Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Ehrlich gesagt habe ich deine Grundidee weiter oben nicht so ganz verstanden. Die zweite Idee erinnert mich stark an das Vorgehen, das ich in der Anleitung von Ripstop by the Roll gesehen habe (Seite 17 im Dokument von Ripstop by the Roll).

    Einfacher in der praktischen Umsetzung und eigentlich fast besser finde ich die Variante, die Warbonnet Outdoors bei seinen Tarps anwendet. Dazu brauchst du etwas Einfassband aus Polyester (allenfalls ein sehr feines Gurtband). Schau hier.

    • Offizieller Beitrag

    Das macht überhaupt nichts. Selbst wenn man einer komischen Idee nachgeht, von der alle gleich gesagt haben, daß sie nicht funktioniert, lernt man beim Scheitern etwas. Man weiß dann sicher, aus eigener Erfahrung, daß es nicht geht. Vorher war es nur eine Vermutung.

  • Aktueller Entwurf für den Zuschnitt.
    Es gibt drei diagonalen mit
    350cm, 323cm und 300cm

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: IMG_20171030_090514.png Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 45,7 KB ID: 39856","data-align":"none","data-attachmentid":"39856","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Zusätzlich habe ich überlegt an den Enden der gestrichelten 3m-Querlinie Tie-Outs zu platzieren. Dann hat man auf jeder Seite 3 Abspannpunkte und könnte den mittleren tiefer Spannen, um besseren Schutz vor seitlich einfallendem Regen zu haben.

  • Gerade, wenn du drei Möglichkeiten des Aufbaus zur Wahl hast, würde ich mit Stoffresten zuerst ein paar Probenähte machen. Es scheint mir wichtig, dass die Nähte nicht durch eine eventuell zu hohe Fadenspannung zusätzlich verkürzt werden. Das ist mir schon einmal passiert und führt zu "ballonartigem" Durchhängen der Stoffbahnen zwischen den Nähten. Eine Naht ist immer weniger elastisch als der Stoff selbst, nur wäre es schade, dieses Phänomen noch durch eine falsche Fadenspannung zu verstärken. Ich habe schon von verschiedenen Seiten den Tipp bekommen, den Stoff beim Nähen gut zu spannen und im vorgegebenen Tempo* zu führen. Das braucht etwas Übung, bis es gut gelingt, aber meine ersten Versuche sahen diesbezüglich vielversprechend aus.

    Vielleicht ist dieses Spannen bei deiner Maschine aber auch gar nicht nötig. Wenn du das feststellen solltest, dann vergiss, was ich hier geschrieben habe, und freu' dich daran, dass es so gut klappt!

    * Führst du den Stoff zu schnell, so wird die Stichlänge grösser, bremst du ihn, so wird sie kürzer, was nicht so toll aussieht.

  • Beim Zeichnen hatte ich die Idee, Saumband für alle Diagonalen zu verwenden auch dort wo keine Nähte sind. Aber ich nehme an, das würde das Ballon-Problem verstärken. Das Saumband ist ja Polyester und der TarpStoff Sil-Nylon.
    Könnte es vielleicht helfen, wenn man statt des geraden Stichs einen leichten (schmalen) Zickzack-Stich nimmt?


  • Beim Zeichnen hatte ich die Idee, Saumband für alle Diagonalen zu verwenden auch dort wo keine Nähte sind. Aber ich nehme an, das würde das Ballon-Problem verstärken. Das Saumband ist ja Polyester und der TarpStoff Sil-Nylon.
    Könnte es vielleicht helfen, wenn man statt des geraden Stichs einen leichten (schmalen) Zickzack-Stich nimmt?

    Bei einer doppelten Kappnaht hättest du vier Stoffschichten gegenüber einer auf den Flächen. Auch mit Zickzack (oder einer Wellenlinie, falls du die hast) wäre der Stoff an den Nähten weniger elastisch als der Rest. Aber wenn der Stoff beim Nähen maximal gespannt ist, scheint mir das keine Rolle zu spielen. Warbonnet verwendet für seine Tarps auch ein Polyesterband am First und die lassen sich wunderbar abspannen. Der First steht ja viel stärker unter Spannung als der Rest. Da dehnt sich auch eine zwei- bis vierfache Stofflage plus Band ausreichend. Die Frage in deinem Fall wäre, wie das dann mit den jeweils zwei weniger gespannten (Kapp-)Nähten aussieht. Ich denke, ich würde mal ein paar Probenähte in klein machen und schauen, wie diese sich spannen lassen.

    Allenfalls kannst du auch ein schmales Nylonband (schau mal bei dutchwaregear.com unter "Grosgrain Ribbon, 1/2 Inch") in die Kappnaht einarbeiten. Das verhilft beim Nähen zu einem sehr schönen Resultat, weil du den Stoff um das Band falten kannst. Ich frage mich nur gerade, wie du auf diese Weise jeweils drei vollständig durchlaufende Bänder einarbeiten könntest. Das wird wohl schwierig.

  • Heute habe ich den Zuschnitt gemacht. Das war relativ einfach:
    Nötig waren gemäß farbiger Zeichnung nur zwei schräge Schnitte.
    Mit Maßband habe ich die Punkte am Rand gekennzeichnet.
    Mit Schnur die gerade Linie zwischen diesen Punkten sichtbar gemacht. und mit einem 1m-Lineal und Textilstift auf den Stoff übertragen.
    dann habe ich eine Holzleiste unter die Linie geschoben, und mit Lineal und Lötkolben die Linie abgefahren. Klappt super.


    Als nächstes habe ich die beiden äußeren Stücke mittels Kappnaht zusammen genäht. Um es mir zu vereinfachen habe ich zunächst die Kanten überschneidend aneinandergelegt und einmal mittig durchgesteppt. Danach habe ich diese Überschneidung einfach zu einem Z gedreht und mit einem Kappnaht-Fuß von beiden Seite vernäht.die Naht wurde zwar etwas breit aber durchaus ansehnlich.
    Dann ist mir mein erster grober Fehler aufgefallen. Eigentlich sollten ja das zusammengenähte Stück und der Rest vom Stoff jetzt gleich/symmetrisch sein. Durch die Naht ist das zusammengenähte Stück natürlich kürzer.

    Dann wollte ich das Kunststück Kappnaht wiederholen und die beiden Hälften verbinden. Dabei passierte mir der zweite grobe Fehler. Ich habe das Saumband vergessen einzunähen. Aufgefallen ist mir das, als die doppelte Kappnaht fertig war. Das ist insbesondere ärgerlich, weil diese Naht auch nicht so gleichmäßig geworden ist wie die erste. Da hätte das Band wohl geholfen. Nun denn - Wie heißt es so schön: Aus Fehlern wird man Klug, drum ist einer nicht genug.

    Vor dem Versäumen habe ich zwei keilförmige Stücke abgeschnitten, damit sich die Schnittkanten genau an den Enden der langen Kappnaht treffen und dort die Ecken bilden. Bis zu 4 cm mussten weg.

    Für den Saum habe ich mal einen Saumfuß getestet. Der scheint etwas mehr Übung zu erfordern. Irgendwann habe ich ihn wieder beiseite gelegt und einfach von Hand zwei mal umgeklappt und nach Augenmaß eine Naht drauf gemacht. Das bringt bei mir ein saubereres Ergebnis.

    Zwischenstand: Kappnähte fertig. Die Form stimmt. Alles ist schön umsäumt.
    Gewicht: 408g

    TODO: Tie-Outs

  • Danke für die Links. Habe gerade mal durchgesehen (die Bilder ;-). Mit dem Kreisausschnitt liege ich demnach ja schon mal nicht ganz verkehrt. Aber innerhalb des Kreises machen Dreiecke dann wohl keinen Sinn, da der kritische Spannungsabfall an der Kante des Verstärkungspatches stattfindet.

    • Offizieller Beitrag

    Es geht vor allem darum, dass die Patches aus dem gleichen Stoff sein sollten. Traditionell wird ja häufig ein dickerer Stoff zur Verstärkung verwendet - was aber gerade bei dünnen Tarpstoffen zu ungleichen Spannungen und in Folge zu Rissen führt.

  • Mit gleichen Stoffen sieht das Ergebnis auch besser aus. Bei meinem ersten Tarp bildeten sich an den Nähten der Verstärkungsstellen häßliche Falten, da sich der eine Stoff stärker dehnte als der andere.

    Falten können sich auch bilden, wenn man den gleichen Stoff verwendet. Zwei Lagen dehnen sich weniger als eine Lage. Der Übergang vom verstärkten Stoff zum einfachen Stoff ist immer ein "Spannungsfeld" - im wörtlichen Sinn.

    Ich werfe mal die Warbonnet-Methode in den Raum: Rund 10cm Einfassband oder leichtes Gurtband wird auf der Tarpunterseite von den Ecken in beide Richtungen dem Rand entlang angenäht. Die beiden Nähte laufen in eine Spitze am Tarprand aus. Dort, wo die beiden Bänder sich in der Ecke überlappen, wird die Schlaufe für die Abspannung aufgenäht.

    Ich habe das bei meinem Silpolyester-Tarp so gemacht und habe nicht den Eindruck, dass der einfache Tarpstoff in der Ecke besonders stark gespannt ist. Die in eine Spitze zusammenlaufenden Nähte auf dem Band verteilen den Zug recht gleichmässig auf den Tarpstoff.

    Ich meine, ich hätte weiter oben schon einen Link auf den einschlägigen Post gesetzt. Falls nicht: Hier ist er.

  • Für eine Material schonende Spannungsabstufung ist es in meinen Augen sinnvoll, mehrere "konzentrische" Kreissegmente aus dem gleichen oder einem elastischeren Stoff mit unterschiedlichen Radien übereinander zu nähen. Das wurde in dem Beitrag, den ich oben verlinkt habe, von Segeln für Boote abgeschaut.

  • Eine recht elegante Möglichkeit nutzt ENO (Eagles Nest Outfitters) bei seinen Tarps:

    Die Tarps sind mit einem Einfassband gesäumt. Die Ecke ist jeweils abgeschnitten, die Schrägkante ebenfalls gesäumt. Die Aufhängung (LineLocks 3) für die Tarpleine ist an einem Triangel aus dem seitlichen Einfassband befestigt. Dadurch wird die Stoffecke dadurch geschont, dass sie nicht vorhanden ist. Ein wirklich eleganter und interessanter Ansatz.

    Hier ein Foto aus dem Netz:

    Detail-Foto einer Ecke:

    Es ist nicht notwendig, die ganzen Seiten mit einem Band einzufassen. Es reicht, das auf den letzten ca. 10cm der Ecke zu tun. Auch die abgeschnittene Ecke braucht man nicht einzufassen: Dort reicht es, einen Einschlag-Umschlag zu machen.

    Ist das Dreieck aus Einfassband etwas zu lang, so hat man eine leichte Spannung auf der abgeschnittenen Kante. Ist es hingegen etwas zu kurz, so ist der Tarpstoff an der Ecke ein bisschen lose. Trifft man es genau, so ist der Stoff gestreckt, aber nicht gespannt. Allerdings kommt es auch noch darauf an, in welche genaue Richtung die Ecke abgespannt wird.

    Auf dem folgenden Video sieht man noch etwas genauer, wie das Tarp und bei 2:43 die Ecken gearbeitet sind:

    https://youtu.be/DxU-SKEKLkA?t=163

    Wer findet den Fehler im Video?

    PS: Die Hängematten von ENO sind leider auf der kurzen Seite (offiziell 284cm) und auch die Standard-Tarps sind deshalb eher kurz. Es gibt aber auch ein XL-Tarp (13'), das allerdings auf beiden Seiten nur etwa 140cm Abdeckung bietet. Die Qualität der ENO-Produkte ist an und für sich sehr gut.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!