Hallo ihr Lieben,
ich habe am Wochenende eine 3-Nächte Tour im Pfälzer Wald gemacht. Plätze 7, 6, 5. Auf dem Platz 6 und am Anfang der Nacht bei Platz 5 hatte ich aber leider sehr wenig Schlaf.
Auf der Kalmit (Platz 7) war soweit alles in Ordnung - ein bisschen Rascheln hier und da. Schlimm wurde es danach auf 6 und 5:
Der Rucksack von mir und einem anderen Wanderer wurde nachts gnadenlos von Mäusen angefallen, dabei hingen sie gute 1,5 Meter hoch an einem Ast. Ich habe das noch rechtzeitig bemerkt und wir haben die Rucksäcke dann per Bärenmethode aufgehangen.
Das war aber erst der Anfang. Danach finden die Biester auf einmal an mir über die Aufhängung in die Hängematte zu laufen. Das hatte ich vorher noch nie erlebt. Aus Angst um meine Ausrüstung (Daunenquilt, Neo Air x-lite) habe ich kaum ein Auge zubekommen. Auf einer gespannten Schnur können Mäuse ziemlich laut sein. Auf Platz 5 wurde mir auch mal in die Socke gebissen.
Gegen 1 Uhr in der letzten Nacht hatte ich dann die Schnauze voll und mir kam eine Idee:
Ich habe das Tarp extrem niedrig aufgespannt, sodass es direkt auf den Whoopie Slings der Matte aufliegt. Das diagonale Liegen wurde etwas unangenehmer, aber es funktionierte!
Ich habe mit Wohlwollen vernommen, wie reihenweise Mäuse aufs Tarp gehüpft und wie Lemminge abgestürzt sind. Mit Ohropax konnte ich dann ruhig schlafen.
Beim Nachbarzelt haben die Mäuse ein Loch ins Innenzelt gefressen und bei einem Tarpcamper wurde die Isomatte zerstückelt. Meine Trekkingstöcke haben auch einige neue Macken am Schaumstoff.
Habt ihr schon Ähnliches erlebt? Andere Tipps etc?