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  • Ich bin auf der Suche nach einem Regenrock, der aus so stabilem Stoff ist, dass ich ihn nachts unter der Hängematte als Footprint nutzen kann. Mit Footprint meine ich eine kleine Plane auf dem Boden, auf der man die Schuhe ausziehen kann, etc.. Dementsprechend muss der Stoff ein paar Steine, Nadeln und was halt so rumliegt abkönnen, soll aber dabei so leicht wie möglich sein. Damit sind die UL Dinger, die ich bisher gefunden habe raus. Und es wird wahrscheinlich auf selbst nähen (lassen:S) hinauslaufen. Nur was für Stoffe nehm' ich da? Und kann mir jmd. Tipps für den Bund geben? Klett geht mit dem Dreck nicht zusammen. Druckknöpfe sind auch nicht optimal. Tunnelzug und Gummiband?

    Danke vorab!

    Offline ist am schönsten!

  • Polycro wäre die leichteste Option. Gibt Unterschiede in der Haltbarkeit. Das Gossamer Gear hält bei mir schon ewig.
    Unter der Hängematte ist das Groundsheet ja nicht belastet wie wenn man drauf liegt - wahrscheinlich müsstest Du es entweder beschweren oder die Ecken mit Tape verstärken und Ösen oder Loops vernähen zum fest staken im Boden. Hab sogar mal ein Tarp draus gemacht mit Loops, hat lange gehalten und ist nicht daran kaputt gegangen.
    Regenrock daraus dann eher wie ein Saunahandtuch um den Wanst wickeln - und mit einer Kordel fest machen.
    So sehr ich das Ansinnen eines kleinen, sauberen, sicheren Vorgärtchens verstehen kann, wäre es mir im Tradeoff die daraus resultierende steigende Komplexität, vor allem, wenn Befestigung nötig wird - mehr Zeug, mehr Aufbau etc. dann in der Praxis nicht wert und mir reichen da dann doch meist die Schuhe - und sei es nur drauf stehend, um diese Rolle zu übernehmen.

  • Ich habe noch einen Zpacks Rain Quilt in L, in dem ich leider letzte Woche ein kleines Löschlein reingebrannt habe. Mein Favorite.

    Ab Montag zu haben, falls Du Interesse hast. Ein kleines Stück Gaffa-Tape drauf, fertig.

  • Trotz Matte Glatze

    Nachtrag: Zu leicht und dünn sollte ein Regenrock nicht sein, sonst kannst du ihn dir im Prinzip auch sparen, da der kleinste Windhauch dann dafür sorgt, dass du "unten ohne" da stehst, ergo "Thema verfehlt".

    Noch ein Wort zu Polycro ... ja, das ist die leichteste Möglichlichkeit, was das Basismaterial betrifft, aber um es einigermaßen nutzbar zu machen musst du so viel Tape draufkleben, dass der Gewichtsvorteil nahezu weg ist, darüber hinaus ist es mit den Tapeverstärkungen im Packmass deutlich größer als ein Regenrock aus Ripstop-Silnylon ... wobei wir hier von marginalen Größen- und Gewichtsunterschieden sprechen.

    Zaungast & Milchmädchenrechner

  • dünn ist wahrscheinlich egal, bei leicht habe ich das öfter schon gehört, wobei das wohl auch an der Wicklung liegen muss, denn wieder andere schwören drauf.
    Hab auch schon gesehen, das jemand ein paar Centstücke mit Klebeband am Saum unten angebracht hat, was angeblich geholgen hat.

    Hätte es dir besser gefallen, wenn ich geschrieben hätte "zu leicht und fipsig"?

    Hast DU es schon mal ausprobiert? Mit der Wicklung hat es nämlich recht wenig zu tun, denn da sind die Möglichkeiten eher begrenzt, sofern du auch damit laufen willst und dich nicht mit Geisha-Tippelschritten fortbewegst.

    Das mit den Gewichten im Saum ist natürlich die genialste UL-Idee ... ich nehme leichtes Material, damit es funktioniert verwende ich Zusatzgewichte und da es Münzen sind und ich sie zum Bezahlen verwenden kann sind sie Verbrauchsgüter, die nicht ins Baseweight reingerechnet werden :/ Geil, wieder was gelernt!:thumbup:

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  • Moin zusammen,

    Ich weiß gar nicht wie man überhaupt darauf kommen kann seinen Regenrock/Poncho als Fußmatte zu benutzen.?!

    Ich möchte auf jeden Fall vermeiden das mein Regenschutz irgendwie beschädigt wird und deshalb würde ich nie darauf rumtrampeln. Früher oder später holt man sich so garantiert mal ein Loch!

    Ein kleines Stück aus einer billigen Baumarktplane geschnitten erfüllt den Zweck genauso gut und wiegt nur wenige Gramm.

    Wenn ich wirklich keine Wahl hätte würde ich wohl gewachste Baumwolle als Stoff wählen. Aber die ist schwer. Da bist du mit einem halben Quadratmeter extra Plane oder einem Stück von einem Gartenabfälle Sack für den Boden wohl leichter unterwegs.

    Im Winter nehme ich gerne ein kleines Stück aus einer geschlossen zelligen Isomatte mit. Da kann man auch mal bei Frost mit Socken drauf stehen ohne dass man gleich am Boden fest friert.

    Gruß von der Ostsee

  • Ich weiß gar nicht wie man überhaupt darauf kommen kann seinen Regenrock/Poncho als Fußmatte zu benutzen.?!

    Ich möchte auf jeden Fall vermeiden das mein Regenschutz irgendwie beschädigt wird und deshalb würde ich nie darauf rumtrampeln.

    Ich nutze meinen Regenrock seit über 3 Jahren als Unterlagen zum darauf stehen, sitzen, liegen oder Ausrüstung trocken und sauber darauf abzulegen und habe noch kein Loch drin und wenn es doch mal passiert kommt ein Klebeflicken drauf und wenn zu viele Flicken drauf sind, dann darf er in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

    Das Billigteil von Lixada ist verdammt rubust :thumbup:

    ... mit einer 170€ Regenjacke würde ich das nätürlich nicht machen ... falls dein Regenrock/Poncho in diese Kategorie gehört ;)

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  • Jeder wie er möchte........ich würde es nicht machen egal wie teuer mein Regenschutz war. Passiert es nämlich doch einmal das man ein Loch rein bekommt und es dann beim weiter marschieren regnet könnte es recht feucht unterm Röckchen werden 😜

    Klar......Löcher kann man auch flicken. Sieht vielleicht in Schottland noch nicht einmal ungewöhnlich aus.

    Ich halte es auf Touren aber immer so: Schlaf Setup und Kleidung müssen unterwegs immer besonders geschützt werden.

    Weil, wenn davon etwas nass wird, kann es ziemlich unangenehm werden.

    Wenn ich hier am Strand oder einem Wäldchen in meiner Nähe rum dümpel kann ich immer noch einpacken und ab nach Hause. Irgendwo in der Pampa kann es schon schwieriger werden.

    In dieser Beziehung würde ich also lieber kein Risiko eingehen.

    Gruß von der Ostsee

  • Ich habe immer zwei/drei Patches Tenasious Tape dabei, die wiegen nix und man kann nahezu alles damit flicken und wie gesagt, bisher ist noch nie etwas passiert ... hängt halt auch immer ein wenig davon ab, wie man grundsätzlich mit der Ausrüstung umgeht; ich schau mir eben den Boden vorher an, bevor ich den Regenrock drauf lege ... ich habe auch keine Löcher in Rucksack, Zelt, Tarp, Jacke oder was auch immer ;)

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  • Hast DU es schon mal ausprobiert?

    Bisher nur behelfsmäßig, war ok so weit ich mich entsinne.
    Meist komme ich allerdings mit Poncho oder Schirm klar und habe weig Probleme damit, wenn die meist eh nackten Beinreste, die noch aus dem Poncho luken feucht werden...

    die genialste UL-Idee

    :D Warum wusste ich schon beim Schreiben, dass sowas in der Richtung kommt?
    Wenn schon, den schon - das Groundsheet wird zum worn item - raus aus dem Baseweight - 40g gespart! :evil:
    Und um mit Polycro (<50g) dann auch nur annähernd in die Nähe von etwa Tyvek (~200g) zu kommen, müsste man bei einem Gewicht von 2,3g/1ct und 16,25mm Durchmesser schon den kompletten Saum mit Centstücken umrunden ;)

    Nimmt man schwereres, ist halt die Frage, ab wann der Multiuse Gedanke nutzlos wird.
    Als Referenz: Polycro <50g, leichte Regenhose 70-80g, da ist nicht viel Luft für schwereres Groundsheet/Regenrock im Multiuse.

    btw. Tyvek, was ja oft als Alternative genannt wird, ist vor allem unter punktueller Druckbelastung - was das Anliegen des TO ist - alles andere als Wasserundurchlässig, würde ich also eher sein lassen. Hab nie verstanden, weshalb sich das solcher Beliebtheit als Groundsheet erfreut.

    wie man überhaupt darauf kommen kann seinen Regenrock/Poncho als Fußmatte zu benutzen.?!

    Ja gut, mit der Parole 'was wäre wenn' fürchten sich auch die Gallier davor, wenn ihnen mal der Himmel auf den Kopf fällt...
    Aber das hatten wir ja schon bei Minimalschuhen. Die rein praxisferne Panik aus dem Armchair, dass die ja sofort auseinanderfallen trifft auf vierstellige Kilometerleistung/Paar und Gletscherbesteigungen...
    Ich überlege gerade, an welcher Stelle sich ein geradezu gigantisches großes Loch befinden müsste, und in welchem 90-Grad-Artigen Winkel es dermaßen aus Kübeln schütten müsste, damit es an einem aalglatten Stück Plastik, unterhalb einer Regenjacke/Poncho/Schirm und mit lediglich vertikaler Angriffsfläche dazu führt, dass meine Beine, die nicht mal am Material anliegen auch nur ein kleinstes Tröpfchen abbekommen. Kurzum: Halte ich für völlig abwegig.
    Vom kleinen Streifen Tape - oder im Falle von Polycro ohnehin mehrlagiger Wicklung erst gar nicht zu sprechen. Ein Problem, dass in der Praxis schlicht nicht existent ist.

    Und so ein Loch muss man da auch erst mal rein bekommen!
    Ich schlafe zwar kaum noch am Boden, aber mein GG Polycro hat sicher eine dreistellige Anzahl Nächte auf dem Buckel, ist ich würde mal tippen 6-8 Jahre alt und hat nicht ein Loch. Also anscheinend eder Materialermüdung, noch Durchstiche.
    Ich habe sogar einmal am Morgen beim Aufstehen erst bemerkt, dass ich mit Polycro und Luftmatte auf Stacheldraht genächtigt hatte, der schon halb im Boden versunken war und im Dunkeln beim Aufbau nicht zu sehen war. Auch hier - ohne Spuren.
    Ich werde nach dem HRP berichten, dann werden es gezwungener Maßen noch mal einige Nächte mehr geworden sein.

  • Bisher nur behelfsmäßig, war ok so weit ich mich entsinne.
    Meist komme ich allerdings mit Poncho oder Schirm klar und habe weig Probleme damit, wenn die meist eh nackten Beinreste, die noch aus dem Poncho luken feucht werden...

    Kann ich verstehen ... ich bin nicht der Poncho-Typ, ich verwende lieber Regenjacke und Regenrock und wenn die Beine nass werden, dann werden sie auch wieder trocken, denn ab 5°C trage ich kurze Hose beim Laufen (nicht beim Rumsitzen!!!)

    Regenrock wiegt 65g, Regenjacke 95g und ein Polycro (120 x 230cm), das ich unterm Zelt genutzt habe bzw. nutze dient unter der Hängematte als Groundsheet und wiegt 47g.

    Mit dieser Kombi komme ich seit Jahren gut klar und hatte noch nie Probleme.

    ... und den Rest, was du zur Eignung und Haltbarkeit von Polycro schreibst kann ich nur bestätigen, da habe ich ähnliche Erfahrungen :thumbup:

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  • Jeder der z.B. die BW Elefantenhaut kennt wird mir zustimmen dass diese Plane wirklich sehr robust und durchstichfest ist. Wenn gewünscht kann ich eine alte ,ausgediente Elefantenhaut mal aus dem Keller buddeln und versuchen sie mal gegen das Tageslicht zu fotografieren. Nach ca.5 Jahren im Einsatz sieht sie gegen Licht gehalten fast aus wie die Milchstraße.........ok war jetzt ein wenig übertrieben. Aber auf ca. 20 kleine Löcher komme ich locker. Entstanden durch Brombeer Dornen versteckt im Gras, irgendwelche anderen nadelspitzen Planzenteile , harten Resthalmen auf gemähten Wiesen (Stoppelwiesen), Glasscherben und was weiß ich noch. Da sie nur als Bodenplane herhalten musste war es mir eigentlich egal.

    Ich kaufe mir meine Elefantenhaut wenn möglich immer neu aus Lagerbeständen der BW .......nicht gebraucht. Also daran lag es nicht.

    Polycro habe ich noch nicht in der Hand gehabt, deshalb kann ich den Stoff nicht beurteilen.

    Mir ging es aber auch hauptsächlich darum, dass ich wichtige Ausrüstung keinem unnötigem Risiko aussetzen möchte. Und wer auf Stacheldraht schläft und trotzdem keinen Schaden an dem Footprint hat wiegt entweder fast nichts oder hat viel Glück gehabt 👍😉

    Wie gesagt ich würde es mit meiner Regen Jacke/Hose (Röcke trage ich keine.....auch nicht bei Regen😁) nicht machen. Ganz einfach aus dem Grund dass die Wahrscheinlichkeit die Jacke/Hose zu beschädigen auf dem Boden höher ist als nicht auf dem Boden.

    Aber wie gesagt viele Menschen........viele Meinungen.

  • Entstanden durch Brombeer Dornen versteckt im Gras, irgendwelche anderen nadelspitzen Planzenteile , harten Resthalmen auf gemähten Wiesen (Stoppelwiesen), Glasscherben und was weiß ich noch. Da sie nur als Bodenplane herhalten musste war es mir eigentlich egal.

    ... und da sind wir genau bei dem Punkt, den ich angesprochen habe ... Augen auf bei der Lagerplatzwahl ... ich habe mich noch nie in Brombeersträucher gelegt ... wobei :/ eine 400g schwere Elefantenhaut würde ich da drauf schmeissen und erwarten dass sie hält was die Masse verspricht, eine 40g Polycro verwende ich dann doch mit Bedacht.

    Da sind die Prioritäten einfach anders gelagert, der eine fährt die 400g Elefantenhaut mit Fahrrad und Anhänger durch die Gegend der andere schleppt 40g Polycro auf dem Buckel :D ... beide haben Spass und sind zufrieden mit ihrer Wahl 8)

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    • Offizieller Beitrag

    Weil vorhin von multiuse die Rede war: die Maße von HarryOnTrails Regenrock (117x72 cm) haben mich da auf eine Idee gebracht. Mein Hängesitz hat in etwa diese Maße. Das wäre doch was - Regenrock, Hängesitz, Tarptür oder Bodenplane, je nach aktuellem Bedarf. Ich glaube, ich habe das nächste Bastelprojekt. :thumbup:

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Weil vorhin von multiuse die Rede war: die Maße von HarryOnTrails Regenrock (117x72 cm) haben mich da auf eine Idee gebracht. Mein Hängesitz hat in etwa diese Maße. Das wäre doch was - Regenrock, Hängesitz, Tarptür oder Bodenplane, je nach aktuellem Bedarf. Ich glaube, ich habe das nächste Bastelprojekt. :thumbup:

    Mach mal :thumbup: und im Steigerwald können wir dann probesitzhängen 8)

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  • Wie die Kesselflicker ^^. Danke für die vielen Erfahrungen und Ideen. Ich hatte auch noch eine, die Mittagsfrost's recht nahe kommt:

    Ösen an die Ecken des Rechtecks und Schnur durch die Loops an der Aufhängung. Damit zieht man dann die Schuhhammock hoch, nachdem man in der Matte liegt. So fliegt nix weg, es steigen weniger Viecher ein und trockener bleibt's auch.

    Egal, erstmal nehme ich das Angebot von Yoggoyo an und sammele Erfahrung.

    Offline ist am schönsten!

  • Ich werde nach dem HRP berichten, dann werden es gezwungener Maßen noch mal einige Nächte mehr geworden sein.

    Ich muss enttäuschen - wir waren zu schnell und damit sprangen nur 20 statt der üblichen 40+ Nächte raus. Aber noch immer kein Loch im Veteranen der groundsheets!

    ich hatte allerdings schon verdrängt, sie statisch aufgeladen und klebrig polycro manchmal sein kann. Vor allem am Anfang der Tour, das gab sich mit der Zeit. Aber man braucht schon etwas System, wie man es faltet und entfaltet, damit die nasse Unterseite nicht die trockene Oberseite erwischt. Aber dann klappt es wunderbar.

    Als Regenrock habe ich es nicht genutzt, aber so richtig brauche ich das auch nicht...

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