Wie bereits angekündigt möchte ich hier ein bisschen von meinen ersten Erfahrungen mit der Cross Hammock berichten.
Den ersten Eindruck habe ich ja bereits in Faden "Was hast du heute gemacht" mitgeteilt.
Letzten Samstag hatte dann sowohl das Wetter und somit auch ich Lust auf die erste Liegeprobe in der Hängematte.
Also ab in den "Vorgarten" und aufgebaut:
Klappte alles problemlos. Auch das erste Hineinsetzen funktionierte auf Anhieb, dank der Videos von Cross Hammock .
Und wie ich da so lag viel mir direkt das "andere" Schaukeln auf. Trotz noch belasteter Nebehöhlen durch meinen Infekt empfand ich das Schaukeln als angenehm.
Als nächstes bemerkte ich den leichten Druck an Kopf und Füßen. Ich wurde bereits darauf hingewiesen, dass ich mit meinen 188cm im oberen Grenzbereich der Körperlänge für diese Matte liege und mit diesem Druck zu rechnen hätte. Mit der Isomatte in 78x25 inch (Big Agnes Rapide SL) als strukturgebendes Element empfand ich den Druck aber nicht störend. (ein Test ohne Isomatte steht noch aus)
Doch eine Frage kam auf:
Wie isoliere ich in kalten Nächten am geschicktesten meine Füße, wenn ich doch die Schlafsackisolation platt drücke?
An sich kein großes Problem, da ich eher ein Seitenschläfer bin und dabei gerne die Beine anwinkel. Evazote und Aluluftpolster habe ich für Versuche noch im Haus.
Wenn ich auf dem Rücken liege werde ich mittig auf der Matte zentriert. Auch die Beine rutschen von selbst zusammen. Meine Arme fallen seitlich von der Matte, und das obwohl ich wahrlich nicht zu den Personen mit breitem Kreuz gehöre. Also auch hier werde ich vermutlich im Winter durch Kleidung oder Evamatte für zusätzliche Isolation sorgen müssen.
Als ich da so eine Weile lag bemerkte ich, dass die Isomatte gar nicht mehr so prall gefüllt war. Kein Wunder, nachdem ich sie bei Zimmertemperatur gefüllt habe und anschließend nach draußen geschleift habe. Also schnell den Pumpsack geschnappt (der in seiner Funktion weit schlechter da steht, als mein alter aus Silnylon von SeatoSummit). Da hatte ich schon mein erstes "Learning", die Isomatte mit dem Ventil zur Fußseite in der CrossHammock zu positionieren, sonst wird das Aufblasen vermutlich unnötig umständlich.
Jetzt waren auch die Probleme, mit dem Druck an Kopf und Füßen und den herunterfallenden Armen, zumindest reduziert.
Ein Vergleich zu einer Matte mit Querrippen fände ich spannend. Ich schätze, dass sich meine jetzige Matte in der Verformung in Querrichtung zwischen den längs- und den quergerippten Matten plazieren würde.
Ich habe anschließend noch probeweise ein Tarp mit 2,4x2m über die CrossHammock gelegt. Die Breite von zwei Metern deckt wunderbar die beiden Knoten der Evoloops rechts und links ab. Die Knoten wirken vermutlich gleichzeitig wie driplines. (?) Die Länge des Tarps ist aber für ein regensicheres Abhängen durchaus ungeeignet. Die Füße würden mit Sicherheit nass...
Ein Durchforsten des Internets nach passenden Tarps hat ergeben: Entweder bei Cross Hammock bestellen, oder selbst Hand anlegen. Mal sehen ob ich die Muße habe an meinem derzeitig nur herumliegenden Tarp noch einen Meter Nylon und 4 Schlaufen anzunähen, nachdem ich die BlackFriday Aktion knapp verpasst habe.
Das wäre zumindest ein guter Grund endlich mit einer Nähmaschine in Kontakt zu kommen.
Zum Abschluss hier noch Bilder vom Wiegen der Cross Hammock Protection (in 1.6oz Hexon mit fest angenähtem Netz) und der zugehörigen DaisyChain.
Alles in allem bin ich super zufrieden. Ich freue mich über die "Probleme" die sich ergeben haben, so kann ich in Zukunft noch weiter Ausprobieren und Dazulernen.
Die Verarbeitung erschien mir, wie beim ersten Aufhängen auch schon, einwandfrei. Auch die hängemattenfremden Mitbewohner bestätigten das.
Ich melde mich hier wieder, wenn ich etwas ergänzen kann ![]()