gelöst sein.

    Die Verwendung von GE-Tarps für den Aufbau eines Boden Setups beschreibe ich hier.

  • Spannendes Experiment, insbesondere das 'Undertarp'.

    Wobei ich das Problem Wärmeverlust von unten nicht habe, wenn die Isomatte passend zur Temperatur gewählt ist.

    Wo ist denn Wasser eingedrungen? =O

    Auch das ist mir noch nie passiert.

    Zum vorne anstoßen:

    Die Länge des Tarps hat eigentlich nichts damit zu tun, das ist nur eine Frage des Abspannwinkels. Sprich je länger die guylines, desto spitzer und länger gezogen der Winkel zum Boden, desto mehr Platz.

    Auf den Bildern sieht die Abspannung in der Tat sehr kurz aus.

    Mein Ablauf beim Aufbau, um das zu vermeiden:

    - Isomatte zur Aussteifung in die Matte.

    - ein leichtes Gewicht an's Kopfende, da reichen meist schon die Schlafklamotten, Kopfkissen o.ä., dass die Matte nach vorne kommt.

    - dann immer erst vorne passend abapannen, jetzt weiß man, wie weit man muss. Wenn der Platz es hergibt, nehme ich die vollen 1,5-2m der guylines.

    - und erst dann hinten abapannen.

  • Wo ist denn Wasser eingedrungen?

    Die Ursachen der Nässe sind nicht ganz klar. Die Feuchtigkeit an den Querenden der Matte lassen sich durch das Anstoßen bei Ein- und Ausstieg erklären. Unangenehmer war, dass bei starkem Regen bei Windstößen immer eine Art Nieselregen in die Matte wehte. Meine Vermutungen waren erst einmal, dass ich das Tarp nach der ersten Regennacht nass einpacken musste und es dadurch auch auf der Innenseite noch nass war. Nach ein paar Stunden Regen waren, als ich Schlafen gehen wollte, innen großen Tropfen zu sehen und die Isomatte war feucht,. Ich habe versucht, das vor der Nacht trocken zu wischen. Nach weiteren Stunden Regen kam es dann bei starken Windstößen zu den Schauern in die Matte. Ob sich dabei Feuchtigkeit von der Innenseite gelöst hat oder von außen zusätzliches Wasser eingedrungen ist, ist unklar. Jedenfalls war es nicht viel und da es die letzte Nacht war und ich einen KuFa-Schlafsack benutzt habe, zu tolerieren. Am Morgen lagen große, angewehte Blätter auf dem Tarp, keine Ahnung, ob das Wasser an diesen Stellen eindringen konnte.

    Bei der Abspannung habe ich die vollen 2m der Schnüre genutzt, man könnte die natürlich noch länger wählen. Dann hängt die Fläche aber noch flacher und das Tarp hängt noch mehr durch.

    Bei Superfly, Minifly und Co über der GE hatte ich das Problem bisher nicht, allerdings auch selten 2 Regennächte hintereinander. Die sind allerdings auch aus Sil-Poly.

    Jedenfalls traue ich der Sache mit dem SilPolytarp nicht mehr und werde bei Regentouren DCF wählen.

    4 Mal editiert, zuletzt von noodles (1. November 2023 um 12:26) aus folgendem Grund: SilPoly statt Nylon

  • Moin,

    bei starkem Regen gepaart mit starkem Wind wird immer ein wenig Feuchtigkeit unter das Tarp getragen wenn es nicht komplett geschlossen und bis zum Boden abgespannt ist..........

    Bei starkem Wind und Sternenklarem Himmel am Strand, weht der Wind z.B. oft die Gischt mit unters Tarp und man schaut nach oben und wundert sich wo all das Wasser herkommt 😄😳

    Dazu kommt, die bei Regen meist hohe Luftfeuchtigkeit, die an der Innenseite des Tarps kondensiert und im Inneren irgendwann abtropfen kann.

    Dazu kann aufsteigende Boden Feuchtigkeit kommen, die auch an der Tarpunterseite kondensiert.

    Dann kann bei starkem Regen noch Spritzwasser ein Grund sein, was von unten gegen die Hm spritzt wenn das Tarp nicht ringsum bis zum Boden abgespannt ist.

    Nicht vergessen sollte man eindringendes Wasser über die Aufhängung wenn keine potenten Abtropfmöglichkeiten gegeben sind.

    Auch Atemfeuchtigkeit und die Ausdünstungen feuchter Klamotten unter dem Tarp können Ursache für Kondensation und späteres abtropfen sein...........

    Meist ist eine feuchte/nasse Hm das Ergebnis mehrerer oben genannter Ursachen..........oder die Wasserflasche in der Ridgeline Tasche ist undicht?! alles leider schon erlebt 😊

    Bei Mehrtagestouren mit viel Regen und Wind ist es m.M.n. fast unmöglich, ohne Trocknungsmöglichkeit, sein Schlafequipment, egal ob in der Hm oder im Zelt auf Dauer trocken zu halten......deshalb schwöre ich ja bei solchen Bedingungen auf Kunstfaser oder Wolle, die dann auch seeehr feucht noch einigermaßen warm hält 👍

    Wer seine feuchtes Schlafsetup tagsüber in einem wasserdichten Packsack packt, wird die Situation natürlich in der nächsten Nacht auch nicht verbessern können...........

    Wenn ich im Vorfeld meiner geplanten Tour weiß, dass solch üble Wetterbedingungen zu erwarten sind, dann packe ich Overkill Kunstfaser/Wolle ein und sch......e auf UL ...........Hauptsache ich schlafe gut😴🙂

    In diesem Sinne........

    Gruß von der Ostsee

  • Hmm, lag das Tarp vielleicht - mit oder ohne Last - auf der Ridgeline auf?

    Das konnte ich einmal als Ursache identifizieren, als es bei mir plötzlich unter den Tarp tropfte. Dachte auch erst, dass das Tarp irgendwo Undichtigkeiten hat.

    Als ich dann genauer nachschaute, merkte ich, dass ich beim Aufbau nicht drauf geachtet hatte, dass das Tarp leicht auf der Ridgeline auflag. Gerade bei Regen spannt man ja gerne möglichst tief ab, da passiert das leicht.

    Das Aufliegen hat ausgereicht, dass es dort Feuchtigkeit durchdrückte - und als

    Tropfen an der Ridgeline materialisierte.

    Andersrum, wie bei den Blättern von außen hab ich das auch noch nicht gehört oder erlebt - das wäre ja fast ein Experiment wert!

    Oder könnte es derart hohe Luftfeuchtigkeit gegeben haben, dass das selbst in der Höhe eines Hängematten Tarps noch innen hängen bleibt und irgendwann bei Böen tropft?

    Das ist mir am Boden schon oft so gegangen, aber in der Hängematte noch nicht - besser belüftet, höher etc. aber wer weiß... :/

  • Ridgeline für Tarps verwende ich nicht (mehr), ich spanne mit Trucker Hitch oder LineLocs ab. Bei der Crosshammock hänge ich das Tarp mit Gummiloops in die Daisychain ein und sichere mit toggles (Äste). Das kann es nicht sein.

    Möglich ist, dass die Firstnaht entweder nie oder jedenfalls die letzten 5 Jahre nicht mehr abgedichtet worden ist. Ob ich das mal gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Man sieht jedenfalls keine Spuren mehr von Nahdichter. Das könnte es gewesen sein. Ob da aber soviel Nässe rein kommt, dass es sprayt, halte ich eher für unwahrscheinlich. Es scheint jedenfalls so, dass SilPoly irgendwann von beiden Seiten mit Nässe vollgesogen ist. Wie auch immer: DCF ist da sicherer.

    Luftfeuchtigkeit war natürlich hoch, der Waldboden auch unterm Tarp immer naß.

    Einmal editiert, zuletzt von noodles (1. November 2023 um 12:27) aus folgendem Grund: Silpoly statt Nylon

  • Frage zu den zusätzlichen TieOuts am Minifly bzw. auch ganz allgemein:

    Wenn bei einer klassischen Tarp die beiden Stoffbahnen vernäht oder verklebt werden, dann wirkt das ja vermutlich gleichzeitig auch als Verstärkung. Ist es ein Nachteil, wenn die "Tarpridgeline" quasi nur aus dem Material selbst besteht? (im Hinblick auf die Robustheit) Oder spielt das eher keine Rolle?

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (1. November 2023 um 08:43)

  • Ridgeline für Tarps

    Ah sorry - ich meinte die ridgeline der Cross Hammock, das war's bei mir.

    Vielleicht ja auch wirklich multiple Ursachen - tarp eh schon nass, plus weiterer Regen plus Luftfeuchte plus ggf. Materialkontakt von innen und- oder außen als Nässebrücke - und die Ridgeline nicht dicht - und Wind tut dann für Spray sein übrigens...

    Würde mir daher nicht zu viel Kopf machen, was das Material angeht, sonst hätte man das ja hier auch schon öfter gehört.

    In Sachen DCF fand ich den Vergleich von Wilbert im UL Forum spannend - auch auf (nicht in) DCF kann sich erstaunlich viel Feuchtigkeit halten, je gebrauchter, desto mehr, hätte ich nicht erwartet!

    Nur ein Tarp...
    www.ultraleicht-trekking.com

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (1. November 2023 um 10:31)

  • Vergleich von Wilbert

    Interessant. Das für das Wintertarp verwendete Material war überigens ein 1,1 oz Silpoly XL von ripstopbytheroll. Ich habe mich also geirrt, kein Nylon sondern Silpoly ! Die schreiben dazu:

    one of the best waterproof ratings on the market for lightweight coated fabrics.

    Designed from the ground up by us, the custom woven XL width and enhanced waterproof coating combine to offer best-in-class coverage and protection from the elements.

    Mit dem Material bietet bzw. bot Cross Hammock das Tarp auch auf seiner Seite an. Ich habe das im TO-Beitrag geändert.

    6 Mal editiert, zuletzt von noodles (1. November 2023 um 12:24)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!