Kanutour durch Schwedens Nordmarken

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  • Ich bin zurück von einer einwöchigen Kanutour mit 4 Freunden in Schweden. Wir haben dazu eine Tour bei Scandtrack gebucht, durch die uns, neben der An- und Rückfahrt fast alles, was man an Gear und Verpflegung braucht, gestellt wird. Wir waren vom 14.05.2022 bis 21.05.2022 in Schweden in der Region Nordmarken unterwegs.

    Dabei hatte ich einen selbstgenähten UL-Rucksack und meine ebenfalls selbstgenähte HM. Beides hat sich auf der Reise bewährt und ich war während der Reise sowie auf der Hin- und Rückfahrt froh, minimalistisch und kompakt gepackt zu haben.

    Der Rucksack hat während den Kanufahrten in einem gestellten wasserdichten Rolltop-Packsack Platz gefunden. Auf den kommt es bei einer Kanufahrt nicht wirklich an. Ich wollte ihn dennoch schon mal dabei haben, um ihn für eine geplante Wanderung in Frankreich zu testen.

    Wir haben immer auf Inseln übernachtet, auf denen es meist Shelter, in diesem Gebiet "Danos" genannt, gibt. Ich habe immer geeignete Hängeplätze gefunden und jede Nacht in der Hängematte verbracht, während meine Mitreisenden Zelteten oder die Daños nutzten.

    Kurz vor der Reise habe ich nicht nur den Rucksack, sondern auch ein Half-Bug-Net fertiggenäht. Es war allerdings Nachts noch recht kalt und auch windig, sodass uns keinerlei Stechmücken geplagt haben. So hätte ich gar keinen Mückenschutz gebraucht.

    Besonders die Insel Bärön hat mir mit ihren Stränden und Klippen gefallen, von denen aus Sonnenauf und - untergang wunderbar zu beobachten waren.

  • Hallo Simsalabim,

    SEHR schöne Fotos !!!!

    Und gute Wahl mit der Reisezeit Mai z.B.

    Wir waren letztes Jahr Ende August am Östra Silen.

    Da ist normalerweise schon vieles ( Campingplätze) zu, aber durch Covid und eben Scandtrack und all die anderen Anbieter

    fürs " leichte " Reisen ist es eben total einfach geworden und teilweise grauslich überlaufen, vor allem mit Partygästen !

    Bis morgen 4 - 5 Uhr mit Pillen und jede Menge gegröle.

    haengemattenforum.de/cms/attachment/66770/


    Viele Grüße

    Moch

  • Wow, super Bilder. Das ist auch echt mal ein Traum von mir sowas zu machen!

    Hast du Lust noch etwas genauer zu schreiben was an Gear und Verpflegung mitgeliefert wurde? Und mich würde auch interessieren was da so eine Woche kostet?

    LG

    zaag

  • Wow, super Bilder. Das ist auch echt mal ein Traum von mir sowas zu machen!

    Hast du Lust noch etwas genauer zu schreiben was an Gear und Verpflegung mitgeliefert wurde? Und mich würde auch interessieren was da so eine Woche kostet?

    LG

    zaag

    Hey zaag, dafür kann ich dir die Website von Scandtrack nahelegen. Hier ist das ziemlich genau beschrieben: https://www.scandtrack.com/kanutouren_auf…leistungen.html


    Hey Moch, das war bei uns wirklich um einiges entspannter. Ich hoffe du hattest trotzdem eine gute Zeit.

  • Als wir letztes Jahr in Varmland paddeln waren haben wir ein etwas älteres Pärchen getroffen, die zuvor bei Scantrack waren. Die haben ebenfalls berichtet, dass Scantrack eher n Partyurlaub war, wo horden Junger Kerle mit Bierkisten in die Boote gestiegen sind.

    An der Stelle möchte ich direkt Werbung für unsere Verleiher machen. Mitten im nirgendwo, die Nordroute ist recht wild und einsam, die Südroute ist im Naturschutzgebiet einen Fluss entlang, toll für Familien.

    Canoe Tours - Varmlandsgarden
    Varmlandsgarden: Canoe Tours
    www.varmlandsgarden.com
  • Wow, super Bilder. Das ist auch echt mal ein Traum von mir sowas zu machen!

    Aber pass auf das dich die Realität vor Ort nicht einholt! Ja, die Landschaft ist ein echter Traum und die Bilder lassen einen in Träumen der einsamen Wildnis Schwedens versinken. Allerdings ist es vor Ort mittlerweile tatsächlich eher tragisch traurig.

    Die offiziellen DANO Plätze, welche von Gruppen mit mehr als 4 Personen genutzt werden müssen gleichen eher dem Acker nach dem Hurricane Festival als der Wildnis. Da wächst nach vielen Jahren des Massenimports kein Strauch mehr. Kein Stöckchen Feuerholz ist mehr zu finden und keine Blaubeere mehr zu pflücken.

    Die Hetzjagd auf den nächsten freien Platz beginnt bereits nach dem aufstehen und wird nur überschattet von den Unmengen an Kanus welche Tag für Tag an einem vorbei ziehen.

    Die Hauptreisezeit startet schon im Mai und dauert den ganzen Sommer.

    Das einzige Argument, welches Scandtrack m.M.n interessant macht, ist die komplette Ausstattung mit Equipment für Anfänger und die Anreise für Leute ohne eigenes Kfz. Man bekommt quasi alles gestellt und braucht bloß die eigenen Anziehsachen. Busse sammeln in vielen Deutschen Städten die Leute ein und karren sie über Nacht nach Schweden. Klassenfahrtfeeling inklusive.

    Wer bereits eigene Ausrüstung vorzuweisen hat sollte sich selbst einen Gefallen tun und einen großen Bogen um diesen Veranstalter machen....und um die Hauptreisezeit....und um die Orte, an denen Scandtrack zu Hause ist...und um die Seen welche daran grenzen ;(

  • Also noch vor ein paar Jahren ging die Welle erst nach Mittsommer los — dann aber fast wortwörtlich: Die Lager spucken plötzlich dutzende Boote aus, die sich über die Seen ergießen...

    Wir hatten sowohl mit dem Timing als auch mit den Touris, die wir tatsächlich am Platz getroffen haben, Glück; aber die schiere Menge an Alurümpfen, die an einem Platz auf ihren Einsatz gewartet haben, war schon besorgniserregend.

  • Bei uns war es Ende Juli, Anfang August ebenfalls etwas abgegrast, Brennholz haben wir bei den Portagen am Straßenrand gesammelt, Blaubeeren gabs in Hülle und Fülle und die Lagerplätze / Inseln hatten wir immer für uns allein.

    Ich denke, die leute hier im Forum haben die nötige Ausrüstung - viel brauchts ja nicht: Zelt / HM, Kocher, Kleidung. Boot, Tonne und Wagen gibts bei den Outfittern und Essen lässt sich bei der Anreise besorgen. Das Scantrack scheint halt wirklich all-inclusive zu sein - mit entsprechendem Publikum.

  • Ja, All-Inclusive — was afaik ein großes Problem ist: Die Essenstonne ist voll mit Dritte-Wahl Nahrung, komplett aus Deutschland (zumindest war das damals bei einer Gruppe, die wir getroffen haben, so).

    Dass heißt, die Urlauber lassen kaum Geld im Land; ob Kanuvermieter, Busfahrer oder Supermarkt: Schweden legt drauf, die Profite landen woanders.

    Ich hoffe wirklich sehr, dass Scandtack in den letzten Jahren was für den Ruf deutscher Touristen getan hat, denn wenn die Schweden irgendwann die Schnauze voll haben, war's das vielleicht mit Urlaub in der Region.

  • Die Essenstonne ist voll mit Dritte-Wahl Nahrung, komplett aus Deutschland (zumindest war das damals bei einer Gruppe, die wir getroffen haben, so).

    Dass heißt, die Urlauber lassen kaum Geld im Land; ob Kanuvermieter, Busfahrer oder Supermarkt: Schweden legt drauf, die Profite landen woanders.

    Genau das ist ja das Problem, wieso sie so einen schlechten Ruf genießen. Vor Ort bleibt nur das Geld welches über DANO-Karten abgerechnet wird und grölende Jugendliche. Wenn die wenigstens ihr Lebensmittel dort kaufen würden. In Bengstfors ist ja alles vorhanden. Aber ich denke das kommt alles aus DE mit hoch gefahren.

    Es ist ja auch kein Problem für Leute die ihre eigene Ausrüstung haben es auf eigene Faust zu planen. Wir waren schon einige viele Male zum Kanufahren dort und es hat immer hervorragend ohne die Buskolonne funktioniert. Frederikshavn - Göteborg mit dem eigenen PKW ist eine sehr günstigste Route da hoch.

    Über E-Mail Kanus gebucht und das Geld ist beim örtlichen Campingplatz bzw dessen Kanuverleih gelandet. Ach mensch, da wird gleich das Fernweh wach. Eine letzte Tour über den Östra Silen in den Vänern See soll es noch mal geben. Dann haben wir ein Großteil des Gebietes da oben befahren und es reichen die schönen Erinnerungen :love:

  • Hast Du einen schönen Tourenvorschlag?

    Wie viel Zeit habt ihr denn?

    Ihr könntet nach Kräkviken hoch fahren, an der Südseite des Vestra Silens und den Svärdlangen umsetzen (Naturschutzgebiet, Zelten nur auf den offiziellen Plätzen!) runter in den Laxjön und wieder zurück nach Bengtsfors. Kanuwagen nicht vergessen!

    Alternativ könntet ihr bei mehr Zeit bis Gustavsfors hoch und noch etwas Zeit im Silen verbringen. Wie rum ihr fahrt würde ich vom Wind am Starttag abhängig machen. Der ist auf den Riesen Seen nicht zu unterschätzen, sowohl von der Gefahr, als auch von der Anstrengung her.

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