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  • Sollte mal jemand nach Plastiksäcken suchen, die sich zur Verwendung als Packliner eignen, kann ich Spänefangsäcke empfehlen (z.B.

    ). Hab ewig nach was Passendem gesucht...

    Alles, was ich bisher so im Baumarkt, Supermarkt oder Online gefunden hab, war entweder nicht robust genug oder hat bestialisch nach Lösungsmitteln gestunken - meist beides. Die in den USA und anderswo gerne verwendeten Trash Compactor Bags sind in Deutschland sehr schwer zu bekommen bzw. nur zu horrenden Preisen.

  • Was ist eigentlich der Vorteil eines solchen Plastiksackes gegenüber einem klassischen Beutel aus beispielsweise Silnylon? Der günstigere Preis? Oder die Wasserdichtigkeit? Bei Silnylon/Silpoly habe ich manchmal das Gefühl, dass da immer etwas Wasser durchdringt.

    Da er nicht genäht wurde zu 100% dicht,

    Preis, (wenn auch auf ama. teuer)

    kann (in diesem Fall) sehen was drin ist, einfach austauschbar,

    Gewicht.

    Fällt mir so spontan ein

  • Leuchtet mir teilweise ein. Aber:

    Da er nicht genäht wurde zu 100% dicht

    Gewicht

    Der silikonisierte Stoff mit abgedichteten Nähten müsste eigentlich auch dicht sein. Das scheint mir allerdings nicht ganz der Fall zu sein. Ich hatte schon öfters etwas Feuchtigkeit drin. Wenn man gutes Tape dabei hat, kann man den Plastikbeutel immerhin besser unterwegs reparieren als das Silnylon. Allerdings wiegt das Ersatz-Tape auch wieder. Ist der Plastikbeutel dann wirklich noch leichter als ein leichter Stoffbeutel?

    einfach austauschbar

    Solange man zuhause ist schon, aber auf einer langen Tour? Und gerade dort muss das Material ja wirklich zuverlässig sein.

    Ich kann mir echt vorstellen, dass ein leichter, aber stabiler Plastikbeutel eine gute Alternative sein kann, zumal ja viele Fernwanderer damit arbeiten. Irgendwie werde ich mit diesem Gedanken aber noch nicht so richtig warm, vielleicht weil ich meine Produkte gerne möglichst lange nutze und möglichst selten austausche.

  • Silikonbeschichtetes Nylon ist nicht Wasserdicht, sondern Wasserabweisend! Bei beschichteten Stoffen werden Wassersäulen im mm angegeben, die bei Regen auf einem gespannten Tarp für gewöhnlich unterschritten werden. Sobald allerdings Druck auf den Stoff ausgeübt wird, z.B. in Form deines Rucksackinhalts, wird das Wasser durch die Beschichtung gepresst (der Druck muss dabei größer sein als der, welcher von der entsprechenden Wassersäule erzeugt würde).

  • Vielleicht bin ich falsch informiert, aber aus meiner Sicht meint der Begriff "wasserabweisend" etwas anderes: Er meint, dass Wasser auf der Oberfläche abperlt. Das kann durch Silikon geschehen, wird aber oft auch durch eine DWR-Imprägnierung erreicht, die immer wieder mal aufgefrischt werden sollte. Über die Wasserdichtigkeit sagt der Begriff nichts aus.

    Wenn Silnylon Wasser durchlässt, dann hängt das damit zusammen, dass die wenigsten Stoffe 100% wasserdicht sind. Wie du schreibst, wird die Wasserdichtigkeit in Millimetern Wassersäule angegeben. Bei 2000mm Wassersäule treten in einem genormten Rohr bei genormter Füllgeschwindigkeit bei 2000mm Wasserdruck in einer bestimmten Zeit drei Tropfen Wasser durch den Stoff. (Angaben aus der Erinnerung. Hier weitere Details dazu.)

    Ich teile auch die Erfahrung, dass Silnylon nicht komplett wasserdicht ist. Ich bin aber etwas erstaunt, dass der Druck auf meine Daunensachen unten im Rucksack so gross zu sein scheint, dass tatsächlich nach einiger Zeit im Starkregen etwas Feuchtigkeit durch den Stoff des Beutels gelangt. Jedenfalls hatte ich letztes Frühjahr diese Erfahrung gemacht. Ich zitiere aus meinem E-Mail an Exped:

    «Vor einigen Tagen war ich unterwegs (...) und wurde stark verregnet. Dabei ist einiges an Wasser in den Rucksack eingedrungen und im Inneren nach unten geflossen. Mein Daunenquilt war ordnungsgemäss im Schnozzel Pumpbag zuunterst im Rucksack versorgt. Als ich den Daunenquilt am Abend aus dem Sack nahm, war dieser an der Oberfläche an einigen Stellen ziemlich nass. Das Gewebe des Pumpbags mag wasserdicht sein, aber die Wassersäule dürfte sehr niedrig sein. Als wasserdichter Kompressions-Packsack ist er also nur bedingt zu empfehlen.»

    Hier die Antwort von Exped:

    «Es tut uns leid, wenn dir eines unserer Produkte Sorgen bereitet. Wenn das Ventil geschlossen und der Rolltop 3x gerollt ist, sollte der Schnozzel tatsächlich wasserdicht sein. Klar ist er mit dieser Wassersäule und dem einfachen Rolltop nicht unterwasserdicht, aber als Schutz im Rucksack ist die Wassersäule des UL völlig ausreichend. Vielleicht testest du das noch mal unter ähnlichen Bedingungen, indem du den Schonzzelbag gefüllt mit Zeitungspapier oder ähnlichem ordentlich verschlossen für ein paar Stunden in ein nasses Handtuch einwickelst. Wenn er durchlässt, kannst du ihn noch wie einen Veloschlauch im Wasserbad auf ein Loch testen. Das liesse sich dann mit Tear-Aid Kit Typ A von beiden Seiten verkleben. Das gibt es im Outdoorfachhandel oder im Internet zu kaufen. Wenn der Schnozzel auch kein Loch hat, kannst du ihn uns gerne über deinen Exped Händler zur Reklamation einschicken. Uns würde dann vor allem interessieren wo genau er die Feuchtigkeit rein lässt!»

    Ich denke kaum, dass das Einwickeln in ein nasses Handtuch auch nur annähernd die Situation unten im Rucksack simuliert, aber immerhin habe ich eine Antwort erhalten. Ich bin dem bisher nie weiter nachgegangen.

    Meine Frage wäre nun einfach: Ist denn so eine Plastikfolie (beispielsweise eines Spänefangsacks) wirklich 100% wasserdicht? Respektive ist die Wassersäule deutlich grösser als beim durchschnittlichen Silnylon, das vielleicht auf 2000mm Wassersäule kommt?

  • Meine Frage wäre nun einfach: Ist denn so eine Plastikfolie (beispielsweise eines Spänefangsacks) wirklich 100% wasserdicht?

    Ja, IMHO.

    Eine mit Wasser (als Gewicht) gefüllte und zugeknotete Plastiktüte aus der Zeit als es noch so etwas beim Einkaufen gab hält das Wasser so lange, bis sie vor Sprödheid bricht.

    Gruß

    Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

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