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  • Hallo zusammen,

    nachdem ich ersten Erfahrungen mit einer 3x3m Baumarkt Plane bei Wind gesammelt habe, habe ich mich für ein Tarp als neues Bastel-Projekt entschieden.

    [SIZE=12px]Geplantes Material:
    Ripstop-Nylon Zeltstoff, silikonbesch., 40den, 60g/qm für 4,90 €/m
    Nähgarn Rasant (umsponnen)[/SIZE]
    Verstärkung der Abspann-Punkte mit Resten, die noch rumliegen.

    als Form habe ich mich für ein asymmetrisches Hexagon entschieden, das ich wie in den Zeichnungen Material sparend zuschneiden möchte.
    Dafür bräuchte ich jetzt 4.50 m Stoff.
    Ob ich ketten Linien rein mache, weiß ich noch nicht.

    Abspann Ösen möchte ich aus Paracord Mantel machen. Daran kommt ein elasthan-Schnur Loop und dann ein 2mm Polyester Flecht-Schnur, die ich mit Topsegel- Schotstek anspannen möchte.

    Ich habe noch überlegt, ob man die Abspann Leine teilweise durch Angelschnur ersetzen kann. Die Polyester Schnur brauche ich ja nur am Ende, um Knoten zu können


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  • Für das Standard Setup ist angelschnur wohl wirklich ungünstig. Ich habe die auffälligen schnüre neulich auch zu schätzen gelernt, als ich ein grünes seil im rasenmäher wiedergefunden hatte ;)
    muss beim abbauen liegen geblieben sein.

    Als Notfall Option finde ich angelschnur sehr praktisch, weil man eben große Entfernungen überbrücken kann ohne viel mitschleppen zu müssen.

  • Übrigens: Das Bild ist nun da! :) Sieht schön aus!

    So wie es scheint, könntest du den einen Teil (gelb/blau) gleich als ein ganzes Stück zuschneiden. Die andere Hälfte müsstest du dann wohl zusammennähen.

    Die dicke schwarze Linie scheint die Firstlinie zu sein. Da hättest du dann einiges an Spannung quer zur Naht. Dürfte bei einer echten doppelten Kappnaht aber kein Problem sein. Da bist du nahe an 100% der Reissfestigkeit des Stoffes. Ob die Nähte beim Abspannen stören, kann ich nicht beurteilen. Wie weit ein Bogenschnitt bei diesem Verlauf der Nähte sinnvoll ist, kann ich auch nicht beurteilen. Bei einem "Segel" aus einem Stück Stoff bringen sie auf jeden Fall etwas.

    Das Wichtigste ist, dass du für die Nähte keine zu hohe Fadenspannung verwendest und den Stoff beim Nähen immer gut straffst. Wenn es dir den Stoff an den Nähten auch nur wenig zusammenzieht, hast du nachher in der Praxis beim Aufbau einen "Ballon": Das Dach hängt in der Mitte durch. Ist mir bei meinem ersten Tarp passiert. In deinem Fall könnte das dann ein "sehr spezielles Resultat" geben.

    Nimm unbedingt eine Microtex-Nadel. Die verletzt den Stoff nicht, womit er an der Naht deutlich reissfester bleibt. Beim Nähen gibt es einen lustigen Klang: so etwas wie ein feines "Blupp, blupp, blupp, ...".

    Hier die drei Grundarten von Säumen und ihre Belastbarkeit (bei Planen-Material):

    https://www.youtube.com/watch?v=2BvIr1mNYiE

    Und hier noch die französische Naht, die einige am First verwenden. Vielleicht wäre das eine weitere Möglichkeit in deinem Fall:

    https://www.youtube.com/watch?v=XuAhiHFKtV0

    Wenn diese Naht als First dient, kann man sie mit einem Polyester- oder Nylonband einfassen und als Kamm nach oben stehen lassen. Die Tarps von Warbonnet sind so gemacht.

    • Offizieller Beitrag

    Ich nehme an, du meinst die gesamte Breite? Bei 2,20m wären das auf jeder Seite 1,10m. Üppig ist das nicht; ich habe das Warbonnet Edge, das eine Breite von ca. 116cm pro Seite hat. Regenstürme möchte ich damit nicht aussitzen, aber für Sommerwetter war es bis jetzt ausreichend. Ich würde nicht weniger Coverage haben wollen, aber es geht mit Sicherheit auch knapper. Wenn du nicht sicher bist, besorg dir doch einfach Folie (z.B. Malerabdeckfolie), schneide sie auf die entsprechenden Maße zurecht, tape sie mit Duct Tape, und hänge das provisorische Tarp über deine Hängematte. Ich denke, dann weisst du sofort ob die Maße für dich funktionieren oder nicht.

  • Ich nehme an, du meinst die gesamte Breite? Bei 2,20m wären das auf jeder Seite 1,10m. Üppig ist das nicht; ich habe das Warbonnet Edge, das eine Breite von ca. 116cm pro Seite hat. Regenstürme möchte ich damit nicht aussitzen, aber für Sommerwetter war es bis jetzt ausreichend. Ich würde nicht weniger Coverage haben wollen, aber es geht mit Sicherheit auch knapper. Wenn du nicht sicher bist, besorg dir doch einfach Folie (z.B. Malerabdeckfolie), schneide sie auf die entsprechenden Maße zurecht, tape sie mit Duct Tape, und hänge das provisorische Tarp über deine Hängematte. Ich denke, dann weisst du sofort ob die Maße für dich funktionieren oder nicht.

    Ich verstehe nich ganz, wie du auf 220cm kommst? Das weiter entfernte Eck ist ja rund 156cm von der Firstlinie entfernt. Das näher gelegene Eck ist rund 89cm von der Firstlinie entfernt.

  • Da habe ich wohl für Verwirrung gesorgt. Ich hatte einen Post mit einem zweiten Entwurf heute morgen kurz nach dem schreiben wieder gelöscht, weil der Entwurf auf einem Denkfehler basierte. In dem Entwurf hatte ich die 2,20m. Der Denkfehler war, dass ich für die Länge der Tarp-Firstlinie von der HM-Länge ausgegangen bin statt von der Ridgeline-Länge. Die Diagonale des Tarps war 3,80m. Ich hatte quasi den Faktor 0,83 unterschlagen. Jetzt muss ich nochmal neu drüber nachdenken.

    Ich werde es tatsächlich mal mit Folie ausprobieren und mit 1,20m pro Seite starten.

  • In dem Fall ist der Erstentwurf oben bereits "gestorben"? Ich fand den gar nicht so schlecht, vielleicht abgesehen von der "schräg" über die Ridgeline verlaufenden Naht und der zusätzlich notwendigen Naht auf einem Flügel. Daraus hätten sich womöglich in der Praxis Probleme ergeben.

  • Nein, noch ist alles offen. Da ich nächste Woche im Urlaub bin, kann ich eh erst danach bestellen. Was mir bei dieser Art mit den schrägen Nähten gefällt ist, dass es weniger Verschnitt gibt, als wenn ich zwei Bahnen aneinander nähe und dann schräg etwas abschneide.

    Um die Zugbelastung auf diese Schräg-Nähte zu reduzieren, überlege ich, ein Polyesterband quasi als durchgehende ridgeline aufzunähen, in das ich an den Enden gleich Schlaufen für Abspann-Schnüre nähe.

  • Um die Zugbelastung auf diese Schräg-Nähte zu reduzieren, überlege ich, ein Polyesterband quasi als durchgehende ridgeline aufzunähen, in das ich an den Enden gleich Schlaufen für Abspann-Schnüre nähe.

    Das halte ich für eine gute Idee. Eine polyesterverstärkte Ridgeline vermindert das Durchhängen des Tarps dramatisch, wenn es nass wird.

  • Ich habe jetzt mal die HM ausgemessen und an den Maßen der Zeichnung geschraubt und bin auf folgendes gekommen.
    HM-Länge: 3,40m
    RL-Länge: 2,85m (ca. 84%)
    benötigte RL-Länge des Tarp: 3,20 (etwas Überstand)

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    Dann habe ich noch Abspannpunkte eingetragen. Die mache ich auf der anderen Seite entsprechend symmetrisch.

  • Ich denke, die Abspannpunkte in der Mitte der Seiten brauchst du nicht. Die stören nur beim Ein- und Aussteigen. Spanne einfach die Leinen so ab, dass sie in etwa zur Mitte der Ridgeline zeigen.

    Ich persönlich würde die Ridgeline tendenziell gleich lang oder nur wenig kürzer machen, als die Hängematte selbst lang ist. Sonst musst du das Tarp sehr dicht über der Hängematte aufhängen. Wenn dir das egal ist, sollte es so aber reichen.

  • Hier noch eineIdee für tie-out Verstärkung an den Ecken:
    Idee dahinter ist wieder materialsparender Zuschnitt.
    Die eine Hälfte ist auf der Vorderseite des Tarp-Stoffes. Die andere wird umgeklappt auf die Rückseite.
    Die Ecken würde ich aber noch durch Rundungen ersetzen.
    Ich meine auch so etwas schon mal im Netz gesehen zu haben. Weiß aber nicht mehr wo.


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  • Find ich echt cool, wie Du das machst mit der Optimierung des Materialverbrauchs. Zwei fragen dazu:

    1.) Wie machst Du das, die Form der Teile und ihre Anordnung auf dem Rohstoff zu ermitteln. Versuch und Irrtum? Oder hast Du dafür ein bestimmtes Vorgehen bzw. einen Algorithmus?
    2.) Was ist mit den Nahtzugaben? Ich sehe da momentan nichts. Wie berücksichtigst Du die?

    Schönen Gruß,
    Roland

  • Einen Algorithmus habe ich nicht. Ich versuche die Form nur so zu gestalten, dass der Verschnitt wieder die gleiche Form ergibt. Dafür braucht es diese Art Symmetrie, die man ja sehen kann.
    Bezüglich der Nahtzugaben: Ich würde diese Patches einfach so groß anlegen, dass ich einmal rundrum einen Saum machen kann.
    Dann würde ich einfach die Säume von der oberen und unteren Hälfte zusammen legen. Den vom Tarp dazwischen und dann durch alle Lagen nähen. Muss ich aber nochmal genauer drüber nachdenken.

    Das nähen eines Saumes ist natürlich bei den konkaven Ecken schwierig. Daher die Idee, die Ecken abzurunden. Statt der dreieckförmigen Schnittkanten, würden dann eher Sinusförmige Linien entstehen. Die sind allerdings auch nicht einfach zu säumen.

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    Für die Tie-Outs habe ich mir nochmal neu Gedanken gemacht. Und bin für die Ecken auf einen einfacher zu nähenden materialsparenden Entwurf gekommen.
    Er ist sehr simpel. ein quadratisches Stück Verstärkungsstoff wird gesäumt und zwei gegenüberliegende Ecken werden wird nach innen geklappt und festgesteppt.
    Dann wird das quadrat über die Diagonale so gefaltet, dass die eingeklappten ecken aufeinander liegen. Diese beiden Ecken werden mit einer Art Halbmond zusammengenäht. Dieser soll bewirken, dass die Zugspannung des Seils gleichmäßig auf diese Naht verteilt und nicht nur an den Kanten wirkt.
    Die Tarp-Ecke wird auch nach innengeklappt. Dann wird das gefaltete Dreieck so aufgenäht, dass die Kanten fluchten.

    • Offizieller Beitrag

    Das Problem mit einem Tarp-Poncho ist halt, dass du dann eben entweder ein Tarp oder einen Poncho hast. Als Notlösung mag das OK sein, aber als Dauerlösung? Was machst du, wenn du im strömenden Regen dein Lager aufschlagen musst? In dem Moment, in dem du das Tarp aufbaust, wirst du quatschenass. Und wenn das Tarp aufgebaut ist, musst du drunter bleiben, wenn du nicht noch nasser werden willst. Als Warmduscher ziehe ich es vor, einen Poncho und ein Tarp zu verwenden.

  • Meine experimente mit Tie outs aus Stoff haben gezeigt, dass die Grund Idee Potential haben könnte, ich aber immer noch viel zu kompliziert gedacht habe.
    Mein zweiter Entwurf war viel einfacher.

    Ich habe ein Quadrat aus dem Verstärkungs-Stoff auf die Ecke des Tarps gelegt und die beiden aufeinander liegenden Kanten der beiden Stoffe zusammengesteppt.
    Dann habe ich die nach innen zeigende Hälfte des Quadrates diagonal nach außen gefaltet und den Halbmond in die Ecke gesteppt, der die Spannung der Abspann-Schnur auf den Verstärkungs-Stoff übertragen soll.
    Zuletzt habe ich längs der diagonalen Falt-Kante des Verstärkungs-Stoffs eine Zickzack-Naht gesetzt, die dann auf dieser größeren Fläche die Spannung von der Verstärkung auf den Tarp-Stoff übertragen soll.

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: IMG_20171026_214055.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 4,7 KB ID: 39704","data-align":"none","data-attachmentid":"39704","data-size":"medium"}[/ATTACH]
    Im Bild sieht man vielleicht an den Falten, dass die meiste Spannung in der Mitte anlag. Ich denke, über die Form des "Halbmondes" kann man das steuern. Beim nächsten Versuch wird er flacher.

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