S. Auerteig einer meckert doch immer 😉🙈
Der offizielle Overnighter-Faden
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(Verfasst 23.7 Mittwoch)
Mittwoch ist immer mein freier Tag, wo ich versucht bin, immer wenn es passend ist,im Walde zu übernachten. Sollte der wind am morgigen Tag, am Mittwoch gut genug sein ,hatte ich beschlossen, dienstag nach den Feierabend um 23uhr,noch schnell in richtung Ostsee zu fahren,um morgens rechtzeitig den wind einzufangen.
Gestern war aber schon in Hamburg ab 18uhr Dauerregen.
Die riesige stehende Dauerregen wolke erstreckte sich ganz bis zur Ostsee.
Im klartext,die Nachtfahrt regnet es,beim Aufbau der HM wird es regen,die nacht wird verregnet sein und abbau wohl auch.Nachts im wald aufbauen hatte mich damals schon weniger gestresst als erwartet. Das grosse kopfkino blieb aus und ich konnte meine Emotionen,stand halten und umgehen.
Nun kommt noch der Dauerregen hinzu. Ich wollte alle Szenarien durchtesten,damit ich die Erfahrungen habe,um in notfällen(wie diese Situation)gewappnet zu sein.
Aufbau bei starken wind am see,nachts im wald und jetzt also auch nachts im wald bei regen.
Um bei guten wind,rechtzeitig auf dem wasser zu kommen, ist es mir wert,zumal ich die darauffolgende nacht nochmals im wald verbringen werde, da ich am nächsten tag, spät arbeite und das Tarp sowieso trocken werden muss.Aufbau war ok und die nacht auch,obwohl ich nachts wild träumte und es so laut aufs Tarp plätschterte,das ich ohrstöbsel benutzen musste. Normalerweise benutze ich im Wald keine Ohrstöpseln,da ich gerne wahrnehmen möchte,wenn sich Schritte jeglicher Art nähern.
Ungern blicke ich direkt in eine angeleuchtete Lampe eines Försters oder Jäger, der mich fragend auf ne Antwort wartet,was ich hier mache. Oder wenn die Wildschweine mein Hintern mit ne Trüffel verwechseln ,unter mir schnüffeln und grunzen,ich weiter vor mich hinträume..
Ausser der Wachsamkeit, ist es total schön die Geräusche der Tiere und Bäume zu lauschen.
Den darauffolgenden Tag war ich nur auf dem wasser ,bei super wind..
Der ganze Stress und Entscheidung hatten sich ausgezahlt.
Ganz so selbstverständlich war es die Entscheidung nicht. Vor der Autobahn bei der Hinfahrt, hatte ich am seitenstreifen angehalten,und überlegt" willst du echt bei dem wetter mit 50:50% wind ,dort hinfahren?!"
Das Universum meinte es gut mit mir.Aus 1 freien Wochentag, habe ich alles rausgeholt..
2 Nächte im friedvollen Wald. Geerdet und voller Spass, nachdem ich auf dem Wasser gewesen war,hänge in nun voller Zufriedenheit in der HM,um den text zu verfassen.
2 tage arbeiten und dann darf ich wieder in den Wald...
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Freut mich, dass Du Dich für das Abenteuer entschieden hast und nicht enttäuscht wurdest.
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Alta!
Tigermilk , Du musst mir mal Deine Spots verraten. Wo hängst Du da bloss immer ab?!
Ich könnte mal mitkommen, biete im Gegenzug eine Foiler-Fotosession an.

Du hast's drauf!
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biete im Gegenzug eine Foiler-Fotosession an.
Wat iss dat denn......🤔
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Alta!
Tigermilk , Du musst mir mal Deine Spots verraten. Wo hängst Du da bloss immer ab?!
Ich könnte mal mitkommen, biete im Gegenzug eine Foiler-Fotosession an.

Du hast's drauf!
Gerne! Dann hätten wir endlich die Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen.
Fotos beim Foilen ,als optische Erinnerungen,nehme ich auch gerne an.
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Ich musste erst mal googeln, was dieses Foilen eigentlich ist.
Wahnsinn! Tigermilk, zum nächsten Inseltreffen will ich Dich übers Wasser schweben sehen! -
... Nachts im wald aufbauen hatte mich damals schon weniger gestresst als erwartet. Das grosse kopfkino blieb aus und ich konnte meine Emotionen,stand halten und umgehen.
Nun kommt noch der Dauerregen hinzu. Ich wollte alle Szenarien durchtesten,damit ich die Erfahrungen habe,um in notfällen(wie diese Situation)gewappnet zu sein.
Aufbau bei starken wind am see,nachts im wald und jetzt also auch nachts im wald bei regen...Prolog
Tigermilk und ich sind auch privat im Kontakt und Austausch, was mir immer wieder eine Quelle von Inspiration und Anregung ist.
Seine neugierig-konsequente Vorgehensweise beeindruckt mich sehr.Ich bin wirklich kein großer Draussenhänger. In meiner Herkunftsfamilie habe ich keinerlei Camping-Vorbild, nur als Kind hatte ich mal ein Stoffzelt im Garten. Das musste man noch mit irgendeiner Flüssigkeit und dickem Pinsel imprägnieren.
Als ich am Welthängemattentag 2022 meine erste "richtige Hängematte" in Händen hielt, ahnte ich noch nicht, was damit alles möglich werden könnte.
Ein paar Draussenübernachtungen habe ich ja schon gemacht, sogar meinen ganz persönlichen frozen butt erlebt.
Schwerpunkt ist aber wohl, dass ich einfach kein Bett mehr habe und dauerhaft in der Hängematte schlafe. Wegen Schultern und Rücken.
Drinnen allerdings.Draussen mal so richtig vom Regen erwischt zu werden, keinen Rückzug zum Haus oder wenigstens zum Auto zu haben und alles sowohl trocken einpacken und dann noch irgendwie nach Hause transportiert bekommen zu müssen, war mir seit Beginn ein erschreckender Gedanke.
Schon beim wuppitom am Strand fordert (zumindest mich) heraus, das Zeugs sandfrei wieder einzupacken und auch noch alles zu Fuß bis zum Parkplatz zu bekommen. Wenn`s dann da auch noch regnen würde - nicht auszudenken.Ja, da bin ich vielleicht kompliziert. Oder ungeübt. Oder beides.
Andererseits: MUSS man das alles mitmachen, nur weil man Hängematten toll findet?der Versuch
Es ist Wochenende und ich hab keinen Plan. Shicewetter ist auch noch angedroht.
Na gut.Ich werd`s mal wagen. Ziel ist der Trekkingplatz Segeberger Heide.
Gelesen? "Offenes Feuer ist nicht gestattet"
Hier hamse gleich den ganzen Stubben abfackeln wollen.
Komoot führt mich wieder mal `ne ganz andere Strecke, gefällt mir aber gut.
Wiederholt kommen Regenschauer runter. Die Regenjacke lass ich irgendwann einfach an, nur die -hose landet immer wieder mal hinten unter dem Gummistraps vom Anhänger.
Mein Smartphone ist nicht wassergeschützt. Für`s Navigieren bei Regen unpraktisch. Ab und zu fummle ich`s also während der Fahrt aus der Jackentasche.
Nach knapp zwei Stunden und einem weiteren Regenguss vom feinsten erreiche ich den Segeberger Forst.Ja, in Schleswig-Holstein wird das nix mit legalen Übernachtungen im Wald. Und nach meinen Erfahrungen mit unserem örtlichen Jagdpächter beim (vom Bauern ausdrücklich erlaubten) Bogenschiessen auf einer freien Weide habe ich auch keinen großen Mut, es auszuprobieren.
Ich bin mir ziemlich sicher, den Trekkingplatz bei diesem Mistwetter ganz für mich allein zu haben.
Sieben andere Parteien haben sich aber schon eingerichtet. Ein Hänger, der Rest Zelter.Eine kurze Schauerpause nutze ich, mein SetUp aufzubauen. Diesmal beginne ich vorsichtshalber mit dem Tarp. Es tropft noch genug von oben aus dem Bäumen.
Hier zwischen diesen dicken Stümpfen habe ich im letzten Jahr gehangen, um Sternschnuppen zu beobachten.
Die Infrastruktur wurde weiterentwickelt.
Ich komme mit einem Backpacker ins Plaudern und wir vergleichen unser Gepäck.
Mir wird klar, dass ich wohl noch ziemlich am Anfang stehe...
Um sein winziges Einmannzelt beneide ich ihn nicht. Er kann nur rückwärts über die kleine Kopföffnung reinkrabbeln.
Näh, nicht mit mir. Um morgens die ersten Schritte tun zu können, bevorzuge ich Stehhöhe unter`m Tarp. Sonst ist der Rest des Tages für mich schon vor dem Frühstück gelaufen.Apropos essen. Will ich natürlich auch.
Ich bin weder ein großer Koch noch habe ich Bock auf den improvisierten Abwasch hinterher.
Vielleicht mangelt es mir auch wieder nur an Vorstellungskraft und Improvisationswillen.
Der Bikepacker hat frisch für sich zubereitet. (Wo steckt er das nur alles hin in seinen kleinen Taschen?)Ach egal. Immerhin passt meine Gaskartusche in meinen Topf mit rein, da hab ich schon mal mitgedacht.

Ach ja, und den DIY-Stuhl hab ich auch mitgenommen.
Es dämmert bereits, als das letzte Pärchen des Tages kommt und sie ihm beim Aufbau des offenbar nagelneuen Zeltes zusieht.
Schön ist es hier. Der Platz bietet wirklich genug Raum für viele.
Bei einsetzendem Regen renne ich vom Bikepacker zu meinem Camp zurück und knülle die nun nasse Fleecejacke in meine große Rolltasche. Tja, nun wird`s da wohl feucht drin werden. Und morgen stopfe ich da die Daunenquilts rein.
Sollte ich mir darüber jetzt Gedanken machen oder ist das eben so? Ich weiss es nicht.Es ist kurz vor zehn als ich mich in die Behaglichkeit meiner Hängematte zurückziehe. Draussen gießt es in Strömen und ich bin zutiefst dankbar, nicht in einem Zelt liegen zu müssen.
Leider pladdert es derart laut auf mein Tarp, dass ich in dieser Nacht gefühlt nur sehr wenig Schlaf finde. Öhrenstöpsel habe ich nicht dabei. Einerseits hab ich nicht so gern irgendwelche Stopfen im Ohr, andererseits höre ich mich dann immer extralaut selber atmen.
Stört beides.Aber schlafbrilleseidank geht es in den morgendlichen Dämmerstunden dann doch bis irgendwie kurz nach sieben.
Als ich müde zum Microcamp des Bikepackers rüberschiele, ist der schon auf und davon. Hoffentlich war er über Nacht nicht abgesoffen. Die dünne Isomatte hätte ihn ganz sicher nicht vor den Fluten gerettet.Es regnet nach wie vor. Ich verzehre die gestrige Stulle aus dem Brotbeutel, den ich nun zum Verstauen der tropfnassen Aufhängung von Hängematte und Tarp nutzen kann. Auch darüber hatte ich vorher nicht bis zum Ende nachgedacht. Gurte und Schnüre ziehen Wasser, und das nicht zu knapp.
An der Buche läuft`s im Bächlein herab.
Meine Abtropfschnüre aus altem Baumwollfaden haben einen gute Job gemacht.
Was daran noch vorbeilief, wurde von der Gurtschlaufe nach unten abgeleitet.Also schön langsam und mit Bedacht alles einpacken. Die Physik ist ebenso zuverlässig wie gnadenlos und alles sollte in der richtigen Reihenfolge geschehen. Sonst liegt am Ende irgendwas im Dreck oder wird nass. Oder, schlimmer noch, beides.
Zu guter letzt rein in die Regenklamotten und schon mit Helm auf dem Kopf noch das Tarp in die SnakeSkins bergen. Das nasse Knäuel wird nachher dann ganz aussen auf die Tasche von Hänger gestopft.Etwa zwei Stunden strampele ich dann im windigen Dauerregen wieder mit dem Rad nach Hause.
Ich nehme den mir bekannten Weg, das Handy will ich zwecks Navigation auf keinen Fall hervorholen.
Sonntagmorgens ist kaum Verkehr, da kann ich ruhig auch ein paar größere Straßen fahren.
Ankommen ist heute das Ziel.
Die Füßlinge der Regenhose sind ein Segen.
Zum Glück ist es warm genug, dass ich keine kalten Hände kriege.
Den Stehkragen der Jacke sollte ich künftig unter`s Kinn klemmen, sonst läuft mir der Regen durch den Bart am Hals zur Brust herunter.Alles nicht schlimm heute, denn es ist mild. Zum Glück.
Zuhause ziehe ich direkt den Gartenschlauch vor`s Haus und spritze mein komplettes Gespann noch einmal ab.
Alles total verdreckt, also warum nicht die Gelegenheit nutzen.Noch in Regenklamotten hänge ich das klatschnasse Tarp im schmalen Verandakeller auf. Da macht`s nichts, wenn ich nochmal nass werde.
Dann rein mit dem ganzen restlichen Zeug - und erstmal einen heißen Cappuchino aufsetzen!

Fazit
Okay, ich kann`s. Bei Regen campen, meine ich.
Jetzt habe ich das mal bewusst so provoziert und auch alles hinbekommen.
Das nimmt der Überraschung schon den Schrecken.Aber es ist auch kompliziert, aufwändig und will wohl bedacht vonstatten gehen. Von der "Nacharbeit" mal ganz zu schweigen.
Und ich konnte auch nach dieser Nacht wieder nach Haus zurückkehren. Nicht auszudenken, wenn ich jetzt noch ein paar Tage unterwegs vor mir hätte.Nein, ich werde wohl möglichst ein Genusshänger bleiben. Aber immerhin hab ich`s versucht und nicht immer bloss befürchtet.
Herrliche Grüße
jenshelge -
Mein Held

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Mein Held

Same,same...

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Moin,
sehr schöner Bericht 👍
Auf dem Platz Segeberger Heide hat sich leider seit Corona und einem Sturm 2020 leider einiges zum negativen geändert

Es stehen dort viel weniger Bäume als vor dem Sturm, Feuer machen ist nicht mehr erlaubt und bei meinem letzten Besuch dort lag leider auch viel mehr Müll im Umfeld des Platzes herum als vor Corona.......
Ps.
Wenn du die Abtropfschnüre mehrfach so eng wie möglich um die Gurte wickelst (z.B. als sehr strammer Prusik Knoten), dann blockieren diese noch besser herunter laufendes Wasser

Gruß von der Ostsee
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ich werde wohl möglichst ein Genusshänger bleiben
Mir geht`s wie dir! ich schlafe auch jede Nacht zu Hause in der HM und wenn draußen, dann primär auf Campingplätzen. Und wenn das Wetter dann richtig mies ist hänge ich die HM halt nicht draußen, sondern im Auto auf... denn mit lauter nassem Kram unterwegs sein macht mir nicht wirklich Freude.
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... denn mit lauter nassem Kram unterwegs sein macht mir nicht wirklich Freude.
Ich sehe es als Herausforderung ,das der Kram nicht nass wird,während man unterwegs ist. Das Tarp darf mal nass sein,denn es ist ein sonnen/regenschutz.
Stimme aber 100% zu ,das es kein spaß bring und sich grosse sorgen breit machen,wenn das schlafequitment nass wird.
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Diemal bin ich mit dem Rad ,zum ersten mal zum Festival gefahren, mit dem HM setup im Gepäck.
Ausgelegt, das ich tagsüber auf dem Gelände mein Fahrrad abschließe und abends wieder in wald schlafe.
Andere,vorige Festival war ich nicht sicher, ob Bäume in der Nähe waren und hatte als Backup ein Zelt noch mitgenommen auf der fahrt mit Bus.
Tagsüber hatte ich immer wieder Ausschau nach passenden Bäumen gehalten,während man das Dasein auf dem Festival mit Musik und Feiern zugange war.
Diesmal habe ich bewusst, nur noch das HM setup mitgenommen, um
ein ruhigens Klima gesucht,abseits von redenen Nachbarn mit lauter Musik.
Etwas umständlich war die Tatsache, das ich jede Nacht aufgebaut und tagsüber abgebaut hatte,da ich meine Sachen nicht alleine im Walde stehen lassen wollte. Aber einige Festivals bietet eine gute Struktur, das ich zukünftig es stehen lassen kann.Meine neue Liebe..
Ich werde dir immer treu bleiben und du wirst mich sicher und zuverlässig zu meinen Zielen und Träumen bringen...Neben der Faszination der Landschaft,verziehrt mit feinen Details ,endecke ich an den Feldwegen die zahlreichen Sträucher vom Brombeere, Birnen, Pflaumen oder reifen Mirabellen,die zum ernten einladen. Eine sündige süsse Freude.
Eindrücke von der Kreativität..
Ein Baum mit grosser Narbe aus einer schlimmen Verletzung. Aber das Leben sucht sich sein Weg...
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Das sieht nach einem tollen Festival aus!
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Ja,das Fest war super und wird fürs nächste Jahr definitiv im Kalender und mit Urlau markiert.
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Ich musste erst mal googeln, was dieses Foilen eigentlich ist.
Wahnsinn! Tigermilk, zum nächsten Inseltreffen will ich Dich übers Wasser schweben sehen!Das wäre echt der Hammer.
Ich hatte beim Inseltreffen auch schon grosse Augen bekommen,als ich bemerke,das am see eine surf und wingschule ist.
Hatte auch das Equipment im Auto gehabt,da ich die tage davor noch auf der Ostsee auf dem wasser war.
Einen Wingfoiler hatte ich auf dem Inseltreffen in wasser dümpeln gesehen . War leider zu wenig wind.
Offtopic off..
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Warum stopfst du denn deine nasse Jacke in den Beutel, in den du morgens deinen Quilt/Schlafsack packen willst? Das ist mir irgendwie nicht schlüssig?!?!
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Damit sie über Nacht nicht noch feuchter wird.
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ein Wow zur Aussicht!
-Tarp hängt ziemlich hoch, HM tief, hast du da noch Luft unterm Hintern, wenn belastet?
-Ist das ein Dutch Biner an der Aufhängung?
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