Hängemattenständer für die Cross Hammock

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  • Anlässlich meiner Kunstmarkt-Premiere musste ich mir überlegen, wie ich darauf reagiere, wenn mich das Ordnungsamt von den Linden der Charlottenburger Schlossstraße vertreiben würde. Deshalb habe ich vorgestern in aller Eile einen Hängemattenständer aus vier 2400 x 40 x 20 mm großen Hölzern konstruiert. Vorbild war der Tensahedron, der hier ja schon ausgiebig diskutiert wurde. Das Konzept funktioniert für die Cross Hammock ganz genauso - wie zu erwarten. Nur muss man den Stand nach beiden Seiten abstützen, damit er genau gerade steht. Das ist wichtig für die Querhängematte.

    Da die Seitenschnüre fast parallel zu den Stangen laufen, tritt praktisch keine Querbelastung der Hölzer auf.

    Man liegt so bequem wie eh und je. Die Schnüre gehen außen an zwei Bäume, weil ich nur 15 cm lange Heringe besitze. Mit etwas längeren Heringen sind aber sicherlich auch Bodenabspannungen möglich. Das probiere ich später noch.

    Beim Aussteigen flexen die Stangen etwas zusammen, aber das ist kein Problem.

    Verbunden habe ich die Stangenenden mit vier Dyneema Soft Shackles.


    Die Bodenverbindung habe ich mit Whoopie Sling verstellbar gemacht, um den besten Winkel austesten zu können.

    Was haltet ihr von dem Konzept?

  • Mir gefällt dein Konzept, aber laut hammockforums.com müßte eine crosshammock in einem Tensahedron auch mit nur einer Abspannung funktionieren. Ich habe dort ein Foto und einen Bericht dazu gesehen. In Innenräumen ist es oft hilfreich, wenn man nur einen Abspannpunkt braucht - und auch der ist nicht immer zu finden. Draußen, auf einer Wiese ist das natürlich kein Problem. Statt Heringen würde ich aber die Kunststoffschrauben empfehlen, da sie deutlich besser halten.
    Ich hatte meinen Probe-Holzstand auch mit eckigen Stangen gemacht, habe dabei aber festgestellt, dass runde Stangen sind besser gegeneinander verschieben (und damit stabiler stehen), was gerade bei den unteren Verbindungen (also denen, die auf dem Boden stehen) günstiger ist.

  • Bist du sicher, dass sie bei hammockforums eine Querhängematte getestet haben? Mich würde wundern, wenn es nur mit einer Abspannung hält. Dann müsste man den Ständer in eine Richtung neigen, was prinzipiell möglich ist. Es leidet nur die Liegebequemlichkeit, denn man liegt am besten doch auch in der Querachse gerade. Deinen zweiten Punkt kann ich bestätigen. Aber es gab leider keine 240 cm langen runden Stangen.

  • Ja ich bin sicher; vielleicht mache ich mir die Mühe und suche mal danach... Aber du hast Recht, dass das Gestell in eine Richtung geneigt war.
    Ich hatte zu Hause auch eine hammocktent hängen, wo die eine Seite von der Decke hing und die andere Seite deutlich tiefer an der Wand befestigt war. Das hat gut geklappt, weil die Aufhängungen unterschiedlich lang waren und die Ridgeline trotzdem waagrecht war. Könnte das nicht auch mit einem Gestell klappen? Ich habe es allerdings nicht probiert und jetzt habe ich zwar den Tensa Stand, aber keine 90 Grad Matte mehr....

  • Verstehe ich es richtig, dass es einzig darum geht die Kippbewegungen im Zaum zu halten? Würden dann nicht einfach, klappbare Ausleger genügen? Abstützen statt Abspannen, sozusagen.


    p.s.: ich dachte dabei, dass dann die Bodenbeschaffenheit (fast) keine Rolle spielt. Asphalt oder steiniger Untergrund würde auch gehen...

    "Six by nine. Forty two."
    "That's it. That's all there is."
    "I always thought something was fundamentally wrong with the universe"

  • Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Aber zwei Ausleger wiegen natürlich auch mehr als zwei Abspannschnüre mit Hering. Ich werde das Konzept wahrscheinlich auch nicht weiter verfolgen, weil es mir nur um eine Lösung für den Markt ging. Meine Passion sind ja mehr die Aufhängelösungen in der Natur.

  • Die Gründe, die wir empfehlen, nur eine Guyline mit einem Tensahedron zu verwenden, sind zu einer Kreuzhängematte als zu einer GE-hängematte weniger relevant. In erster Linie ist es einfach nicht notwendig, außerhalb von Sonderfällen, zwei zu verwenden, und der Antrieb spiegelt in der Regel ein Missverständnis darüber wider, wie der Stand funktioniert. Die allgemeine Befürchtung ist, dass sich der Stand wie eine Venusfliegenfalle schließt. Dieses ist einfach nicht der Fall, wenn der Gestellrahmen mit Fußende höher aufgestellt wird, wie beste Praxis mit GE-Hängematten normalerweise irgendwie ist. Der andere Grund ist die geringste Druckbeanspruchung der Stangen. Wird der Gestellrahmen weiter geöffnet als der natürliche Gleichgewichtspunkt, erhöht sich das Knickrisiko. Es deutet auch an, daß die Hängematte zu stramm aufgestellt werden kann. Da sowohl übermäßige Anspannung als auch ebene Kopf- und Fußenden häufige Anfängerfehler sind, die eine flache Legefläche stören, ist es ein glücklicher Zufall, dass das Tensahedron-Design weder optimal passt, noch den Benutzer sanft zum Üben führt, das auch mit Bäumen am besten funktioniert.


    Im Falle einer Kreuzhängematte kann die Aufhebung ein wenig mehr auf der hohen Seite herausgelassen werden, um die Hängematte selbst waagerecht zu lassen, wenn der Schwerpunkt auf die niedrige Seite der Grundlinie fällt. Dann genügt nur eine Guyline.


    (Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator)

  • Verstehe ich es richtig, dass es einzig darum geht die Kippbewegungen im Zaum zu halten? Würden dann nicht einfach, klappbare Ausleger genügen? Abstützen statt Abspannen, sozusagen.


    Das habe ich [USER="269"]barfuß[/USER] mal vorgeschlagen, den Tensahedron an der Decke aufzuhängen. Bei einer Gathered-End-Hängematte, so ihr Kommentar, funktioniere das nicht. Demnach würden dort auch seitliche Stützen nicht funktionieren.


    Eine Abspannung nach unten (oder eine Abstützung nach oben) führt zu zusätzlicher Spannung der Ridgeline. Bei einer Stütze nach unten wie auch einer Abspannung nach oben passiert das Gegenteil: Die Ridgeline wird entlastet. (=> siehe Faden zum Tensahedron Hammock Stand).


    Es kann natürlich sein, dass sich das bei einer Querhängematte anders verhält.

  • Danke, dass Schaumkuppel, der Erfinder des Tensahedrons sich gemeldet hat. Ich bin nicht sicher, ob ich die Antwort richtig verstanden habe. Ich habe mit der Bottom Line so lange experimentiert, bis ich den natürlichen Gleichgewichtspunkt gefunden habe. Aber es gibt keine hohe und niedrige Seite bei der Cross Hammock - im Unterschied zur Gathered End, für die der Tensahedron nur eine Abspannung zum Fußende benötigt. ich brauche konstruktionsbedingt zwei Abspannungen, weil der Gleichgewichtspunkt der Nullpunkt ist, wenn sich der Ständer auf keine Seite neigt. Ich habe heute das Experiment mit 15 cm Heringen wiederholt - es funktioniert. Ich hatte etwas Bedenken, weil ich gesehen habe, dass in dem einen Video von euch der Hering ca. 30 cm lang ist - doppelt so lang wie meine. Deshalb habe ich pro Seite zwei Heringe verwendet. Das sieht dann so aus:

    Die Schnüre sind ganz locker gespannt, rechts hängen sie durch, der Ständer neigt sich offenbar ganz leicht nach rechts.

    Beim Einsteigen spannen sich die gelben Schnüre.

    Man liegt völlig sicher, die Spannung auf den Schnüren konnte ich zwar nicht überprüfen, aber die Heringe haben sich kein bisschen gelockert.

  • Alles klar, das funktioniert! In meinem Fall würde ich allerdings gegen das Holz stoßen, wenn ich schräg aufstelle. Wie lang sind eigentlich die Stangen des Tensahedron (bei mir 2,40 m = 7', 10,5'')?


    In unserer kommerziellen Version, der Tensa4, sind sie 2.64M, Packmaß 48cm. Mir scheint, Sie könnten die Position Ihrer Stöcke erweitern, um mehr Freiraum zu schaffen. Dieses konnte die Hängematte zu niedrig setzen, jedoch.

  • Mit Carbonrohren hatte @Schaumkuppel auch experimentiert, aber da sind ihm wohl die Stangen bei einer kleinen Unachtsamkeit kaputt gegangen und er kam zu dem Schluß, dass Carbonrohre zu teuer und zu empfindlich seien.
    Falls du aber diesbzgl. eine gute Lösung fändest wäre ich daran sehr interessiert!
    (Hattest du das Aufbauvideo eigentlich schon gesehen? Da wird die "neue" Verbindung der Stangen mit den Toggels erwähnt, die ich praktischer finde, als die Verbindung, die an meinem Prototypen ist: https://drive.google.com/file/d/1HrE...AuBFvnsuZ/view )

  • Ja, das Video habe ich gesehen und auch die Info, dass dem Erfinder die Carbon-Rohre kaputtgegangen sind, hat mich erreicht. Ich möchte das trotzdem selber ausprobieren, weil ich in der nächsten Zeit verschiedene Hängesituationen haben werde, bei denen ich mich nicht auf das Vorhandensein von Bäumen verlassen kann. Das werde ich natürlich auch hier vorstellen, aber momentan warte ich noch auf die Rohre.