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  • Hallo zusammen,

    in einem englisch-sprachigen YT-Video (https://www.youtube.com/watch?v=P6Mt1piDSgA) hat ein Typ eine schmale Zickzack-Naht auf den längsseitigen Saum gemacht mit der Begründung, dass sie elastisch sein soll.
    Jetzt machen viele hier im Forum ja anscheinend einfach eine Step-Nacht auf den Saum. Ist das ganz bewusst so, damit die Seiten weniger elastisch sind und mehr "Badewanne" entsteht? Macht das überhaupt einen großen Unterschied?

    EDIT: Beim zweiten Ansehen habe ich erst gemerkt, dass er auch die Kanäle Ziackzack näht.
    Wenn eine elastische Naht ok ist, könnt man ja auch eine Zwillingsnadel verwenden... Damit hatte ich schon aus ästhetischen Gründen geliebäugelt.

    Gruß, Friedolino

  • Zumindest bei meinem ersten selbst genähten Tarp ist es tatsächlich so, dass ein richtiger Ballon entstanden ist: Die Nähte haben den Rand des Tarps gegenüber dem Stoff verkürzt, weshalb es sich nun nicht sauber abspannen lässt - trotz schön ausgeführtem Catenary Cut. :(
    Da wäre eine Zickzack-Naht vielleicht eine gute Möglichkeit gewesen?

    Tatsächlich war bisher bei meinen selbst genähten Hängematten mein Eindruck, dass jede Naht den Stoff ein wenig verkürzt, der Rand der Hängematte deshalb in der Regel etwas höher hängt als der Rest des Stoffs. Da Polyester (der Faden) rein von den Materialeigenschaften her weniger elastisch ist als Nylon (Hängemattenstoff) könnte eine solche Naht tatsächlich etwas bringen. Aber ich habe noch viel zu wenig Erfahrung, um mir da ein Urteil zu erlauben. Man müsste ja auch noch die Art des Nylon-Gewebes berücksichtigen: Je nach Ripstop-Variante kann die Elastizität sehr unterschiedlich sein.

    Wenn die Hängematte die richtige Länge für dich hat und wenigstens halb so breit wie lang ist (lieber noch 10cm oder 20cm breiter), dann spielt es für den Komfort aus meiner Sicht keine Rolle, wenn der Rand eine Spur kürzer ist.

    PS: Du brauchst einen Video-Link nicht in Klammern zu setzen. Es wird automatisch in einem neuen Abschnitt korrekt als Video-Ansicht eingebunden.

  • Mit ner Zwillingsnadel willst Du nicht freiwillig nähen.
    Nein, das willst Du nicht.

    Mach mal. Bei einem Stoff zum Probenähen...
    Danach lässt Du es sein.
    Geübte bekommen zwei Nähte nebeneinander hin, dass sie fast wie mit ner Zwillingsnadel genäht aussehen. Ich will da jetzt keine Namen nennen [USER="46"]TreeGirl[/USER]

    Wegen der Zickzack oder dem Steppstich. Also ich glaube das macht nix.
    Der Eine mag das halt lieber, der andere das Andere.
    Klar ist, je nach Fadenspannung, die Zickzacknaht elastisch.
    Aber warum?
    Beim ein und aussteigen oder wenn man chillig nur so drin sitzt, die Beine raus hängen lässt macht sich das eventuell bemerkbar.

    Da werden sich noch die Profis zu äußern.

    • Offizieller Beitrag

    Also ich habe inzwischen deutlich über 50 Hängematten genäht, und ich habe nie Zickzack verwendet. Die Säume werden sich auch mit Zickzack-Stich nicht genauso dehnen wie der Rest der Hängematte - das liegt in der Natur der Sache, denn im Saum sind ja 3 Lagen Stoff. Auch bei den Tunnelzügen fällt mir kein Grund ein, warum ich Zickzack nähen sollte. Als ich meine ersten Hängematten genäht habe, habe ich mich an den professionellen Hängematten orientiert, vor allem an Warbonnet. Von den US-Qualitätsherstellern verwendet keiner Zickzack. Nimm einen simplen Steppstich und gut iss.

    Wenn eine elastische Naht ok ist, könnt man ja auch eine Zwillingsnadel verwenden... Damit hatte ich schon aus ästhetischen Gründen geliebäugelt.

    Ich hab noch nie mit Zwillingsnadeln genäht, deshalb kann ich nichts dazu sagen - Bernd hat da mehr Erfahrung. Aber du solltest ja auch keine 2 Nähte machen, sondern 3. Jedenfalls wenn du deine Aufhängung durch den Tunnelzug ziehen willst. Ich weiss auch nicht, ob eine Zwillingsnadelnaht genauso stark ist wie zwei Steppnähte. Wenn du Ripstop verwendest, kannst du dich einfach am Muster orientieren. Wenn die Fadenspannung stimmt, und die Maschine keine Macken hat, musst du einfach nur gaaanz langsam nähen. Dann klappt das auch mit der Ästhetik.

    Ich finde das Video im Übrigen etwas zweifelhaft. Am Ende behauptet er, Polyester würde sich dehnen - Nylon nicht. Deshalb sollte man bei der Aufhängung Nylon verwenden. Es ist genau umgekehrt. Auch die Art wie er die Hängematte whippt gefällt mir nicht. Wenn ich es richtig verstehe, sind Aufhängung und Ridgeline ein Teil. Die Aufhängung ist aber nicht an der Hängematte befestigt, sondern läuft lediglich durch den Whip. Das würde ich nicht machen. Da gibt es bessere Anleitungen. Lies dich einfach mal durch die Stickies auf HF.

    • Offizieller Beitrag

    Eine Seite, die ich dir sehr empfehlen kann ist die von Just Jeff. Da finde ich immer wieder neue Anregungen.

    Wenn du mehr auf Videos stehst: Xtrekker hat eine Menge online. Allerdings macht der auch häufig unnötiges Gedöhns. Ist wohl einer, der seine Hosen gerne mit Gürtel und Hosenträger sichert :)

  • Ich glaube, wenn die klassischen Näher(innen) von elastisch sprechen und Zickzack oder Zwillingsnadel empfehlen, haben die auch etwas anderes im Sinn als RipStop Nylon. Jersey oder Stretch-Gewebe dehnen sich ja in ganz anderen Größenordnungen.
    Ich nehme also Stepp und bemühe mich um saubere Ausführung.

    • Offizieller Beitrag

    Friedolino, mach dir nicht so einen Kopf. Fang einfach an. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, wirf eine Münze. Oder näh zwei Hängematten - eine mit Zickzack und eine mit Steppstich. Hängematten kann man nie genug haben.

  • Folgender Betrag hat mich auf eine Idee gebracht:
    https://www.hammockforums.net/forum/showthre…l=1#post1641360

    Dem Typ ist aufgefallen, dass die unterste der drei Nähte besonders stark belastet ist.
    Die Kraft, mit der der Stoff nach unten gezogen wird, teilt sich auf die Naht und den weiteren Verlauf des Stoffes auf. Um die unterste Naht zu entlasten, wäre es gut, wenn der weitere Verlauf des Stoffes einen möglichst großen Teil der kraft aufnimmt und auf die weiteren Nähte verteilt. Bei einer Step-Naht und einem einlagigen Kanal verteilt sich die Kraft an der untersten Naht 1:1 auf die beiden Seiten des Kanals. Bei einem mehrlagigen Kanal (mehrmals nach innen gefaltet) wird das Verhältnis wesentlich ungünstiger, weil sich die Kraft auf alle Lagen aufteilt. Auch wenn die zweite Naht noch auf dem Saum liegt wäre es ungünstiger.

    Günstig würde sich hingegen auswirken, wenn die "obere" Stoffbahn unter Last weniger gespannt ist als die "untere" (s. Zeichnung). Die obere Kanalwand muss dazu beim Nähen also etwas in Längsrichtung (der HM, nicht der Naht) gerafft werden. Also mehr Stoff zwischen den benachbarten Nähten als bei der unteren. Natürlich nicht zu viel. Sonst trägt die oberste Naht wieder die Last alleine. Idealerweise trägt jede der drei Nähte 1/6 der Kraft.

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  • Hallo,

    fang doch erst mal an.
    Die Belastung der Nähte wird dein geringstes Problem sein.
    Die zweite Hängematte wird schon besser, die dritte noch besser.

    Ich an deiner Stelle würde erst mit der fünften Hängematte anfangen.:megashok:

    Gruss
    Konrad

    • Offizieller Beitrag

    Wie schwer ist denn der Stoff, den du verwenden willst?

    In dem von dir zitierten Beispiel ist nicht klar, warum die Hängematte gerissen ist. Der verwendete Stoff war mittelschwer; ich habe selbst schon mehrere Hängematten aus 1.6oz HyperD genäht, und soweit ich weiss (zwei habe ich verkauft weil mir der Stoff einlagig zu dehnbar ist) hat es mit keiner Probleme gegeben. Der Fragesteller hat leider nie Fotos von der beschädigten Hängematte gepostet. Ich vermute, dass der Stoff beschädigt war, und deshalb gerissen ist.

    Grundsätzlich wird bei jeder "Tunnelzug-Hängematte" (also eine Hängematte bei der die Aufhängung durch einen genähten Tunnelzug gezogen wird) die unterste Naht extrem belastet. Mich würde nicht wundern, wenn sie 100% der Last trägt, und die anderen zwei Nähte lediglich Rückversicherungen sind. Sofern ein ausreichend starkes Garn verwendet wurde, ist das kein Problem für die Naht. Ich glaube, die reisst lange nachdem die Hängematte gerissen ist. Die Belastung ist vor allem für dünne (um die 1.1oz) Stoffe ein Problem. Siehe dazu z.B. auch https://www.haengemattenforum.de/forum/ausr%C3%…h%C3%A4ngematte. Leider gibt es keine mir bekannte Möglichkeit, den Stoff zu entlasten. Die von dir vorgeschlagene Lösung belastet die unterste Naht sogar noch mehr, sofern die anderen beiden Nähte im Standardfall Gewicht tragen und nicht nur Rückversicherung sind. Denn bei deinem Beispiel muss sich der Stoff erstmal dehnen, bevor die zweite und noch später die dritte Naht belastet wird!

    Vielleicht kann man den Stoff entlasten indem man ihn unterlegt - z.B. mit Tear-Aid (wobei das ziemlich teuer wäre). Aber ich halte andere Lösungsansätze für sinnvoller:

    1. Man verwendet einen stärkeren Stoff. Ja, das wiegt mehr, aber das Risiko für eine gerissene Hängematte ist deutlich geringer. Wenn man auf HF von einer gerissenen Hängematte liest, die mit 100%iger Sicherheit nicht beschädigt war, war sie meistens aus einem 1.0oz oder 1.1oz Stoff.

    2. Man verwendet zwei Lagen Stoff. Ich habe diverse 1.0oz und 1.1oz Double Layer Hängematten genäht, und bis auf den im Link genannten eBay-Stoff (der einfach nicht für Hängematten geeignet ist) hatte ich keine Probleme.

    3. Man whippt die Hängematte. Dann wird der Stoff gleichmäßiger belastet. Bei einem genähten Tunnelzug lastet das Gewicht auf ca. 600 Punkten (wenn die Hängematte 150cm breit ist, und die Stichlänge 2,5mm ist). Bei einer gewhippten Hängematte sollte jeder Längsfaden im Stoff einigermaßen gleichmäßig belastet werden. So die Theorie. Jedenfalls hat Mittagsfrost das in seinem Versuch bestätigt, auch wenn SGT Rocks Erfahrungen anders waren.

  • Ich müsste mir das noch mal länger überlegen. Spontan leuchtet mir allerdings nicht ein, weshalb sich die Lasten so verteilen sollten, wie in der Grafik gezeigt. (Mal abgesehen davon, dass ich den Stoff für den Kanal immer nach unten falte.) Der Stoff, auf dem du liegst, wird immer mit der ganzen Kraft auf Zug belastet. Zudem liegen die drei Nähte (jedenfalls bei mir) so nahe beieinander (vielleicht je 3mm voneinander entfernt), dass die Nähte ganz stark auch für Reibung zwischen den Stofflagen sorgen. Weil hinter der Naht die Last auf zwei Stofflagen aufgeteilt wird, sind die Scherkräfte halb so stark, wie wenn du einen Stoff um ein zweites Stück Stoff verlängern würdest. Durch die künstliche Entlastung des umgefalteten Stückes Stoff erreichst du doch primär, dass der Stoff, der zur Hängematte weiterläuft, stärker gedehnt werden kann und damit auch stärker gedehnt wird. Wie soll das zu einer Entlastung des Stoffes führen? Aus meiner Sicht ist das Gegenteil der Fall.

    Ich würde den Stoff einfach auf rund 1,5cm umfalten und dann alle drei Nähte durch alle drei Stoffschichten führen. Aus meiner Sicht verteilen sich die Kräfte und die Reibung dann am besten. Ich habe alle meine bisherigen Hängematte mit ganz gewöhnlichem Polysterfaden genäht (also kein speziell starker Faden). Bisher sehe ich keine Probleme. Und ein guter Hängemattenstoff hält viel aus.

    Bei meiner "Baby-Hängematte" sah das beispielsweise so aus. Man könnte die Nähte noch etwas gerader hinkriegen, ansonsten sehe ich da nicht viel Verbesserungspotential. ;)

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    (Ich habe da aus optischen Gründen und weil ich die Stoffe noch übrig hatte noch einen Randstreifen aus rotem, etwas schwächerem Stoff genäht.)

  • Wie schwer ist denn der Stoff, den du verwenden willst?
    [...]
    Die von dir vorgeschlagene Lösung belastet die unterste Naht sogar noch mehr, sofern die anderen beiden Nähte im Standardfall Gewicht tragen und nicht nur Rückversicherung sind. Denn bei deinem Beispiel muss sich der Stoff erstmal dehnen, bevor die zweite und noch später die dritte Naht belastet wird!

    Ich habe den mit 66g/qm von ET. Damit betrifft mich das Problem vermutlich nicht.

    Ich versuche mal bildlich zu erklären, was ich meine. Mal angenommen ich mache nur eine Naht und ich schneide den Kanal am hinteren Ende auf. Wenn nur das angenähte Stück Stoff festhalte, Dann trägt die Naht und das angenähte Stück Stoff 100% der Last - logisch. Wenn ich beide gleich stark festhalte, trägt die Naht und das angenähte Stück Stoff 50%, während das durchgehende Stück Stoff die anderen 50% trägt. Das ist der "Normalfall". Will ich die Naht weiter entlasten, muss ich stärker an dem durchgehenden Ende ziehen. Dieses Stärker Ziehen oberhalb der Naht soll die zweite darüber übernehmen.

  • Guten Morgen Friedolino

    Habe noch mal über deine Frage nachgedacht und meine, nun noch etwas besser verstanden zu haben:

    • Der Hängemattenstoff trägt ohnehin 100% der Last. Dafür ist er gemacht und das ist für ihn kein Problem. Wir müssen also zwischen der Belastung des Hängemattenstoffes und der Belastung der Naht oder der Nähte unterscheiden. Soweit klar.
    • Auf die Nähte wirken Scherkräfte: Die Belastung versucht, die Stoffe gegeneinander zu verschieben. Da man 10cm schieben muss, um die Hängematte 5cm zu verlängern oder zu verkürzen, ist die Scherkraft grundlegend nur halb so gross wie die Belastung des Stoffes.
    • Ein (kleiner) Teil dieser Scherkraft wird durch die Reibung des Stoffes aufgefangen, der grössere Teil bleibt an den Nähten (sprich: am Faden) hängen.
    • Deine Beschreibung oben hat mir etwas weiter auf die Sprünge geholfen: Tatsächlich wirkt eine Dreifachnaht, wie du sie auf deiner Skizze gezeigt hast, entlastend auf die erste Naht, die sonst relativ stark belastet ist. Und zwar passiert folgendes: Der Faden wird vollständig entlastet, die Last wird zu 100% vom Hängemattenstoff getragen. Das gleiche gilt auch für die zweite Naht. Die Hauptlast wird letztlich einfach auf die dritte (letzte) Naht verschoben, die nun allein die Hälfte der Last auf dem Hängemattenstoff trägt.
    • Daraus folgt, dass die Nähte 1 und 2 durch dieses Vorgehen zu reinen Statisten (oder allenfalls Reserve-Nähten) degradiert werden.


    Mal gesetzt den Fall, dass ich es richtig erfasst habe:

    • Ich vermute schwer, dass eine Dreifachnaht am stabilsten ist, wenn man die drei Nähte schlicht und einfach in gleichmässigen Abständen anbringt. Die Last wird dann von allen Nähten getragen. Vermutlich werden die Kräfte dabei aber nicht völlig gleichmässig auf alle drei Nähte verteilt.
    • Wenn man die Nähte nicht zu weit voneinander entfernt anbringt, wird allenfalls die Reibung des Stoffes noch etwas höher. (Spielt aber wohl keine grosse Rolle?)
    • Und nun noch ein abschliessender Gedanke: Tatsächlich dehnt sich ein einfach geführter Stoff unter gleicher Last mehr als ein doppelt geführter. Deshalb ist die Last auf der ersten Naht vermutlich grösser, je häufiger der für den Kanal nach oben oder unten gefaltete Stoff zusätzlich gefaltet wird. Es empfiehlt sich also nicht, den Stoff für die Naht mehrmals zu falten. Allenfalls bringt es sogar etwas, tatsächlich nur die erste Naht durch drei Stofflagen zu nähen (was sich schon rein aus optischen Gründen empfiehlt). Ob das aber wirklich einen so grossen Unterschied macht? Und selbst wenn man genau wüsste, in welchem Mass man die verschiedenen Stofflagen beim Nähen vorbelasten müsste, um eine möglichst gleichmässige Verteilung der Kräfte zu erreichen: Wie sollte man das technisch beim Nähen umsetzen?


    Eine weitere offene Frage wäre noch, inwieweit eine Naht den Hängemattenstoff selbst schwächt. Ich habe den Fall auf Hammockforums nicht nachgelesen. Ist dort der Stoff oder der Nähfaden gerissen? Ist der Stoff selbst gerissen, dann können wir alles bisher Gesagte vergessen und müssen uns überlegen, wie man verhindern kann, dass eine Naht den Stoff schwächt (falls sie das überhaupt tut!).

  • Die von dir vorgeschlagene Lösung belastet die unterste Naht sogar noch mehr, sofern die anderen beiden Nähte im Standardfall Gewicht tragen und nicht nur Rückversicherung sind. Denn bei deinem Beispiel muss sich der Stoff erstmal dehnen, bevor die zweite und noch später die dritte Naht belastet wird!

    Das dachte ich zuerst auch. Es ist aber so, dass die unterste Naht durch dieses Vorgehen zu 100% entlastet wird. Der Stoff trägt dort 100% der Last, aber das tut er ja auf die gesamte Länge der Hängematte sowieso. Die Hängematte aus einer Lage Stoff wird durch dieses Vorgehen einfach auf beiden Seiten um die ersten beiden Nähte länger. Das Vorgehen trägt nichts zur Entlastung bei, weil die Belastung der Naht / des Fadens einfach auf die letzte Naht verschoben wird und dort die Summe der Fäden 50% der Last auf den Hängemattenstoff allein tragen muss. Die Nähte 1 und 2 haben allenfalls eine Reservefunktion, tragen aber nicht mehr mit, der lose angenähte Stoff hat dort letztlich keine Funktion (ausser allenfalls als Reserve).

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