Erfahrungen zu Isomatten für kalte Winternächte

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  • Hallo zusammen,

    ich bräuchte einmal euren Rat. Und zwar Plane ich im Februar eine 4-5 tägige Tour in Polen/Bayern (je nach dem wo Schnee liegt) zu machen. Ziel ist auf jeden fall im Schnee zu übernachten. Da ich jedoch letztes Jahr bereits bei +4 Grad einer sehr kalte Nacht erlebt habe (damals noch ohne UQ) wollte ich mich dieses mal deutlicher besser vorbereiten.

    Als Grundlage habe ich bisher als Hängematte die DD Frontline XL (mit Isomattenfach), als Schlafsack einen Defense 4 und als UQ ein Carinthia HUQ 180. Meine Überlegung wäre jetzt noch eine Isomatte zu kaufen um eine noch bessere Isolierung von unten zu haben.

    Im Internet bin ich auf folgende Isomatte gestoßen: KLYMIT - Insulated Hammock V - Isomatte

    Konnte aber leider nicht viele Praxiserfahrungen finde. Kennt sie von euch jemand und kann dazu was sagen?

    Ansonsten wäre ich über Vorschläge und Tipps sehr dankbar oder auch über Feedback ob dies überhaupt sinn macht.

    Edit: Gewicht und Packmaß spielen eine untergeordnete Rolle.

    Grüße,

    Thorben

    Einmal editiert, zuletzt von Hammock Fairy (16. November 2022 um 10:24)

  • Hammock Fairy 16. November 2022 um 10:24

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ich habe mit dem Design von Klymit Isomatten in der Hängematte schlechte Erfahrungen gemacht. Durch die durchgeschweißten Kammern wurde die Wärme schnell abtransportiert. In einer lauen Juninacht habe ich mit der Insulated Static V Lite™ Isomatte (wurde damals mit einem r-Wert von 4.4 beworben) gefroren und bin zur Therm-a-Rest ProLite Plus (r-Wert 3.2) gewechselt. Ich denke, dass die Klymit Isomatten am besten auf dem Boden funktionieren, weil die Luft unter der Isomatte dann nicht zirkulieren kann.

    Wenn du auf eine Isomatte in der Frontline XL bestehst, würde ich dir eine extra breite Evazote Matte empfehlen. Bei Extex kann man 1 m breite Platten kaufen und sie dann auf die gewünschte Größe zurechtschneiden.

  • Moin,

    Ich nutze meine DD Frontline XL überwiegend als Hängematte mit Hund.........denn die Frontline XL wird aus doppellagigen Polyester Stoff mit sehr wenig Dehnung genäht. Einmal kann sich Hund Molly auf den dehnungsarmen Stoff besser bewegen und die Doppellage bietet mehr Schutz vor Mollys Krallen.

    Mit der Frontline XL zusammen verwende ich meistens mein Snugpak Underblanket ( für mich Komfort Bereich = +5°C mit UQP). Wird es kälter lege ich zwischen UQP und Underblanket noch ein passendes Stück Alu-Luftfolie.........diese reflektiert einen Großteil deiner Körperwärme zurück in den UQ. Diese Kombi bringt mich bis in den leichten Minusbereich. Wird es noch kälter verwende ich einen 2. Underquilt (z.B. DD Underblanket oder Carinthia HUQ180) das bringt mich dann bis ca. -10°C Komfort Temperatur.

    In der Hängematte liegt noch Mollys Schaffell auf dem ich auch noch mit meinem Hintern liege.

    An Isomatten habe ich solo schon die Exped Synmat 7LW, meine EVA Gr.L Isomatte und eine zurecht geschnittene 200x80x1cm Yogamatte in der Frontline XL benutzt. Das geht irgendwie alles mehr oder weniger gut aber ohne Isomatte, nur mit UQ, liegst du deutlich bequemer und kannst fast die komplette Größe der Hm nutzen. :thumbup:

    Anstelle der Klymit Isomatte würde ich mir eher einen 2. UQ besorgen. Entweder gleich einen richtigen Winter UQ oder falls nicht ins Budget passend, einen zweiten 3 Season UQ für unter deinem Carinthia HUQ180. Mit einem 2. 3 Jahreszeiten UQ liegst du auf jeden Fall etwas günstiger als mit der Klymit Matte.

    Ein Underquilt Protector bringt auch ein paar Grad zusätzlich.............ebenso Wärmflasche oder Heatpacks :)

    Gruß von der Ostsee

  • Ich habe mit dem Design von Klymit Isomatten in der Hängematte schlechte Erfahrungen gemacht. Durch die durchgeschweißten Kammern wurde die Wärme schnell abtransportiert. In einer lauen Juninacht habe ich mit der Insulated Static V Lite™ Isomatte (wurde damals mit einem r-Wert von 4.4 beworben) gefroren und bin zur Therm-a-Rest ProLite Plus (r-Wert 3.2) gewechselt. Ich denke, dass die Klymit Isomatten am besten auf dem Boden funktionieren, weil die Luft unter der Isomatte dann nicht zirkulieren kann.

    Wenn du auf eine Isomatte in der Frontline XL bestehst, würde ich dir eine extra breite Evazote Matte empfehlen. Bei Extex kann man 1 m breite Platten kaufen und sie dann auf die gewünschte Größe zurechtschneiden.

    Ah ok, gut zu wissen.

    Von der breite her sieht das so aus als könnte man Static V Lite in den Schlafsack rein legen. Macht das sinn oder geht der wärmende Effekte durch das durchhängen beim liegen in der Hängematte so verloren? Und wärmt eine Evazote Matte wirklich so gut? Hätte ich nämlich nicht vermutet.

    Ja das mit dem zweiten UQ hab ich hier schon häufiger gelesen. Hatte aber die Hoffnung mit der Isomatte günstiger weg zu kommen und sie evtl. für andere Zwecke mit nutzen zu können. Aber so wirklich positives habe ich über Isomatten auch nicht gefunden, deswegen ist der UQ vlt. wirklich die bessere Option.

    Viele scheinen gerade was Winter UQ angeht auf die Cumulus UQ zu schwören. Gibt es da noch alternativen zu?

  • Krieg's nicht mehr en Detail zusammen, aber klymit testet den R-Wert jedenfalls nicht nach dem üblichen verfahren. Deren Werte gelten allgemein als viel zu hoch angesetzt.

    Alternativen gibt es etliche, tar x-therm wäre meine Empfehlung, exped hat auch einiges im Angebot.

    Ob das allerdings in deiner Hängematte so funktioniert, darfst Du selber herausfinden, Zweifel sind angemeldet.

    In der 90° Matte klappt das sehr formidabel :)

    Viel Erfolg

  • Moin,

    Bei der Frontline XL musst du gut aufpassen..........durch die beiden Gestängebögen passt nicht jede UQ Form richtig gut drunter.

    Ich würde einen möglichst rechteckigen UQ empfehlen den du dann durch 4 angenähte Schlaufen an die Gestängebögen Aufnahme Gurte befestigen kannst damit der UQ nicht verrutschen kann...........ich poste morgen mal ein paar Fotos.

    Ein UQ im Wooki Design passt schlechter an diese Hm........

    Sehr gut passen Snugpak Underblanket, Carinthia HUQ180 und z.B. DD Underblanket........in Verbindung mit deinem bereits vorhandenen HUQ180 und vielleicht noch ein UQP sollte das bis zwischen -5°C und -10°C ohne zusätzliche Isomatte reichen.

    Gruß von der Ostsee

  • Bei Klymit rechnen sie so, dass die "Löcher" mit Schlafsack gefüllt werden....also mit Topquilt eher mau.

    Ich hab diesen Sommer auf meiner Insulated V mit Topquilt mit Comf 10'C bei ca 10'C in langer Wäsche nicht gefroren.....im Zelt...mit Schlafsack hab ich sie bis 5 Grad benutzt ohne zu frieren, war mit Schlafsack bis ca. 5 Grad....

  • @treegirl

    Wenn du auf eine Isomatte in der Frontline XL bestehst, würde ich dir eine extra breite Evazote Matte empfehlen. Bei Extex kann man 1 m breite Platten kaufen und sie dann auf die gewünschte Größe zurechtschneiden.

    Eine gute Idee von @treegirl. Aus den EVA Reststücken kann mann ein Sitzkissen machen, das auch als Windscutz für den Kocher dient. Oder besser noch, mit diesen Stücken einen Segmented Pad Extended bauen.

    Die TAR Ridgerest in der Gr. L ist auch gut. Die Faltschaumstoffisomatten würden irgendwann reisen an den falten, nicht sofort aber irgendwann.

  • Vielen dank für eure Antworten.

    So wie ich das hier raus lese ist eine Isomatte in der Hängematte nicht gerade Optimal.

    Die Idee mit den Evazote Matte hört sich interessant an. Ich denke dazu werde ich mir noch ein paar Gedanken machen.
    Ansonsten wird es dann wohl auf einen Winter UQ hinauslaufen.

    Ansonsten wird es dann wohl auf einen Winter UQ hinauslaufen. So wie wuppitom schreib, sollte der UQ dann eher Rechteckig sein. Welche Modelle gibt es da die auch speziell für den Winter sind (-5 - 10C°). Kenne da eigentlich nur die Cumulus und Wookie die ja leider von der Form nicht optimal sind

  • Was ist das denn? Gibts da ein deutsches Wort, aus dem man auf den Gebrauch/Nutzen schließen kann?

    Flügel, die entsprechend der eigenen Anatomie fixiert werden, also dort wo du breiter bist. Jeder sieht ein bisschen anders aus.

    hqdefault.jpg

    Bezüglich des Fixierens der Flügel ist EVA sehr anspruchslos. Ich habe nichts genäht, sondern Löcher rein gemacht und mit dünnem Schnur gearbeitet. Für die Löcher habe ich eine glühend heiße Fahrradspeiche benutzt. Zange nicht vergessen und auf Ventilation achten. Es ist was für Menschen, die gern Basteln, aber es funktioniert wirklich. Mit EVA kann man unglaubliche Sachen machen. Für Inspiration und Tips wie man das Zeug schneidet, klebt und mit Hitze förmt, kann man die Copsplay-Welt anschauen.

    Einmal editiert, zuletzt von 22kN (17. November 2022 um 12:46)

  • Welche Modelle gibt es da die auch speziell für den Winter sind (-5 - 10C°). Kenne da eigentlich nur die Cumulus und Wookie die ja leider von der Form nicht optimal sind

    Moin,

    Gute Winter UQ'S Hersteller gibt es ja mittlerweile einige.........nur sitzen die meisten davon in den USA. Das macht einkaufen durch den fälligen Zoll/Steuern/Transportkosten Aufschlag ziemlich teuer.

    Möchtest du denn auf Dauer bei deiner Frontline XL bleiben oder spielst du schon mit dem Gedanken vielleicht mal etwas anderes zu probieren?

    Denn dann würde es nicht viel Sinn machen einen UQ speziell für die Frontline XL zu suchen/kaufen der dann evtl. nicht gut unter eine andere GE Hm passt. Durch die Gestängebögen ist die Frontline XL halt ein wenig "schwieriger"..........

    Wenn Kohle und Gewicht aber keine Rolle spielen kannst du dir bei den bekannt guten Herstellern (z.B. Hammock Gear, Enlightened Equipment, TrailHeadz Hammock, Simply Light Designs und die dir schon bekannten um mal ein paar zu nennen), einen perfekt passenden UQ aus Daune oder Kufa nähen lassen?!

    Von den UQ'S die ich bisher mit der Frontline XL benutzt habe ( HG Incubator, DD und Snugpak Underblanket, Diy Kufa UQ, Carinthia HUQ180) passt der Snugpak und der Carinthia am besten. Mit beiden zusammen plus UQP komme ich je nach körperlicher Verfassung bis max. -10°C Komfort Temperatur. Beide sind rechteckig bzw. Eiförmig/Rechteckig und mit 145cm recht breit geschnitten. Manche UQ'S sind im Torso Bereich breiter als im Fußbereich..........die passen eher weniger gut unter die Frontline XL.

    Den Trail Winder von SLD gibt es auch als symmetrische Ausführung..........mit zusätzlich 4 angenähten Gummiband Schlaufen für die Gestängebögen Halterungen sollte der z.B. sehr gut passen.

    Ich würde auf jeden Fall einen extra wide UQ für die Frontline XL nehmen............du kennst ja die Ausmaße der Frontline XL ^^

    In dieser Hm liege ich auch im Gegensatz zu einer regulären Gathered End Hängematte nicht so diagonal sondern mehr horizontal ...........finde ich persönlich bequemer.

    Du könntest auch die Gestängebögen zuhause lassen......... dann hättest du eine 10ft lange und 180cm breite GE Hängematte und könntest so z.B. auch einen Wooki in Regular verwenden.

    Aber Vorsicht: Daunen verlieren bei mehreren Tagen am Stück in nasskaltem Wetter oft ein wenig an Loft und sind manchmal (je nachdem wieviel Feuchtigkeit in den Daunen ist) in der letzten Nacht nicht mehr ganz so warm wie in der ersten Nacht. 

    Also wenn neu kaufen, dann am besten einen UQ mit Temperatur Reserve und einer Füllung aus Wasserabweisend behandelten Daunen oder halt Kufa.........

    Da du ja in deinem Anfangbeitrag geschrieben hast dass Gewicht und Packmaß keine große Rolle spielen wäre es wohl am einfachsten/günstigsten zusätzlich unter deinem Carinthia noch ein Snugpak Underblanket und Underquilt Protector zu hängen..........wenn wir jetzt mal bei einem Setup ohne Isomatte bleiben.

    Ich hoffe ich habe deine Entscheidung durch meine "Tipps" jetzt nicht noch schwieriger anstatt leichter gemacht....... :/ ^^

    Hier mal noch ein paar Fotos von der Frontline XL und Snugpak Underblanket mit angenähten Gummiband Schlaufen..........

    Gruß von der Ostsee


  • Vielen dank für deine Ausführliche Antwort. Du hast es mit auf jeden fall leichter gemacht ^^

    Werde mir sicher mal den Snugpak Underblanket (ist ja quasie ein UQ Protector oder nicht?) anschauen und in Kombination mit der Evazote Matte + Alu-Luftpolsterfolie !? (hoffe das macht sinn) ausprobieren. Kosten sind dann ja sogar noch geringer als mit der von mir genannten Isomatte.

    Ich danke euch allen schonmal für eure hilfreichen Antworten :thumbup:

    Einmal editiert, zuletzt von Thorben (17. November 2022 um 14:52)

  • nun heute ist mein letzter Tag in diesem Forum das Thema Isomatte in der HM hat mir hier unerwartet eisig entgegen geblasen und hab so die Entscheidung für mich getroffen.

    Dir, für Dein Tour, viel Erfolg.

    Für mich geht es in die Richtung: RidgeRest Classic also eine 100% Polyethylen Schaummatte. Ich denke von der Struktur passt die gut. In der Größe, Regular = 183x51cm also eher klein. An den Beinen reicht die Breite gut und an der Schulter ist eh jede zu schmal.

    Dazu nehmen die Probleme, mit der Breite der Matte zu, weil die sich ja um den Körper wickelt und gleichzeitig durchhängt, wird sie oben mehr Fallten.

    Eine weitere Isomatte (eine dünne ca. 0,6cm) hab ich diagonal geteilt, daraus entstehen die Verbreiterungen, aber nicht einfach gerade, sondern schon mit einer Rundung nach unten. Du verstehst, die Verbreiterung wird annähernd senkrecht nach oben klappen, während die Isomatte unten der Rundung und so der natürlichen Form der HM, folgt. Die Verbreiterung bekomm auf der gerundeten Seite einen Saum (Sofflappen, ging gerade noch mir Nähmaschine) mit großen Druckknopfen, die Isomatte (unten) das Gegenstück, als Verbindung. Nein die stören nicht und öffnen sich nicht (man liegt etwas drauf). Die Verbreitung wird bis zu ca. den Knien immer schmaler und endet da auch.

    Die Isomatte hat im Schulterbereich auf der Unterseite, kleine Applikationen aus Antirutschgewebe um das Wandern zu minimieren.

    Leider liegt das ganze bei mir erst als "Prototyp" vor, und ist über Probeliegen noch nicht raus, schaut aber gut aus. Man muss einfach den richtigen "Schnitt" erwischen, dann passen sich die "Verbreiterung" gut und ohne große Falten ein.

    Die Seite braucht, so denk ich, nicht so stark sein, hier wird die Isolierung des Schlafsack nicht so sehr gedrückt. Du bist natürlich schon extremer (viel extremer als ich) unterwegs dazu kommt das Packmaß von etwa zwei Isomatten (also drei Teile).

    Und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass das so nicht's für Dich ist, hat man wenigstens darüber nachgedacht.

    Gruß und Schluss

    w.

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