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  • Ich vermute schwer, dass eine Dreifachnaht am stabilsten ist, wenn man die drei Nähte schlicht und einfach in gleichmässigen Abständen anbringt. Die Last wird dann von allen Nähten getragen.

    Genau das bezweifele ich. Wenn zwischen den Nahten in beiden Lagen gleich viel Stoff ist, werden beide durch die unterste naht gleichmäßig gedehnt. Das wiederum bedeutet, dass auch unter Last auf die obere Naht keine Kraft wirkt. sie wird nicht geschert, da ja beide Stofflagen immer noch mit den selben Stellen übereinander liegen.
    Stell dir ein Küchen-Gummiband vor. Spann es zwischen zwei Haken. Markiere mit einem Stift an mehreren Stellen die gegenüberliegenden Seiten. Wenn du die Haken weiter auseinander ziehst bleiben die gegenüberliegenden Markierungen aufeinander. Wenn dort eine Naht wäre, könntest Du sie auftrennen und die Nahtlöcher würden übereinander bleiben, weil keine Scherkraft wirkt.
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    • Offizieller Beitrag

    Das Problem sind doch nicht die Nähte - die halten das aus. Das Problem ist der Stoff. Ihr könnt jetzt noch Doktorarbeiten darüber schreiben, aber ich habe bisher noch nie von einer Tunnelzug-Naht gehört, die versagt hat. 66g/qm entspricht 1.95oz/sqy - dieser Stoff ist sehr robust. Insofern gibt es auch kein Problem mit dem Stoff - außer vielleicht ein imaginäres.

    Ansonsten könnt ihr euch mal diese beiden Threads durchlesen:
    https://backpackinglight.com/forums/topic/s…nylon/#comments
    https://www.hammockforums.net/forum/showthre…s-and-direction
    In denen geht es zwar um Tarps, aber das Problem ist bei einer (super-dünnen) Hängematte ähnlich.

    Mehr kann ich nicht dazu beisteuern.

  • Das ist eher eine kleine Reisemaschine.
    Der Name Singer hat, wie Konrad schon schrieb, nix mehr mit Singer Deutschland zu tun.
    Schade dass Verbraucher derart irregeführt werden dürfen.
    Ist aber bei Pfaff heute ähnlich. Nähkopf auch made in china.

    Also Deine Chinger 8280 kann da einen Stich, den Du mal probieren solltest.
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    Das ist eine Mischung aus Zickzack und Steppstich.
    Nur als Vorschlag.
    Kannst aber erst mal experimentieren und eigene Erfahrungen sammeln.
    Du versuchst bei der erstem HM gleich alles richtig zu machen. Das ist nicht verkehrt.
    Aber das funktioniert meistens nicht.
    Die zweite und die Dritte werden besser.
    Dass man was aufgeht oder reisst, ist ganz normal.

  • Die Umsetzung stelle ich mir so vor, dass ich zuerst die erste Naht nähe. Dann lege ich eine dünne Schnur zwischen die Stoffbahnen neben die naht. Dann nähe ich die zweite Naht, indem ich mit dem Füßchen an der Schnur entlang langfahre. Durch die Schnur wird der obere Stoff leicht gewölbt. Dass führt dazu, dass sich die obere Bahn erst anfängt zu spannen, wenn die untere schon ein wenig gedehnt ist.
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    Nicht so extrem wie im Bild, sondern so, dass die Zugabe etwa einem Drittel der Dehnung bei voller Belastung entspricht.

    Ich werde es einfach mal an einem Stoffrest ausprobieren. auf der einen Seite die klassische Dreifachnaht, auf der anderen die neue. Dann dran ziehen und schauen, welche zuerst aufgibt.

  • Die Umsetzung stelle ich mir so vor, dass ich zuerst die erste Naht nähe. Dann lege ich eine dünne Schnur zwischen die Stoffbahnen neben die naht. Dann nähe ich die zweite Naht, indem ich mit dem Füßchen an der Schnur entlang langfahre. Durch die Schnur wird der obere Stoff leicht gewölbt. Dass führt dazu, dass sich die obere Bahn erst anfängt zu spannen, wenn die untere schon ein wenig gedehnt ist.
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    Nicht so extrem wie im Bild, sondern so, dass die Zugabe etwa einem Drittel der Dehnung bei voller Belastung entspricht.

    Ich werde es einfach mal an einem Stoffrest ausprobieren. auf der einen Seite die klassische Dreifachnaht, auf der anderen die neue. Dann dran ziehen und schauen, welche zuerst aufgibt.

    Hallo Friedolino

    Hast du inzwischen Erfahrungen mit deiner Idee machen können?

  • Ich habe es mal halbherzig mit einem alten Stück elastischem Stoff probiert. Das Ergebnis war aber nicht aussagefähig. Wie du schon sagtest - zu unpräzise. Und dann hatte die Fertigstellung anderer Teile Vorrang, nämlich das UQ und das Moskitonetz. Die HM selbst ist noch geschnürt, um verschiedene Dinge auszuprobieren. Es kann aber gut sein dass ich demnächst mal den Kanal rein nähe. Wenn es soweit ist, poste ich auf jeden Fall das Ergebnis.

  • Mit ner Zwillingsnadel willst Du nicht freiwillig nähen.
    Nein, das willst Du nicht.

    Mach mal. Bei einem Stoff zum Probenähen...
    Danach lässt Du es sein.

    Hatte dieses Zitat noch irgendwo diffus im Kopf.

    Ich habe inzwischen bei zwei Merinopullovern die Ärmel abgeschnitten, weil die Ellbogen durch waren. Den Stoff habe ich etwa 1cm nach innen umgeklappt und dann die gekürzten Ärmel mit der Zwillingsnadel von aussen im entsprechenden Abstand vom Rand festgenäht. Da der Stoff sehr elastisch ist, habe ich ihn beim Nähen leicht unter Spannung gehalten. Das ging problemlos.

    Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Da ich den Stoff unter Spannung gehalten habe, sind die Stiche im entspannten Zustand sehr kurz geworden. Ich würde beim nächsten Mal eine Stichlänge von mindestens 3mm wählen, vielleicht sogar noch etwas mehr.

    Hier das Resultat mit 2,5mm.

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_Zwillingsnaht am T-Shirt.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 380,1 KB ID: 39292","data-align":"none","data-attachmentid":"39292","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Ich denke, es ist bei der Verwendung der Zwillingsnadel wichtig, die beiden Oberfäden einen nach dem anderen in die Maschine einzufädeln und dabei einen Weg zu wählen, auf dem sie sich möglichst nicht verzwirnen können. Bei meiner Bernina Record von 1962 habe ich bei der Umlenkung für die Fadenspannung zwei separate Fadenführungen und am "Fadenheber" zwei Löcher. Die habe ich genutzt.

    Wie auch immer: Jedenfalls habe ich den Merinopullovern nun als T-Shirts nochmals ein neues Leben eingehaucht, das ist die Hauptsache. :)

    PS: Dieses Vorgehen hat mir vor einem guten Jahr eine gelernte Schneiderin gezeigt. Damals hat sie mir die Maschine eingefädelt, aber schon damals war das Nähen mit der Zwillingsnadel kein Problem gewesen.

  • Apropos Merino: Hast du einen Tipp, wie man einen kurzen Riss in einem Merino Buff (elastisch) reparieren kann, damit er nicht weiterreißt?

    Hier ein paar Fotos:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05104.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 416,9 KB ID: 39342","data-align":"none","data-attachmentid":"39342","data-size":"medium"}[/ATTACH] [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05106.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 389,3 KB ID: 39340","data-align":"none","data-attachmentid":"39340","data-size":"medium"}[/ATTACH] geflickter Riss von aussen

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05110.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 356,8 KB ID: 39343","data-align":"none","data-attachmentid":"39343","data-size":"medium"}[/ATTACH][ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_DSC05108.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 326,8 KB ID: 39341","data-align":"none","data-attachmentid":"39341","data-size":"medium"}[/ATTACH] geflickter Riss von innen

    Den Pullover habe ich im Sommer 2012 für eine Tour in den französischen Alpen gekauft. Kurz nach dem Kauf habe ich den Riss verursacht, weil ich beim Ausziehen des Pullovers - er hat auf der Haut geklebt - zu fest gezogen habe. Seither weiss ich, dass man das nicht tun sollte... ;)

    Den Pullover - er war inzwischen auf mehreren Tausend Kilometern Wandern dabei - habe ich vor einem guten Jahr unter fachkundiger Anleitung (siehe oben) in ein T-Shirt verwandelt, da die Ellbogen durch waren. Der geflickte Riss am Nacken hat aber seit 2012 problemlos gehalten.

  • Eine Seite, die ich dir sehr empfehlen kann ist die von Just Jeff. Da finde ich immer wieder neue Anregungen.

    Wenn du mehr auf Videos stehst: Xtrekker hat eine Menge online. Allerdings macht der auch häufig unnötiges Gedöhns. Ist wohl einer, der seine Hosen gerne mit Gürtel und Hosenträger sichert :)

    Gürtel und Hosenträger sind KEIN unnötiges Gedöhns: https://www.youtube.com/watch?v=Z5lT112SNSg !!!!!!!

    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

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