Da die Komfortzone meines Hängematten-Schlafsack-Hybrids deutlich im Plusbereich der Außentemperaturen endet, habe ich bisher bei winterlichen Temperaturen freiwillig noch nicht hängend genächtigt. Unfreiwillig schon, denn im Frühjahr und im Herbst wird man ja auch mal von kalten Nächten überrascht.
Vorteil vom Zelt im Winter ist eindeutig, dass man es leicht aufheizen kann: es reicht ein Teelicht für angenehme Wärme in wenigen Minuten, eine Gaslampe führt schnell zu T-Shirt-Temperaturen. Das dürfte selbst bei einem Tarp mit Türen unerreicht bleiben, oder?
Wenn ich eine Firstleine spanne, kann ich auch eine Gaslampe aufhängen und bei geschlossenen Tarptüren kommt es unterm Dach auch zu einem Wärmestau. Durch die einwandige Konstruktion wird die Wärme aber schnell abgeleitet - ein doppelwandiges Zelt kann das besser. In den Nutzen der warmen Luft käme ich dann nur in der Hängematte liegend; stehe ich unterm Tarp, weht es mir kalt um die Beine, was beim An- und Ausziehen schon recht "frisch" sein kann.
Frühstück im warmen Schlafsack bei geschlossenen Zelttüren fällt ja aus. Auch Abendessen nur in voller Montur im Freien, allenfalls noch unterm schützenden Tarp.
Mein Tarp bekommt gerade Türen und für zusätzliche Wärme-Isolation meines Schlafsacks habe ich auch schon ein paar Ideen. Also theoretisch wäre ich in Kürze für kaltes Wetter gerüstet.
Aber ob ich es wirklich mache? Zelt im Schrank lassen und nur mit Tarp und Hängematte in die kalte Natur? Die "Pimp-my-Hängematte"-Maßnahmen sind eigentlich bisher nur dafür gedacht, die o.g. kalten Überraschungsnächte komfortabler zu überstehen.
Wie sind eure Winter-Erfahrungen, vor allem im Vergleich zum Zelt?
Welche extremen Wetterbedingungen habt ihr schon erlebt?
Wo hört der Spaß auf und es geht nur noch darum, das Wetter irgendwie ohne Schaden zu überstehen?
Bin sehr gespannt, was ihr so berichten könnt.