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  • Am Stoff kann es durchaus liegen, Es ist der klassische ExTex Hammockstoff, der Riss ist entlang einer Schusslinie.

    Diesen Stoff habe ich ein einziges Mal benutzt - für meine allererste Querhängematte, die übrigens (vielleicht aus Nostalgiegründen) noch mein Avatarbild ziert. Er ist für Querhängematten denkbar ungeeignet, weil beim Querhängen die Hauptbeanspruchung auf den Schussfäden liegt - und die sind laut Angabe beim Extexstoff fast um ein Drittel schwächer ausgelegt als die Kettfäden (Kette 630N / Schuss 410N).

    Wenn ich richtig sehe, ähnelt dein Modell jetzt mehr der Amok Draumr als einer Querhängematte mit Schnüren. Was wiegt denn das Ganze?

  • Dann die Seillängen 2x längs auf den Stoff einer 2m breiten GE-HM angezeichnet, die geschwungenen Kanten nachgezeichnet und abgeschnitten, die beiden 2m breiten Teile 90 Grad gedreht und mit je 3cm Doppelfalz und je 4 Nähten am Querkörper links und rechts vernäht. Hält bombenfest.


    Den Bereich unter den Knien musste ich nachträglich noch mal je 6cm enger fassen, einfach am Falz noch mal umgelegt und 4mal drüber genäht, jetzt ists auch da perfekt angenehm = kein Kniekissen nötig.

    Die Tunnelzüge der blauen HM habe ich direkt wieder genutzt, also Endless loops durch zur Aufhängung an Karabinern.

    wow was für ein Bericht und das liest sich so schnell und einfach :D

    Hattest du auch darüber nachgedacht an statt dem Rechteck mit Whipping, ein Dreieck (wie bei der Draumr) zu machen? Als Vorteile sehe ich: man spart Gewicht und die gemessene Länge wird nicht durch das Whipping beeinflusst. Als Nachteil sehe ich die Belastung auf dem Material (insbesondere an der Spitze).

    Tolles Projekt <3

  • Hattest du auch darüber nachgedacht an statt dem Rechteck mit Whipping, ein Dreieck (wie bei der Draumr) zu machen? Als Vorteile sehe ich: man spart Gewicht und die gemessene Länge wird nicht durch das Whipping beeinflusst. Als Nachteil sehe ich die Belastung auf dem Material (insbesondere an der Spitze).

    Die Belastung in der Spitze, und der Umstand, dass ich mit dem Tunnelzug praktisch schon fertig aufgestellt war. Ich denke, gewichtsmässig nimmt sich das nicht viel, da Amok ja mit verstärkten Spitzen ausgleicht. Am Ende muss sich die Last bei jeder "Belastung" (Einsteigen etc.) möglichst breit auf den Stoff verteilen, da ist m.M. Gathered End unschlagbar, der Stoff hat bis in die Spitzen hin immer die volle Breite zur Lastaufnahme zur Verfügung, und kann dadurch vglw. dünn sein.

    Hier noch paar Updates, nicht unbedingt sehr schick geworden aber geht fürs erste:

    Täschchen für Mobiltelefon etc. an der Seite:

    seitlich hängende Schuhtasche, kollisionsmeidend und tropfunbedenklich = seitlich raus aus dem Schlafbereich:

    Stillleben mit o.g. Taschen, Rückenverstellung und Kopfkissen:

    Nun auch mückendicht verschnürte Dachspitzen:

    LG Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

  • Hab noch mal gewogen:

    inklusive der Taschen, Rückenverstellung und des Kissens bin ich jetzt bei (EDIT) ca. 970g. Mit Baumgurten und kleinen Karabinern dazu bin ich also knapp unter oder vergleichbar mit dem Draumer-Gewicht.

    Die reine GE-Querhängematte inkl. Mückennetz war wie gesagt sogar deutlich leichter als die Draumer. Hat dann aber auch weniger Features.

    Ob man die Rückenverstellung braucht und ob man da noch leichtere Gurte oder Whoopies nehmen könnte, überlasse ich eurer Fantasie. Ich hatte die noch rumliegen.

    Die Gurtschliesser waren übrigens von meinen Ortlieb-Fahrradtaschen recycelt, deren Schweissnähte weniger aushalten als meine Singer-Traditions-Nähte und ExTex Rippstopp-Nylon!

    Dieser Tag ein Leben!

    Einmal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (14. September 2022 um 06:54)

  • Hab mir mittlerweile eine ordentliche aufblasbare LW-Isomatte gekauft, und zwar eine Querkammermatte https://www.warmpeace.com/?ACTION=DETAIL…006026200102090. Ich finde, die folgt der vorgeformten Längskrümmung besser und stabilisiert gleichzeitig quer recht gut.

    Interessanter Weise liegt es sich locker aufgepumpt angenehmer als fest, und die Querstabilisierung bleibt dennoch erhalten.

    Ich hatte (mangels Auswahl im günstigen Preissegment) eine Matte mit erhöhtem Kopfteil gewählt, was im Sitzmodus den Kopf auch besser stützt, im Liegemodus war mir der Kopf auf Dauer aber etwas zu hoch. Jetzt habe ich einfach mal probiert, das Kopfteil unter die Füße statt unter den Kopf zu legen (die Erhebung stützt nun die s.g. Achillesferse), das ist (wenn locker aufgeblasen) nahezu perfekt...

    Dieser Tag ein Leben!

    2 Mal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (17. September 2022 um 14:15)

  • Schnell noch im finnischen Hobby-Paradies ein 3mx3m-Günstig-Tarp gekauft und zum 2mx3m-Quer-HM-Tarp umgenäht:

    Beim Schlafen in der Nacht (und Nachprüfen am Morgen) hab ich dann noch erfahren dürfen, dass man die Isomatte mit der "warmen Seite" nach oben legen sollte. Offenbar ist die Kunstfaserisolation nur auf der oberen Seite innen angeklebt, anders herum fällt sie dann in sich zusammen(?).

    Es sind bei mir momentan 9°C draussen, die richtige Seite nach oben scheint noch OK zu isolieren, anders herum wars kalt letzte Nacht...

    Im Vergleich zu einer Marken-Matte mit R-Angabe ~3,5 K•m2/W scheint mit 80g/m2 auch deutlich weniger Isolationsfasermaterial verarbeitet zu sein. Das erklärt sicher den günstigen Preis. (Fragwürdig aber der R-Wert?)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (18. September 2022 um 10:48)

  • Moin,

    Manche Hersteller geben einen R-Wert bei dem man gerade noch nicht erfriert an.........anstatt einen Komfortwert.

    Aber ein tolles Projekt das du dir da zusammen genäht hast :) :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Falls du noch eine Standard EVA-Matte o.ä. irgendwo rumliegen hast könntest du sie noch unter deine aufblasbare legen?!

    Gruß von der Ostsee

  • hangloose

    Ja das dachte ich mir auch schon. Und war ja auch ein bewusst preisbetonter Kauf, also richtig überrascht war ich jetzt nicht. Das Set geht vorraussichtlich ins Sommerhaus und bleibt dann dort. deswegen wollte ich nicht gleich viel Geld in eine Winter-taugliche Isomatte investieren.

    wuppitom

    Jep, teste ich das nächste Mal auch noch...

    EDIT: Ja geht gut, etwas fummelig die sich einrollende Evazote noch drunter zu bekommen, aber einmal drinnen passt es und bringt mich sicher bis an die Frostgrenze! :thumbup:

    Danke!

    Dieser Tag ein Leben!

    Einmal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (20. September 2022 um 19:10)

  • Uiii, mit einer schmalen Aufblasbaren zur Versteifung und einer 9cm Schaumstoff-Gästematratze obendrauf wirds erst richtig zum Himmelbett. (Wenns mal nicht auf Gewicht ankommt.)

    Folgende Verbesserungen würde ich ggf. bei einer nächsten Version vornehmen:

    Den Rücken und Kopf noch weiter runter, um noch gerader liegen zu können. Da ich eine Rückenverstellung habe, kann ich da sicher noch mehr wagen.

    Hintern-Kuhle und Knieunterstützung etwas mehr (5-10cm) in Richtung Kopf.

    Im ganzen Bereich Rippstopp statt mit FS-Seide kombiniert, dazu ggf. eine Quernaht im Oberschenkelbereich statt zweier Längsnähte links und rechts.

    Im Fuss- und Ellbogenbereich werde ich noch steife Schaumstoff-Isolationsplatten einarbeiten, v.a. damit im Sommer die Mücken nicht durchstechen, wo meine Extremitäte anliegen. (Aber das kann ich natürlich schon bei dieser hier vornehmen...)

    Den Gummizug im Fussbereich habe ich bereits entfernt. Bringt keinen wirklichen Nutzen aber komprimiert den Daunen-Fussack unnötig...

    Dieser Tag ein Leben!

  • War wieder fleißig - Tieferlegungs-Stoffdreiecke für den Rückenbereich:

    Kann nun also auch "richtig flach" liegen, also Kopf und Füsse auf gleicher Höhe. Hab gerade Mittagsschlaf drinnen verbracht, sehr bequem!!!

    Die vorherige Halb-Liege-Sitzposition geht immer noch genau so gut, dank Gurtverstellung innen (siehe vorherige Beiträge).

    Die größte Herausforderung war, die Stoffdreiecke zur Tieferlegung so einzunähen, dass keine lokalen Spannungsüberhöhungen entstehen, v.a. im Übergangsbereich an den Dreiecksspitzen, da man dort die Säume irgendwie "auslaufen" lassen muss, und alles ja unter meiner Last halten muss. Scheint mir aber ganz gut gelungen zu sein.

    Schwierig war auch, von dem unbändigen Wulst an verschiedenen Stoffen, Schnüren und Reissverschlüssen nichts ausversehen mit einzunähen.

    Im obigen Bild kann man die Liegepositionen vorher/nachher erahnen, Kopfbereich = rechts im Bild. Die größte "Absenkung" der eingebrachten Dreiecke ist ungefähr 20cm.

    Da ich das Mückengitter am Kopf sowieso um einen 20cm Streifen erweitern musste, hab ich den Bereich des hinteren Durchgreif-Reissverschlusses (zum Eintüteln der Isomatte) auch gleich noch rausgetrennt und spiegel-verkehrt (bzw. spiegel-richtig) wieder eingenäht - jetzt bekomme ich den RVS auch von aussen leichter geöffnet... ;)


    Dank der zwei neuen Quernähte sieht man auch viel besser die schön geschwungene Signaturlinie des Reißverschlusses, eben genau so, wie ich es wollte!

    Eines noch habe ich gelernt:

    Wenn man sich die rechte Daumenkuppe beim Abfackeln von Schnürenden verbrennt, sind danach Beiträge im Forum eine echte Tortur, an der Händietastatur einzutippen!!!

    Dieser Tag ein Leben!

    8 Mal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (1. Oktober 2022 um 15:07)

  • … und schon sieht keiner mehr die schiefen, sorry, die außergewöhnlichen Nähte der Hängematte. ^^

    Schön zu sehen, wie sich Dein Projekt entwickelt und wie Du uns teilhaben lässt. :thumbup:

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    Einmal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (10. Oktober 2022 um 18:25) aus folgendem Grund: Hier war ein „mehr“ zuviel.

  • Riippumatto-Joerg Wo hast Du denn den schönen Reflex-Stoff her?

    Meine bessere Hälfte und ich haben lange Zeit Reflex-Jacken getragen.

    Inzwischen finde ich sie jedoch extrem unsicher, weil der Auto- oder Radfahrer durch die Reflex-Jacke von seinem eigenen Licht so geblendet wird, dass er so gut wie gar nix mehr sieht. Außerdem ist das Zeugs bei Tag so mausgrau, dass man es kaum sieht.

    Momentan trage ich eine CRS-Jacke von Proviz, die nicht ganz so dolle blendet, dafür aber auch im Hellen auffällig ist. Vorteil: Man sieht mich, aber ich blende halt nicht zurück. Manchmal trage ich auch eine einfache Warnweste mit ein paar Reflex-Streifen.

    Ich nutze die Reflex-Streifen-Reste von alten Warnwesten, um meine Hängematte oder den Weg dorthin zu markieren. Das funktioniert selbst mit einer Mini-Kopf-Funzel auch noch nach ein paar Bier am Laberfeuer.

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