Whipping-Methoden

  • Für die Raffung kannst du Bindfaden oder Zahnseide nehmen. Ich finde es von Vorteil, wenn die Schnur etwas rauer ist, weil der Knoten dann besser hält.

    Ist schon etwas länger her, aber vielleicht erinnerst du dich noch an den Knoten den du für das Whipping verwendet hast?

    Würde mich sehr interessieren.


    War es vielleicht ein "Konstriktor-Knoten".

    Das ist der Kabelbinder-Ersatz schlechthin.


    Apropos, sehr guter Tipp von dir, danke: Zahnseide ist ein klasse Ersatz-Material, um ein Takeling zu machen. Gewachst, ungewachst, es geht alles, ausser Zahn-Floss.


    Zur Info:

    Im Video wird ein "Behelfstakeling" gezeigt.

  • Ich muss gestehen, dass ich mich mit Knoten nicht furchtbar gut auskenne. Vor einem halben Jahr habe ich mir deshalb das Ashley Book of Knots geleistet, hatte aber noch keine Zeit mich lange damit auseinanderzusetzen. Ich schaue mir die Knoten meist von der Ausrüstung ab, die mir gut gefällt.


    Für das Whipping ohne Tunnelzug verwende ich gerne dünnes Paracord, dass ich mehrfach um den Stoff wickele, und bei jeder halben Wicklung einen Überhandknoten mache. Bei mehreren Wicklungen hat das bei mir bisher sicher gehalten. Und es sieht überraschend dekorativ aus :)


    Für das Warbonnet Whipping habe ich die Technik von Warbonnet kopiert. Nachdem die Kordel aus dem Tunnelzug kommen überkreuze ich sie, und mache auf der Rückseite einen Überhandknoten mit mehreren Wicklungen (Doppel-/Tripelüberhandknoten?) und zurück auf der Vorderseite eine Art Prusik. Das könnte ein Konstriktor-Knoten sein. Er lässt sich in eine Richtung verschieben.

  • TreeGirl

    Was findest Du besser?


    Ich habe das Knoten einer DIY-Hängematte mal an 2 alten Vorhängen probiert.


    Der eine Vorhang hat einen genähten Tunnel.



    Beim zweiten Vorhang wurde der Tunnel aufgetrennt.



    Ergebnis:

    Oben mit Tunnel

    Unten ohne Tunnel





    Links der mit Tunnel

    Rechts ohne Tunnel


    Fazit:

    Die Befestigung mit Tunnel finde ich persönlich hübscher.


    Ich denke die Alternative ohne Tunnel ist sicherer. Vor dem Umschlagen des Stoffes wurde ein Konstriktor-Knoten verwendet als Rutschstopp.





    Was meinst Du dazu?


    VG

    Edited 2 times, last by Ushi ().

  • ... verstehe den Grund nicht. Wegen dem verrutschten vom Takeling, evtl?

    Zum einen dürfte sich das Whipping über kurz oder lang lockern, und wenn du es am wenigsten erwartest nachgeben. Autsch.

    Zum anderen musst du jedes mal, wenn du die Aufhängung auswechseln willst, das Whipping auf machen. Das schöne bei gewhippten Hängematten ist ja gerade, dass sich die Aufhängung viel einfacher und schneller austauschen lässt als bei Tunnelzug-Hängematten.

  • Der Stoff sieht auch klasse aus. Weißt Du noch welcher das war?

    Klar. Das ist das Hexon Wide 1.7 (70D). Die Hängematte hatte ich vor bestimmt einem Jahr angefangen, und zuerst wegen Nähmaschinen-Problemen und später wegen Zeitmangel liegen lassen. Habe sie letztes Wochenende endlich fertig genäht, dieses Wochenende die letzten Fädchen abgeschnitten, gewaschen, und heute gewhippt. Heute Nachmittag habe ich bereits eine Stunde in der neuen Hängematte gefaulenzt - der Stoff fühlt sich immer noch top an. Heute Nacht folgt der nächste Test. :)

  • Gibt es eine Möglichkeit, eine Hängmatte zu whippen, bzw. einzelne Seiten/Mitten aus dem Whipping rauszuziehn oder das Gegenteil davon damit im Schulterbereich etwas mehr Raum entsteht.

    Die Schultern sind mit Abstand der breiteste Teil (bei mir) und ich merke dort einen Druck der Hängematte, welcher die Schultern nach vorne kommen lässt.

    Das Ziel ist also die Schultern entspannt etwas weiter hinten zu haben.

  • Das ist schwierig aus der Distanz zu sagen. Du könntest

    • die Hängematte im Schulterbereich etwas verlängern (also dort etwas Stoff aus dem Whipping ziehen). Kopf und Schultern liegen dann etwas tiefer, die Stoffwände gehen etwas steiler nach oben, dafür nimmt die Belastung des Stoffes in diesem Bereich etwas ab.
    • Die Hängematte im Schulterbereich etwas verkürzen (also dort etwas Stoff ins Whipping zurückziehen). Kopf und Schultern liegen dann etwas höher, die Stoffwände gehen etwas weniger steil nach oben, dafür nimmt die Spannung des Stoffes in diesem Bereich etwas zu.

    Welche Strategie eher zu gefühlt weniger Druck auf die Schultern führt, müsstest du ausprobieren.


    Falls du noch nicht mit verschiedenen Hängewinkeln gespielt hast (längere / kürzere Firstleine), dann würde ich zuerst mal damit spielen. Vielleicht erreichst du bereits damit eine Verbesserung und brauchst am Whipping nichts zu ändern.


    Noch ein anderer Ansatz: Oft wird empfohlen, das Fussende etwas höher zu hängen, damit man nicht zum Fussende hin rutscht und ausreichend Platz für die Beine hat. Du könntest mal versuchen, Kopf- und Fussende gleich hoch oder vielleicht sogar das Kopfende höher zu hängen. Dann könntest du eventuell auch etwas mehr Platz für die Schultern bekommen, weil du weiter vom Kopfende entfernt liegst. Unter Umständen wird es dann aber für die Beine unangenehmer. Falls das für die Schultern etwas bringt, es für die Beine aber unangenehmer wird, könntest du es mit einem Kissen unter den Knien versuchen.


    Dies meine spontanen – und zugegebenermassen theoretischen – Ideen.

  • Gibt es eine Möglichkeit, eine Hängmatte zu whippen, bzw. einzelne Seiten/Mitten aus dem Whipping rauszuziehn oder das Gegenteil davon damit im Schulterbereich etwas mehr Raum entsteht.

    Ich befürchte nein.


    Wie lang (nutzbare Länge) und breit ist die Hängematte? Wie lang ist deine Ridgeline? Welchen Stoff hast du verwendet? Wie groß und schwer bist du?

  • Körpergröße und Gewicht: 182cm und 72kg

    Hängematte: 357cm x 148cm aus 1,9oz Ripstop Nylon (in Dark Olive); Tunnelzugaufhängung, verstellbare Ridgeline (aktuell 81,18% der HmL)

    Sonstiges: Fußende hängt bei mir immer höher, Kopfkissen is da, in den Kniekehlen hab ich nix; Kopf links, Füße rechts


    Ich hab die RL erst kürzlich auf dieses etwas längere Maß eingestellt, da ich mir dadurch erhofft habe weniger diagonal zu liegen und somit weniger Probleme mit zu wenig Stoff am Fuß- und Kopfende zu haben. Hat nur mäßig geklappt.

    Normalerweise habe ich eine Art Hennessy-Whipping, wollte allerdings mal wieder ausprobieren, was die paar Zentimeter mehr Länge ausmachen. Das "Schulterproblem" habe ich aber immer.

    Auch ist vllt. noch wichtig zu sagen, dass es sich um Kleinigkeiten handelt, also nicht Dramatisches. Der Optimierungsdrang ist aber sehr groß bei mir.

  • OK, an zu viel Dehnung liegt es dann wohl nicht. Die Länge sollte auch passen. 148cm ist natürlich schmal. Wenn du diagonaler liegen könntest, würde sich die Kurve unter deinen Schultern verschieben (falls die der Grund für dein Problem ist). 81% Ridgeline ist sehr kurz. Du könntest sie schrittweise bis 90% verlängern, und schauen ob das hilft. Und du könntest versuchen, das Kopfende weniger tief zu hängen. Dadurch solltest du weiter zur Mitte und mit den Schultern im breiteren Bereich zu liegen kommen.


    Noch ein Punkt: schau mal, ob du keine Schräge eingewhippt hast. Das kann man an den Ripstoplinien erkennen.

  • 81% Ridgeline ist sehr kurz. Du könntest sie schrittweise bis 90% verlängern, und schauen ob das hilft.

    81% ist SEHR kurz?

    Ich mal gehört, dass 83% als Startwert empfohlen werden und man sich davon orientieren soll.

    Noch ein Punkt: schau mal, ob du keine Schräge eingewhippt hast. Das kann man an den Ripstoplinien erkennen.

    Wie meinst du das? Aktuell habe ich die Aufhängung durch den Tunnelzug gezogen.


    Ich werden mal rumprobieren und mich besonders auf die Schultern konzentrieren. Bericht folgt dann wenn gewünscht.

  • Naja, 83% ist ja länger als 81%. Deshalb ist 81% auf der kurzen Seite. Die Hängematten von Warbonnet tendieren alle in Richtung 90% der Hängemattenlänge.


    Wenn der Tunnelzug unsauber genäht ist, kann es passieren, dass das Ripstop-Muster und der Falz des Tunnelzugs nicht übereinstimmen. Wenn es da Abweichungen von mehr als einem Ripstop-Karo gibt, kann man das unter Umständen negativ spüren. Im Falle eines "normalen" Whippings sollte dieses die Hängematte ebenfalls dem Ripstop-Muster entlang umfassen.


    Ich hatte schon den Eindruck, dass eine mit einer Kurve gewhippte Hängematte mit etwas längerer Ridgeline recht gut funktioniert. Auch hatte es den Anschein, dass ich dann weniger diagonal zu liegen brauchte und deshalb mit schmaleren Hängematten auskam. Wenn du Lust zum Experimentieren hast, könntest du so etwas mal ausprobieren. Ob es aber beim Problem mit deinen Schultern hilft, weiss ich nicht. In diesem Beitrag und den folgenden habe ich ein Vorgehen gezeigt, das relativ einfach umzusetzen ist und auch gut wieder rückgängig gemacht werden kann.

  • 81% ist SEHR kurz?

    Ich mal gehört, dass 83% als Startwert empfohlen werden und man sich davon orientieren soll.

    Wie Waldläufer70 schon schrieb: normalerweise ist immer von 83% die Rede. Wobei ich nicht davon ausgehe, dass diese Zahl wegen des Liegekomforts gewählt wurde, sondern eher deshalb, weil der Aufhängewinkel dann grob 30° ergibt, bei dem die Belastung auf jeder Seite dem Nutzergewicht entspricht.


    Meiner Erfahrung nach hängt die bequemste Ridgelinelänge von der Hängemattenlänge und Breite ab. Je kürzer und schmaler die Hängematte, desto straffer muss sie aufgehängt werden um noch bequem zu sein. Je länger und breiter die Hängematte, desto mehr Durchhang macht Sinn.

  • 83,333% gehen auf den Bruch 5/6 zurück. Bei diesem Zahlenverhältnis hat man rund 10% der Hängemattenlast auf der Ridgeline, wenn man die Hängematte mit einem Hängewinkel von etwa 30° aufhängt. Ich denke, dass dieses Verhältnis den 83% zugrunde liegt. Man könnte auch ein Verhältnis von 6/7 propagieren (85.7%). Was am Ende bequemer ist, muss man für sich selber ausprobieren. Man braucht sich da an keinen Fixwert zu halten, aber 5/6 respektive 6/7 sind gute Einstiegswerte.

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