Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Sehr kurze Aufhänge-Schlaufe für Hängematten

    Übrigens ist mir vor einiger Zeit eine Idee gekommen, wie man die Aufhänge-Schlaufen einer Hängematte stark verkürzen kann:

    Dazu verwendet man einen überlappend gespleissten Dogbone. Ein solcher ist schon einmal deutlich kürzer als ein konventioneller. Diesen faltet man in der Mitte, schiebt die Bucht (das gefaltete Ende) durch den Tunnelzug der Hängematte und anschliessend durch die beiden Schlaufen des "Knochens". Dadurch erhält man eine sehr kurze Schlaufe.

    Verwendet habe ich solche Schlaufen bisher nur bei meiner Brücken-Hängematte, aber es spricht nichts dagegen, es auch bei Gathered-End-Hängematten so zu machen. Hat das schon einmal jemand probiert?

  • Sehr kurze Aufhänge-Schlaufe für Hängematten

    Übrigens ist mir vor einiger Zeit eine Idee gekommen, wie man die Aufhänge-Schlaufen einer Hängematte stark verkürzen kann:

    Dazu verwendet man einen überlappend gespleissten Dogbone. Ein solcher ist schon einmal deutlich kürzer als ein konventioneller. Diesen faltet man in der Mitte, schiebt die Bucht (das gefaltete Ende) durch den Tunnelzug der Hängematte und anschliessend durch die beiden Schlaufen des "Knochens". Dadurch erhält man eine sehr kurze Schlaufe.

    Man kann den Dogbone/Loop auch einfach mehrmals um den Stoff wickeln, dann wird die Aufhängung auch kürzer. Zusätzlich wird der Druck auf eine größere Fläche verteilt, was die Belastung des Stoffes etwas verringert.

  • Man kann den Dogbone/Loop auch einfach mehrmals um den Stoff wickeln, dann wird die Aufhängung auch kürzer. Zusätzlich wird der Druck auf eine größere Fläche verteilt, was die Belastung des Stoffes etwas verringert.

    Das stimmt. Man kann ihn auch mehrmals durch den Tunnelzug schieben, was ich früher mit den Whoopie Slings bisweilen gemacht hatte.

    Mir ging es bei der Idee in erster Linie um die Nutzung mit einem Tunnelzug, nicht um die Verwendung in einem Whipping. Aber die oben gezeigte Möglichkeit reduziert den Druck auf den Stoff bei Verwendung als Whipping ebenfalls: Da der Dogbone doppelt genommen wird, wird die Belastung des Stoffes auf etwa 50% reduziert.

  • Hier noch ein paar optische Eindrücke der oben vorgeschlagenen Idee, den Dogbone bei Gathered-End-Hängematten möglichst kurz zu halten.

    Der Dogbone wird in der Mitte gefaltet, die Bucht durch den Tunnelzug und anschliessend durch die beiden Augen geführt. Die Ridgeline habe ich zwischen den beiden Augen auf der Bucht positioniert, die Bucht also zuerst durch ein Auge geführt, dann die Ridgeline über die Bucht gehängt und schliesslich die Bucht durchs zweite Auge geführt:

    Die Schlaufe hält beispielsweise sehr gut auf einem Dreisteg:


  • Anlässlich der Frage, wie man Dog Bones möglichst kurz halten kann, habe ich mich am Wochenende nochmals mit den «überlappend gespleissten Dog Bones» beschäftigt. So habe ich eine Skizze angefertigt und dazu einen Rechner erstellt:

    Schema für klassisch und überlappend gespleisste Dog Bones

    Den Rechner findet man hier.

    Ich habe die Nomenklatur im neuen Rechner etwas verändert: Das «Mittelstück» ist im alten Rechner der mittlere Bereich «ohne Füllung». Deshalb nimmt er dort beim überlappenden Spleissen einen negativen Wert an.

    Im hier verlinkten neuen Rechner ist das«Mittelstück» der ganze Bereich zwischen den beiden Schlaufen. Die Nomenklatur richtet sich im neuen Rechner nach der Skizze in diesem Post.

    Vorgehen
    Das Spleissen von «überlappend gespleissten Dog Bones» ist nicht schwierig. Man muss bloss bei der Herstellung die Reihenfolge der einzelnen Schritte etwas verändern:

    • Beide Schlaufen spleissen (bis und mit Brummel-Lock), aber die losen Enden noch nicht einspleissen. (für die Markierungen 1, 2 und 3 siehe Rechner oder Schema unten).
    • Beide losen Enden durch den Mantel des Mittelstücks ziehen, aber darauf achten, dass beide Enden noch herausschauen.
    • Je ein loses Ende und die gegenüberliegende Schlaufe packen und maximal strecken. (Darauf achten, dass das jeweils andere lose Ende noch nicht eingezogen wird.)
    • Dog Bone strecken, so dass die losen Enden im Mittelstück verschwinden.
    • Falls noch etwas vom losen Ende herausschaut, wieder ein Stück herausziehen und ein wenig kürzen. Dann wieder strecken.

    Wenn man den «Spleissfaktor» passend einstellt, müsste es recht genau passen.

    Korrekturen, falls es nicht genau passt:

    • Lose Enden zu lang => Spleissfaktor ein wenig vergrössern (z.B. 1,25 => 1,28).
    • Lose Enden zu kurz => Spleissfaktor ein wenig verkleinern (z.B. 1,28 => 1,25).

    Schema für die Markierungen (zum Vergrössern bitte anklicken)

    Schlussbemerkung
    Da die Stabilität des Dog Bones mit grosser Sicherheit stark vom nicht ausgedünnten Teil des Spleisses abhängt, diesen nicht zu kurz wählen. Ich habe mit 4cm nicht ausgedünnt gute Erfahrungen gemacht, könnte mir aber vorstellen, dass die Stabilität noch etwas höher ausfällt, wenn man den nicht ausgedünnten Bereich länger hält. Natürlich wird dadurch der maximale Überlappungsbereich kürzer und damit das Endprodukt länger. Für die idealen Masse fehlen mir Bruchtests. Ist der ausgedünnte Bereich des Spleisses zu kurz, so dürfte es schwierig werden, beide losen Enden herausschauen zu lassen.

    Für mich einer der wichtigsten Punkte, weshalb ich Dog Bones seit bald zwei Jahren praktisch nur noch überlappend spleisse, ist der optische Aspekt: Ich habe auf der gesamten Länge des Mittelstücks die gleiche Dicke. Zudem sind überlappend gespleisste Dog Bones ein Stück kürzer.

  • Ich überlege gerade, ob es sinnvoll sein könnte, einen dogbone so ahnlich zu spleißen wie beim dd vari loop.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50467}[/ATTACH]

    Bei dem Wechsel von inneren und äußerem Seil kommt ein brummel lock, der die Zugkraft aufnimmt. Dadurch kann der Spleiß auch bei dynamischen Lasten nicht mit der Zeit durchrutschen.

  • Ich überlege gerade, ob es sinnvoll sein könnte, einen dogbone so ahnlich zu spleißen wie beim dd vari loop.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50467}[/ATTACH]

    Bei dem Wechsel von inneren und äußerem Seil kommt ein brummel lock, der die Zugkraft aufnimmt. Dadurch kann der Spleiß auch bei dynamischen Lasten nicht mit der Zeit durchrutschen.

    Ich weiss nicht so recht, wie du das meinst. Jeder Dogbone wird mit einem Brummel-Lock gespleisst.

  • Entdeckung zu den «Überlappend gespleissten Dogbones»

    Es wäre auch ein Wunder gewesen, wenn ich der einzige wäre, der bisher auf die Idee mit den überlappend gespleissten Dogbones gekommen wäre...

    Heute habe ich zufällig entdeckt, dass Samson Rope dazu sogar ein Tutorial gemacht hat. Dort nennen sich diese «Hundeknochen» einfach anders. Dort heissen sie:

    «Eye-and-Eye Tail Splice»

    Wie sie gemacht werden, findet man hier. Die «Ausdünnungen» («Tapers») sind da noch ein ganzes Stück ausgeklügelter als bei mir! Am Schluss werden sie - trotz der Brummels - noch vernäht.

    Leider steht da nichts zur Bruchlast der Konstruktion. Oder habe ich etwas übersehen?

  • Gibt es eine Maßangabe wie die Länge der Spleisse, welche in das Mittelstück gezogen werden mindestens sein muss? Darf man die Spleisse nicht kürzen?

  • Gibt es eine Maßangabe wie die Länge der Spleisse, welche in das Mittelstück gezogen werden mindestens sein muss? Darf man die Spleisse nicht kürzen?

    Ich habe mir mal bei "Samson Rope" ein Dokument für die Herstellung von "Whoopie Slings" heruntergeladen. Die Maße habe ich aus diesem Dokument übernommen. Das Ziel ist ja, immer die maximal mögliche Bruchlast zu erhalten. Ich gehe davon aus, dass man die Spleisse nicht kürzen sollte, wenn man das erreichen möchte.

  • Gibt es eine Maßangabe wie die Länge der Spleisse, welche in das Mittelstück gezogen werden mindestens sein muss? Darf man die Spleisse nicht kürzen?

    Bei Dog Bones mache ich immer 1,75 fids. (also 1,75*21*Schnurdurchmesser) Haben bisher immer gehalten. Dabei zähle ich aber den ausgedünnten Teil nicht mit.

    Das ist so die kleinste der gängigen Angaben die man findet. Darunter würde ich persönlich nicht gehen.

  • 1,75 fids, was ist das für eine Maßeinheit? Wie wäre die Rechnung in mm oder cm?

    Du erhälsts das Ergebnis immer in der selben Einheit, in der du den Durchmesser angegeben hast.

    1 fid = 21* Durchmesser der verwendeten Schnur

    Wenn du also eine 2,5 mm Schnur verwendest ist 1 fid = 21*2,5 mm = 52,5 mm

    1,75*1 fid sind dementsprechend 91,875 mm

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!