Fußbox bei Gathered-End-Hängematten

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  • Bei der Blackbird XLC ist zwar das Moskitonetz entlang der roten Linie durch Einfassband (nennt man das so?) verstärkt, das kann aber auch andere Gründe haben (ökonomische Stoffausnutzung? Optik?).
    Eine größere Spannung des Mückennetzes entlang dieser Linie konnte ich nicht beobachten.

    Interessant. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auf der roten Linie eine gewisse Spannung ist. Denn in der Verlängerung dieser Linie ist ja auch die eine Abspannung des "Shelfs". Es kann natürlich sein, dass die Spannung sich auf die ganze Fläche oberhalb der grün-roten Linie (oberhalb des Shelfs) bis hoch zur Ridgeline verteilt und somit kaum bemerkbar ist. Die Ridgeline wird ja auch - ungefähr in Form einer Kettenlinie - über die ganze Länge nach unten gezogen. Das spricht auch für eine gewisse Spannung auf dem gesamten Netzstoff.

    Das Shelf ("Regal") ist hier hellgrün eingefärbt und zudem der Zug der einen Abspannung mit einem roten Pfeil markiert.

    Die Spannungslinie vom Fussende der Hängematte über die Abspannung des Shelfs, so scheint mir, hat drei Funktionen:

    • Sie bildet (analog zur Leine bei den UK Hammocks) die Fussbox.
    • Sie spannt das Moskitonetz nach aussen, damit dieses nicht zu tief hängt.
    • Sie hält den Hängemattenrand hoch, so dass das Shelf ein Gefälle nach aussen hat. (So bleiben die Sachen im Shelf und rutschen nicht in die Hängematte.)

    Eigentlich ein geniales Design, welches (mindestens) drei Probleme mit einer Massnahme löst. Also sozusagen "drei Fliegen auf einen Streich".

    Und auf jeden Fall ist meine schematische Darstellung der Blackbird im Vergleich zur Hängematte von UK Hammocks weiter oben falsch. Die rote "Spannungslinie" verändert den natürlichen Verlauf des Hängemattenrandes.

  • Wie erklärst Du aber den Fakt, dass die Fussbox auch vorhanden ist, wenn (der/die/das) Shelf nicht abgespannt ist, sondern locker runterhängt?

    Die Form des Stoffes gibt ja der Fussbox ihre Form, nicht die Abspannung. Die Abspannung geschieht einfach in Verlängerung der roten Linie und verursacht deshalb keine Verzerrungen. Ich vermute mal, dass sich die Spannung gleichmässig auf den ganzen Stoff verteilt, weil diese Linie im Design angelegt ist.

    • Offizieller Beitrag

    Die kurze Seite zum Fussende? Vielleicht habe ich das Konzept von UK Hammocks falsch verstanden. In meinem Bild sind die Fussenden bei beiden Hängematten rechts, beide wären also regular (Kopf links, Füsse rechts), jedenfalls war das meine Absicht.

    Da die Warbonnet Footbox Teil des "Top Covers" ist, ist die Sache recht komplex. Footbox und Shelf sind Teil eines Panels, deshalb kann man nicht so einfach sagen "die Footbox hat genau diese Form". Für mein Schnittmuster habe ich die ungefähren Längen gemessen, wobei ich bei fast allen Punkten ein wenig raten musste. Die zugrunde liegende Form der Footbox ist ein Dreieck, das aber nicht bis ganz hoch zur Aufhängung geht, wie von dir im Foto eingezeichnet. Ohne die Maße der Hängematte selbst zu berücksichtigen, bin ich auf ein Dreieck mit diesen Maßen gekommen:

    a = 51 cm (Seite Richtung Fußende)
    c = 82 cm (Seite Richtung Kopfende)
    β = 110°

    Das ausgedruckte Schnittmuster passte ganz gut über die echte Footbox.

    Auf Grund der Nachfrage habe ich jetzt aber noch einmal alles neu berechnet, und dabei auch die Längen von Hängematte und Ridgeline berücksichtigt. Dabei ergibt sich ein etwas größerer Winkel von 116°:


    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: wbbb_footbox_diagrmm.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 68,3 KB ID: 28674","data-align":"center","data-attachmentid":"28674","data-size":"custom","title":"wbbb_footbox_diagrmm.jpg","width":"800"}[/ATTACH]


    Ich werde mein Schnittmuster für die nächste Hängematte anpassen. Und ich werde prüfen, in wie weit der Schnitt bei der WBBB XLC an die Länge angepasst wurde.

  • Wenn ich mir das richtig überlegt habe, dann könnte ich versuchen, die Fussbox der Warbonnet Blackbird als "Hangnout's Footbox" zu konzipieren. Dazu müsste der gerade, an die Hängematte angenähte Stoff gleich lang sein wie die beiden Schenkel der Warbonnet-Fussbox, also 82cm + 51cm = 133cm.

    Ich müsste dazu das Dreieck auf den Kopf stellen und es so in die Breite ziehen, dass der ehemals obere Rand der Fussbox 133cm lang wird, die Höhe derselben aber unverändert bleibt. Damit käme ich auf die folgenden Masse:

    Legende:

    • rot = an die Hängematte genäht
    • schwarz = neue Aussenlinie der Hängematte (mit Gummizug)
    • blau = kürzeste Strecke (wenn Gummizug lose)

    Daraus müsste sich dann eigentlich eine (bei Bedarf) elastische Fussbox ergeben, die ziemlich genau der Fussbox der Blackbird entspricht.

    • Offizieller Beitrag

    Das würde ich nicht machen. hangnouts Footbox ist ein komplett anderes Design und hat auch andere Ziele. Die Warbonnet Footbox ist ja eigentlich nichts anderes als ein Teil des (integrierten) Moskitonetzes. Sie zieht die Hängematte zusammen und entlastet die Beine. hangnouts Footbox ist ein Teilkreis, bei dem der gerade Teil mit der Hängematte verbunden ist (siehe ca. 3:00 vom Video). Ohne zusätzlichen Zug (z.B. durch ein Gummikordel) würde sie einfach schlapp herunter hängen. Sie dient nur dazu, zu verhindern dass Sachen aus der Hängematte fallen und sie strafft den Hängemattenstoff wie der Knotty Mod. Anscheinend gibt es viele Leute, die es nicht leiden können wenn die Hängematte nicht überall straff gespannt ist. Im Gegensatz zur WB Footbox kann man sich auch auf die Fußseitige Kante setzen, weil die Footbox nachgibt.

    Natürlich kannst du statt einem Teilkreis auch ein Dreieck verwenden - ich sehe nur keinen Sinn darin. Die Knicke sind viel schärfer als bei einem Teilkreis. Wenn ich das Design nachnähe, werde ich evtl. den Teilkreis in ein Polygon umwandeln um es beim nähen etwas einfacher zu haben.

  • Das würde ich nicht machen. hangnouts Footbox ist ein komplett anderes Design und hat auch andere Ziele. Die Warbonnet Footbox ist ja eigentlich nichts anderes als ein Teil des (integrierten) Moskitonetzes. Sie zieht die Hängematte zusammen und entlastet die Beine. hangnouts Footbox ist ein Teilkreis, bei dem der gerade Teil mit der Hängematte verbunden ist (siehe ca. 3:00 vom Video). Ohne zusätzlichen Zug (z.B. durch ein Gummikordel) würde sie einfach schlapp herunter hängen. Sie dient nur dazu, zu verhindern dass Sachen aus der Hängematte fallen und sie strafft den Hängemattenstoff wie der Knotty Mod. Anscheinend gibt es viele Leute, die es nicht leiden können wenn die Hängematte nicht überall straff gespannt ist. Im Gegensatz zur WB Footbox kann man sich auch auf die Fußseitige Kante setzen, weil die Footbox nachgibt.

    Meine Idee ist, auf beiden Seiten eine Fussbox anzunähen. So kann ich liegen, wie ich mag, kann aber auch auf beiden Seiten ein- und aussteigen, ohne etwas kaputt zu machen. Wenn ich die Gummikordel (grösstenteils) durch ein dünnes Seil ersetze, kann ich praktisch die gleiche, ein Stück weit tragende, Funktion erreichen, die die Blackbird-Fussbox bietet. Statt des Dreiecks kann ich natürlich auch eine runde Form wählen: Sie sollte einfach nicht symmetrisch sein, sondern die höchste Stelle bei gleicher Höhe dort haben, wo bei der Blackbird-Fussbox die Spitze des Dreiecks liegt. So komme ich dieser am nächsten, ohne sie exakt 1:1 kopieren zu "müssen". Vom Design her habe ich dann eine Blackbird-Fussbox, bei der der Stoff oben gerafft ist und deren Form mit jener praktisch identisch ist.

    Natürlich kannst du statt einem Teilkreis auch ein Dreieck verwenden - ich sehe nur keinen Sinn darin. Die Knicke sind viel schärfer als bei einem Teilkreis. Wenn ich das Design nachnähe, werde ich evtl. den Teilkreis in ein Polygon umwandeln um es beim nähen etwas einfacher zu haben.

    Natürlich würde ich die Ecke schön abrunden. Die Abbildung oben ist nur als Skizze zu verstehen. Auch bei der originalen Fussbox der Blackbird würde man ja die Ecke abrunden - so vermute ich jedenfalls und so sehen die Fotos weiter oben auch aus.

    Ich habe aus Jux kürzlich einen runden Ridgeline-Organizer (vergleichbar mit dem der "Superleicht-Serie" von DD Hammocks) genäht. Er besteht aus einem Halbkreis (Durchmesser: 37cm), den ich mit 2,5cm breitem Satinband eingefasst habe. Ich denke nicht, dass das Nähen einer so grossen Rundung wie bei einer Hangnout-Fussbox bei einem leicht elastischen Stoff ein grosses Problem darstellt. Ich habe es allerdings noch nie ausprobiert und kann mich natürlich täuschen. Beim Organizer, die Situation ist dort nicht 1:1 vergleichbar, war das Nähen der Rundung entgegen meiner Befürchtung jedenfalls kein Problem (siehe Foto).

  • Ich habe noch zwei schwarze Hilfslinien eingezeichnet, um zu illustrieren, dass die beiden Fussboxen letztlich praktisch identisch sind:



    Legende:

    • rot = an die Hängematte genäht
    • schwarz = neue Aussenlinie der Hängematte (mit Gummizug)
    • blau = kürzeste Strecke (wenn Gummizug lose)


    Die beiden dunkleren Bereiche bilden, wenn die Fussbox gespannt wird, zusammen das gleich Dreieck wie beim Original von Warbonnet.

    Nun fällt mir aber gerade auf, dass ich wieder einmal einen Denkfehler gemacht habe: Das Dreieck darf nicht gestreckt werden, sondern muss massstabsgetreu vergrössert werden, bis die Summe von 82cm und 51cm unten erreicht ist (133cm). Die Winkel links und rechts müssen nämlich erhalten bleiben, sonst funktioniert es nicht. Es gibt dann eine Blackbird-Fussbox mit etwas losem Stoff im oberen Bereich, wo die Box gerafft wird. (Gut habe ich das nun dank der beiden Hilfslinien gerade noch gemerkt.)

    • Offizieller Beitrag

    Bevor Du Deine Zeit mit theoretischen Betrachtungen verschwendest: probiere es doch einfach mal aus! Wie sagt [USER="21"]Konradsky[/USER] so schön? Mach und berichte! Erst dann weißt Du wirklich, ob es funktioniert. Ich habe jedenfalls schon oft die Erfahrung gemacht, daß etwas in der Theorie wunderbar war, in der Praxis jedoch kläglich versagte.

  • Bevor Du Deine Zeit mit theoretischen Betrachtungen verschwendest: probiere es doch einfach mal aus! Wie sagt [USER="21"]Konradsky[/USER] so schön? Mach und berichte! Erst dann weißt Du wirklich, ob es funktioniert. Ich habe jedenfalls schon oft die Erfahrung gemacht, daß etwas in der Theorie wunderbar war, in der Praxis jedoch kläglich versagte.

    Genau das habe ich vor! Aber ich kann ja nur ausprobieren, was ich mir vorher zurechtgelegt habe. Sonst habe ich kein Ziel und kann dieses auch nicht überprüfen. Ich verstehe nicht, weshalb hier einige immer wieder die Theorie gegen die Praxis ausspielen müssen. Ich finde die Theorie nicht grau, sondern erlebe sie farbig. Es wäre eine Verschwendung der Zeit (und des Materials!), ohne Plan ans Werk zu gehen. Dass sich einiges in der Praxis nicht so verhält, wie man dachte, liegt auf der Hand. Jedes Modell umreisst die Wirklichkeit vereinfacht. Es muss aus der Praxis heraus verfeinert werden. Das bedeutet aber nicht, dass ein Modell an sich etwas Schlechtes wäre.

    Mal die Gegenfrage: Hast du denn noch nie die Erfahrung gemacht, dass etwas, was du dir gut überlegt hast, in der Praxis wunderbar funktioniert hat?

    • Offizieller Beitrag

    Ich dachte ich hätte verstanden was du machen willst - aber jetzt bin ich verwirrt. Wenn du die Footbox "umdrehst", hat sie nicht mehr den gleichen Effekt. Was willst du denn genau erreichen? Willst du nur verhindern dass dein Top Quilt aus der Hängematte fällt? Dann funktioniert jedes Design das eine "Wand" oder "Tasche" erzeugt. Wenn du aber die Hängematte "vorformen" willst, um etwas Druck von den Beinen zu nehmen, musst du die Hängematte stark genug zusammen ziehen. Im Prinzip brauchst du dann nicht mal eine Stoffwand. Gerade wenn du die Liegerichtung wechseln können möchtest, würde sich das UK Hammocks-Design anbieten. Verstärke einfach beide Kanten, nähe an der langen Spitze der (gedachten) Footbox eine kräftige Schlaufe an, spleisse dir eine Whoopie Sling und hänge sie über die Aufhängung am Fußende und klinke sie dann in die Schlaufe ein. Wenn du dazu einen kräftigen Karabiner benutzt (z.B. Dutch Biner), kannst du das Seil je nach Wunsch auf der linken oder rechten Seite einklinken. Wenn deine Hängematte ohnehin breit ist, brauchst du vermutlich gar keine Tasche/Wand. Die WB Footbox ist auch gerade deshalb so praktisch, weil sie die Hängematte gefühlt breiter macht (siehe auch den Bericht zur Ghost Hammock von SGT Rock).

  • Ich dachte ich hätte verstanden was du machen willst - aber jetzt bin ich verwirrt. Wenn du die Footbox "umdrehst", hat sie nicht mehr den gleichen Effekt. Was willst du denn genau erreichen? Willst du nur verhindern dass dein Top Quilt aus der Hängematte fällt? Dann funktioniert jedes Design das eine "Wand" oder "Tasche" erzeugt. Wenn du aber die Hängematte "vorformen" willst, um etwas Druck von den Beinen zu nehmen, musst du die Hängematte stark genug zusammen ziehen. Im Prinzip brauchst du dann nicht mal eine Stoffwand. Gerade wenn du die Liegerichtung wechseln können möchtest, würde sich das UK Hammocks-Design anbieten. Verstärke einfach beide Kanten, nähe an der langen Spitze der (gedachten) Footbox eine kräftige Schlaufe an, spleisse dir eine Whoopie Sling und hänge sie über die Aufhängung am Fußende und klinke sie dann in die Schlaufe ein. Wenn du dazu einen kräftigen Karabiner benutzt (z.B. Dutch Biner), kannst du das Seil je nach Wunsch auf der linken oder rechten Seite einklinken. Wenn deine Hängematte ohnehin breit ist, brauchst du vermutlich gar keine Tasche/Wand. Die WB Footbox ist auch gerade deshalb so praktisch, weil sie die Hängematte gefühlt breiter macht (siehe auch den Bericht zur Ghost Hammock von SGT Rock).

    Ich möchte die Vorteile zweier Designs in einem Design vereinen. Ich denke, dass die beiden Konzepte vereinbar sind und sich das machen lässt. Das "Auf-den-Kopf"-Stellen des Dreiecks sollte meiner Meinung nach zu einer Hangnout-Fussbox führen, die mir das Material in der Hängematte hält und gleichzeitig der Form einer Blackbird-Fussbox recht nahe kommt: Wenn ich die Winkel beibehalte und das Dreieck oben mittels Kordelzug auf die gewünschte Strecke verkürze, dann müsste die Wirkung grob die gleiche sein wie bei der Blackbird. EDIT: Mir fiel es gestern wie Schuppen von den Augen, als ich meinen Denkfehler in der gestreckten Version (siehe Skizze weiter oben) erkannte: Für die Kräfteverteilung sind die Winkel entscheidend!

    Danke für deine Überlegungen. Ich bin in Gedanken schon wesentlich weiter und habe dort bereits einen anderen Weg eingeschlagen. Allerdings muss ich beim Moskitonetz noch ein paar Probleme lösen, denn für eine Hangnout-Fussbox kann man keinen Reissverschluss verwenden. Aber auch dort bin ich quasi auf der Zielgeraden.

  • Das ist immer eine Aufwand-Nutzen-Rechnung. Beim Bau eines Kernkraftwerks sind monatelange Planungen sicher angebracht, bei einem Stück Stoff würde ich mich gleich an den praktischen Test machen.

    Ich denke, es ist auch eine Typenfrage. Ich für meinen Teil habe einfach gerne ein (grob) fertiges Konzept im Kopf, bevor ich mit der Arbeit beginne. Da ich eine etwa 350cm lange Hängematte nähen möchte, weiss ich beispielsweise noch nicht, wo ich die Dreiecke annähen soll und überlege auch noch, ob ich sie etwas vergrössere. Da muss ich mal beim konkreten Hängen Mass nehmen, beobachten, wie und wo sich der Stoff beim liegen verändert. Aber das kann ich erst machen, wenn der Basis-Hängematten-Körper fertig ist. Weiter möchte ich ein Moskitonetz integrieren. Auch da sind noch ein paar Fragen offen. Ich will, dass mein Design auf Anhieb funktioniert, jedenfalls in den groben Zügen. Natürlich klappt das nicht immer. Aber ich habe echt keine Lust, Abfall zu produzieren. Für etwas habe ich ja einen Verstand erhalten.

    Ich habe früher mal ein paar Bambusflöten gebaut. Da habe ich auch zuerst gedacht und dann gemacht. Alles sind brauchbare, reine Instrumente geworden, ich musste nichts wegwerfen. Jedes Instrument könnte man aber weiter optimieren, das ist auch klar. Es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die billige Mandoline aus dem Touristenladen in Sankt Petersburg habe ich auch umgebaut, die ganze, völlig unbrauchbare Mechanik ersetzt, die Decke abgeschliffen, ausgedünnt und frisch lackiert. Ich hatte eine genaue Vorstellung, was ich machen und was ich damit erreichen wollte. Das Instrument klingt nun deutlich besser als vorher - ziemlich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte - und die Mechanik läuft perfekt. Kein Vergleich mit vorher. Das Instrument hält auch erstaunlich gut die Stimmung.

    Ich kann die Erfahrung, dass intensives Nachdenken und Planen in der Praxis "kläglich scheitert" schlicht und einfach nicht teilen. Und wenn, dann würde ich es auch nicht als "klägliches Scheitern" bezeichnen. Es wäre einfach eine Erfahrung, aus der ich lernen würde. Wenn ich mir im Vorfeld mehr Gedanken gemacht habe, kann ich sogar mehr daraus lernen.

    Zum Thema Kernkraftwerk: Es wäre schön, wenn dem so wäre, wie du schreibst. In der Schweiz soll ein Kernkraftwerk wieder ans Netz gehen, das letzten Sommer wegen Überhitzung vom Netz genommen worden ist. Die Ursache ist nach wie vor nicht geklärt!

    • Offizieller Beitrag

    Ich möchte die Vorteile zweier Designs in einem Design vereinen. Ich denke, dass die beiden Konzepte vereinbar sind und sich das machen lässt. Das "Auf-den-Kopf"-Stellen des Dreiecks sollte meiner Meinung nach zu einer Hangnouts-Fussbox führen, die mir das Material in der Hängematte hält und gleichzeitig der Form einer Blackbird-Fussbox recht nahe kommt: Wenn ich die Winkel beibehalte und das Dreieck oben auf die gewünschte Strecke verkürze, dann müsste die Wirkung grob die gleiche sein wie bei der Blackbird.

    Das kann ich immer noch nicht wirklich nachvollziehen. Die Wirkung der Warbonnet Footbox beruht darauf, dass die mit der Hängematte verbundenen Seiten des Dreiecks zusammen länger sind als die dritte Seite. Dadurch wird die Hängematte von der Footbox zusammen gezogen. Und deshalb wäre es auch sinnlos, diese Art der Footbox auf beiden Seiten anzubringen.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du den Zug den normalerweise die mit der Hängematte unverbundene Seite des Dreiecks erzeugt durch ein Seil ersetzen. Das sollte funktionieren. Aber dann brauchst du keine dreieckige Grundform mehr. Der einzige Grund dafür, die Footbox als Dreieck mit diesen Maßen zu gestalten ist die Wirkung der Seitenverhältnisse... Aber du scheinst anderer Ansicht zu sein, also mach mal und berichte.

  • Das kann ich immer noch nicht wirklich nachvollziehen. Die Wirkung der Warbonnet Footbox beruht darauf, dass die mit der Hängematte verbundenen Seiten des Dreiecks zusammen länger sind als die dritte Seite. Dadurch wird die Hängematte von der Footbox zusammen gezogen. Und deshalb wäre es auch sinnlos, diese Art der Footbox auf beiden Seiten anzubringen.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du den Zug den normalerweise die mit der Hängematte unverbundene Seite des Dreiecks erzeugt durch ein Seil ersetzen. Das sollte funktionieren. Aber dann brauchst du keine dreieckige Grundform mehr. Der einzige Grund dafür, die Footbox als Dreieck mit diesen Maßen zu gestalten ist die Wirkung der Seitenverhältnisse... Aber du scheinst anderer Ansicht zu sein, also mach mal und berichte.

    Weil es nicht funktioniert, eine Blackbird-Fussbox auf beiden Seiten anzubringen, kam ich auf die Idee mit der angepassten Hangnout-Fussbox. Wenn du in der letzten Skizze oben den schwarzen Rand (das ist der mit dem Kordelzug und der vermutlich abgerundeten Ecke) auf die rund 114cm verkürzt, die sie gemäss deiner Skizze lang sein müssten, zugleich aber die Winkel des Blackbird-Dreiecks vorhanden sind, dann müsste sich grob die gleiche Form ergeben, einfach mit etwas losem Stoff. Der lose Stoff dürfte nicht negativ auffallen, würde für die Füsse vielleicht sogar noch etwas zusätzlichen Bewegungsfreiraum schaffen. Die Last wäre natürlich - ähnlich wie bei der Fussbox von UK Hammocks - verstärkt auf dem Kordelzug und nicht auf der gesamten Dreiecksfläche. Ein Teil der Dreiecksfläche würde aber aufgrund der vorgegebenen Winkel einen Teil der Last aufnehmen. Lose wäre der Stoff ja hauptsächlich im helleren Bereich, der durch den Kordelzug gerafft würde.

    Ich habe bisher immer auswärts genäht (sicher auch ein Grund, weshalb ich vielleicht etwas mehr plane als andere), doch nun habe ich eine alte Bernina geschenkt bekommen. Bei der funktioniert leider nicht mehr ganz alles. Ich denke, die muss erst noch in die Revision... Ich berichte dann gerne, wenn erste Resultate vorliegen. Natürlich kann ich mein Resultat dann nicht mit der echten Blackbird vergleichen, aber ich kann sicher sagen, ob meine neue Hängematte gleich bequem oder sogar bequemer ist als meine bisherigen. Wenn nichts herausfällt und ich in beide Richtungen liegen kann, dann ist schon ein grosses Ziel erreicht. Wenn auch das angedachte Moskitonetz wie gewünscht funktioniert, umso besser.

  • Die WB Footbox ist auch gerade deshalb so praktisch, weil sie die Hängematte gefühlt breiter macht (siehe auch den Bericht zur Ghost Hammock von SGT Rock).

    Das mit der Breite ist ohnehin interessant: Meine Hängematte aus Hexon 1.6 (normale Breite) kommt mir eher schmaler vor als die aus dem Hängemattenstoff von Extremtextil, die allerdings auch noch einen ganzen Rutsch länger ist (ca. 370cm gegenüber wohl etwa 345cm). Beide habe ich zu Testzwecken genäht.

    Danke für deinen nochmaligen Hinweis auf die Fussbox von SGT Rock: Mich verblüfft, dass diese Fussbox eine etwa 122cm (48") breite Hängematte nutzbar machen soll, indem die eine Seite durch den zusätzlichen Stoff - das eingenähte Dreieck - massiv verkürzt ("umgeleitet") wird. Da kann ich mir noch nicht so recht vorstellen, was da genau "passiert".

    Als ich kürzlich in der 370cm langen Hängematte lag und mich daran störte, wie stark Becken und Gesäss durchhängen (ich bekomme da schnell einmal Rückenschmerzen davon), obwohl ich die Hängematte sogar gewhippt habe, um dem ein Stück weit entgegenzuwirken, habe ich ein kleines Experiment gemacht:

    Ich habe Becken und Gesäss auf eine angenehme Höhe angehoben, so dass das Gewicht mehr auf den Unterschenkeln und Schultern lag. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Stoff auf der Fussseite sich ein wenig in Richtung Blackbird-Fussbox verformt: Der lange Rand schien sich mir ein wenig auf das Fussende zuzubewegen: wirklich nur ein klein wenig, vielleicht war es ja auch Einbildung. Aber wenn ich das richtig wahrgenommen haben sollte, dann wäre das möglicherweise das, was die Blackbird-Fussbox tut: Becken und Gesäss erhalten zusätzliche Unterstützung, es geht etwas Druck von Beinen und Füssen weg, die Liegeposition wird etwas gerader, man liegt vielleicht auch eine Spur weniger diagonal?

    Ich weiss natürlich nicht, ob man aus meinem kleinen Experiment wirklich diesen Umkehrschluss ziehen kann. Du gehst ja auch davon aus, dass die gerade Liegeposition primär mit dem flacheren Hängewinkel zusammenhängt, was sicher auch eine Rolle spielt.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn du in der letzten Skizze oben den schwarzen Rand (das ist der mit dem Kordelzug und der vermutlich abgerundeten Ecke) auf die rund 114cm verkürzt, die sie gemäss deiner Skizze lang sein müssten, zugleich aber die Winkel des Blackbird-Dreiecks vorhanden sind, dann müsste sich grob die gleiche Form ergeben, einfach mit etwas losem Stoff. Der lose Stoff dürfte nicht negativ auffallen, würde für die Füsse vielleicht sogar noch etwas zusätzlichen Bewegungsfreiraum schaffen. Die Last wäre natürlich - ähnlich wie bei der Fussbox von UK Hammocks - verstärkt auf dem Kordelzug und nicht auf der gesamten Dreiecksfläche. Ein Teil der Dreiecksfläche würde aber aufgrund der vorgegebenen Winkel einen Teil der Last aufnehmen. Lose wäre der Stoff ja hauptsächlich im helleren Bereich, der durch den Kordelzug gerafft würde.

    Ich habe das Gefühl, dass du irgendwo einen Denkfehler hast. Oder vielleicht habe ich einen Denkfehler. Die Form der Warbonnet Footbox ist nur deshalb so wichtig, weil du eben KEIN Seil hast, dass den Zug erzeugt. Wenn ein Seil die Funktion der dritten Seite übernimmt, ist es Wurst was für eine Form die Footbox hat - solange sie so lang und breit ist, dass man die Seite der Hängematte komplett ausziehen kann. Es ist nur wichtig, dass die Höhe der Footbox auf die Ansatzpunkte vom Seil abgestimmt sind. Wenn ein Ende des Seils über die Aufhängung am Fußende gelegt werden soll, brauchst du deutlich mehr Höhe als wenn es dort ansetzt wo das Dreieck anfängt bzw. aufhört. Ob das von mir berechnete Dreieck genug Platz bietet wenn du es auf den Kopf stellst, weiss ich nicht. Meiner Meinung nach machst du dir das Leben damit unnötig schwer bzw. riskierst dass es am Ende nicht passt. Wenn du an deinem Plan festhalten willst, solltest du vielleicht zuerst ein maßstabsgetreues Mini-Modell nähen. Das könnte dir Stoff sparen.

  • Ich habe das Gefühl, dass du irgendwo einen Denkfehler hast. Oder vielleicht habe ich einen Denkfehler. Die Form der Warbonnet Footbox ist nur deshalb so wichtig, weil du eben KEIN Seil hast, dass den Zug erzeugt. Wenn ein Seil die Funktion der dritten Seite übernimmt, ist es Wurst was für eine Form die Footbox hat - solange sie so lang und breit ist, dass man die Seite der Hängematte komplett ausziehen kann. Es ist nur wichtig, dass die Höhe der Footbox auf die Ansatzpunkte vom Seil abgestimmt sind. Wenn ein Ende des Seils über die Aufhängung am Fußende gelegt werden soll, brauchst du deutlich mehr Höhe als wenn es dort ansetzt wo das Dreieck anfängt bzw. aufhört. Ob das von mir berechnete Dreieck genug Platz bietet wenn du es auf den Kopf stellst, weiss ich nicht. Meiner Meinung nach machst du dir das Leben damit unnötig schwer bzw. riskierst dass es am Ende nicht passt. Wenn du an deinem Plan festhalten willst, solltest du vielleicht zuerst ein maßstabsgetreues Mini-Modell nähen. Das könnte dir Stoff sparen.

    Denkfehler gehören vermutlich dazu. Ich habe bei meinem Konzept nun eigentlich ein gutes Gefühl. Und wenn ich statt einem Halbkreis ein auf den Kopf gestelltes Dreieck, vielleicht etwas abgerundet konstruiere, dann kann das nicht schaden.

    Bei der Blackbird-Fussbox ist die obere Länge des Dreiecks wichtig (die 114cm). Da könntest du mit dem gleichen Argument sagen, dass die Form des Dreiecks egal ist, solange die Höhe desselben stimmt und die 114cm eingehalten werden. Das Dreieck bestimmt aber auch noch, wo die Füsse zu liegen kommen: näher beim Fussende oder näher zur Mitte der Hängematte hin. Du könntest aber recht haben, dass ein Halbkreis einem etwas mehr verzeiht, falls die Konstruktion nicht richtig passt. Das ist auch ein Argument. Ein Modell: Ich weiss nicht recht, wie viel mir das hilft, wo ich mich ja nicht hineinlegen kann. Die Frage ist ja letztlich: Wo sollen die Füsse liegen. Das muss ich am konkreten Tuch ermitteln, wenn ich darin liege. Das Dreieck, das du bei der Blackbird hast respektive das mit meiner Idee entsteht, wenn ich oben auf 114cm raffe, ist (grob) identisch. Rein vom Dreieck könnte ich natürlich ein Modell machen, um zu ermitteln, ob wirklich die masstabsgetreue Form entsteht. Vielleicht hast du mit dem Modell ja auch genau das gemeint.

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