Gadget: Einwegwaschlappen, Handtuchpillen, Trockentücher

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  • Eins meiner Lieblings-Gadgets auf Tour sind diese Einweg-Feucht-Tücher in gepresster Tablettenform.

    Einfach mal angucken wie das funktioniert:

    https://www.youtube.com/watch?v=FdMbQt6Eex8

    Die Teile gibt es unter den verschiedensten Namen zu kaufen. In Amerika sind die Teile bekannt als "Wysi Wipe".

    Ich benutze immer die Perfect Tissues von RIAS (

    ). Meine Erfahrungen beziehen sich also nur auf dieses spezielle Produkt.

    Ich benutze die als:

    - Einweg-Waschlappen für die Katzenwäsche

    - zum Topf/Besteck reinigen

    - als feuchtes Toilettenpapier

    - zusätzlich mit Alkohol getränkt zum Wunden reinigen

    - Schwebstoff-Filter für den Wasserfilter

    - Vogelsch... vom Tarp putzen

    Die Tabs sind leicht, bestehen aus 100% Zellulose und sind somit biologisch abbaubar (einfach ins Feuer werfen oder verbuddeln).

    Sie sind deutlich reißfester und flusenfreier als Tempos. Auch das Packmaß ist genial.

    Kurz: man kann sich selbst oder "Dinge" reinigen mit einem absoluten Minimum an Wasser (2-3 ml).

    Für 10 Cent pro Tablette ein tolles Gadget für Unterwegs, das ich nicht mehr missen möchte.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Einziger Nachteil, das Material verrottet sehr langsam.

    Bitte nicht in die Kompost Toiletten auf den Trekkingplätzen werfen.

    Eher in den Müllbeutel oder verbrennen in der Feuerstelle.

  • Ich verbrenn die immer oder vergrabe sie 30 cm in der Erde (zusammen mit meinen eigenen Hinterlassenschaften). Es handelt sich dabei um unbehandeltes, unbeschichtetes Papier, sie verrotten also eigentlich sehr gut. Nicht so schnell wie normales Klopapier, weil sie dichter sind und aus mehr Material bestehen, aber immernoch ziemlich gut.

    Hab das auch mal ausprobiert, nach sechs Wochen war im Blumenkasten nichts mehr übrig davon (obwohl der sogar einige Male relativ trocken wurde). Das gilt nur für die Einmalwaschlappen, zu den gepressten Dingern kann ich nichts sagen (gehe aber davon aus, dass es ähnlich ist).

    Prinzipiell hängt die Verrottungsdauer sehr stark von der Feuchtigkeit ab. Wenn Zellulose trocken ist, hält sie sehr lange. An feuchten Stellen im Boden geht's viel schneller.

  • Ja, das sehe ich auch so wie beide Vorposter.

    Die Pillen bestehen zwar aus unbehandelter Cellulose und sollten mindestens genauso schnell verrotten wie Rindenmulch. Trotzdem bevorzuge ich das Verbrennen im Lagerfeuer (Leave No Trace).

    Die Toiletten auf den Trekkingplätzen sind schon bei bestimmungsgemäßen Gebrauch an ihrem Limit.

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    Hesmon

  • Ich habe auch immer ein paar Mikrofasertücher dabei: eines im Kochset, eines für die Trocken- und Reinigungsarbeit am Zelt (wenn mit dem Zelt unterwegs), eines für die persönliche Hygiene. Die sind bei mir viele Jahre im Einsatz.

    Feuer mache ich nur selten (nicht selten aus Gründen des «Leave no Trace»), und so müsste ich ein Wegwerftuch entweder mit dem Abfall mittragen oder vergraben (was mir eher widerstrebt).

    Ich habe aber mal so ein Tuch geschenkt bekommen, allerdings für den mehrfachen Gebrauch und aus Baumwolle. Erstaunlich, wie klein das zu Beginn komprimiert war.

  • Ich bin auch eine Freundin von kleineren Mikrofasertüchern, die ich immer wieder verwende. Einwegsachen überzeugen mich nie wirklich. Ich möchte nichts in der Natur hinterlassen - auch nicht, wenn es relativ schnell abgebaut wird. Bis dahin dauert es doch immer etwas und in der Zeit sieht es doof aus und vergraben mag ich auch nichts, weil ich nicht weiß, ob das irgendwelchen Tieren schadet: sei es denen, die es vielleicht ausgraben oder denen, die unter der Erde leben und es entweder fressen oder die ich in ihrem Revier störe.

  • Ich habe mal das ganz oben im Video verlinkte Produkt angeschaut: 10 Reinigungstücher à 3,5g wiegen 35g pro Packung. Das bedeutet, dass ich jedes Mal, wenn ich vier bis fünf Packungen durchgelassen habe, quasi ein Baumwoll-T-Shirt «verbraucht» habe. Diese Vorstellung finde ich nicht gerade ökologisch, insbesondere bei einmaligem Gebrauch der Tücher. Wenn ich mir dann noch vor Augen führe, dass diese Baumwolle womöglich nicht ökologisch produziert worden ist (Stichwort Aralsee), dann kann ich für mich nur Nein zu einem solchen Produkt sagen. Bei den Packungsgrössen von RIAS verbrauche ich mit jeder Packung rund zwei Baumwoll-T-Shirts. Allerdings weiss ich nicht, wie der dafür verwendete Zellstoff gewonnen wird.

    PS: Ein Baumwoll-T-Shirt ist bei mir bis zu zehn Jahre in regelmässigem Gebrauch.

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