Kaufberatung zu einem Cumulus-Underquilt

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  • Moin,

    ich liebäugeln ja schon recht lange mit einem Cumulus Underquillt. Es wird wohl ein Selva 300 large.

    Jetzt hab ich aber noch irgendwie im Hinterstübchen, daß man da noch den einen oder anderen Extrawurst umsetzen lassen kann.

    Bei mir wäre das hydrophile Daune und den außen besser Wind- & Feuchtigkeit abweisender Stoff. Ich denke beides sollte sinnvoll sein?

    Jetzt kann ich aber gerade am Handy diese Funktion nicht sehen.

    Ginge das nur per Mail oder am richtigen PC?

  • sakura ja das geht nur per Mail. Mir wurde damals gesagt, das noch nicht alle Modelle im Konfigurator eingefügt sind. Einfach in die Mail schreiben was du haben möchtest, dann bekommst du ein Angebot.

    Aber bist du sicher das du einen Cumulus UQ willst? Mich hat die Aufhängung nicht überzeugt. Heute würde ich eher zu einem Khibu UQ greifen.

  • Bei mir wäre das hydrophile Daune und den außen besser Wind- & Feuchtigkeit abweisender Stoff. Ich denke beides sollte sinnvoll sein?

    Hydrophobe (!) Daune wird von Cumulus nur auf Nachfrage in Schlafsäcken und co eingesetzt (nur bei Jacken, die öfter Nass werden). Platzhirsche wie Western Mountaineering setzen sie gar nicht ein. Outdoor Service wäscht sie nicht. Das hat Gründe. Man liest häufiger, dass die Behandlung der Daune nur bis zum ersten Waschen gut funktioniert. Ich habe die Finger davon gelassen.

    Wasser abweisende Außenschicht funktioniert in beide Richtungen. Auch dein Schweiß wird nicht so gut abtransportiert. Auslüften dauert länger. Die Luft geht beim Packen langsamer raus. Bei meinem Custom Schlafsack habe ich die Fußbox Wasserabweisend gewählt, weil die im Zelt (er hat Jehova gesagt 😇) gerne mal mit der Nassen Zeltwand in Kontakt kommt. Bei Top oder Underquilt sehe ich nicht welchen Vorteil das bringen würde. Gerade ein Underquilt kriegt normalerweise nichts ab und wird auch mechanisch eigentlich null belastet, so dass ich da auf dünnen leichten Stoff gehen würde und das gesparte Gewicht lieber in die Daunenmenge investieren würde.

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  • Und was ich auch nicht wusste bis vor kurzem:

    Hydrophobe Daune verliert durch die Beschichtung etwas von ihrer Isolationsfähigkeit, da die ganz feinen Hährchen/Fäden/Verästelungen der Daune verkleben.

    http://www.outdoor-buddy.de

    Ich bin Youtuber und werde teilweise von Herstellern mit Produkten ausgestattet.

    Dazu zählen u.a. OneWind, Amazonas, TickettotheMoon, Khibu, GrueziBag, Cocoon

  • Und hydrophobe Daune ist nicht resistenter gegen Feuchtigkeit als unbehandelte Daune. Sie trocknet nur schneller, eben weil sich die Feuchtigkeit nicht in den verklebten feinen Häärchen festsetzen kann.

  • Und was ich auch nicht wusste bis vor kurzem:

    Hydrophobe Daune verliert durch die Beschichtung etwas von ihrer Isolationsfähigkeit, da die ganz feinen Hährchen/Fäden/Verästelungen der Daune verkleben.

    Man munkelt weiterhin, dass durch die Behandlung minderwertige Daunen “aufgepimpt” werden. Das funktioniert vermutlich durch Substanzen, die die elektrostatischen Eigenschaften verändern. Ähnlich den abstehenden Haaren, wenn man stark aufgeladen ist, erhöht sich die gemessene Bauschkraft. Diese wird bei “unbehandelten“ Daunen durch die besagten Hährchen/Fäden/Verästelungen erreicht. Parallel wird durch die Behandlung die natürliche wasserabweisende Beschichtung ersetzt.

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  • Und hydrophobe Daune ist nicht resistenter gegen Feuchtigkeit als unbehandelte Daune.

    Ich habe von wirklichen Outdoornerds schon mehrfach gehört, dass hydrophobe Daunen durchaus beeindruckend performen im direkten Vergleich. Bei Verwendung mit hoher Wahrscheinlichkeit für Nässe, Jacken z. B., haben sie durchaus Vorteile. Loft kommt schneller/hält besser auch wenn feucht. Das Problem scheint eher die Langzeitperformance bzw. Waschen, und fehlende Infos was da an Zeugs eingesetzt wird.

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  • Moin zusammen,

    ich besitze UQ'S und Schlafsäcke mit beiden Arten von Daunen, also beschichtet und unbeschichtet und muss sagen, dass die beschichteten bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit und/oder längerem Nieselregen bei mehreren Tagen am Stück, länger ihre Bauschkraft behalten und einfach schneller trocknen.

    Gruß von der Ostsee

  • Im UL Trekking Forum hat mal jemand einen Test mit zwei Daunenpackungen gemacht. Selbe Bauschkraft und Gewicht. Behandelt und unbehandelt. Die Wasseraufnahme war identisch, nur ist die behandelte Daune schneller getrocknet.

  • Im UL Trekking Forum hat mal jemand einen Test mit zwei Daunenpackungen gemacht. Selbe Bauschkraft und Gewicht. Behandelt und unbehandelt. Die Wasseraufnahme war identisch, nur ist die behandelte Daune schneller getrocknet.

    Was heißt denn Wasseraufnahme? Unter welchen Bedingungen? Wie gemessen? Wie war die Isolation bei gleichem Wassergehalt? Wie der Loft? Gepackt? Wie sehr komprimiert? Wie repräsentativ war die Daunenqualität für das was Hersteller einsetzen? Wie genau wurde gemessen? War die Daune frisch oder jahrelang vollgepupt? Welchen Einfluss hat das?

    So ein “Test” mag ganz nett sein um ein Gefühl dafür zu kriegen was man da in den Fingern hat. Aber ohne entsprechendes Prüfdesign, Messunsicherheitsbetrachtungen, etc. sagt so ein Test unter “Laborbedingungen” relativ wenig aus über das Verhalten in freier Wildbahn.

    Für mich persönlich (ich habe ein Prüflabor betreut) ist da die Praxiserfahrung von alten Haudegen wie wuppitom wesentlich aussagekräftiger als ein Wohnzimmerversuch. Aber das muss jeder für sich selbst bewerten und im Zweifel eigene Erfahrungen sammeln.

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  • Es wurden zwei Kissen die mit Daunen gefüllt sind verwendet. So welche wie man sie bekommt wenn man Daunen z.B. bei Extex bestellt. Ich such das nachern mal raus.

    Mal davon ab habe ich auch eigene Erfahrungen mit behandelten und unbehandelten Daunen.

  • Welchen UQ hast du denn bisher benutzt?

    Bei den Cumulus Sachen würde ich ggf. 20% Overfill bestellen.

    Hallo in die...

    ...mal wieder sehr hilfreiche Runde.

    Antwort auf Deine Frage Bikepacker: gar keinen. Oder wenn dann bisher einen synthetik Poncholiner.

    Der geht grundprinzipiell auch gut, hat aber natürlich mit 7l. ein Höllenpackmaß.

    Natürlich bin ich jetzt ein wenig hin und her gerissen.

    Soll ich, oder soll ich nicht?

    Nicht wäre einfacher, weil bestellen von der Stange.

    Wenn doch, die vermeintlichen Vorteile nutzen.

    Oder doch mal den von Kibu genauer anschauen?

  • Nein, habe ich nicht. Und den Selva 250 den ich damals hatte, ist schon lange verkauft.

    Ich besitze aber aktuell einen Kufa UQ von Khibu. Und der liegt einfach besser an als der Cumulus. Mit dem Cumulus hatte ich früher immer mal Probleme mit kalten Stellen, weil er keine sekundäre Aufhängung hat.

  • Finde die Passform von cumulus auch eher bescheiden und das es keine Tunnelzüge sondern nur so Schlaufen gibt für eine sekundäre Aufhängung ist ein echtes Manko. Finde das zb bei Hammockgear oder locolibre (und viele andere) wesentlich besser gelöst. Differenzialschnitt ist bei HG auch richtig gut...

  • Mal davon ab habe ich auch eigene Erfahrungen mit behandelten und unbehandelten Daunen.

    Deine Erfahrung wollte ich gar nicht in Abrede stellen. Im Gegenteil würde mich freuen, wenn Du sie teilst. :)

    Es ging mir mehr um die grundsätzliche Aussagekraft solcher “Tests”. Danke für den Link. Wilbo nennt es ja sogar selbst “pseudowissenschaftlich” 😇

    Mittagsfrost vllt in einen eigenen Faden verschieben?

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