Hängemattenständer aus Carbonrohren

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    • Offizieller Beitrag

    Ich habe ja beide Seiten abgespannt - so wie in der Anleitung empfohlen. Aber das hat nicht verhindert, dass das Gestell sich bewegt. Wenn ich mich auf die Seite gedreht habe, hat sich der rechte Arm jedesmal hoch bewegt und die abrupte Gewichtsverlagerung war sehr beunruhigend. Da konnte ich nicht ruhig schlafen.

    Re Isomatte: ich habe auch eine Schaumstoffmatte geplant. Aber da ich vor Ort keinen Anbieter finden konnte, müsste ich online bestellen. Und ich würde gerne sicher sein, dass ich in einer 90°-Hängematte mindestens ähnlich gut schlafen kann wie in einer GE-Wooki-Kombo. Eine Underquiltlösung wäre mir auch deshalb lieber, weil sich ein Underquilt platzsparender und schneller verstauen lässt. Jedenfalls wollte ich erst noch ein wenig experimentieren bevor ich mir eine Schaumstoffmatte hole, die dann u.U. nur herum liegt und Platz weg nimmt.

  • Cross Hammock : ich habe noch Fragen zu deinem Carbongestell:

    - ist die Bodenschnur in der Länge verstellbar?

    - du verwendest zum Abspannen auf jeder Seite 2 Schnüre: ist das jeweils eine lange Schnur, die um die Stange gewickelt wird oder sind es zwei einzelne Abspannleinen pro Seite? (Du schreibst, dass 2 Abspannschnüre mitgeliefert werden)

    Ist bei zwei Leinen der Zug pro Leine nur halb so groß wie bei einer Leine (wie z.B. beim tensa4)? Dann könnte man, beim Gebrauch in Zimmern, etwas weniger "stabile" Abspannpunkte verwenden.....

    Du schreibst auf deiner Internetseite: "Der Carbon Tree ist damit der leichteste Hängemattenständer auf dem Markt"

    Ich würde das ändern in "einer der leichtesten" Hängemattenständer, denn der Handy Hammock Stand hat bei gleichem Gewicht die HM und die Heringe dabei, wäre also ohne dies Sachen schon deutlich leichter....

    Einmal editiert, zuletzt von barfuß (26. Januar 2019 um 23:10) aus folgendem Grund: Schreibfehler

  • Ich bin leider heute noch nicht dazu gekommen, die Ankündigung des Carbon Tree zu erstellen. Deshalb nur kurz zu deinen Fragen, barfuß: die Bodenschnur ist mit Whoopie Sling verstellbar. Für die Cross Hammock braucht man etwa eine Länge von 2,30 m. Für eine GE vermutlich viel weniger. Das werde ich noch austesten und dann eine Option im Shop einfügen. Und ja, bei zwei Schnüren kommt nur die halbe Kraft auf jeden einzelnen Strang. Bisher habe ich pro Seite eine einzige lange Schnur benutzt, die auch mit Whoopie Sling verstellbar war. Aber ich plane in Zukunft nur einen Hering pro Seite zu verwenden, um das Setup zu vereinfachen. Ich werde dafür auch noch ein Video posten. Es gibt zwar schon eins aus dem letzten Sommer, aber das habe ich dummerweise unscharf aufgenommen. Die Aufstellung des Carbon Trees dauert (bei unproblematischem Untergrund) wirklich nur 3 Minuten.

    Deine Beschreibung des Handy Hammock, Mittagsfrost, hat mich damals beeindruckt. Das System ist wirklich sehr ausgeklügelt. Leider ist es für die Cross Hammock zu niedrig. Und das Strippengewirr könnte man wahrscheinlich durch ein dickeres Carbonrohr vermeiden. Schade dass der Hersteller das nicht mehr weiter verfolgt hat.

  • Für die Cross Hammock braucht man etwa eine Länge von 2,30 m. Für eine GE vermutlich viel weniger

    Die Länge hängt davon ab, wie groß du bist und wie hoch du hängen willst. Die Fußbreite unten liegt bei ca. deiner Körpergröße. Das kommt daher, dass kleine Leute nicht so leicht mit Kopf oder Füßen an den seitlichen Stangen anstoßen. Große Leute kommen da leichter dran und müssen dann entsprechend den Fußabstand in der Breite vergrößern, so dass die Stangen weiter auseinander sind und sie deshalb genügend Kopf- bzw. Fußfreiheit haben.

    Bei mir sind 1,60 m bis 1,70 m passend.

  • Wenn ich den Abstand der Bodenpunkte nach meiner Körpergröße wählen soll, ist der Carbon Tree für GE-Hängematten ungeeignet. Ich musste bei meinem Versuch heute auf ca. einen Meter heruntergehen, damit der Ständer überhaupt genügend Länge (für meine freilich sehr lange Hängematte) hergibt. Das erklärt auch die enormen Kräfte, die dazu führten, dass sich die Soft Shackles in die Bohrlöcher eingeschnitten haben. Wie lang sind denn die einzelnen ausgezogenen Stangen beim Tensahedron?

  • Gerade habe ich nochmal genau nachgemessen: die Stangen sind auseinandergezogen 2,55 m lang (komplett mit Stoppergummis), die einzelnen Segmente 46 cm (7 Stück pro Stange - das dickste Element in der Mitte).

    Bei den DIY Tensahedrons auf Hammockforums haben einige Leute die Bohrlöcher mit Verstärkungen versehen: entweder eine Art Röhrchen aus Kupfer durch die Öffnung geschoben und dann die Enden außen am Loch umgeschlagen oder die Rohre in diesem Bereich von innen mit Holz o.ä. aufgefüllt, um die Stellen zu verstärken.

  • Danke! Dann ist der Tensa4 ja ziemlich genau so groß wie der Carbon Tree. Ich habe innen Kork drin, aber eine Metallbuchse wäre tatsächlich noch besser. Die Stelle ist jetzt mit 2-Komponenten-Kleber repariert, das sollte für die normale Belastung durch die Cross Hammock reichen. Zu neuen Tests komme ich aber wahrscheinlich erst in drei Wochen.

  • Meine Carbonrohre waren kleiner im Durchmesser, aber mit etwas höherer Wandstärke. Für die Hülsen habe ich sogenannte pulltrudierte Segmente verwendet.

    Welche Rohre hast Du denn damals benutzt? Ich überlege 2 unterschiedliche, 1x gross und dünn, 1x klein und dick, so dass ich die einen in den anderen versorgen kann... Thanks!

    Was ist der Vorteil von pulltrudierten Hülsen? Sind die nicht einfach schwächer?

  • Ich habe die ursprünglichen Maßnahmen nicht mehr zur Hand. Ich denke, ungefähr 22 mm Durchmesser, 1,5 mm Wandstärke. Die pultrudierten hülsen waren hauptsächlich billig und in Längsrichtung am steifsten, aber torsionsschwach und leicht zu zerdrücken.

  • Ich habe mir — mit der grossartigen Unterstützung der Beiträge von Cross Hammock und Schaumkuppel — einen eigenen Ständer gebaut. Dies ist work in progress, Zwischenstand...

    Bislang 3 Nächte getestet, also noch nicht sehr aussagekräftig :)

    Grösste Neuerungen gegenüber den Vorgängern:

    • meine Rohre sind nur 25/23 und 22/19 mm dick. (Also je 2 unterschiedlich dicke Röhren, der kleinere Durchmesser mit 1.5mm Wandstärke. Damit passt die eine Hälfte der Rohre in die andere hinein.)
    • Die Rohrsegmente sind nicht miteinander verbunden.
    • Als Verbindung oben habe ich Stöpsel gemacht (analog den Verbindungshülsen) mit Amsteel verbunden. Unter Last können die nicht rausrutschen.
    • Unten habe ich die Gummifüsse mit Amsteel verbunden und eingeleimt.
    • Ich nehme nur 4 Segmente à 50cm, Totallänge also nur 200cm
    • Gesamtgewicht bei knapp 1.3kg.
    • Getestet mit der 90° HammockTent.

    Fazit:

    • sehr stabil, wirkt absolut vertrauenswürdig
    • beim Drehen nachts stosse ich manchmal mit den Knien oder Schulter an die Stangen, das macht mir etwas Sorgen, weil die Querbelastbarkeit der Rohre sicher nicht so toll ist. Ich benutze das HammockTent ohne Matte mit "in-quilt", daher sehr beweglich. Ich pröble deshalb gerade damit, die Füsse ein paar cm auseinanderzunehmen. Dazu muss ich sie aber fixieren.
    • Der Aufbau mit den Stöpseln ist manchmal mühsam, Solange die Matte noch nicht dran hängt, sind sie nicht fixiert. Ich möchte zudem bei Regen das Tarp ZUERST aufbauen können, dazu müsste die Verbindung aber auch ohne HM halten. Also ev. zum Original mit dem Soft-Shackle. Dann muss man den aber jedesmal anbringen oder kann die Rohre nicht ineinanderschieben. Tipps willkommen!

    Fotos:

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  • Mich irritiert das Bild 3 etwas:

    - bist du sicher, dass die Stangen wirklich aus Kohlefaser sind? Für mich sieht es aus, als ob das nur Karbondesign mit aufgeklebter Folie ist.

    - hast du nicht Angst, dass das Amsteel oben an den Kanten der Stöpsel durchgerieben wird?

    Noch zwei grundsätzliche Dinge: ich würde die Stangen um ein Teil verlängern

    - erstens, weil die Belastung der Stangen in der Mitte am größten ist und da ist ein Rohr besser als ein Zusammenschluß zwischen 2 Rohren

    - zweitens braucht man meiner Meinung nach sowieso längere Stangen, damit man sie beim Liegen in der HM nicht berührt. Zumindest bei einer GE ist das so, bei der Querhängematte bin ich mir nicht sicher.

  • Für eine GE-Hängematte wäre dieser Ständer mit Sicherheit zu klein. Aber auch für eine Querhängematte fällt er sehr knapp aus. Die Stangenpaare haben ja kaum 1 m Bodenabstand. Ich fühle mich bei einem Bodenabstand von weniger als 1,80 m unwohl.

    Die obere Verbindung der Stangen wäre mir auch zu heikel. Bei 1 mm Wandstärke ist es nur ein Frage der Zeit, bis sich das Amsteel ins Rohr einschneidet. Das kommt vielleicht nicht sofort, aber nach einem Jahr regelmäßiger Nutzung dürftest du dort Probleme bekommen (es sei denn, du bist sehr leicht). Ich bin deshalb auf 3mm Wandstärke an den Bohrungen gegangen.

  • Ich fasse die Antworten zusammen:

    hangloose: die Rohre sind mit inneren Hülsen (wie nennt man das...?) — wie bei Schaumkuppe und Cross Hammock auch — verbunden. Ich meinte, sie haben keine innere Schnur/Bungee wie bei Cross Hammock.

    barfuß: Ja, das ist schon Kohlefaser. Sonst hätten die wohl auch die 3 Nächte nicht gehalten :)

    Mehr Länge bringt quasi nichts: Der Abstand des höchsten Punkts ist durch die Länge der Ridgeline bestimmt. Längere Stangen haben einfach einen kleineren Winkel zueinander. Ich würde zwar höher hängen (was aber zum Einsteigen unangenehm wäre, jetzt bin ich perfekt auf Stuhlhöhe, ich nutze die HM auch gleich als Stuhl beim kochen, lesen etc.), dort wären aber die Stangen fast gleich nah. Der einzige Vorteil von längeren Stangen wäre meines Erachtens, wenn man die "Füsse" (der Stangen) so weit auseinander nehmen könnte, dass sie unter (meinen) Füssen und über dem Kopf sind. Aber da bräuchte ich mehr als 50cm zusätzlich. (Siehe CrossHammock Carbon Tree, dort reicht's dafür auch noch nicht). Richtig, eine GE kann ich mir nicht vorstellen, da wäre man wohl fast am Boden... Probiert hab ich's nicht.

    Die Belastungsgrenze probiere ich jetzt einfach aus... :) Ich behaupte, dass die Belastung sowieso nicht lateral sein DARF. Und längs ist sie in der Mitte nicht höher.

    Cross Hammock: Was stört Dich am kleinen Bodenabstand? Ich hatte Bedenken (aufgrund Deiner Vorlage), aber ich habe versucht zu schaukeln, das ist absolut kippsicher. Lustig, dass Du denkst, dass sich das Amsteel ins Carbon frisst, ich fürchte eher das Gegenteil, dass sich die Schnur durchscheuert. Im Gegensatz zu Deinem Design ist die Belastung immer woanders (Rund ums Rohr statt immer beim Loch). Und es sind 2 (resp.3) mm, der Stöpsel wird durch den Zug ganz an den oberen Rand gezogen, das ist also doppelt. Aber ja, ich habe ein Auge drauf und muss allenfalls einen Kantenschutz anbringen! Oder mal die Schnur erneuern. (Nein, ich bin nicht sehr leicht, schön wär's!)

    Danke für die Diskussion, macht Spass!

  • Moin zusammen,

    da ich schon seit vielen Jahren Angelruten, Kecherstöcke und diverse andere Carbonstangen für verschiedene Anwendungen benutze möchte ich hier auch noch ein wenig von meinem Senf dazu tun.

    Grundsätzlich ist Carbon ein toller Werkstoff👍 leicht, zäh und steif mit guter Elastiziät.

    Das Problem mit Carbon ist die höhere Anfälligkeit bei Stößen oder Schlägen gegen das Material.

    Es reißt oder bricht deutlich schneller als z.B. Aluminium. Und je höher der Kohlefaseranteil je empfindlicher sind die Carbonstangen. Aber umso leichter werden sie dann.

    Die meisten Hersteller von Carbonstangen (z.B. Sportex) nehmen keine reine Kohlefaser sondern verarbeiten es im Verbund mit anderen Fasern z.B. mit Kevlar oder Aramid um die Bruchfestigkeit zu erhöhen. Die Carbonrohlinge werden dann mit Expoxidharz und Matten aus anderen Materialien verbunden. Das macht die Rohre dann aber schwerer. Trotzdem bleiben sie deutlich empfindlicher als z.B. Alustangen.

    Das konnte ich in meiner Zeit als Angelgeräteverkäufer oft sehen. Die meisten Ruten/Kecherstangenbrüche gab es bei Carbonrohren mit hohem Kohlefaseranteil.

    Ein anderes Beispiel: Fahrradrahmen! Rahmen aus Carbon sind schön leicht aber auch deutlich Bruch/Rißanfälliger als Stahl-oder Alurahmen.

    Um Carbonrohre weniger empfindlich zu machen muss man dann die Rohrwandstärke erhöhen und/oder die Rohlinge mit Matten aus anderen Materialien umwickeln.

    Somit wäre der Carbon Gewichtsvorteil ziemlich dahin.

    Ich würde Alustangen für den Einsatz draußen Carbonstangen immer vorziehen! Weil einfach die Gefahr des Brechens geringer ist.

    Ich habe schon einige Projekte aus Alurohren und Steckverbindern (teilweise mit Stahlkern) gebastelt. U.a. den hier schon mal vorgestellten Hm Ständer oder Wanderwagen. Bis jetzt hat alles super gehalten 👍

    Gruß von der Ostsee

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