Überlegungen zum Aufhängungssystem - Hängematte und Tarp - Weitere Ideen?

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  • Hi zusammen,

    Erst mal wünsche ich euch ein schönes neues Jahr.

    Ich habe schon vor ein paar Monaten im Forum einige Fragen gestellt und ihr habt mir sehr geholfen. Seitdem habe ich diverse Nächte in meiner TTTM verbracht und bin soweit sehr zufrieden. Allerdings habe ich noch eine ziemliche Basisausrüstung. Das bedeutet: Hängematte + viel Gurtband zum Aufhängen.

    Das möchte ich jetzt ändern und habe mir beim Dendronaut einen Warenkorb zusammengestellt, den ich hier gerne kurz vorstellen und zur Diskussion stellen möchte. Ich freue mich über Feedback und Verbesserungsvorschläge.

    Also das plane ich aktuell zu kaufen:

    • Baumgurte mit 2 Schlaufen (2m Länge - sollte mir genügen, denke/hoffe ich)
    • 14m AmSteel - für 2 Whoopie Slings (je 5m) und ggf. ein paar Soft Shackles
    • 17m Lash-It & Zing-It - für eine Structural Ridgeline (ca. 4m) für einen vernünftigen Sag der Hängematte (hier plane ich im Prinzip ebenfalls eine Whoopie Sling zu nutzen) und eine Continuous Ridgeline für das Tarp
    • 1 Wasp zur Befestigung und Justierung der Continuous Ridgeline für das Tarp

    Die Whoopies und Co möchte ich selbst spleißen/basteln. :)
    Nun die Frage an euch als Erfahrene: Habe ich etwas für die Grundausstattung zur Aufhängung vergessen? Sollte ich vll. Produkte austauschen/ersetzen oder welche hinzunehmen, die ich bisher nicht berücksichtigt habe?

    Lieben Dank im Voraus!
    Viele Grüße
    Henrik

  • Ich hab an der Tarp-Ridgeline noch nen Dutch Hook, des Komforts halber. Brauchst Du aber nicht unbedingt, kannst auch einen Augspleiß an einem Ende machen und da durchfädeln bzw. mit einem Stöckchen festmachen.

    Wie fixierst Du das Tarp an der Ridgline?

    Wie fixierst Du die Whoopies am Gurtband und wie die HM an den Whoopies? Da gibt's viele Wege, u.a. auch ein bisschen Dutchbling, das Du mitbestellen könntest (Whoopie Hooks, u.ä.).

  • Lustig, jetzt habe ich just in diesem Moment hier noch eine weitere Möglichkeit zur Befestigung der verstellbaren Schlaufe der Ridgeline beigefügt (siehe bei Nachtrag).

    • Zwei Meter halte ich für die Baumgurte in den meisten Fällen für ausreichend. Ich nutze in Kombination mit Whoopie Slings selber 2 Meter lange Treehugger. In den meisten Fällen wirst du Bäume nutzen, die du mit beiden Armen umfassen kannst. Die sind dann so maximal 50cm bis 60cm dick. Multipliziert mit Pi (3,14) ergibt das eine Länge von 157cm bis 188cm Gurtband. Bei allen dickeren Bäumen musst du den Baumgurt (Tree Hugger) irgendwie um den Baum schwingen und auf der anderen Seite auffangen. Natürlich kann es in seltenen Fällen nützlich sein, längere Treehugger zu haben. Aber lohnt es sich, deswegen längere anzuschaffen und immer mit dabei zu haben? Einige nutzen Treehugger, die nur 1 Meter lang sind, und wählen halt die Bäume entsprechend aus.
    • Für einen "Improved Soft Shackle" brauchst du 110cm bis 120cm Amsteel.
    • Für Whoopie Slings mit einer 5cm langen fixen Schlaufe, verstellbar von 48cm bis 240cm (Spleiss 31cm bis 32cm lang ergibt schlussendlich rund 25cm Spleiss) und bei der fixen Schlaufe 10cm Bury brauchst du recht genau 500cm Amsteel. Damit kannst du bis zu einem Baumabstand von über 6 Meter gehen, musst die Hängematte dann aber über 230cm hoch aufhängen. Da hast du ausreichend Reserve, vor allem wenn du bedenkst, dass in den meisten Fällen auch noch ordentlich Baumgurt übrig bleibt, falls die Bäume nicht gerade extrem dick sind. (Ich persönlich begnüge mich aus diesem Grund mit Whoopie Slings, die sich maximal auf 2m verlängern lassen. Aber du hast schon recht: Plötzlich ist man mal froh um die 40cm extra.)
    • Für eine verstellbare Ridgeline, die du von 256cm bis 290cm verstellen kannst, brauchst du rund 370cm Lash-It (grau) oder Zing-It (gelb / rot). Für die 320cm Länge der Ticket to the Moon dürfte sich eine sinnvolle Länge der Ridgeline irgendwo um 270cm bewegen. (Von diesem Material kann man aber nie genug haben. Man kann zum Beispiel auch Tarpleinen daraus spleissen...)
    • Falls dich die Softshackle mit der Zeit eher nerven sollten, könnten auch zwei leichte Karabiner (mindestens 450daN, lieber etwas mehr Reserve) eine gute Investition sein.
    • Je nach dem wie du das Tarp aufhängen möchtest, könnten sich auch zwei Stingerz (anstelle der "Wespe"?) empfehlen. Viele sind von diesen kleinen Helferlein begeistert.

    Ich habe unlängst ein paar meiner Hängematten auf Gurtband und Dreisteg umgerüstet. Das kommt nur unwesentlich schwerer als Whoopie Slings. Bei 2mal 4m Gurtband bleibt man mit der gesamten Aufhängung samt separatem Packbeutel deutlich unter 200g. Das scheint mir auch eine gute Lösung zu sein. Hier und hier gibt es mehr Information dazu. Ich finde aber auf jeden Fall Whoopie Slings auch eine sehr gute Sache.

    • Offizieller Beitrag
    • Baumgurte mit 2 Schlaufen (2m Länge - sollte mir genügen, denke/hoffe ich)

    Bei einer Aufhängung mit Whoopies sehe ich keinen Sinn in der zweiten Schlaufe. Die Schlaufe bedeutet nur weniger nutzbare Länge bzw. etwas mehr Gewicht bei gleicher Länge. Ich fand sie auch bei der Anwendung störend.

    Von der Länge her hängt es davon ab wie dick die Bäume sind, die du benutzen willst. Bei meinen 1,80m langen Baumgurten bin ich häufig auf Bäume gestossen, die zu dick waren. Solange man genug Auswahl hat, ist das kein Problem.

    • 14m AmSteel - für 2 Whoopie Slings (je 5m) und ggf. ein paar Soft Shackles

    Meinst du 5m Rohlänge oder die fertige Länge? Als Rohlänge ist das OK (das ergibt vermutlich eine Endlänge von etwas über 2m) - 5m lange Whoopies halte ich für deutlich zu lang.

    • 17m Lash-It & Zing-It - für eine Structural Ridgeline (ca. 4m) für einen vernünftigen Sag der Hängematte (hier plane ich im Prinzip ebenfalls eine Whoopie Sling zu nutzen) und eine Continuous Ridgeline für das Tarp

    4m für eine verstellbare Ridgeline ist etwas knapp. Mit 4,30m bist du auf der sicheren Seite.

    Nun die Frage an euch als Erfahrene: Habe ich etwas für die Grundausstattung zur Aufhängung vergessen? Sollte ich vll. Produkte austauschen/ersetzen oder welche hinzunehmen, die ich bisher nicht berücksichtigt habe?

    Die Liste klingt in Ordnung. Wenn du etwas Geld zum spielen hast, würde ich vielleicht noch etwas mehr Zing-It/Lash-It und 2 Stingerz mitbestellen. Dann kannst du dir noch eine alternative Tarp-Aufhängung basteln und testen, was dir besser gefällt. Ich hatte erst eine durchgehende Ridgeline und bin dann auf zwei Tie-Outs plus Stingerz umgestiegen. Ist eine Geschmacksfrage.

  • Bei einer Aufhängung mit Whoopies sehe ich keinen Sinn in der zweiten Schlaufe. Die Schlaufe bedeutet nur weniger nutzbare Länge bzw. etwas mehr Gewicht bei gleicher Länge. Ich fand sie auch bei der Anwendung störend.

    Ich habe bei den "Treehuggern" immer zwei Schlaufen verwendet. Dutch verkauft sie auch so. Eine Schlaufe wird durch die andere geführt (Befestigung am Baum), an die andere kommt der Karabiner oder Soft Shackle, an dem die Whoopie Slings befestigt werden. Gehst du hier von der Nutzung eines Toggles mit Marlspiekerschlag aus? Oder von der Nutzung eines Dreistegs? Dann würde eine Schlaufe reichen. Oder natürlich, wenn man den Treehugger per Sibirischen Knoten am Baum festbindet: Dann bräuchte man aber mehr Material, um den Knoten zu legen.

    Vielleicht stehe ich gerade irgendwo auf der Leitung.

    • Offizieller Beitrag

    Ich will Dir ja die continous ridgeline nicht ausreden, aber ich bin wie auch TreeGirl wieder davon abgekommen. Ich würde daher statt der Wasp zwei Stingers nehmen.
    Zum Befestigen der von den Heringen kommenden Abspannschnur am Tarp verwende ich Hookworms. Ich liiebe die Dinger! Vielleicht wären sie auch etwas für Dich.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe bei den "Treehuggern" immer zwei Schlaufen verwendet. Dutch verkauft sie auch so. Eine Schlaufe wird durch die andere geführt (Befestigung am Baum), an die andere kommt der Karabiner oder Soft Shackle, an dem die Whoopie Slings befestigt werden. Gehst du hier von der Nutzung eines Toggles mit Marlspiekerschlag aus? Oder von der Nutzung eines Dreistegs? Dann würde eine Schlaufe reichen. Oder natürlich, wenn man den Treehugger per Sibirischen Knoten am Baum festbindet: Dann bräuchte man aber mehr Material, um den Knoten zu legen.

    Ich weiss, dass Tree Hugger zwei Schlaufen haben, und viele Anbieter sie verkaufen. Ich glaube, dass das noch ein Überbleibsel aus den Anfangszeiten ist, als man die Hängematte direkt am Gurt befestigt hat, wie z.B. bei der Hennessy Aufhängung. Diese Art der Aufhängung ist jedoch nicht sehr gut justierbar, was vermutlich auch einer der Gründe ist, warum sie nicht mehr häufig benutzt wird.

    Auch wenn du die Hängematte mit einem Karabiner in die zweite Schlaufe einhängen willst, ist eine Feinjustierung (um den bequemsten Winkel zu erreichen) nicht möglich. Wenn der Baum dünn ist, kannst du den Gurt mehrfach um den Stamm wickeln um den Gurt zu verkürzen, aber dann ist der Gurt immer nur einen Baumumfang kürzer oder länger. Bei vielen Bäumen kommt man aber gar nicht erst zweimal um den Stamm. Und viel Spaß dabei, wenn du den mehrfach um den Baum gewickelten Gurt ein paar Zentimeter nach oben oder unten verschieben willst...

    Bei der Verwendung von Whoopies hatte ich häufig das Problem, dass der Abstand zwischen den Bäumen zu klein war. Die Whoopies benötigen von Natur aus mehr Platz, selbst wenn man das feste Ende mehrfach um die Hängematte legt und damit verkürzt. Es kommen immer ca. 30cm pro Seite dazu, für den "Tunnelzug". Wenn man dann auch noch einen Gurt hat, den man nicht gut verstellen kann, sorgt das für zusätzliche Probleme. Und wenn man Bäume mit mehr Abstand findet, muss man die Aufhängung auch höher anbringen - was für kürzere Menschen auch nicht immer einfach ist. Die meisten Whoopie Sling Nutzer verwenden ohnehin Toggles, die in den Gurt geknotet werden - oder eine Art Schnalle (Dutch Spiders und Dutch Buckles). Da ist das zweite Auge überflüssig.

  • Die meisten Whoopie Sling Nutzer verwenden ohnehin Toggles, die in den Gurt geknotet werden - oder eine Art Schnalle (Dutch Spiders und Dutch Buckles). Da ist das zweite Auge überflüssig.

    Dann wäre das also der Hinweis, der [USER="217"]MoPe[/USER] noch gefehlt hat: Die zweite Schlaufe kann man sich sparen, wenn man Toggles oder andere Systeme verwendet, um die Whoopie Slings am Gurtband zu befestigen. Und natürlich kann man auch die Karabiner direkt per Marlspiekerschlag am Gurtband befestigen.

    Und damit man die Höhe leichter korrigieren kann, ohne im dümmsten Fall das ganze Gurtband wieder ausschlaufen zu müssen (z.B. wenn da ein Ast im Weg ist), würden sich noch Dutch Clips (oder wiederum Karabiner) empfehlen.

    Noch ein Hinweis zu den Whoopie Slings und dem minimalen Baumabstand: Wenn du die fixe Schlaufe der Whoopie Slings zweimal durch den Hängemattenkanal ziehst, dann rückt das lose Ende derselben ein ganzes Stück näher an die Hängematte heran. Wenn du zudem das lose Ende sehr nahe an das verspleisste Ende der fixen Schlaufe heranbringst* (z.B. 1cm nahe), so beginnt die verstellbare Schlaufe - je nach den Massen, die du genau verwendest - schon rund 30cm von der Hängematte entfernt. Die 30cm sind dann auch die minimale Länge der Whoopie Slings.

    * Die Anleitung hier im Forum geht davon aus, dass man zwischen dem verspleissten Ende der fixen Schlaufe und dem Austritt des losen Endes aus dem Hauptspleiss 15cm braucht. Das macht meiner Meinung nach die Whoopie Slings nur unnötig länger. Es spricht nichts dagegen, hier nur eine Lücke von 1cm oder sogar weniger zu lassen.

    Auch ein fixes Auge von 7.5cm Länge (wie in den meisten Anleitungen beschrieben) braucht im Grunde niemand. Man kommt auch mit 5cm (oder weniger) aus (was nur 10cm statt 15cm Amsteel benötigt) und bringt damit das lose Ende ohne Komfort- oder Sicherheitsverlust nochmals 2,5cm näher an die Hängematte.

  • Puh, direkt so viele Antworten und Ideen, vielen Dank. Dann gehe ich mal alles der Reihe nach durch. :)

    [USER="89"]echinotrix[/USER] Ehrlich gesagt habe ich noch kein Tarp. Ich dachte, es ist keine Fixierung an der Ridgeline erforderlich, man legt die Line quasi einfach durch die Schlaufen und befestigt dann die Abspannseile mit den Heringen. Dann sollte es auf der Ridgeline ja eigentlich nicht mehr verrutschen. Oder? Überlege jetzt aber auch schon aufgrund der anderen Beiträge von der durchgehenden Ridgeline weg zu zwei kurzen Lines. Dann wäre das Tarp ja auch direkt daran fixiert. Die Whoopies wollte ich am Gurtband mit Toggles / Stöckchen anbringen und an der Hängematte das fixe Ende einfach durchfädeln oder einen zusätzlichen Loop hierfür spleißen.

    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] und [USER="46"]TreeGirl[/USER] Die Idee mit den Stingerz klingt gut. Mögt ihr es einfach so lieber oder habt ihr harte Gründe, warum ihr diese Art der Tarp-Aufhängung bevorzugt? Wie genau nutze ich diese denn? Ich würde jetzt bei einem Stück Lash it eine fixe Schlaufe am Ende rein machen und durch das Loch eines Stingers fädeln, also fest mit diesem verbinden. Dann lege ich das Lash it um den Baum, Hake es am Stinger ein. Von dort aus führe ich es zur Schlaufe des Tarps, ziehe es dort hindurch und wieder zurück zum Stinger und arretiere es dort. So kann ich das Tarp leicht spannen und auch das Verschieben geht relativ einfach. Verstehe ich das richtig oder ist die Handhabung eine andere?

    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Die Idee mit der reinen Gurtband-Aufhängung fasziniert mich auch. Das habe ich bisher ja auch, bräuchte jedoch noch ein neues Gurtband in besserer Qualität. Mein derzeitiges lässt mich an der tatsächlichen Bruchlast etwas zweifeln. ;) Vorteil hierbei wäre halt, dass man tatsächlich nicht so viele Einzelteile mit sich herum trägt. Man könnte ja auch an der Hängematte 2 Loops befestigen und diese mittels Toggles dann direkt an die Gurtbänder führen. Das wäre sicherlich auch noch eine Alternative zu deinem Vorschlag mit den Dog Bones und Dreisteg. Oder was meinst du? Der Dreisteg hat wohl den großen Vorteil, dass man die Länge des Gurtbands einfacher justieren kann, so wie ich das sehe. Weiß jemand, welche Bruchlast diese Dreistege haben? http://www.extremtextil.de/catalog/D...ml?language=de Wir liegen bzw. sitzen aktuell auch gerne mal zu zweit in der HM und es wäre schön, wenn das weiterhin klappen würde. Obwohl wie bei den Toggles auch bei dem Dreisteg wahrscheinlich die Bruchlast gar nicht soo wichtig ist, weil das wesentliche Gewicht ja auf dem Gurtband liegt und nicht auf dem Dreisteg an sich. Stimmt's?

    [USER="46"]TreeGirl[/USER] Bei den Whoopie Slings 5m Rohlänge. Danke für den Tipp mit der Ridgeline-Länge! Tendiere aber jetzt auch schon fast zu den Stingerz und keiner durchgehenden Ridgeline. Von den Baumgurten würde ich dann tatsächlich die ohne zweite Schlaufe nehmen. Klingt sinnvoller. Allerdings finde ich, wie auch oben schon geschrieben, die Alternative von Waldläufer70 bzw. auch von dir, aus einem anderen Thema (https://www.haengemattenforum.de/forum/ausr%C3%…ngesystem/page2) mit dem Dreisteg sehr interessant. Wäre vielleicht auch etwas. Einfach Gurtband und den Dreisteg und dann direkt an der HM befestigen.

    • Offizieller Beitrag

    Bei normalen bis kurzen Baumabständen verwende ich meine Stingerz so:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"custom","title":"stingerz_1.jpg","width":"800","data-attachmentid":26818}[/ATTACH]

    Ist der Abstand größer, und die Leine reicht nicht mehr, verwende ich sie so:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"custom","title":"stingerz_2.jpg","width":"800","data-attachmentid":26819}[/ATTACH]

    Sofern mein Tarp relativ leicht ist, und der First robust ist, sehe ich keinen Vorteil in einer durchgehenden Ridgeline. Außerdem habe ich schlechte Erfahrungen mit einer unter dem Tarp verlaufenden, durchgehenden Ridgeline gemacht: selbst bei einem sanften Landregen ist mir Wasser unter das Tarp gelaufen. Aber letztendlich ist es Geschmackssache, und eine Frage von Prioritäten. Ich liebe die Stingerz weil sie extrem einfach zu bedienen sind (die Fleaz und Flyz funktionieren ja nach dem gleichen Prinzip, sind aber so winzig dass mir die Handhabung einfach zu schwierig wird) und bombenfest halten.

    Die 4,30m Rohlänge für die Ridgeline bezogen sich NICHT auf die Tarp-Ridgeline, sondern auf die Hängematten-Ridgeline.

  • Die Idee mit den Stingerz klingt gut. Mögt ihr es einfach so lieber oder habt ihr harte Gründe, warum ihr diese Art der Tarp-Aufhängung bevorzugt?

    Ich selber benutze ja keine, kenne sie aber von dem, was die anderen genannten darüber berichten. An meinen Tarps sind Line Locs fix installiert. Das funktioniert ähnlich, braucht etwas mehr Einfädelei und hält vermutlich nicht ganz so bombenfest. Die Stingerz sind wohl die bessere Wahl.

    Die Idee mit der reinen Gurtband-Aufhängung fasziniert mich auch. Das habe ich bisher ja auch, bräuchte jedoch noch ein neues Gurtband in besserer Qualität. Mein derzeitiges lässt mich an der tatsächlichen Bruchlast etwas zweifeln. ;) Vorteil hierbei wäre halt, dass man tatsächlich nicht so viele Einzelteile mit sich herum trägt. Man könnte ja auch an der Hängematte 2 Loops befestigen und diese mittels Toggles dann direkt an die Gurtbänder führen. Das wäre sicherlich auch noch eine Alternative zu deinem Vorschlag mit den Dog Bones und Dreisteg. Oder was meinst du? Der Dreisteg hat wohl den großen Vorteil, dass man die Länge des Gurtbands einfacher justieren kann, so wie ich das sehe. Weiß jemand, welche Bruchlast diese Dreistege haben? http://www.extremtextil.de/catalog/D...ml?language=de Wir liegen bzw. sitzen aktuell auch gerne mal zu zweit in der HM und es wäre schön, wenn das weiterhin klappen würde. Obwohl wie bei den Toggles auch bei dem Dreisteg wahrscheinlich die Bruchlast gar nicht soo wichtig ist, weil das wesentliche Gewicht ja auf dem Gurtband liegt und nicht auf dem Dreisteg an sich. Stimmt's?

    Den Tipp mit den Dreistegen hat [USER="46"]TreeGirl[/USER] mir gegeben. Sie hat die Idee von Dendronaut übernommen. Mir gefällt die gute Justierbarkeit. Extremtextil gibt keine Bruchlast an. Auf der Website von AustriAlpin findst du sie: Auf Seite 23 des Prospektes stehen 15kN, wenn sie sich in einer Schlaufe befinden. Bei direkter Belastung sind das immer noch 7,5kN. Allerdings wird der Dreisteg ja gar nicht voll auf Zug belastet: Die Hauptlast liegt - wie du ja auch sagst - auf dem Gurtband. Der Steg verhindert nur, dass der Loop vom Gurtband rutschen kann. Belastet wird dabei primär der mittelere Steg. Aber da bist du meiner Einschätzung nach weit unter 7,5kN (765kg).

  • [USER="46"]TreeGirl[/USER] Danke für die Bilder. Die sagen mehr als 1.000 Worte. ;) Bzgl. der Länge der Ridgeline hab ich mich vertan. Natürlich meinte ich die HM-Ridgeline und nicht die des Tarps.
    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Die Belastung der Dreistege sollte mir tatsächlich genügen. ;) Zur Befestigung dann lieber Dog Bones oder Loops an der Hängematte befestigen ist noch die Frage. Loop ist evtl. flexibler, weil größer und dadurch auch leichter über einen Stock oder Toggle zu legen, den man im Notfall vll. mal anstelle der Dreistege nutzt (z. B. wenn man die vergisst oder so).

  • Zum Vergleich:

    2mal 2m Baumgurte (72g) + 2 Whoopie Slings 7/64'' (48cm-200cm, 40g) + 2 Dutch Clips (16g) + 2 SuperLight Karabiners (16g) = 144g
    2mal 4m Baumgurte (144g) + 2 Dreistege AustriAlpin 25mm (18g) + 2 Dutch Clips (16g) + 2 1/8'' Dog Bones (10g) = 188g (mit 7/64''-Dog-Bones 185g)

    Natürlich kommt es auf die konkret gewählten Komponenten an und auch darauf, wie man die einzelnen Komponenten verpackt:

    • 40g Amsteel brauchen (bei einer Dichte von 0,945g/cm³) rund 42cm³ Platz. 2mal 2m Polyester (die Differenz) bei einer Dichte von rund 1,4g/cm³ etwa 51cm³.
    • Dafür brauchen 2mal 2m Baumgurt plus Whoopie Slings etwas mehr Platz als 2mal 4m Baumgurt, ausser man rollt beide gemeinsam zu einer Rolle auf.
    • Viele lassen die Whoopie Slings ohnehin fest an der Hängematte dran, so dass sie nicht separat versorgt werden müssen.


    Der Vergleich im Foto:

    2mal 2m Polyesterband mit Dutch Clips (hier 1mal 4m mit Dutch Clip) + 2 Whoopie Slings mit Karabinern:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":26833}[/ATTACH]wäre mit 2mal 2m Polyesterband ein wenig "sperriger", ausser man bildet aus den beiden Teilen eine Rolle

    2mal 4m Polyesterband mit Dreistegen und Dutch Clips:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":26834}[/ATTACH]

    Grösse verpackt in Beutel ist bei beiden Systemen absolut vergleichbar:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":26832}[/ATTACH]In der Praxis würden viele die Whoopie Slings aber an der Hängematte lassen und nicht separat versorgen

    Wer die Whoopie Slings nicht an der Hängematte lassen möchte, kann sie auch "abnehmbar" gestalten. Einige Möglichkeiten wurden in diesem Faden bereits genannt. Eine habe ich hier mal entdeckt.

  • Bei der Verwendung von Dutch Clips unbedingt diese Hinweise beachten:

    https://www.youtube.com/watch?v=uWFmbxXQG9o
    Wenn das Gurtband im Clip einen starken Knick macht, können die Kräfte, die auf den Clip wirken, fast doppelt so hoch werden!

    Der Hinweis ist noch mal sehr gut.
    Ich tendiere aktuell tatsächlich zu der reinen Gurtband-Methode, werde aber auch AmSteel bestellen um bei Bedarf auch mal Whoopies zu testen (werde ich ja sowieso durch die HM-Ridgeline, jedoch mit Lash It). Auf die Dutch Clips würde ich erst mal verzichten und das Gurtband einfach durch einen fixen Loop führen - oder lohnt die Investition in die Clips? Ist halt wieder zusätzliches Gewicht und zusätzliche Einzelteile, die mit genommen werden müssen. Ist die Abnutzung des Gurtbands mit Dutch Clip wesentlich geringer?

    • Offizieller Beitrag

    Dem Gurt ist es ziemlich egal ob du Hardware benutzt oder ihn durch die Schlaufe ziehst. Ich benutze Hardware vor allem deshalb, weil man den Gurt ausklinken kann ohne die ganze Aufhängung zu demontieren. Ich muss häufig die Höhe meiner Gurte justieren - und man glaubt gar nicht, wie oft einem dabei ein Ast im Weg ist. Mit Karabiner oder Dutch Clip ist der Ast kein großes Problem. Ohne fängst du in dem Moment vermutlich das Fluchen an :)

    Zur Frage Dutch Clips oder Karabiner: die Dutch Clips sind halt etwas leichter als die leichtesten Kletterkarabiner. Allerdings halten sie auch nicht soviel aus. Da ich schon häufiger an Bäumen hochklettern musste, um meine Aufhängung in die richtige Höhe zu bekommen, ziehe ich Kletterkarabiner vor. Die kann ich als Kletterhilfe benutzen ohne Angst haben zu müssen, dass ich gleich auf dem Boden lande.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"custom","title":"wide_hang.jpg","width":"800","data-attachmentid":26842}[/ATTACH]


    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"custom","title":"longsuspension.jpg","width":"1280","data-attachmentid":26843}[/ATTACH]

    Der Gewichtsunterschied ist auch nicht soo groß - die Dutch Clips wiegen 7,5g pro Stück, leichte Kletterkarabiner wiegen um die 20g pro Stück.

    Ansonsten kannst du auch eine "Software" Lösung wie Nacrabiner oder einen Grappler's Hitch verwenden.

  • Alles klar, dann hab ich es nun verstanden. Vielen Dank für die Erklärung!
    Ich glaube man kann allgemein eh nix gegen die Abnutzung der Gurtbänder machen - irgendwann reiben sie sich so oder so durch.

    Ist die Dehnung von AmSteel und Polyester Gurtbändern denn sehr unterschiedlich? Denn wenn man, wie bei dir im Bild, die HM so weit von den Bäumen weg aufhängt und dafür nur die Baumgurte verwendet, will man natürlich nicht mitten in der Nacht plötzlich auf dem Boden liegen. ;) Könnte ja sein, dass AmSteel bei der Dehnung auch noch wesentlich besser abschneidet, sich also weniger dehnt!?

  • Dutch Clips oder zusätzliche Karabiner kannst du dir ja jederzeit auch später noch bestellen. Die sind dann quasi ein Upgrade. Du hängst sie fix in die Schlaufe und hast sie immer dabei. Ich war zwei Jahre lang ohne Dutch Clips unterwegs. Bei meiner letzten Bestellung bei Dutch Ende 2016 habe ich mir mal versuchsweise welche mitbestellt. Bisher fand ich sie praktisch (siehe TreeGirl im Post gleich oben dran).

  • Reines Amsteel dehnt sich bei 30% der Bruchlast (höher sollte man eh nicht belasten) um 0.96%. Polyester bei gleicher Belastung 5% (oder bei mehr Belastung auch deutlich mehr); hier habe ich keine so eindeutige Angabe gefunden.

    Amsteel reisst bei etwa 3,6% Dehnung.

    Hier findet man bei Interesse mehr Information (ab Seite 15).

    EDIT: FALSCH: (Amsteel ist ein Produkt aus dem HMPE von Samson Rope.) RICHTIG IST: Amsteel ist ein Produkt von Samson Rope aus Dyneema.

  • Ah, genau die Info habe ich gesucht, aber bisher nur ähnliche Werte zum Polyester gefunden.
    Das ist natürlich ein Argument für die Whoopies bzw. AmSteel.
    Ich denke ich werde mit beiden Systemen mal experimentieren und dann gucken, was mir besser gefällt. Jetzt habe ich für den Moment auf jeden Fall einen ganz passablen Überblick.
    Schon Wahnsinn, wie komplex man das Thema machen kann. Mir schwirrt echt der Kopf in den letzten Tagen, seit ich mir da konkrete Gedanken mache.

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