Testberichte: Lesovik Draka Hängematte - Lesovik Otul Underquilt - Lesovik Heksa Tarp

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Hallo,


    letzte Nacht durfte ich die Lesovik Kombi testen.


    Heksa-Tarp

    Das Tarp macht einen guten und ausreichend großen Eindruck. Die Abspannschnüre finde ich etwas dick. Die einzige Belastungsprobe war ein Eichhörnchen, dass sich von einem Baum darauf hat fallen lassen und einmal quer drübergerannt ist.


    Okul Underquilt

    Das war meine erste Nacht mit einem Underquilt statt mit Isomatte. Was für eine Wohltat. Ich wusste ja schon vorher, dass eine Isomatte nur begrenzt geeignet ist, aber trotzdem freut man sich, wenn der Schlafkomfort deutlich erhöht wird. Einfach nur vorne und hinten einhängen hat mir nicht so gut gefallen. Ich hab dann den UQ seitlich am Kopf und an den Füßen an der Hängematte befestigt und habe außerdem am Kopfende mit einem Karabiner die Abspannung über die Hängematte gespannt, damit der UQ möglichst anliegt. Das hat wohl gut geklappt, denn bei vermutlich 10-11° C war mir mollig warm und ich hatte das Gefühl, das hier noch Reserven nach unten sind, was die Temperatur angeht. Insgesamt hat er bei mir einen besseren Eindruck hinterlassen als der Amazonas UQ, den ich meiner Tochter geholt hatte (aber noch nicht selbst benutzt).


    Draka Hängematte

    Meine erste Nacht in einer Hängematte mit Netz ging einher mit deutlichen Flugverkehr von Stechmücken. Das hat schon mal prima gepasst. Zur Hängematte selbst muss ich vorrauschicken, dass ich 190cm groß bin. Ich durfte mal von Hesmon Hängematten probeliegen und wollte eigentlich unbedingt, dass die Warbonnet Blackbird XLC genau das richtige für mich ist. Allerdings habe ich mich in seiner 12 Fuß Hängematte (ohne Netz) sofort "wie zu Hause" gefühlt und mich somit ins Grübeln gebracht. Im Moment schlafe ich in einem 12 Fuß Selbstbau. Dementsprechend war mir klar, dass die Lesovik vermutlich zu klein für mich ist, und tatsächlich kam ich mir ein wenig beengt vor. Trotzdem war die Nacht gut und in einer völlig anderen Liga als in einer 2,7m Hängematten. Durch den Schnitt des Reißverschlusses konnte ich beim Hin- und Herwenden immer prima das diagonale Fußende mit meinen Füßen finden. Überrascht hat mich außerdem, dass das Netz ein wenig Kälte und Wind abhält. Beim Öffnen des Netzes gab es einen spürbaren Unterschied zwischen Außen- und Innenklima. Ich fand die Hängematte gut, werde aber selbst noch weiter auf der Suche sein.


    Fazit

    Natürlich hängt viel davon ab, was ich brauche und für welchen Einsatzzweck etwas eingesetzt wird. Wenn ich z.B. zu groß für eine Hängematte bin, muss ich das berücksichtigen. Ich halte alle 3 Produkte für brauchbare Ausrüsstungsgegenstände, wobei die Hängematte das persönlichste Element ist und zum Nutzer passen sollte.


    Danke TreeGirl für das Organisieren des Tests!

  • Hallo alf!


    Könntest du ein wenig näher drauf eingehen, wie du den UQ befestigt hast. Ich kämpfe ein wenig damit, dass ich am Kopf- aber vor allem am Fußende die kurze Seite des UQ nicht dicht bekommen - eng oder weit gerafft, es passt irgendwie nie.


    Danke dir vorab!

    :-)

  • Hallo Stoffl,


    sorry, dass ich erst jetzt antworte, ich war vorher nicht im Forum.


    Zwei kleine Doppelkarabiner sind ja am Okul befestigt, davon habe ich den einen am Fuß links und den anderen am Kopf rechts verbunden. Am Kof hab ich den Karabiner mehr nur in diese lange Stoffschlaufe gesteckt, irgendetwas farbiges. Damit hat es am Fuß schon gut gepasst. Am Kopf habe ich die Gummischlaufen, mit denen der Okul am Kopfende befestigt ist, int etwa 25 cm vom Befestigungspunkt entfernt mit einem Karabiner über der Ridgline zusammengespannt. Damit lag der Okul auch am Kopf schön dicht.


    Ich hoffe, das konnte noch helfen.


    Gruß

    Alf

  • Ja, das war sie. Ich hatte in Erinnerung, dass diese Schlaufe noch in Ordnung war, als ich die Hängematte verpackt habe. Sollte ich mich irren, tut es mir leid. Wie wird denn in einem Fall von Beschädigung verfahren?

  • Mit Gebrauchsspuren bzw. Missbrauchsspuren wie diesen habe ich mehr oder weniger gerechnet. Das ist zwar nicht schön, aber lässt sich kaum vermeiden wenn 20 Leute die Ausrüstung über 6 Monate ausprobieren. Da der Schaden die Funktionalität nicht beeinträchtigt, verlange ich keinen Schadensersatz. Ich nehme das aber zum Anlass, nochmal darum zu bitten, vorsichtig mit der Ausrüstung umzugehen. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr nachfragen als einmal zu wenig. Danke!

  • Hallo Leute,


    Samstag ist das Paket gekommen, hat aber leider den ganzen Tag geregnet, so dass ich erst Sonntags raus konnte.


    Bevor ich einen Testbericht abgebe, oder die Gedanken dazu....erst ein paar Fragen ob so alles seine Richtigkeit hat.

    Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht, und da Bilder mehr sagen als tausend Worte , guckt euch das erst an.

    War die Aufhängung so von Anfang an?


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    ... follow the white rabbit ...

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  • Nein, es ist alles richtig. Bitte nichts auseinandernehmen.


    Der "Riss" in der Schlaufe ist einfach die Verbindung der beiden Seilenden.


    Die Schlaufe mit Knoten am Baumende ist eine Mischung aus Evo Loop und Grapplers Hitch und soll den Karabiner ersetzen. Es ist kein Problem, den Baumgurt einfach durch die Schlaufe zu ziehen, so wie du es getan hast. Ich habe leider noch kein Video zur richtigen Benutzung gemacht. Die Verbindung funktioniert aber so:


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    Baumgurt zwischen die beiden Seilschlaufen legen.

    Schlaufe ohne Knoten durch die Schlaufe mit Knoten schieben.

    Schlaufenende umklappen und über den Knoten legen.


    Unter Spannung hält das bombenfest. Wenn du natürlich am unbelasteten Gurt zuppelst, rutscht er runter.

  • Die Continuous Loops kann man sicher oder unsicher spleissen. Wenn man sie sicher spleisst, dann gibt es diesen Knubbel. Schau hier.


    Das am Baum kann ich nicht genau erkennen, könnte eventuell ein »Grappler's Hitch« sein. Jedenfalls eine Verbindung, die einen Karabiner ersetzt. Wozu das Ganze? Wenn du beim Aufbau plötzlich merkst, dass du den Baumgurt höher ansetzen musst, aber ein Ast im Weg ist, dann kannst du diese Verbindung öffnen und über dem Ast wieder schliessen, ohne dass du die Hängematte zwischenzeitlich auf den Boden legen, das ganze Gurtband wieder ausfädeln und über dem Ast neu einfädeln musst.


    Die Anker-Aufhängung hat nichts mit der Draka zu tun, sondern ist ein Beetle Buckle von DutchWare.

  • Ahh, plötzlich klar. Hab wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

    Dabei kenn ich das Video von Jeff Myers.


    Okay. Ich hatte im Kopf dass Lesovik Whoopis benutzt , deswegen war ich drauf fixiert.


    Danke euch beiden !

    ... follow the white rabbit ...

  • Also aus einem 7/64"er-EvoLoop?


    Wie auch immer. Ich nutze immer die hier gezeigte Methode. Einfacher geht es aus meiner Sicht nicht:


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    Aber das soll jetzt natürlich nicht heissen, dass jetzt irgendjemand das an deiner Aufhängung ändern soll!

  • Alles gut. Dafür sind Tests doch da. Wenn noch jemand Wünsche hat, worauf die Tester achten sollen, was gezeigt, gemessen, gewogen, ausprobiert, fotografiert, beschrieben werden soll - sagt einfach Bescheid!

    Die tatsächliche Bruchlast wäre von Interesse.8)

    Uli

  • Die tatsächliche Bruchlast wäre von Interesse.8)

    Da müsstest du den Hersteller fragen. Wobei ich nicht glaube, dass Lesovik die Hängematten bis zum Zerreißen belastet hat. Warum reicht dir die Kapazität nicht aus? Lesovik gibt 250 kg an - das wären 2-3 Personen, die du ohnehin nicht in die Hängematte bekommst.

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