Schneewittchen Tarp aus Polycro

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  • ich habe es probehalber an den Ecken eingerissen, nix passiert - mein Mann hat allerdings mit etwas mehr Kraft ein Stückchen Ecke abreißen können

    [...] Für stärkeren Wind ist es also sicher nicht geeignet

    Abwarten, mit verstärkten Ecken und ohne vorhandenen Einriss hat mich selbst polycro überrascht. Und wenn das hier tatsächlich dahingehend besser sein sollte, würde ich dem einiges zutrauen.

    Ich bin gespannt auf Eindrücke von jemandem, der mit polycro Erfahrung hat.

  • Ich gebe zu, ich war auch neugierig und habe mir das Zeug bestellt.

    Hier die Ergebnisse des Vergleichs mit Polycro

    Reißfestigkeit

    Ich habe von jeden Material einen Streifen in einer Breite von 2.5 cm geschnitten

    festgebunden und eine Kofferwaage drangehängt.

    Polycro reißt bei 1,9 kg

    XFoil bei 1,3 kg

    Punktierung

    nur haptisch gemessen,

    Ergebnis: Polycro hält besser

    Weiterreißfestigkeit

    halb eingeschnitten - ebenfalls nur haptisch gemessen:

    XFoil ist leicht besser

    Fazit: Keine Stabilitätsvorteile gegenüber Polycro, wird halt nur breiter geliefert.

  • Ich darf mir keine Tarps mehr kaufen. Ich darf mir keine Tarps mehr kaufen. Ich darf mir keine Tarps mehr kaufen. Ich darf mir keine Tarps mehr kaufen. Ich darf mir keine Tarps mehr kaufen. Ich darf mir keine Tarps mehr kaufen...

    Irgendwann muss ich mal einen Wohnungsflohmarkt veranstalten.

    Das vorgestellte Tarp wurde den ganzen Sommer immer wieder genutzt und hat bis auf eine Ecke bei Sturm und 2 kleinen Rissen wegen herabfallenden Kienäppeln gehalten. Die Stellen ließen sich reparieren.

    Beim ul Treffen auf der Burg Ludwigstein wollte ich ein gebasteltes Quick & Dirty Tarp auf dem Boden aufbauen. Schon beim abspannen ist die Hauptaufhängung ausgerissen. Die Verbindung hatte, anders als das Hängemattentarp, nur Erbsengrösse.

    OT Jetzt nutze ich den Rest als Unterlage, wenn ich im Lavvu zelte und in die Feuerschale schaue. Wie schade das diese Zeltform so gar nicht Hängemattentauglich ist...

    Bastelt mal fleißig Hängemattentarps. Die Transparenz, Gewicht und Packmaß des Material ist super. Eine gewisse Frustrationstoleranz ist dabei aber von Vorteil ;)

  • gewisse Frustrationstoleranz

    Na ja, das ist bei mir ja zumindest meist linear zum investierten Aufwand.

    Die einfachste Version mit ein wenig verstärken tieout Punkten hat man ja wortwörtlich in Minuten gebaut. Wenn es dann 'nur' ein, zwei Jahre Freude bereitet, geht das doch völlig in Ordnung.

    Da frustrieren mich Nähprojekte, die lange Zeit und viele Nerven kosten - und bei meiner nicht-Begabung an der Nähmaschine trotzdem meist suboptimal ausfallen meist viel mehr.

    Und - wenn es nicht das leichteste vom leichtesten sein muss, könnte man das tarp ha durchaus noch strukturell verstärken.

    Bei meinem damaligen Prototypen hatte ich mit Klebeband nicht gegeizt, weil ich mir noch gar nicht vorstellen konnte, dass das anders überhaupt hält.

    Da ich es für die Breite der 90° ja eh aus zwei Stücken geklebt hatte, war die Ridgeline aus Klebeband eh gut verstärkt.

    Und die Ränder hatte ich auch mit Klebeband umsäumt, da ich am ehesten einen Riss von einer Kante ausgehend als mitten in der Fläche erwarten würde.

    Da steigt dann der Aufwand wieder etwas, wobei ja auch noch völlig im Rahmen und für jeden mit zwei linken Händen machbar - aber dafür steigert es vermutlich ebenso die Lebensdauer.

    Und wenn es irgendwann tatsächlich Stellen hat, lassen sich die wir Du schreibst ja auch so leicht wie nur möglich einfach überkleben.

    Und wenn es iiiirgendwann auch dafür nicht mehr reicht, gibt es wie du sagst ja auch noch eine Unterlage her.

    Dann ist es noch unschlagbar günstig - und den Effekt der Transparenz bekommt man ja anders schlicht nicht, da hilft der übliche Ansatz, "Probleme mit Geld bewerfen" mal nicht weiter mangels Optionen.

    noodles - danke für's 'opfern'!

    Macht es denn überhaupt den Eindruck, als wäre das ein andersartiges Material?

    Polycro gibt's ja auch mehr und weniger haltbar. Aus welcher Quelle war denn deins?

    Das Ergebnis hätte ich nicht erwartet. Wenn die Folie explizit im Vergleich zu polycro und als polycro überlegen beworben wird, muss dem Verkäufer doch klar sein, dass er vor allem Interessenten anlockt, die mit Polycro vertraut sind und etwas noch besseres suchen.

    Wenn das nicht gegeben ist, ist Enttäuschung doch vorprogrammiert.

    Bastelst Du trotzdem eine Behausung draus? Oder gibt's jetzt ganz viele kleine, durchsichtige Weihnachtsplätzchen Tüten aus xfoil? ^^

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (2. Dezember 2023 um 09:47)

  • Macht es denn überhaupt den Eindruck, als wäre das ein andersartiges Material?

    Polycro gibt's ja auch mehr und weniger haltbar. Aus welcher Quelle war denn deins?

    Beide Folien fühlen sich ähnlich an, das XFoil ist irgendwie glatter. Das Polycro habe ich mal vor vielen Jahren bei TLS gekauft, bisher habe ich es aber nirgends breiter als einen Meter gesehen. Wo kann man das denn in verschiedenen Abmessungen kaufen?

    Ich wollte und will mir mit der Folie einen Regenponcho zusammenkleben nach meinen eigenen Konstruktionsvorstellungen.

  • ich denke, dass man zweimal 1,6m nebeneinander kleben muss, damit das Tarp breit genug wird. Dann sind 6m schon fast wieder wenig,, oder?

    Ach ja, haste Recht ...
    Im Baumarkt bekommt man die von Omorotschka beschriebene Folie Polycro, 1,5x4 m für 10 € ungefähr. Mit 2x davon kann man dann aber ein Hextarp basteln, mit ein bisschen doppelseitiges Klebeband. Hmm. Mal überlegen ...

  • Also wenn ich gerade nach der Tesa Folie bei meinem Baumarkt (Bauhaus) um die gar-nicht-mal-so Ecke schaue, kosten da ebendiese 4*1,5m 17€.

    Ich hab beim verlinken hier gar nicht mehr geschaut, was das Stormguard inzwischen kostet, war ja auch nicht die Frage und staune gerade auch über den Preis von inzwischen 25€.

    Ich habe dafür noch <10€ gezahlt. Das muss dieses 'Take back control' sein, Brexit galore!

    Aber es ist ja immernoch die doppelte Menge des Tesa!

    Der derzeitige Amazon Verkäufer nimmt <3€ Versand, ja. Möglich, dass es das Zeug auch woanders gibt - wen's interessiert, der möge suchen.

    Ich hab's nach all der Zeit nicht mehr im Kopf, aber ich meeeine, dass das Stormguard im Direktvergleich seinerzeit bei einigen im UL Forum bei Entdeckung des Materials auch etwas die Nase vorne hatte im Vergleich zum Tesa, aber auch hier, da mag die Erinnerung tauschen, wer mehr wissen will, muss sich mal durch die Archive graben.

    Die eigentliche Frage von noodles war ja auch eine ganz andere - die nach anderen Abmaßen.

    Und da ist die 12m² Variante halt eine der wenigen Optionen, die breiter sind (12 qm = 2 Bögen 2794 mm x 2133 mm).

    Das gossamer Gear 2P ist wie gesagt auf jeden Fall auch ein breiteres Stück - aber schon immer teuer teuer - UND mit teurerem Versand - und zudem nicht allzu gut verfügbar, wenn sich da nichts geändert hat.

    Adventureexpert fiele mir sonst noch ein, da gibt's zwar nur 1m Breite, aber dafür in der Länge Meterware - und mit Angaben zur Materialstärke und Flächengewicht.

    Je nachdem, was gebastelt werden soll vielleicht auch eine Option, wobei gerade nicht auf Lager.

    Polycro - Adventurexpert
    Polycro film by the meter. Suitable for ultralight ground sheets, some also make tarps from it. Good puncture resistance for its weight 19 micron thickness…
    www.adventurexpert.com

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (2. Dezember 2023 um 16:22)

  • Kennt sich da eigentlich jemand aus mit den verschiedenen Materialien? Polycro - Polycryo - Polyolefine - Polyethylen extrudiert :/ ( Rievekooche  Hammock Fairy ?)

    Aktualisierung: Habe gerade gelesen, dass Polyethylen und Polypropylen zur Familie der Polyolefine gehören.

    Oft werden Handelsnamen verwendet. In den Datenblättern (wenn welche existieren) kann man dann die Art des Kunststoffs erkennen. Ich habe früher Kunststofffolien blasextrudiert und auch monoaxial gereckt. Man kann aus dem gleichen Basismaterial wie zum Beispiel Polyethylene Folien mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften erstellen.
    Bei der Blasextrusion wird die Folie meistens quer und längs zur Blasrichtung gestreckt. Je nach Verhältnis hat man eine Folie mit wenig oder viel Dehnung zur Achsrichtung. Frischhaltefolie ist typischerweise wenig gereckt. Chipstüten haben eine Streckung in beide Richtungen. Monoaxial gereckte Folien haben eine eine sehr hohe Festigkeit in Längsrichtung und eine geringe Festigkeit (aber höhere Dehnung) im rechten Winkel zur Fertigungsrichtung. Diese Folien werden oftmals zu Kartoffelsäcken verwebt. Laminierte Folien sind recht störrig. Fühlen sich ähnlich an wie ein modernes Segel. Da ist aber noch mehr Gedöns rein laminiert.
    Eine Möglichkeit um die hohe Zugfestigkeit in zwei Achsen zu erhalten ist die Kreuzlaminierung. Das Verfahren ist aber recht teuer.
    Eine weitere Möglichkeit ist, im Extruder verschiedene Kunststoffarten in die Folie zu bringen. So kommt es nicht selten vor, dass man 5 verschiedene Granulate in eine Folie extrudiert.
    Das Wissen über die technischen Möglichkeiten ist ganz nett, aber man muß als Endanwender sehen, wo man eine Folie in geeigneten Dimensionen herbekommt.

  • Ich hänge hier mal noch zwei Bilder vom fertigen Tarp bei der ersten Nacht an (und nicht nur im Overnighter-Faden) - etwas Wind und Regen hat es abgekommen und sich dabei gut geschlagen. Der freie Blick in den Himmel ist einfach nur toll. Im Gegensatz zu Omorotschka habe ich die Ecken und die Mitten der kurzen Seiten mit Hartplastik verstärkt und noch Gewebeband drüber geklebt. Außerdem noch Gummiringe als Verbinder durch die mit einer Lochzange gestanzten Löcher geknotet. Gewicht mit Abspannschnüren: 128g, Maße: 3x1,6.

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