Umgewöhnungsprobleme beim Umstieg vom Bett bzw. von der Isomatte in die Hängematte

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  • Ah OK, das Ding ist auch asymmetrisch, und hat nicht-isolierte "Stretch"-zonen. Naja, leider hab ich jetzt schon ein recht hochwertiges UQ und ich mag es an sich sehr. Aber die Idee und das Wissen, dass das hilft, nützt mir vielleicht trotzdem. Danke Mittagsfrost!

    Dieser Tag ein Leben!

  • während der Umdrehphase (mit Hand oder Ellbogen aufstützen

    Ich drehe mich um, in dem ich die Füße aufstelle und dann auf die Seite drehe. Der Oberkörper dreht sich dann fast automatisch mit. Ich stütze mich nicht mit dem Arm auf, sondern "rutsche" mit dem Oberkörper den Beinen hinterher... (blöd zu beschreiben...)

    Manchmal ziehe ich dann noch mit der Hand den Wooki etwas zurecht. Die wichtigen Stellen sind allerding immer bedeckt, lediglich ganz am Rand ziehe ich manchmal etwas nach.

  • Hmm, muss ich mal probieren, Danke! Ich hatte bis jetzt immer mindestens Fuss und Arm gebraucht, den Oberkörper + Beckenbereich zu entlasten und zum Rutschen=Drehen zu bewegen, denn der Mattenstoff liegt ja quasi ganzflächig am Körper unter Spannung an. Eventuell ist das Drehverhalten ja auch Matten-spezifisch.(?)

    Bezüglich UQ-nachziehen: bei mir kommt erschwerend hinzu, dass das Mückennetz (Reissverschluss links) idR. zu ist. Sobald die Nächte frostfrei sind, schwirrt so allerlei Kleintier herum, was mir bei offenem Insektenschutz leicht total den Spass an der Sache verdirbt. OK, den RVS links kriegt man noch kurzzeitig auf und wieder zu, um den UQ im Kopfbereich nachzuziehen, aber (bei Hennessy Explorer echt doof:) auf der rechten Seite gibts gleich gar keine Öffnung. Das war meine erste Hängematte, ohne Erfahrungsschatz gekauft.

    Naja und der UQ verrutscht eben hin und wieder auch im Fussbereich. Aber ich denke, nach den Tips mit dem "Fussbereich höher hängen" gibt sich das Problem vielleicht ja sogar gänzlich. (Noch nicht getestet.)

    Gruss Jörg

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    • Offizieller Beitrag

    Rate mal, warum hier so viele auf den Wooki gekommen sind... Fast 6 Jahre lang war mein zweiter Name "Die mit dem Underquilt tanzt" :P Dann kam der Wooki, und alle Probleme haben sich erledigt.

    Das Hauptproblem aller Underquilts mit 4-Ecken-Aufhängung ist, dass sie deutlich schmaler sind als die Hängematte - und dass sie nur an den Ecken hochgezogen und an die Hängematte gedrückt werden. Wenn du dich in die Hängematte legst, und mit der Hand zwischen Hängematte und Underquilt fasst, wirst du feststellen, dass an den meisten Stellen Hohlräume sind. Die rauben dir die Körperwärme. Am effektivsten ist der Underquilt, wenn er direkt anliegt. Mit der 4-Ecken-Aufhängung ist das nicht gut zu schaffen, vor allem weil sie nicht so straff angezogen sein darf, dass sich der Underquilt nicht mehr in die Diagonale drehen kann.

    Was ein wenig hilft (aber anderweitig stört) ist, zusätzliche Aufhängungen anzubringen. Eine ausgewachsene Clew wird zwar den Underquilt an die Hängematte drücken - aber auch dafür sorgen, dass er sich nicht mehr drehen kann. Aber du kannst versuchen nur eine Gummikordel in der Mitte der schmalen Seiten anzubringen. Dann hängt der Underquilt nicht mehr ganz so stark durch.

    Was auch etwas bringt ist eine seitliche Aufhängung über die Ridgeline. Die stört halt etwas beim Ein- und Aussteigen.

    Nicht ganz so effektiv, aber auch nicht so störend ist es, die primäre Aufhängung über der Ridgeline zusammen zu klippen. Am einfachsten geht das mit 2 kleinen Materialkarabinern. Nimm die beiden Gummikordel am Kopfende, und hake sie über der Hängemattenridgeline in einen Karabiner ein. Mach das Gleiche am Fußende. Auch dadurch wird der Underquilt besser nach oben, gegen die Hängematte gezogen.

    Was für mich auch ganz gut funktioniert hat, war eine zweite Hängematte oder einen zweiten Underquilt unter den Underquilt zu hängen. Dadurch wird der erste Underquilt auch nach oben gedrückt. Wenn man einen zweite Hängematte verwendet, muss man nur aufpassen, dass der Underquilt nicht zu platt gedrückt wird.

  • Hallo TreeGirl,

    Ja es ist genau so. Ich habe mittlerweile Gummikordel (mitgeliefert, zugeschnitten) an 4 weiteren Seitenschlaufen des UQ befestigt und über die Ridgeline gezogen. Ich denke, das verringert die Hohlräume. Heute Nacht teste ich noch Mal, diesmal aber mit der Hennessy.

    Gruss Jörg.

    Dieser Tag ein Leben!

  • Der Wookie scheint ja wirklich der Porsche unter den Underquilts zu sein. Vor Allem für Zuhause. Dass kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Allerdings wurde er ja für die 335cm Warbonnet-Hängematten gebaut.

    Würde er mit "übergroßen" Hängematten, wie man sie zuhause gerne hat, auch funktionieren? Also zum Beispiel 400x180cm.

    Kann es dann sein, dass man dann diagonaler liegt, als es der Wookie vorsieht?

    • Offizieller Beitrag

    Klar. Ich verwende meine Wookis auch mit 5m langen Hängematten. Schaust du hier: Warbonnet Wooki Underquilt mit anderen Hängematten.

    Der Wookie scheint ja wirklich der Porsche unter den Underquilts zu sein. Vor Allem für Zuhause.

    Warum vor allem für Zuhause? Der Wooki ist genauso leicht wie, oder sogar leichter als die meisten anderen Underquilts fürs Camping. Er passt aber viel besser und wärmt deshalb auch besser :)

    • Offizieller Beitrag

    Kann es dann sein, dass man dann diagonaler liegt, als es der Wookie vorsieht?

    Dachte ich erst. War aber - zumindest bei mir - nicht so. Kann aber sein, dass größere Leute etwas diagonaler liegen. Das käme auf einen Versuch an.

  • Klar. Ich verwende meine Wookis auch mit 5m langen Hängematten. Schaust du hier: Warbonnet Wooki Underquilt mit anderen Hängematten.

    :thumbup: Das freut mich sehr zu lesen.

    Warum vor allem für Zuhause? Der Wooki ist genauso leicht wie, oder sogar leichter als die meisten anderen Underquilts fürs Camping. Er passt aber viel besser und wärmt deshalb auch besser :)

    Andere UQs lassen sich je nach Bauweise und Länge individueller aufhängen und können so evtl. in Extremsituationen (z.B. TQ/Schlafsack is a bissal zu kalt) mehr Oberfläche des Körpers abdecken, weil sie sich ÜBER die Schulter und den Kopf bzw. die Füße legen lassen. Meiner Vorstellung nach liegt die Wookieisolation nur unterhalb des Körpers.

    Die Aufhängekordeln bei klassischen UQs sind ja auch genau das, was es zuhause - unter kontrollierten Bedingungen - so "unbequem" machen, aber haben evtl. dann unterwegs auch ihre Vorteile.

    Jedenfalls stelle ich mir das so vor, der noch nie in einem Wookie gelegen hat.

    Gerne werde ich eines besseren belehrt, wenn jmd. den Vergleich hat.

    • Offizieller Beitrag

    Andere UQs lassen sich je nach Bauweise und Länge individueller aufhängen und können so evtl. in Extremsituationen (z.B. TQ/Schlafsack is a bissal zu kalt) mehr Oberfläche des Körpers abdecken, weil sie sich ÜBER die Schulter und den Kopf bzw. die Füße legen lassen.

    Das sind dann aber keine normalen Underquilts. Ich weiss, dass im günstigeren Segment Gimmicks wie "Cocoon"-Underquilts verkauft werden, die man um die Hängematte herum wickeln kann. Was da verschwiegen wird ist, dass man in der Bananenrichtung liegen muss, um das Feature nutzen zu können. Und wenn die Hängematte nicht sehr kurz ist, bleiben am Fuß- und Kopfende riesige Löcher, durch die die warme Luft wunderbar entweichen kann.

    Ich verstehe den Bedarf auch gar nicht. Es gibt ja auch keine Isomatten, die man um sich wickeln kann, für den Fall dass der Schlafsack nicht warm genug ist...

  • Hallo,

    Ich kann mittlerweile aber auch sagen, dass der (seitensymmetrische) Selva600 von Cumulus bei mir mittlerweile absolut gut sitzt und wärmt, und damit für mich voll i.O. geht (auch weil das finanzielle natürlich immer eine Rolle spielt). Das anfangs beschriebene Problem mit dem Verrutschen lag weniger am UQ als an meiner eigenen Liegeposition und unzureichender Befestigung. Wie du, TreeGirl, und einige andere auch vorgeschlagen hatten: Ich hab das Fussteil jetzt einige zehn cm höher und nun klappts auch mit dem Warmliegen (-bleiben). Danke nochmal!

    Ausserdem habe ich die äussersten 2 Paar Schlaufen mit Gummikordeln über die Ridgeline hochgebunden (der Selva600 hat 5 Paar Schlaufen an den Seiten, zuzgl. der Längs- und Kragenverzurrungen). Diese Gummikurdeln sind ruck-zuck rübergebunden und halten die UQ-Enden in Position. Gleichzeitig habe ich auch die Längsverzurrung noch enger gezogen.

    Da diese Gummizüge noch reichlich jenseits von Kopf und Fuss anliegen, kann ich bislang keine Komfortverschlechterung feststellen. Ich bin 178cm lang - der UQ ist die M-Grösse.

    Die weiteren, mittigeren Seitenschlaufen des UQ könnte man auch noch hochbinden, was dann u.U. lokale Einengung mit sich bringen könnte, je nachdem wie straff (?). Diese braucht man aber an sich nicht zu benutzen, der UQ zieht sich dort nun ausreichend von alleine ran und ist auch breit genug. (Er war also damals beim ersten Versuch definitv zu locker aufgehängt im Rücken.)

    Also den Cumulus kann ich definitiv auch empfehlen.

    Meine Einschätzungen gelten natürlich erst mal nur für relativ kurze Einsteiger-HMen. Ob das bei den langen anders ausginge, kann ich nicht sagen.

    Gruss Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

    • Offizieller Beitrag

    Ja, bei kurzen Hängematten funktionieren auch die traditionellen Underquilts mit 4-Ecken-Aufhängung leidlich gut. Weil man in einer kurzen Hängematte ohnehin eher längs als diagonal liegt, muss sich der Underquilt nicht stark mitdrehen. Die Löcher zwischen Hängematte und Underquilt bleiben aber - es sei denn, man bringt zusätzlich viele Gummikordel an. Been there. Done that. Trotz Gummikordel war das Ergebnis nie wirklich befriedigend, zumindest bei den Hängematten, die ich benutze.

    Der einzige Grund sich statt einem Wooki oder Wooki-Klon einen 4-Ecken-Underquilt zu kaufen ist meiner Meinung nach die Symmetrie. Wer die Liegerichtung wechseln können will, wird mit dem Wooki nicht glücklich. Wenn ich noch keinen Underquilt habe, und mir etwas mit Daune kaufen will, würden mich die ~60€ Preisunterschied nicht abhalten. Der zusätzliche Komfort und die effektivere Isolierung sind mir wesentlich mehr Wert.

    • Offizieller Beitrag

    TreeGirl, hattest du schon mal einen der besseren Cumulusse unter dir?

    Ich habe auf einem Hängemattentreffen mal in einem gelegen. Cumulus Underquilts unterscheiden sich nicht großartig von anderen Underquilts dieser Bauart. Das grundsätzliche Problem ist die Art der Aufhängung. Ein an den 4 Ecken aufgehängtes Rechteck passt sich nur schlecht an ein längeres, breiteres, an gerafften Enden aufgehängtes Rechteck an. Zumal es sich auch noch diagonal drehen muss. Durch die schlechte Passform entstehen Luftlöcher, die man mehr schlecht als recht mit diversen Modifikationen bekämpfen muss. Ich kenne keinen Wooki-Besitzer, der gerne zurück zu einem 4-Ecken-Underquilt zurück wechseln würde. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum nicht schon sämtliche Underquilt-Hersteller auf das Wooki-Design umgestellt haben. Oder zumindest versucht haben, ihr Design zu verbessern. Ich kann mir das nur so erklären, dass sie noch nie einen Wooki-ähnlichen Underquilt benutzt haben.

    • Offizieller Beitrag

    Mal sehen, ob ich auch mal in den Genuss komme, einen Wooki zu testen.

    Du kannst dir eine Wooki-Simulation basteln. Wenn du eine zweite Hängematte hast, hänge sie mit Gummikordeln locker unter deine Haupthängematte und den Cumulus. Lockere die Aufhängung vom Cumulus so weit, dass er nur noch gerade so daran gehindert wird, zwischen den Hängematten zu verrutschen. Die Stützhängematte sollte den Cumulus tragen und gegen die Haupthängematte drücken. Ganz 100% funktioniert die Simulation nicht, weil es Stellen geben wird, an denen der Underquilt zu stark zusammen gedrückt werden wird. Und leichte Druckstellen von der Underquilt-Aufhängung bleiben. Aber ich denke, man gewinnt einen Eindruck.

  • Das sind dann aber keine normalen Underquilts. Ich weiss, dass im günstigeren Segment Gimmicks wie "Cocoon"-Underquilts verkauft werden, die man um die Hängematte herum wickeln kann. Was da verschwiegen wird ist, dass man in der Bananenrichtung liegen muss, um das Feature nutzen zu können. Und wenn die Hängematte nicht sehr kurz ist, bleiben am Fuß- und Kopfende riesige Löcher, durch die die warme Luft wunderbar entweichen kann.

    Ich verstehe den Bedarf auch gar nicht. Es gibt ja auch keine Isomatten, die man um sich wickeln kann, für den Fall dass der Schlafsack nicht warm genug ist...

    Zitat von Treegirl aus "Fragen und Antworten zum Warbonnet Wookie Underquilt":

    "Dadurch dass der Wooki den Nutzer nicht umhüllt (wie ein traditioneller Underquilt), finde ich ihn auch bei höheren Temperaturen erträglich."

    Wollte das nur kurz richtig stellen. Ich meine eigentlich schon "normale" Underquilts. Eventuell habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt.

  • Hallöchen,

    Zitat von Treegirl aus "Fragen und Antworten zum Warbonnet Wookie Underquilt":

    "Dadurch dass der Wooki den Nutzer nicht umhüllt (wie ein traditioneller Underquilt), finde ich ihn auch bei höheren Temperaturen erträglich."

    Wollte das nur kurz richtig stellen. Ich meine eigentlich schon "normale" Underquilts. Eventuell habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt.

    kurze Zwischenfrage, da ich ja inzwischen mitbekommen habe, daß Ihr da echt tief im Thema steckt und es hier auch haufenweise "Fremdwörter" gibt, dachte ich mir mal so, wirf doch mal die Forumssuchmaschine ( Lupe oben rechts) an.

    Frage, gibt's hier im Forum nicht sowas wie einen Thread wo die Begriffe in Kurzform mal erklärt werden?

    Denn über die Lupe tauchen natürlich nur haufenweise Threads auf, wo der Begriff auftaucht. Und bei Cookie kann ich mir im Grunde nur anhand des Geschriebenen grob was vorstellen.

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