Mein DIY-Wintertarp "Sunny Cloud"

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  • Ich frage mich gerade, wie gross man den «Anbau» a im Verhältnis zur Stoffbahn b am besten wählen sollte. Anders ausgedrückt: Welchen Winkel β sollte man wählen?

    Intuitiv würde ich jetzt mal auf 30° tippen. Bei einem gleichseitigen Sechseck (Hex-Tarp) wären es 30° und α entsprechend 60°.

    Stimmt, die 30° ergeben sich beim Sechseck von selbst. Der "Anbau" ist dann quasi auch kein Anbau, gehört und zum Sechseck dazu.

    a ergibt sich automatisch aus gewünschter Ridgelinelänge und Stoffbreite.

    Bleiben nur noch mit δ & γ zum spielen oder?

  • Ja, sehe ich auch so.

    "Anbau" habe ich es nur genannt, weil der rechteckige Teil für die Berechnung letztlich nicht relevant ist. Ich denke nicht, dass es zwischen einem 11'- und einem 12'-Tarp einen Unterschied beim "Anbau" gibt, da ist einfach beim Rechteck ein Fuss Unterschied.

    • Offizieller Beitrag

    Meine Erinnerung sagt mir, dass auch der Winkel β entscheidend sein kann (zumindest, wenn man den unteren Rand des Tarps eventuell etwas kürzer oder länger machen will und der Winkel σ zwischen den Seiten a und b dann ungleich 90° ist - vgl. die Grafik von Waldläufer70 ).

    Beim Nähen des Moskitonetzes á la Fronkey gab es eine ähnliche Entscheidungsnotwendigkeit. Da war mir der Winkel β so groß geraten, dass ich das Moskitonetz beim Reinlegen fast schon im Rücken gespürt habe. Für ein Wintertarp, dass ja ca. 350 Firstlänge besitzt, sollte die Gefahr nicht allzu groß sein. Allerdings reduziert sich der geschütze Lagerraum unter Kopf- und Fußende, wenn β zu groß wird. Da der Winkel β wiederum mit δ in Bezug steht, sollte man das ggf. berücksichtigen. Aber letzendlich entscheidet wohl wirklich das Spiel zwischen den Winkeln δ & γ, wie tief die Türen zum Boden reichen.

    Tricky ist dabei noch, die notwendige Stofflänge zu ermitteln, die ja bis zur Spitze des Türdreiecks reichen muss, das durch die Seiten s und d1 aufgespannt wird (plus Zuschlag für den Saum).

  • Nochmals zum Winkel β: Der sollte bestimmt nicht grösser sein als 30°. Je flacher man das Tarp abspannt, desto grösser wird dieser Winkel nämlich, wenn man das Tarp von der Seite her betrachtet (Projektion des Winkels auf eine Wand hinter dem Tarp).

    Rein theoretisch kann man auch an einem rechteckigen Tarp Türen anbringen. An den Berechnungen ändert sich nichts, ein paar der Grössen nehmen dann halt den Wert 0 an. Das Tarp wird dann einfach grösser und damit schwerer als im Normalfall nötig. Die hexagonale Form soll ja primär bei ähnlicher Abdeckung Gewicht sparen.

  • Nochmals zum Winkel β: Der sollte bestimmt nicht grösser sein als 30°. Je flacher man das Tarp abspannt, desto grösser wird dieser Winkel nämlich, wenn man das Tarp von der Seite her betrachtet (Projektion des Winkels auf eine Wand hinter dem Tarp).

    Rein theoretisch kann man auch an einem rechteckigen Tarp Türen anbringen. An den Berechnungen ändert sich nichts, ein paar der Grössen nehmen dann halt den Wert 0 an. Das Tarp wird dann einfach grösser und damit schwerer als im Normalfall nötig. Die hexagonale Form soll ja primär bei ähnlicher Abdeckung Gewicht sparen.

    Ich denke der Winkel β an den Türen dient aber auch der Leitung vom Wind. Senkrechte Türen bieten mehr Angriffsläche.

    30° ist wohl ein guter Kompromiss zwischen Platz unterm Tarp und Schrankwand Aerodynamik.

  • Mit dem Gedanken zum Wind liegst du bestimmt richtig. Ich dachte eher «entwicklungsgeschichtlich»: Aus dem rechteckigen Tarp wurde für Hängematten das Hex-Tarp entwickelt, um bei immer noch ausreichender Abdeckung einiges an Gewicht zu sparen. HEx-Tarps haben sich dann für Hängematten grossflächig etabliert (Warbonnet Outdoors, DutchWare, etc.). Dann kam man auf die Idee, Türen anzubringen. – Aber vielleicht liege ich ja falsch und alles nahm einen anderen Weg?

  • Hier der fertig aufgebaute Tarp-Pole-Mod. Die Abspannungen der Türen sind an den gegenüberliegenden Heringen der seitlichen Pull-Outs befestigt.


    Großaufnahme von einem der vier Panel Pull-Outs a la Warbonnet Outdoor. Auf Silikonisierung der Nähte habe ich erstmal verzichtet und gebe dem Corespun-Garn eine Chance. Mal sehen ... bei meinem WB Thunderfly musste ich die Pull-Outs auch nachträglich abdichten, da Wasser bei kräftigen Regen in nicht unerheblicher Menge von der Wetterseite durch die Tarp-Nähte auf Schlafsack und Hängematte gepresst wurde.

    Hast du schon feststellen können, ob die Pull-outs bei Regen dicht halten?

    Mir ist gerade etwas wieder in den Sinn gekommen. Wenn du die Pull-outs ausschliesslich nach oben abspannst, könntest du bei einem weiteren Tarp das inwendige Verstärkungstriangel auch auf den Kopf stellen. Die Belastung wäre dann idealer. Zumindest wäre das mein Gedanke dazu. Immerhin wird die Spannung des Tarps stark zwischen dem Tarp-Pole-Mode und der Abspannung nach unten aufgebaut. Du müsstest da mal, wenn das Tarp korrekt aufgebaut ist, oberhalb und unterhalb der Pull-outs an den Stoff klopfen und herausfinden, wo die Spannung höher ist. Aber in der Praxis wirst du dennoch keine Probleme bekommen, denke ich. Warbonnet macht seine Tarps ja nicht anders.

    • Offizieller Beitrag

    Wir hatten am Januar-Wochenende nur Nieselregen. Am Morgen hatte ich einige Tropfen auf dem Tarp, die sich in den Mulden an den Pull-Outs festgesetzt hatten. Die Überprüfung der Nähte hat aber nichts eindeutiges gebracht. Vermutlich war der Regen zu schwach und eher kondensierte Luftfeuchte. Ich muss also noch weiter auf richtiges Regenwetter warten ... 8o

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