Gewicht sparen mit Minimalschuhen?

  • Bedava Ich könnte am leichtesten bei den Schuhen sparen. Du hast Stiefel mit 1,6 kg Gewicht angegeben. Da kämst du sicher auch mit 1 kg weniger aus. Ich verwende für alles Barfußschuhe und die wiegen (allerdings in meiner Größe) nur 320 bis 400g.

  • Bedava Ich könnte am leichtesten bei den Schuhen sparen. Du hast Stiefel mit 1,6 kg Gewicht angegeben. Da kämst du sicher auch mit 1 kg weniger aus. Ich verwende für alles Barfußschuhe und die wiegen (allerdings in meiner Größe) nur 320 bis 400g.

    ...auch im Winter? 😨

    "....ein Whisky ist gut ,zwei sind zu viel ,drei sind zu wenig..."

  • Das ist nur eine Frage der Übung und wie man auftritt: Man darf nicht die Fersen auf den Boden "knallen". Der Rest ist nur eine Frage der Muskulatur und kalte Füße sind dann auch Geschichte, weil sie sich viel mehr bewegen.

  • ...auch im Winter?

    Ja, ich nutze z.B. sehr leichte Winter-Trailrunners (siehe oben).


    Der Umstieg von schweren Wanderstiefeln auf Trailrunners bringt extrem viel. Die US Army hat das mal untersucht.

    Kurz: für jedes gesparte Gramm am Fuß, kannst du 4-5 Gramm mehr auf dem Rücken tragen, bei gleichem Erschöpfungsgrad und ähnlichem Verletzungsrisiko (umknicken).


    Die wenigsten Thru-Hiker (AT/PCT) nutzen noch Wanderstiefel.

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    Hesmon

    Edited once, last by Hesmon ().

  • barfuß mit welchen Schuhen bist Du denn im Winter unterwegs?

    Ich habe meist Fivefingers (VRun) an und doch gerade bei Schnee und Matsch Probleme mit kalten Zehen. Wenn ich dann ein Stück laufe (Joggen / Springen) und die Zehen wieder stärker dehne geht es oftmals wieder. Manchmal hilft das aber auch nicht und ich habe lange bis in die Nacht kalte Zehen.

  • Fivefingers ungleich Barfußschuh:!:


    Ein Barfußschuh hat - für mich - eine dünne, flexible Sohle und keine Sprengung.

    Altra und Salomon bieten viele solcher Barfußschuhe an.


    Ich mag die Fivefingers im Sommer.

    Im Winter ist die physische Trennung der Zehen ein Wärme-Problem (vergl. Fäustling vs. Fingerhandschuh).

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    Hesmon

  • Ein Barfußschuh hat - für mich - eine dünne, flexible Sohle und keine Sprengung.

    Altra und Salomon bieten viele solcher Barfußschuhe an.

    Welche Altras meinst du? Die beliebten Lone Peak und Superior haben eine ziemlich dicke Sohle mit viel Dämpfung.

  • Welche Altras meinst du? Die beliebten Lone Peak und Superior haben eine ziemlich dicke Sohle mit viel Dämpfung.

    Ich nutze im Sommer zum Wandern gerne die Altra Superior 3.5 ohne "Plastikeinlage". Mir ist das dünn genug, um den Untergrund zu spüren. Wenn ich das "extremere Feeling" haben will -> VIBRAM FiveFingers


    Das ist dann - wie so oft - persönliche Präferenz.

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    Hesmon

  • Ich habe von fast allen Herstellern im Lauf der letzten 10 Jahre Modelle gekauft und inzwischen gefallen mir die Leguanos am besten, weil sie die flexibelste Sohle haben und selbst bei Eis und Schnee extrem rutschfest sind.

    Wenn ich nach Leguanos im Netz schaue finde ich ALLES an Schuhen von denen

    🤣

    "....ein Whisky ist gut ,zwei sind zu viel ,drei sind zu wenig..."

  • Ob die Fivefingers eine Sprengung haben weiß ich leider nicht, es fühlt sich nicht nach einer an, wenn dann nur minimal.

    Auch passt für mich die Dicke der Sohle ganz gut für den Winter zur Isolation vor der Bodenkälte. Ich trage die Schuhe auch im Alltag und bin insbesondere an Bushaltestellen und ähnlichem ganz glücklich keine geeignete Unterlage suchen zu müssen.

    Aber das Problem mit den kalten Zehen bei feuchter Witterung (und vor allem beim Radfahren) bleibt bestehen. Funktioniert das bei euch durch den gemeinsamen Zehenraum wirklich so gut? Soweit ich weiß sind die Leguanos, Altras usw. doch auch mit einem leichten Stoff bespannt.

  • Ob die Fivefingers eine Sprengung haben weiß ich leider nicht

    Haben sie nicht. Das ermöglicht ja eben das Laufen auf den Fußballen.


    Funktioniert das bei euch durch den gemeinsamen Zehenraum wirklich so gut?

    Für mich funktioniert es. Ich habe einfach noch keine "guten" Winter-Zehensocken gefunden.

    In den Schuhen ohne Zehentrennung kann ich einfach Muttis Wollsocken nutzen.

    Und wenn ich's wasserdicht haben will in Barfußschuhen -> Sealskinz


    Im Winter verzichte ich persönlich auf mehr Barfußgefühl und nehme lieber wasserfeste Winter-Trailrunners mit Sprengung.

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    Hesmon

  • Moin,


    habt ihr da keine Angst umzuknicken o.ö? Ich laufe selber im Sommer gerne viel Barfuß, und wenn es mal weiter geht auch mit five Fingers. Aber mit 15 Kilo auf dem Rücken ist, zumindest in meinem Kopf, eine kleine Hürde.


    grüße

  • habt ihr da keine Angst umzuknicken o.ö? Ich laufe selber im Sommer gerne viel Barfuß, und wenn es mal weiter geht auch mit five Fingers. Aber mit 15 Kilo auf dem Rücken ist, zumindest in meinem Kopf, eine kleine Hürde.

    Bei 15 Kg auf meine 65 Kg Körpergewicht würde ich Schuhe mit höherem Schaft wählen. Aber beim maximalen Gesamtgewicht (Rucksack + Klamotten + Essen für 4 Tage + 2 Liter Wasser) von 9,5 Kg hatte ich noch keine Probleme. Liegt aber auch ein bisschen an der Gewohnheit. Wenn die gelenke abgestützt werden, braucht es dort auch weniger Muskeln zur Stabilisation. Trailrunner trainieren also auch ein bisschen die Stabilisationsmuskeln. Ist zumindest mein Gefühl so.

  • Ich hatte exakt die gleichen Ängste und bin deshalb früher nur in hohen Wanderstiefeln gelaufen, da ich gerne umgeknickt bin. Und zwar immer mit dem selben Fuß und immer in die selbe Richtung.

    Rucksack + Ich wiegen zusammen über 100kg - alles Muskelmasse *hüstel*

    Seit ich in Trailrunners/Barfußschuhen laufe, knicke ich (gefühlt) deutlich weniger um.


    Meine Theorie ist:


    1. Im Barfußschuhen ist die Ferse nur wenige Millimeter vom Boden weg, im Wanderstiefeln oft Zentimeter.

    Überspitzt gesagt, funktionieren Wanderschuhe "umknicktechnisch" wie Plateauschuhe/Stöckelschuhe.


    2. Der sensorische Eindruck vom Untergrund ist in Wanderschuhen gleich Null.

    Wenn man in Barfußschuhen auf schiefen Untergrund tritt, sprürt man das, bevor man das ganze Körpergewicht auf den Fuß verlagert.


    3. Der Trainingseffekt. Je öfter man in diesen Schuhen läuft, desto besser werden Muskeln, Sehnen und Gleichgewichtssinn trainiert.

    Man hat nach den ersten Tagen Barfußschuh laufen, ordentlichen Muskelkater.



    P.S.

    Egal wie fest ich früher meine Stiefel geschnürt habe, ich bin immer noch umgeknickt. Das einzige, was das zuverlässig verhindern würde, wären Skischuhe ;)

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    Hesmon

  • Der Umstieg von schweren Wanderstiefeln auf Trailrunners bringt extrem viel. Die US Army hat das mal untersucht.

    Kurz: für jedes gesparte Gramm am Fuß, kannst du 4-5 Gramm mehr auf dem Rücken tragen, bei gleichem Erschöpfungsgrad und ähnlichem Verletzungsrisiko (umknicken)

    Gilt aber eher bei höheren Laufgeschwindigkeiten, ich glaube die wenigsten hier laufen 8km/h im Durchschnitt (Aus der Original-Studie):


    Quote

    The energy cost and heart-rate response of trained and untrained subjects walking and running in shoes and boots greater (p<0.05) at all treadmill speeds except the slowest walk (4aOkmhour-')

    Und zu Verletzungsrisiko sagt die Studie auch nichts.




    Ich bin ja auch ein Fan von stabilen Wanderschuhen. Es gibt bei mir meistens eine zwei Möglichkeiten: 1-Nacht Tour mit relativ leichtem (16-18kg) Gepäck und nicht so weiten Strecken (max 20km) oder richtige Trekkingtour (>= 3 Tage), was mehr Gewicht benötigt (20-24kg) [Strecken sind dann sehr unterschiedlich, kommt ja auch auf den Weg an: Forstwege gerne 25km, Schottisches Hochland 15km)].


    Bei ersterem ist es egal was ich trage, ich glaube nicht, dass mich Wanderstiefel bei der Gewicht+Strecken Kombination verlangsamen und ob ich jetzt 20min später ankomme ist mir egal, dafür habe ich gerne die Stabilität und Kälteschutz im Winter.
    Bei der zweiten Möglichkeit muss ich stabile Stiefel tragen, wegen Gewicht und Ermüdung nach Tagen in schwerem Gelände oder viel Strecke.


    Das kann man sicher durch Training ausgleichen und mehr Stabilität ohne Stiefel bekommen, aber meine Antwort darauf wäre: Warum nicht einfach das Laufen mit schweren Stiefel trainieren, dann ist man damit wahrscheinlich genau so gut unterwegs (Was die US Army Studie übrigens auch für eine tolle Idee hält).

  • richtige Trekkingtour (>= 3 Tage), was mehr Gewicht benötigt (20-24kg)

    Auch wenn ich 14 Tage unterwegs bin, habe ich nie mehr als 10kg auf dem Buckel. Daher kann ich keine Aussage zu hohen Gewichten machen.


    Stabilität und Kälteschutz im Winter

    Das ist ja genau der Punkt. Wanderstiefel gaben mir keine bessere Stabilität. Ich habe mir auch in festen Wanderschuhen oft Bänderdehnungen geholt. Ich bin ja 30 Jahre lang mit Wanderstiefeln unterwegs gewesen (z.B. LOWA Renegade Evo). Damals allerdings auch noch mit höherem Gewicht.


    Was mir wirklich Stabilität und Sicherheit gibt, sind Trecking-Stöcke. Das funktioniert außerordentlich gut.

    Kältetechnisch spüre ich keinen Unterschied zwischen meinen Wanderstiefeln und Winter-Trailrunners mit dicken Socken.


    Ein großes Problem der Stiefel ist auch die Nässe.

    Nach einer Woche Dauerregen oder Bachdurchquerungen sind die Dinger innen nass und man bekommt Leder oder Goretex einfach nicht in einer Nacht trocken. Die Trailrunners sind nach 2 Stunden trocken. Das ist ja auch der Grund, warum auf dem doch recht feuchten AT kaum noch Menschen mit Wanderstiefeln unterwegs sind.


    Wenn wir Abends am Camp ankommen, wollen alle immer schnell aus den schweren Stiefeln raus und in Ihre "bequemen Lager Schuhe" schlüpfen. Ich muss dann immer lächeln - ich habe meine bequemen Schuhe schon an.



    Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich alt, dick und bequem geworden bin. Ich fühle mich jedenfalls deutlich wohler mit nur 10kg auf dem Buckel, Trekking-Stöcken und Trailrunners. Wenn mir jemand vor 20 Jahren genau das vorgeschlagen hätte, hätte ich den wohl ausgelacht ;)

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    Hesmon

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