Cocoon Ultralight Mosquito Net Hängematte - Test & Set-Up

  • Hallöchen in die Runde,


    man bittet um Nachsicht, das es jetzt hier etwas umfangreicher wird, denn ich finde der schnöde Bericht zu der oben genannten Hängematte wäre unvollständig, wenn ich nicht auch eine wenig den Werdegang dahin beleuchten würde. Ich glaube ich darf auch im positiven sagen, daß dieses Hängematten Forum nicht ganz unschuldig daran ist. ;)


    Also ich hab mich nun entschlossen mal diese Seite hier auf zu ziehen, nur um mal zu zeigen wie so ein Hängematten Set-Up bei mir ausschaut. Jetzt recht aktuell schreiben wir das Jahr 2020 zweites Quartal. Das ursprüngliche Start-Set-Up aus dem Jahre 2019 ist nun von mir in einem Beitrag verfrachtet worden und verweilt dort seiner Existenz. Wer also mag kann sich da meine ersten Gehversuche unter dem Titel – Hängematten Start-Set-Up 2019 – anschauen.


    Natürlich jetzt ist es immer noch gesicherten Feldversuch, also auf der heimischen Burgterrasse. Der Grund ist vielfach. Zunächst hatte sich die Chronologie der Hängematten von der Exped auf ein Amazonas Traveller Set mit den stolzen Abmessungen von 275 x 140cm weiter entwickelt und ist aktuell bei der Cocoon Ultralight Mosquito Net Hängematte angekommen. Jene misst stolze 325 x 148 cm, was sich nochmal deutlich komfortabler macht und ist gleichzeitig vom Packmaß her 20 x 10cm klein. Denn leider war das Komplette Set der Amazonas gut, nur mir war die Hängematte im Thema Bikepacking zu sperrig.


    Und so schwenke ich auch schon zum nächsten Grund-Thema um warum ich noch nicht wirklich eine Nacht wo draußen im Wald oder auf Radtour gemacht habe, ich muß alles an´s Bike verstauen. Und diese Aufgabenstellung hat sich als sportlicher als gedacht heraus gestellt. Unter der Kategorie Bikepacking kann man meine Gehversuche dazu im Blog nachlesen.

    Inzwischen haben ich so das Gefühl, ich komm zwar weiter, aber so richtig… . Oder, ich werde da wohl zumindest am Lenker nochmal etwas Geld in die Hand nehmen müssen, um eine für mich potentiell sinnge und vor allem gut zu handhabbare Lösung zu kommen.


    (Anbei, die Konteraufhängung hier im Burggarten ist aber noch die gleiche. Berichte über den Schaffensprozess gibt es auf dem Bastelblog.)


    Und ab geht die Post mit zunächst mal einer Ausrüstungsliste.

    • Cocoon Ultralight Mosquito Net Hammock Hängematten-Maße: 325 x 148 cm/ Packmaß: 18 x 7 cm/ 395 g (Material Hängematte: 20D Hexagonal Ripstop Nylon, 100 % Polyamid/ Material Netz: Mesh, 100 % Polyester/ 600 Löcher/square inch = 93 Löcher/cm². An der Cocoon hatte ich ca. 3,25m als Maß am Saum Hängematte/ Moskitonetz bzw. Reißverschluss gemessen. Ridgeline hatte ich jetzt 2,85m gemessen, die Cocoon hängend und je von Außenpunkt zu Außenpunkt. Die Ridgeline ist ja direkt an der Aufhängung selbst umschlauft
    • Amazonas Smartrope (einfache Hängemattenaufhängeseile für den Hausgebrauch)
    • Therm-a-Rest Slacker Suspenders ( Hängemattenaufhängeseile für „in echt“ )146cm variabel/ 175cm Gurtlänge Baum-Systemarretierung
    • BE-X FronTier One Poncho Liner Packmaß 17 x 23cm/ 30D Ripstop Nylon mit 100g/qm PRIMALOFT und YKK Reißverschlüsse
    • Therm-A-Rest Slacker Hammock Warmer 198 x 137 cm/ Packmaß: 18 x 13 cm/ 210g

    Als nächstes Bilder samt erklärender Zeilen.


    Start mit dem Prachtstück von Cocoon nackend, also ohne „Anbauteile“. Die serienmäßigen Carabiner, eine Dryline um Regenwasser was am Carabiner entlang runter laufen könnte nach unten ab zu leiten, sowie einen zusätzlichen Material-Carabiner um diverse Zusätze an zu hängen. Welche wird noch erklärt.






    Auf den beiden folgenden Bilder ist eine Haltelasche zu sehen, von denen sich insgesamt acht Stück an den Saumkanten zum Moskitonetz bzw. auf der Eingangsseite befinden. Jene sind zu je zwei Stück von den Enden der Hängematte aus in einem gewissen Abstand werksseitig angenäht. Da jene aber leider für meine grobmotorischen Fingerchen zu feingliederig sind hab ich mir erlaubt an den jeweils beiden äußeren eine eigene Zusatzschlaufe zu nähen. Der Grund dafür wird im Verlauf sichtbar.


     


    Nächte Bildfolge, entschuldigt das ich nicht zum aufräumen gekommen bin *lach* nein ich habe absichtlich ein paar Sachen in der Hängematte liegen lassen, weil man sonst sehr schwer erahnen kann, wie groß die Hängematte wirklich ist.


    Also die Innenansicht von außen in unaufgeräumt, einmal mit Blick ins Schlafgemach mit geschlossenem Moskitonetz, wo man schon ganz gut erahnen kann wie riesig die Cocoon von innen ist und ein Bild wie ich es liebe. Das Moskitonetz geöffnet, Blick in den Himmel. In der Nacht ist das dann bei Sternenhimmel doppelt schön.








    Da so eine Hängematte solo bei entsprechenden Temperaturen nicht so sonderlich warm ist, kann man Abhilfe schaffen. Für dieses Frühjahr habe ich für meine Burggarten Hängeaktionen in ein paar Aktionen meinen Poncho Liner sinnig an die Cocoon gebastelt.


    (Kurze Denkpause, da die Menge an Bildern zu einem neuen Thema/ Thread ja begrenzt ist. Ich sende das also mal hier ab und hänge einen dran, oder ich versuche ob ich das so austricksen kann.)



  • So Teil zwei, mal sehen wie das jetzt klappt. Ich werfe hier nochmal ein, daß ich natürlich den Ursprüngen Beitrag auf meinem Blog auch für Leute getippt haben, die im Thema Hängematten nicht ganz so fit sind. Deshalb tauchen dann auch hier die Selbstverständlichkeiten auf, die den Indsidern im Schlaf geläufig sind. Und ja, um die unterschiedlichen Schrifttypen (warum das auch immer hier so passiert) kümmern ich mich nachher.


    Weiter im Text, jetzt kommt ja die Sache mit dem Poncho Liner alias Underquilt, wo in einem anderen Thread Fragen auftauchten. Rechtes Bild erstmal an einen der oben schon erwähnten Material Carabiner hängen. Den Poncho Liner lass ich dazu noch in der Hängematte liegen bevor…


     


    …er auf der gegenüberliegenden Seite eingehängt wird. So liegt der Poncho Liner schon gut an, kann sich aber im speziellen an den Längsseiten durch Bewegung in der Hängematte unter jene schieben. Die Folge wäre, daß es dann dort wo er nicht ist, frisch wird. Logisch. Damit das nicht passiert…


    …nutze ich vier der oben schon erwähnte Haltelasche an den Saumkanten. Je eine an jeder Ecke. Hierzu fädelte ich dann jene kurzen Kordeln ein die ich extra dazu an den Poncholiner genäht hatte. Ich wickel sie einmal um die Schlaufe rum und knote sie dann einfach zu. Das hat sich bis jetzt in einigen vielen Hängeaktionen als dauerhaft haltbar bewährt.


     


    Ab dem Punkt kann der Poncholiner nur noch mittig runter rutschen. Aber auch dafür habe ich Abhilfe geschaffen. In den letzten Tagen entdeckte ich am Poncholiner Schlaufen und auf der Ausstiegsseite habe ich mir nochmal welche dran genäht.

    An der einen eine schlaufe ich eine Kordel durch und auf der Ausstiegsseite wird diese Kordel mittels eines Carabiner gehalten. Ist einfacher zum festmachen und könnte zur Erleichterung des Ausstiegs mal eben ab gemacht werden. Muß aber nicht zwingend, denn ich habe die zusätzlichen Halteschlaufen a-mittig angenäht. So kann ich die Halteleine mehr in Richtung Fußende fixieren und dann recht bequem die Beine samt Füße daran vorbei bewegen.


     


    Et voila – das Oudoorschlaf- u. Wohnzimmer im voller Gänze, halt mit Poncholiner.



    Und weil die Story hier einfach zu ende sein könnte, was aber nicht so ist, noch einmal die Variante mit dem Therm-A-Rest Slacker Hängematten Warmer solo und in der Kombination mit dem Poncho Liner. Diese komplette Kombination war heute übrigens das erste mal so von mir so ausgearbeitet worden.



     


    Warum jetzt zusätzlich zum Poncholiner noch einen Hängematten Wärmer? Naja die Story ist eigentlich die. Ich hatte mir zwar zuerst den Poncholiner geholt, dann aber recht schnell feststellen müssen, daß jener im Packmaß so fett ist wie mein Schafsack.

    Die Aussicht das komplette Set-Up ans Bike zu bekommen sind damit super klein bis gar nicht. Zumindest bis jetzt nicht. Aber ich arbeite da gedanklich dran. Das ist dann wider eine Übung für Zeiten, wenn man den Rest schon alles am Bike hat.


    Und damit es aber dann doch nicht zu frisch wird, hatte ich mir den Hängematten Warmer ins Haus geholt. Klein verpackbar passt er auf jeden Fall ans Bike und bei einer Testnacht mit max. 3c° Außentemperatur hat er gemacht was er soll. Natürlich war das nicht irre warm, aber mein Plan ist ja auch nicht bei 3c° überhaupt draußen wo in der Hängematte eine ganze Nacht zu machen. Klar kann vorkommen, dann eben Pech, aber eben nicht geplant.


    Mit dem Poncholiner hab ich aber auch noch gar keine Nacht draußen gemacht. Das wird aber noch getestet. Und heute hab ich dann überhaupt erstmal die Kombination Poncholiner und Hängematten Warmer aufgebaut. Wie sich das verhält, wird sich noch zeigen müssen. Vielleicht.


    Kurzer ersten Testbericht von meiner Cocoon.


    So das war's soweit dann auch vom Aufbau her. Leider bin ich ja auf Grund von Rücken immer noch mehr oder weniger "außer Gefecht" und die Packtaschengeschichte am Bike will auch noch geklärt werden, bevor es dann auch zu einem Echtversuch in freier Wildbahn über geht.


    Aber auch gerade wegen Rücken kann ich schon jetzt sagen, man kommt ja so gut wie nicht raus hier aus meiner Burg und so kann ich in super entspannender Hängemattenlage das absolute Riesenflugzeug hier auf der Burgterrasse mehr als ausreichende nutzen.

    In den letzten Tagen hab ich hier gefühlt deutlich mehr Stunden abgehangene als bis zu meinem Out-of-order Fall. Ich denke von daher nicht, daß ich ein echtes Problem mit der Cocoon haben werde. Auch mit der schon vor dem Erwerb angedeuteten Dehnung des Stoffes habe ich zur Zeit keine Probleme feststellen können. Aber auch an dem Punkt sei gesagt, auf Grund meiner Hängerlaufbahn fehlt mir da mit Sicherheit auch der echte Vergleich.


    Wer noch Fragen hat - bitte!

  • Hallo sakura,


    vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die Fotos. Jetzt weiß ich, wie du das mit den mittigen Schlaufen für den Poncholiner gemeint hast. Ich hatte das anders verstanden und habe mittig auf der hinteren Seite eine Schlaufe angenäht (die darf natürlich nicht stark belastet werden, weil ich sie direkt auf den HM-Stoff genäht habe) und vorne habe ich den Beutel abgetrennt, aber so, dass noch ein gut Teil der angenähten Lasche übrig geblieben ist. Da habe ich dann Cam-Snaps draufgemacht, so dass ich durch Schließen selbiger quasi eine Schlaufe habe. In beide kann ich dann die mittigen Schnüre meines Underquilt befestigen. Ich hoffe, dass an der hinteren nicht der HM-Stoff reißt, sollte aber klappen. In den abgetrennten Beutel habe ich unten eine Öse gemacht und dort das eine Ende der HM durchgeführt, dann den Karabiner wieder dran. Das hat glaube ich jemand hier im Forum beschrieben. Damit klappt das Aufhängen schneller.

    Den Hammock Warmer gibt es m.E. nach nicht mehr zu kaufen. 3 Grad? Ich glaube, da wäre ich erfroren. Ich habe den Slacker Snuggler, der hat noch eine Kunstfaserisolierung und selbst damit wären mir wohl 3 Grad zu kalt. Da bist du recht kälteunempfindlich.

    Ach ja, ich bin 1,82m, vielleicht ist das wegen der passenden Länge der HM ja noch interessant. Wie groß bist du?

  • Hi,


    letztmalig amtliche vermessen bei der Musterung 1,88cm sir! *schlag die Hacken zusammen* :D


    Das ist aber gute 32 Jahre her. Inzwischen werde ich wohl schon schrumpfen.


    Zur Kälte, naja ich hab mir so als persönliche Unzergrenze 5c° gesetzt. Mein Schlafsack kann 3c° im Komfortbereich. Gehen wir mal davon aus, was ja auch Fakt ist, das der Großteil der Daunen durch das Liegen komprimiert wird und so die Isolation deutlich ab nimmt.


    Ich werde also mit vorläufigen Set-up wohl eher der Sommerhänger sein, wo es dann auch mal frischer werden kann.


    Ich denke aber das man die Wärmeleistung gut pimpen kann, indem man Kleidung im Schlafasack trägt. Funktionsunterwäsche hab ich ja auch beim Radfahren an. Das könnte schon gut was bringen.


    Cool wäre natürlich, wenn ich den Poncholiner noch mit ans Bike bekommen würde. Aber das ist dann ein anderes Thema.


    *kurzer cut*


    Übrigens, wer die gleiche Hängematte hat, ist gerne eingeladen auch hier seine Berichte kund zu tun. Ja ich würde mich sogar freuen.


    Und noch was, habe erst heute gesehen, Cocoon hat inzwischen noch zwei weitere Hängematten im Programm. Man baut also tatsächlich das Programm aus. Ich bin da echt gespannt. Ob sie einen eigenen Unserquillt/ Poncholiner in kompatibel auf den Markt bringen?


    Lassen wir uns überraschen. Gruß aus der Cocoon...


  • Hallo,


    na, da hast du (sakura) ja ein schönes Plätzchen gefunden.


    Ich habe einmal ein Foto meines Mods der Aufbewahrungstasche gepostet. Unten an der Schnur (nicht im Bild) hängt dann der Karabiner. Dadurch ist das Aufhängen schneller, als Aufbewahrungstasche vorne außen an der HM habe ich ihn eh nicht genutzt, dazu habe ich eine Netztasche über die Ridgeline gezogen (sowie zwei Plastikhaken als Aufhängmöglichkeiten, wie bei den Hennessys).


    Eine Frage noch zum TaR Warmer: Jemand anderes hat in einem Review geschrieben, dass sich die silberne Beschichtung nach einiger Zeit beginnt an einigen Stellen mehr und mehr aufzulösen. Bemerkst du so etwas auch? Das passiert ja auch bei den beschichteten Schaumstoffmatten. Nur hätte hier ein Verlust des Wärmeeffektes wahrscheinlich spürbarere Auswirkungen.


  • Hi Markus 123,

    hi zusammen,


    die Sache mit Deiner modifizierten Tasche schaut mal clever aus. Ich werd das aber so nicht brauchen, da ja meine Cocoon fürs Bikepacking hinten nur in die Satteltasche alias Ars*hrakete gestopft wird. So kann ich das Raumvolumen besser nutzen.

    Zur Beschichtung kann ich noch nix sagen. Ich habe das teil jetzt knapp einen Monat und eventuell dreimal gebraucht. Ich könnte mir aber schon vorstellen, daß dieses Auflösen, eben genau wie bei den Schaumstoffen, erst nach einem intensiven Nutzungszeitraum eintritt. Wäre aber schade, also zumindest für mich.

  • Hiab das gerade noch mal aus meinem Thread rausgewühlt, Ridgeline 2,80/ 2,85. Am Reißverschluss 2,88 gemessen.

    Ich glaube, das hat TreeGirl schon irgend wo anders mal gefragt, aber ich habe Deine Antwort nicht verstanden: Wenn Du "am Reißerverschluss" entlang misst, dann heisst das doch, dass Du die Länge des HM-Stoffes misst, oder? Und mit Ridgeline meinst Du die Schnur, die über Deinem Kopf von Raffung zu Raffung geht, oder? So werden die Begriffe zumindest üblicherweise verwendet.


    Diese beiden Strecken können doch nicht fast gleich lang sein? Die HM hängt ja durch und muss deshalb deutlich länger als die Ridgeline länger sein!


    Oder meinst Du mit Ridgeline die Mitte der Stoffbahn? Etwas unkonventionell, aber nicht abwegig...

  • Moin echinotrix,

    moin zusammen,


    also tatsächlich ist die Messaktion in meinem Thread Abhängen mit sakura gestartet und ja, so ganz flüssig ist das wohl nicht gelaufen. Asche auf mein Haupt. In Beitrag #80 wird zunächst mal deutlich, das an den Enden, also da wo der Tunnelzug ist noch gute 15cm Platz = Stoffstrecke an jedem Ende sind.


    Jetzt am örtlichen PC sehe ich dann auch über den Beitrag #80 das ich dort dann 2,97m am Saum des Reißverschluss entlang gemessen hab. Das macht dann unter dem Strich 3,27m. Ich werd das wenn ich die Cocoon nachher wider raus geholt habe nochmal nachmessen und dann im Erstbeitrag entsprechend ergänzen.

  • Hi,


    also die ca. 3,30m als Maß am Saum Hängematte/ Moskitonetz bzw. Reißverschluss gemessen kann ich so bestätigen. Ridgeline hatte ich jetzt 2,85m gemessen, die Cocoon hängend und je von Außenpunkt zu Außenpunkt. Die Ridgeline ist ja direkt an der Aufhängung selbst umschlauft (sag ich mal als Neuling so).


    Noch einer eine Idee oder Fragen dazu?


    So hab dann jetzt auch die Maße im Starterbeitrag eingetragen.

  • Servus ich bin der Dimi aus Österreich fahre gerne mit meinem Salsa fargo herum und habe einen Tipp bekommen dich zu fragen wegen der Cocoon UL mit Netz. Ganz einfach gesagt ich habe eine amazonas thermo die mir so wie ich denke zu kurz ist ( bin ja ein HM Anfänger und knappe 180 groß mit 82kg) und wollte eine längere kaufen aber die preiße sind ja nicht so billig und da hat mir eben "royal hang" die cocoon empfohlen und in Betracht zu ziehen. Da du ja Erfahrungen gemacht hast was sagst du? LG

  • Servus Dimi Trios,

    Servus in die Runde,


    oh um kurz vor sieben noch ein Frühaufsteher... ! Und dann auch noch von der Amazonas Thermo, was auch mein Werdegang war.


    Ja was soll ich sagen, bis jetzt bin ich mit der Cocoon sehr zufrieden und habe auch schon etliche Stunden in ihr verbracht. Halt wegen aua Rücken und so. Was ich Dir aber noch nicht sagen kann ob sie für eine durchgehende Nacht taugt. Denn auch wegen aua Rücken hab mich noch nicht wirklich daran getraut. Zur Zeit bin ich zwar recht beschwerdefrei, will das aber auch nicht ausreizen, weil eben Mitte nächsten Monat OP ansteht.


    Ich würde aber für eine gescheite Nacht in ihr locker 99,999999% geben. Mit 1,88m und ca. 90kg passt das bestens und erst gestern Abend hab ich in ihr das Essen vom Italiener sacken lassen. Drin gepennt habe ich dann nur nicht, weil ich nicht clever genug war mir vorher den Schlafsack mit dazu zu holen. Denn gestern wäre so eine gute Nacht gewesen, auch vom Rücken her. Blöder Fehler.


    Ja und den Rest meiner Eindrücke kannst Du ja ruhig hier lesen. Hatte RoyalHang nicht noch eine ohne Moskitonetz im Angebot? Ne´ war Waldmaus <klick>. Die könnte man sich ja ins Haus holen, ausprobieren und dann wenn das passt ein Moskitonetz noch zum Drübermachen holen.


    Denn mein Plan das Moskitonetz irgendwie ganz öffnen zu können, um den kompletten Sternenhimmel zu sehen, ging leider nicht auf.

  • Hallöchen zusammen,


    Es ist soweit, ein paar (was natürlich gelogen ist, also die paar) Textzeilen zur ersten kompletten Nacht in der Cocoon Ultralight Hägematte und dem Yeti Daunenschlafsack, kombiniert mit dem Therm-A-Rest Warmer als wärmereflektierende und winddichte Außenschicht. Selbstverständlich mit einem gewissen persönlichen Unterton.


    Mein erster Blick aus dem Nachtlager, es ist um kurz nach sechs, nicht ganz so spätsommerliche 10c° stehen auf dem „Tacho“. Irgendwo gibt’s hier Kühe in der Nähe die ich schon ganz früh gehört habe. Wahnsinn wie weit Geräusche bei Stille getragen werden.






    Egal, was warmes anziehen und erstmal frühstücken! Zu meinen Eindrücken, schade war das ich das Tarp aufgespannt hatte, denn gestern war genau so ein sternenklarer Himmel wie man ihn als Draußenschläfer lieben muß.


    Das Tarp hatte ich aber gestern vorsorglich aufgespannt, weil doch eine auffrischende Brise samt derer dunkler Wolken von süd-west aufkam. Im Grunde ein fast sicheres Zeichen für Niederschlag. Den Tag über verschwand das zwar wieder und als ich dann gestern den Entschluss fasste, war ich zu faul.


    Nicht unbedingt zum Abbau, ich scheute mich mehr vor einem erneuten Aufbau, wohlmöglich in der Nacht. Zwar versprachen die digitalten Wetterfrösche regenfrei, aber man kennt das ja.


    Zweiter Eindruck, wie komm ich in die Kombi aus Hängematte und Schlafsack? Schon ohne Hüft-Neuteileinbau bedarf das einer gewissen Geschicklichkeit und in Folge dessen Routine um da hinein zu schlüpfen. Letzteres fehlte mir, weil meine letzte Nacht gefühlt ewig her ist.
    Der Einstieg klappte aber, auch das Zuziehen des Reißverschluss im letzten Viertel. Das war natürlich wieder etwas tricky weil von wegen – Routine. Wie hatte ich das noch angestellt?


    Soweit so gut. Gestern Abend waren es mit dem Sonnenuntergang irgendwas knapp unter 20c°. Ich habe die Cocoon nur mit dem dünnen wärmereflierenden Therm-A-Rest Slacker Hammock Warmer auf gehangen, der Standard der letzten Nachsommertage (Bikepacking Optimismus für Packvolumen).


    Die Kombi, natürlich auch mit dem Yeti Schlafsack, klappte aber ganz gut. Drinnen lag ich mit einem Baumwoll T-Shirt und Wollsocken. Ist so‘ n Wohlfühldings.


    Bei sinkenden Temperaturen und relativer Windstille klappte das auch ganz gut. Frisch wurd‘ s erst in den frühen Morgenstunden (06:00Uhr ) und zwar im Hüftbereich. Frisch nicht kalt.

    Da ich aber eh schon wach war, also was man so wach nennen kann um die Uhrzeit, ging das in Ordnung. Cleverer wäre natürlich eine Kombi aus Poncholiner als Underquillt (da muß ich aber nochmal packtechnisch ran).


    Ansonsten war die Nacht, auch ohne Ausblick auf den Sternenhimmel, gut. Raus zwecks Wasserhaushalt regulieren mußte ich nur einmal. Aber auch das klappte mit dem Cyborg Neuteil ganz gut. Das liegen als solches war aber in der Cocoon für mich kein Problem, ich empfand das auch als bequem und kam folglich mit der Größe (325cm bei 188cm Gardemaß) gut zurecht.

    Ich hatte also ein gute und vor allem beschwerdefreie Nacht. Ich würde sogar soweit gehen, daß ich besser als im Bett geschlafen habe. Letztere wird aber an der „Technik“ liegen. Im Bett sollte ich ja noch wegen einer drohenden Innerotation und damit einer Luxation bei Seitenlage noch ein relativ dickes Kissen zwischen den Beinen haben. Will man sich dann im Bett aber auf die andere Seite drehen oder auf den Bauch, muß dieses Kissen mitgenommen werden oder wo auf die Seite gelegt. Man ist also im Prinzip jedesmal wach, wenn auch nicht lange.

    In der Hängematte würde ich aber meine Schlafhaltung als eher Rückenschläfer mit abwechselnd angewinkeltem Bein in einer Fastseitlage bezeichnen, natürlich in Diagonalposition.

    Möglichkeiten das ein frisch operiertes Bein sich wo auskugeln kann, bestehen einfach nicht. Kurz um, ich hatte eine gute und erholsame Nacht.






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