Blutige erste DIY / MYOG Brücken-Hängematte / Bridge-Hammock

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  • Gut Ding soll ja angeblich Weile haben.

    Nach ein paar Rückschlägen (technisch bzgl. Nähmaschine, und eine abgebrochene Tour wg. einem Defekt der HM V1.1 ...), habe ich nun endlich die Version 2.0 meines Treem Hammock Nachbau (nur in leichter) am Start mit der ich recht zufrieden bin!

    Anbei ein paar Bilder und auch ein Video bzgl. Liegeposition...

    Aufgrund der hier im Forum gegebenen Tipps (nochmal explizit dickes Danke an Waldläufer70) habe ich ein paar Anpassungen vorgenommen. Hauptsächlich bzgl. der verwendeten Materialien aufgrund ihrer Dehnbarkeit.

    Das Gewicht konnte ich daher auf 464g drücken.

    Das Original (Treem Hammock) wiegt ca 1.1kg. Also abzüglich der Spreizstäbe.

    Letzte sind bei mir für den Test erstmal ein wenig improvisiert. Letzten Endes sollen diese durch lokales Holz des Ziel-Spots ersetzt werden.

    Bin sehr auf Feedback / Kritik gespannt.

    Verwendete Materialien:

    - 34g Ripstop Nylon von ET

    - Dyneema® Gurtband, 100% Dyneema®, 12mm schwarz (für die Haupt-Bänder der HM)

    - 2,5mm Dyneema (für die oberen Leinen)

    - 1,5mm Dyneema (für die unteren Leinen)

    - 25mm Polyamid Gurtband (für oben)

    - 20mm Polyamid Gurtband (für unten)

    - 4x 6mm Stahlringe für Anspannung oben

    - 4x 4mm Stahlringe für Anspannung unten

    - 4X Aluminium Gurtschnallen von ET

    Überlegungen für V3.1...

    - Gewichtsersparnis (etwa 90 Gramm) durch Ersetzung der Ringe durch einzelne Kettenglieder.

    - "Tasche" aus 80mm Gurtband für Verwendung von Spreizstäben aus lokalen Holz.

  • Ich bin gerade auf dem Sprung... mit meiner Brücken-Hängematte 2.1 (überarbeitete 2.0).

    Die Version 2.0 sieht doch echt toll aus! :) Ich hoffe, sie ist auch entsprechend bequem. Letzten Endes geht es dabei immer um die Frage, die man sich selber stellt: »Schlafe ich gut und erholsam darin?«

    Wenn du diese Frage mit »Ja« beantworten kannst, dann ist das Ziel erreicht; zumindest das Hauptziel. Alles andere ist im Vergleich dazu »Kosmetik«, das Tüpfelchen auf dem »i« oder was auch immer.

    Ich denke, da ist dir ein ganz toller Wurf gelungen!

    Vorerst nur eine Bemerkung:

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    Das Seil parallel zum Spreizstab würde ich – falls möglich – unbedingt weglassen! Es verursacht einen Knick im Aufhänge-Dreieck, der den Winkel zwischen Gurtband und Spreizstab verkleinert. Wird dieser Winkel kleiner, so vergrösserst du die Belastung des Stabes. Das würde ich unbedingt zu vermeiden versuchen! Was ist denn der Sinn dieses parallel zum Spreizstab verlaufenden Seils?

    EDIT: Vergiss das, was ich wegen dem Winkel geschrieben habe. Das ist die obere und die untere Abspannung gemäss Treem. Alles klar. Das sah so schön parallel zum Spreizstab aus, dass mir mein Hirn einen Streich gespielt hat.

    PS: Dein Video ist auf »privat« gestellt und kann deshalb von Aussenstehenden nicht betrachtet werden.

  • Danke fürs Feedback waldläufer70!

    Hatte mich erst gewundert wg deiner Bemerkung wg dem 'parallelen Seil'. 😅

    Ja, echter Test bzgl. Schlafen steht noch aus. Bin aber zuversichtlich.

    Video habe ich auf öffentlich gestellt. Danke.

  • Die sieht echt richtig gut aus! Nimmst du dann statt Spreizstäbe ein Maßband mit in den Wald um dir immer gleich lange Spreizstäbe zu schnitzen?

    Dank dir.

    Hört sich bisschen banal an, aber da reicht es den zu sägenden Ast/Stock neben die Matte zu halten und dann nach Augenmaß.

    Ich denke auf 0,5 - 1cm kommt es weniger an als auf die korrekte (starke) Spannung.

    Und wie erwähnt werde ich dann unterwegs nicht so einen Schlitz hinein sägen sondern es dann eher so verwenden:

    Holzstick

  • Ich bin übrigens gespannt, wie du mit dem regelmässigen Schnitzen neuer Spreizstangen zurecht kommen wirst. Ich stelle keinesfalls infrage, dass das möglich ist.

    Für mich persönlich würde sich hier die Frage der Praktikabilität stellen:

    • Ich wandere beispielsweise bis zum Anbruch der Dunkelheit oder sogar in die Dunkelheit hinein (weil mir das Wandern gerade gut läuft oder ein guter Platz länger als erwartet auf sich warten lässt) und muss nun im Dunkeln noch «rasch» Spreizstäbe finden, zuschneiden und anspitzen. In letzter Zeit bin ich öfters bis in die Dämmerung hinein gewandert.
    • Es regnet und ich muss zuerst das Tarp aufbauen. Ich suche dann im nassen Wald nach Stäben und muss diese dann im Schutz des Tarps (am Boden sitzend?) bearbeiten, bevor ich mich gemütlich in die Hängematte legen kann. Ich habe bisher zum Glück noch nicht oft im Regen aufbauen müssen, stelle mir aber aufgrund solcher Erfahrungen vor, wie es sein könnte, wenn ich keine Stäbe dabei hätte.

    Ich persönlich würde mir, wenn es mir ums weitere Sparen von Gewicht ginge, Stäbe aus Karbon oder Fiberglas anfertigen (lassen). Da habe ich schon ein paarmal darüber nachgedacht. Vielleicht würde ich jemanden mit Erfahrung und der nötigen Werkstatt fragen, ob er mir welche machen würde.

    Da du aber bestimmt anders tickst als ich, bin ich einfach mal gespannt, wie du damit zurecht kommen wirst.

    Dieser Beitrag ist nicht als Kritik gemeint, sondern eher aus einem Stück «Bewunderung» für deinen Eifer verfasst, jedes Mal neue Stäbe anfertigen zu wollen. Ich glaube, für mich wäre das aufgrund der angesprochenen Szenarien nichts.

  • Verstehe schon was du meinst. Alles gut. Und ja, es wäre in deinen Beispielen wirklich ungünstig bzw keine 350g Gewichtsersparnis wert.

    In meinem Falle ist es aber so dass ich ehrlich gesagt nur eine Hand voll Orte habe zu denen ich regelmäßig gerne gehe. Ich lasse die Stöcke einfach da. Sollten sie dann weg sein mach ich mir halt neue. Und damit meine ich natürlich NICHT diese Version oben mit den Schrauben, sondern welche rein aus Holz.

    Bei längeren Touren / Strecke werde ich mir wohl welche aus Carbon-Wanderstöcke umbauen...

    Ich werde nochmal berichten wie die ersten Nächte verlaufen. Wahrscheinlich schon jetzt am WE um den 11.10 im Elbsandsteingebirge.

  • Schönes Ding, Massa! Ich spiele auch langfristig (immer noch) mit dem Gedanken, mir mal eine Brücke zu nähen. Habe auch dazu von Waldläufer70 schon viele Anregungen bekommen. Ich habe auch vor, die Aufhängung der "Stöcke" so zu gestalten, dass ich je nach Situation entscheiden kann, massgeschneiderte mit extra Gewicht mitnehmen oder eben zu Hause lassen und unterwegs schnitzen. Bzw. eben erst mal ohne die Kosten der Stäbe anfangen und später noch welche hinzukaufen, sobald die Konstruktion ausgereift ist.

    Eine der Möglichkeiten, wie man das Schnitzen der Stöcke in der Dunkelheit vermeiden kann, ist evtl., diese bereits im Laufe der Wanderung (Nachmittags- / Abendrast) zu finden und vorzubereiten. Ist dann bei jeder Unternehmung so ein kleiner Kitzel dabei, wie wirds diesmal gelingen. Wie Pilze suchen fürs Abendessen. :)

    Dann nur noch das Finetuning beim Aufbau, damit die Stöcke ordentlich in die Aufhängeschlaufen passen. Und wenn dann mal was bricht, gibts auf jeden Fall etwas, woran man sich gut erinnert, noch seinen Enkelkindern erzählen kann, und was auch die Forumsgemeinde sicher erhellt.

    ("Vergangenheit bedeutet nicht das, was vergangen ist, sondern das, woran wir uns erinnern!")

    LG nach Sachsen!

    Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

  • Und wenn dann mal was bricht, gibts auf jeden Fall etwas, woran man sich gut erinnert,

    Wenn da ein Stock bricht und dir mit voller Wucht an den Kopf gedonnert wird, dann ist das kein netter kleiner Zwischenfall, den du jemandem erzählen willst. Davor würdest du mit grosser Vehemenz warnen wollen!

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