Wie bereits letztes und vorletztes Jahr habe ich auch in diesem Sommer an einer "Ostseekreuzfahrt" auf Katamaranen teilgenommen. Diesmal hatten wir allerdings im Vergleich zu den Genusstouren der letzten Jahre etwas rauhere Bedingungen. Auch das eigentliche Ziel, die Umrundung Rügens, haben wir diesmal nicht erreicht, weil einfach der Wind nicht mitspielte.
Los ging es für mich diesmal auf Hiddensee, wo ich mir wieder einen Hängplatz oberhalb des Strandes im Kiefernwald gesucht habe.
Da uns von den letzten Jahren das Mückenproblem gut in Erinnerung war, habe ich für die diesjährige Unternehmung eine Mückenfestung mit den Maßen 5m x 3m x 2m genäht, die sich als ein wahrer Segen herausstellte. 29 m Moskitonetz, das entspricht knapp 45 m2 Fläche, wurden dafür verarbeitet. Das Gewicht liegt bei ca. 1 kg, aber leider ist das Packmaß recht groß (Wassereimer).
Darunter kommen ohne Schwierigkeiten 10 Leute unter, aber man braucht auch mindestens 4 Leute, um die Konstruktion aufzustellen.
Am nächsten Morgen ging es bei anfangs noch gutem Wind los in Richtung Rügen. Die Boote waren diesmal übrigens keine Hobie Cats, sondern Topcats, also etwas kleinere, aber dafür schnellere Modelle. Wie sich herausstellen sollte, waren sie für die zum Teil heftigen Windverhältnisse der kommenden Tage nicht so gut geeignet.
Am ersten Segeltag allerdings schlief der Wind schon bald ein - und wir mit.
Am Abend haben wir gerade mal Danske erreicht, Hiddensee war hinten noch in Sichtweite. Ich habe wieder die für mich optimalste Hängeposition eingenommen - zwischen den Masten der Katamarane.
Am nächsten Morgen wachte ich sehr unsanft auf, denn einer der beiden Evo-Loops ging unvermittelt auf - und ich lag mit meiner Matte im Sand. (Davon berichte ich noch in einem gesonderten Faden.)
Fortsetzung folgt...