Aufhängung für Baby-Hängematte

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  • Freunde von mir haben kürzlich Nachwuchs bekommen. Da ich gerade noch im Nähfieber bin, habe ich gestern eine Baby-Hängematte für den Kleinen genäht: Länge 145cm, Breite 90cm - und aus hochwertigen Materialien, so dass Mama oder Papa sich durchaus mit dem Kleinen in die Hängematte setzen und mit ihm schaukeln könnten.

    Zuerst wollte ich an beiden Enden je zwei Ringe anbringen und mit einem einfachen Gurtband mit Schlaufe arbeiten. Nun frage ich mich aber, ob das nicht etwas umständlich ist, wenn man jedesmal das Gurtband irgendwo einschlaufen und anschliessend durch die beiden Ringe führen und mit einem Sicherungsknoten sichern muss.

    Ich wünsch mir eine einfache Befestigungsmöglichkeit, die einen schnellen und einfachen Aufbau ermöglicht und gut in der Länge verstellbar ist. Zudem soll man nicht zuerst einen Kurs besuchen müssen, um die Hängematte sicher aufhängen zu können. (Auch wenn der Papa als Vermessungstechniker, ehemaliger Pilot einer bekannten internationalen, inzwischen leider nicht mehr existierenden Fluglinie und aktuell als Versicherungsmathematiker durchaus ein Flair für Sicherheitsfragen hätte.)

    Die Idee ist, dass man die Hängematte sowohl auf dem Balkon (am Geländer), als auch in der Wohnung am Treppengeländer, und natürlich auch auf einem Spaziergang (Bäume, Bank, etc) einfach und sicher befestigen und nutzen kann.

    So langsam frage ich mich, ob nicht vielleicht doch Whoopie Slings und Tree Straps die beste Lösung wären...?

    Oder hat vielleicht jemand eine andere Idee, die mir noch nicht gekommen ist?

    • Offizieller Beitrag

    Meine erste Wahl wären Dutch clips und Spiders oder Cinch Buckles aus Titan bzw. die etwas preisgünstigeren Cinch Buckles aus Aluminium .

    Die zweite Wahl wäre PE-Gurtband mit Dutch clips an einem Ende und Whoopie slings am anderen.

    Nummer drei wären Schlitzseile von Exped mit Karabinern.

    Wenn Mama und Papa wenigstens durchschnittlich begabt sind und sich die Schuhe allein zubinden können, wäre auch ein Marlspiekerschlag im Gurtband eine Möglichkeit. Er ist relativ einfach zu erlernen. Als Toggle würde ich einen Karabiner empfehlen, da dieser nicht herausrutschen kann.

    Du hast also die Qual der Wahl. Ich könnte Dich jetzt noch weiter quälen und mit Variante 5-10 fortsetzen, aber ich mag Dich. :)

    • Offizieller Beitrag

    Auf dem letzten Hängemattentreffen hat mir [USER="17"]dendronaut[/USER] seine neue Gurtaufhängung gezeigt: er verwendet normale 25mm Polyestergurte mit Austri Alpin Schnallen auf die gleiche Weise wie die Dutch Spiders. Mir hat das so gut gefallen, dass ich mir die gleichen Schnallen besorgt habe. Ich habe sie jetzt schon einige Nächte verwendet, und ich finde sie sehr Nutzerfreundlich. Der Gurt wird lange nicht so zusammen gequetscht wie bei den Spiders, und die Schnallen fühlen sich kaum schwerer als die Spiders an. Ich würde diese Aufhängung empfehlen. Man muss halt nur aufpassen, dass der Dog Bone oder die Schlaufe die Funktion der Leiterschnalle übernimmt, d.h. den zurück gefädelten Gurt auf sich selbst quetscht.

    Ansonsten ist wohl die Idiotensicherste Aufhängung ein "Schlaufengurt" (wie z.B. die Ultimate Hammock Straps) plus Karabiner.

  • Meine erste Wahl wären Dutch clips und Spiders oder Cinch Buckles aus Titan bzw. die etwas preisgünstigeren Cinch Buckles aus Aluminium .

    Die zweite Wahl wäre PE-Gurtband mit Dutch clips an einem Ende und Whoopie slings am anderen.

    Nummer drei wären Schlitzseile von Exped mit Karabinern.

    Wenn Mama und Papa wenigstens durchschnittlich begabt sind und sich die Schuhe allein zubinden können, wäre auch ein Marlspiekerschlag im Gurtband eine Möglichkeit. Er ist relativ einfach zu erlernen. Als Toggle würde ich einen Karabiner empfehlen, da dieser nicht herausrutschen kann.

    Du hast also die Qual der Wahl. Ich könnte Dich jetzt noch weiter quälen und mit Variante 5-10 fortsetzen, aber ich mag Dich. :)

    Vielen Dank, das sind mal ein paar gute Ideen!

    Da ich in einer Woche dort einen Besuch mache und die Familie (ich habe zehn Jahre lang in der gleichen Band gespielt) heute nicht mehr ganz so oft sehe, muss ich schauen, was ich in den wenigen Tagen selber bauen (daran habe ich primär gedacht, es soll ja ein Geschenk von mir sein) oder besorgen kann. Natürlich kann ich auch nachträglich noch eine optimierte Aufhängung nachliefern.

    Die Dutch Clips reichen zeitlich nicht mehr, zumal ich eben erst bei Dutch Stoff bestellt habe, den ich noch verarbeiten darf. Aber ich könnte die mit einem Set leichter Karabiner ersetzen; die habe ich noch. Ein Paar Cinch Buckles habe ich auch noch, allerdings das ältere Modell, das sich (so habe ich gelesen) auch mal verkanten könnte. Was mir an denen nicht so gefällt: Ich habe immer den Eindruck, dass die Hände nach Metall riechen, nach dem man sie bedient hat. [EDIT: Ich glaube, ich habe nicht das "ältere Modell", sondern die aus Aluminium; das würde auch diesen eigenartigen Geruch erklären.]
    Dutch Clips könnte ich natürlich auch bei [USER="17"]dendronaut[/USER] bestellen, dann würde das zeitlich eventuell sogar noch reichen. Hmmm... (Dann vielleicht gleich auch noch ein Paar für mich und ein Paar als Reserve und ein Paar für alle Fälle, wenn man schon mal am Bestellen ist... oder doch besser nicht: Das läuft ins Geld...)

    Variante 2 ging mir auch durch den Kopf, halt mit Karabinern als "Dutch Clips". Würdest du da die Whoopie Slings direkt mit der fixen Schlaufe in die Hängematte einfädeln? Und das verstellbare Ende fix am Gurtband befestigen?

    Beim Produkt von Exped gefällt mir etwas weniger, dass da die Aufhängung schnell mal schwerer wird als die Hängematte selbst. Zudem ist es nicht stufenlos verstellbar. Gerade für eine kleine Hängematte sind die Abstufungen da auch recht weit. Zumindest wäre das meine Befürchtung: Man muss die Abstufungen ja in Relation zum ganzen System sehen. Bei einer 145cm langen Hängematte machen diese Abstände einen viel grösseren Unterschied als bei einer 335cm langen. Leider steht auf der Website nicht, wie weit die Öffnungen auseinander liegen.

    Stimmt, den Marlinspike gibt es ja auch noch. Und Karabiner habe ich auch. Weniger schön ist hier, dass das Ganze theoretisch beliebig einstellbar ist, man aber in der Praxis dann womöglich zehnmal ansetzen muss, bevor es passt. Muss ich mir mal überlegen. Wenn dann auf jeden Fall mit Karabinern! [EDIT: Oder dachtest du da an eine Kombination mit Whoopie Slings / UCR? Dann würde die eingeschränkte "Verstellbarkeit" sich natürlich relativieren.]

    Doof ist: Ich habe aus den Stoffresten spontan gleich noch einen schönen Packsack genäht. Die Hängematte hat darin wunderbar Platz, nur für die Aufhängung wird es eng. Das würde dafür sprechen, eine Variante zu wählen, bei der die Aufhängung separat versorgt wird. Oder noch besser: halt wirklich im gleichen Packsäckchen Platz hätte :)

  • Auf dem letzten Hängemattentreffen hat mir [USER="17"]dendronaut[/USER] seine neue Gurtaufhängung gezeigt: er verwendet normale 25mm Polyestergurte mit Austri Alpin Schnallen auf die gleiche Weise wie die Dutch Spiders. Mir hat das so gut gefallen, dass ich mir die gleichen Schnallen besorgt habe. Ich habe sie jetzt schon einige Nächte verwendet, und ich finde sie sehr Nutzerfreundlich. Der Gurt wird lange nicht so zusammen gequetscht wie bei den Spiders, und die Schnallen fühlen sich kaum schwerer als die Spiders an. Ich würde diese Aufhängung empfehlen. Man muss halt nur aufpassen, dass der Dog Bone oder die Schlaufe die Funktion der Leiterschnalle übernimmt, d.h. den zurück gefädelten Gurt auf sich selbst quetscht.

    Ansonsten ist wohl die Idiotensicherste Aufhängung ein "Schlaufengurt" (wie z.B. die Ultimate Hammock Straps) plus Karabiner.

    Vielen Dank auch dir fürs Mitdenken!

    Beim Schlaufengurt stellt sich halt die Frage: Kriege ich den noch bis in einer Woche? Und sind die Schlaufen für eine so kleine Hängematte nicht zu weit auseinander? Und sollte ich ihn selber aus Gurtband nähen: Wird das nicht sehr schwer? Die Hängematte selbst samt Packsäckchen wiegt gerade mal 140g. Da möchte ich mit der Aufhängung - wenn möglich - darunter bleiben.

    Polyestergurt von Dutch hätte ich noch reichlich. Und diese Schnallen sehen recht überzeugend aus. Bestellen würde auf jeden Fall rechtzeitig reichen, so wie ich Extremtextil bisher erlebt habe. Günstig wäre die Lösung auch noch. (Und ich könnte mir gleich noch den von dir empfohlenen Hängemattenstoff mitbestellen, um den auch mal noch kennen zu lernen. Mit 1.95 oz/yd2 wäre der vielleicht einen Versuch wert: Hexon 1.6 ist mir eher eine Spur zu dehnbar. Ist der etwas fester?) Bis CHF 62.50 fällt bei Versand in die CH jedenfalls kein Zoll an.
    Das mit dem Einfädeln der Continuous Loops / Dog Bones habe ich wohl nicht richtig verstanden: Es gibt bei dieser Schnalle ja nicht die Aussparung wie bei den Spiders. Ich bin jetzt etwas unsicher, was da wie genau geführt werden müsste.

  • Wäre halt hübsch, wenn alles in diesem schmucken Packsäckchen Platz fände, aber wird wohl schon knapp...

       

    Die "Stoffreste" haben genau für zwei Baby-Hängematten und zwei Stoffsäckchen gereicht. Mehr Stoff in den gleichen Farben wie die Hängematte war leider nicht mehr übrig...

    • Offizieller Beitrag

    Falls Du die Dutch clips nicht rechtzeitig bekommst, tut es auch ein Karabiner, Softshackle oder Grapplers hitch.

    Die Whoopie Slings in Variante 2 würde ich mit der fixen Schlaufe entweder in die Hängematte einfädeln oder fix am Gurtband befestigen. Müsste man ausprobieren, was besser ist.

    Wenn man den Marlspiekerschlag mit einem Karabiner macht, ist die Gefahr des Herausrutschens gebannt. Das bedeutet, dass sich der fertig geknüpfte Knoten, wenn er nicht ganz festgezogen ist, relativ leicht verschieben und damit feineinstellen läßt.

    Die Schlitze in meinen Exped-Seilen sind jeweils 30 mm lang und von 65 mm langen ungeschlitzten Abschnitte unterbrochen. Eine Abstufung von 105 mm ist bei einer kurzen Babyhängematte wirklich etwas grob.

  • Die Whoopie Slings in Variante 2 würde ich mit der fixen Schlaufe entweder in die Hängematte einfädeln oder fix am Gurtband befestigen. Müsste man ausprobieren, was besser ist.

    Bei der zweiten Möglichkeit müsste man vermutlich einen weiteren Karabiner (oder dergleichen) verwenden, um die verstellbare Schlaufe mit der Hängematte zu verbinden?

    Wenn man den Marlspiekerschlag mit einem Karabiner macht, ist die Gefahr des Herausrutschens gebannt. Das bedeutet, dass sich der fertig geknüpfte Knoten, wenn er nicht ganz festgezogen ist, relativ leicht verschieben und damit feineinstellen läßt.

    Das leuchtet ein.

    Die Schlitze in meinen Exped-Seilen sind jeweils 30 mm lang und von 65 mm langen ungeschlitzten Abschnitte unterbrochen. Eine Abstufung von 105 mm ist bei einer kurzen Babyhängematte wirklich etwas grob.

    Danke fürs Messen! Gibt 30mm plus 65mm nicht 95mm? Die "Löcher" sind näher beieinander, als ich dachte. Dennoch sind fast 10cm recht grosse Abstufungen. Irgendwie sind mir diese Seile auch nicht so sympathisch. Sympathischer wäre mir da ein Band mit eingenähten Schlaufen, wie TreeGirl es empfohlen hat. Nur haben wir da das gleiche Problem. Und besonders leicht ist diese Möglichkeit auch nicht.

    Ich habe mal etwas gerechnet:

    2 x 1m Gurtband von Dutch wiegt rund 40g
    2 Whoopie Slings, verstellbar von 25cm bis 100cm, wiegen ca. 30g
    2 SuperLight Carabiners von DD Hammocks wiegen 16g
    Ergibt in der Summe rund 86g

    Das wäre zumindest mal schön leicht. Dann kann man immer noch eine zweite Schlaufe nähen oder einen Marlspieker schlagen. Oder TreeGirls Schnallen nutzen... Die Dutch Clips wären dann - so schön sie sind - nicht mehr zwingend, da die Aufhängung nicht mehr fest mit der Hängematte verbunden wäre.

    • Offizieller Beitrag


    Bei der zweiten Möglichkeit müsste man vermutlich einen weiteren Karabiner (oder dergleichen) verwenden, um die verstellbare Schlaufe mit der Hängematte zu verbinden?


    Nicht zwingend. Man kann die verstellbare Schlinge der Whoopiesling (bei der Herstellung) auch durch die Dogbones oder Continous loops der Hängematte führen. Um ein mögliches zerstörerisches Scheuern dieser Ring-in-Ring-Lösung zu minimieren, kann man einen der Ringe durch ein kurzes Stück Schlauch (z.B. 5 mm PVC-Schlauch aus dem Aquarienhandel) führen. Diese Idee habe ich von irgendeinem amerikanischen Hängemattenbastler, ich kann aber leider das Foto nicht mehr finden. :(


    Danke fürs Messen! Gibt 30mm plus 65mm nicht 95mm?


    Nur in der Schweiz. :) Wenn man wie ich gerade erst vom Skatspielen heimgetorkelt ist und wegen des vielen Bieres nicht mehr ganz klar denken kann, dann sind 30+65 eben manchmal 105. Über Nacht wird das dann weniger und morgen mit frischem Kopf kommen eventuell dann auch 95 raus. :D


  • Nicht zwingend. Man kann die verstellbare Schlinge der Whoopiesling (bei der Herstellung) auch durch die Dogbones oder Continous loops der Hängematte führen. Um ein mögliches zerstörerisches Scheuern dieser Ring-in-Ring-Lösung zu minimieren, kann man einen der Ringe durch ein kurzes Stück Schlauch (z.B. 5 mm PVC-Schlauch aus dem Aquarienhandel) führen. Diese Idee habe ich von irgendeinem amerikanischen Hängemattenbastler, ich kann aber leider das Foto nicht mehr finden. :(

    Kein Problem. Ich kann mir das in etwa vorstellen. Ich habe mir in diesem Zusammenhang auch schon überlegt, ob man den Baumgurt und die feste Schlaufe einer Whoopie Sling nicht fest miteinander verbinden könnte - zum Beispiel mit einer fixen Nähverbindung. Da ich dafür aber bisher nicht zwingenden Handlungsbedarf sah, habe ich den Gedanken (noch) nicht bis zur "Marktreife" weitergeführt.

  • Meine Interpretation einer idiotensicheren Aufhängung wären Whoopies in Verbindung mit Baumgurten und leichtem Kletterkarabiner (z. B. Nano 22).

    Die Whoopies dabei durch Endtunnel führen.

    Für mich funktioniert diese Art der Aufhängung perfekt und es gibt mit Sicherheit einige, die mich für einen Idioten halten.:D

    P. S. Meine Gearhammock ist ebenfalls so ausgestattet und man könnte das Stöffchen auch als Hammockchair verwenden.

  • Meine Interpretation einer idiotensicheren Aufhängung wären Whoopies in Verbindung mit Baumgurten und leichtem Kletterkarabiner (z. B. Nano 22).

    Die Whoopies dabei durch Endtunnel führen.

    Für mich funktioniert diese Art der Aufhängung perfekt und es gibt mit Sicherheit einige, die mich für einen Idioten halten.:D

    P. S. Meine Gearhammock ist ebenfalls so ausgestattet und man könnte das Stöffchen auch als Hammockchair verwenden.

    Ich halte dich nicht für einen Idioten. ;) Bei mir sind alle Hängematten genau so ausgestattet. Manchmal führe ich die Whoopie Slings zweimal durch den Kanal, um den "Knoten" etwas grösser zu machen und mit dem losen Ende etwas näher an die Hängematte zu kommen. Bei der Gepäck-Hängematte nutze ich eine Art Prusikknoten zum Anpassen der Länge. Bei dieser Gewichtsklasse funktioniert das für mich perfekt. Entsprechend reicht mir dort auch ein Mini-Karabiner, der vielleicht bei 20kg oder 30kg brechen würde (ich hab's noch nie ausprobiert).

    Was mich einzig noch etwas zögern lässt, ist das im Kinderzimmer etwas störende lose Ende. Wenn ich aber die Verstellbarkeit im Rahmen halte, ist das sicher kein Drama.

    Vielleicht bestelle ich mir aber einfach mal die von TreeGirl empfohlenen Schnallen und probiere das aus. Doof dabei ist halt einfach: Der Junge lernt laufen, klettert dann auch mal selbständig in die Hängematte, die Schlaufe sitzt vielleicht plötzlich nicht mehr richtig auf der Schnalle und schon sitzt der Junge am Boden - und bleibt, wenn er Glück hat, unverletzt. Ich habe die Hängematte extra etwas länger gemacht, damit sie etwa bis zum Alter von zwei Jahren wirklich bequem ist. Da ist er dann halt schon recht selbständig in der Bewegung.

    Vielen Dank für deine Gedanken zum Thema.

  • Ich lese gerade, dass die Schnallen von AustriAlpin - wenn ich das richtig verstehe - eine Bruchlast von 15kN (= 1500daN ≈ 1530kg) haben. Man könnte sich also aus dem Dreisteg und dem Ovalring eine Cobraschnalle "basteln" und hätte dann ein sehr einfaches, stufenlos verstellbares System, das man mit oder ohne Dutch Clips sehr leicht verwenden könnte.

       
    Das wäre dann das Prinzip: links der verstellbare Teil des Gurts, rechts der Gurt, der zur Hängematte führt. (Im Bild allerdings keine Schnalle von AustriAlpin!)

    Klar, ist das mehr als nötig, um eine Hängematte sicher aufzuhängen. Man kann auch einfach den Continuous Loop / Dog Bone / die Whoopie Sling anstelle des "Ovalrings" (Extremtextil nennt den so) über den Dreisteg hängen und fertig. Allerdings kann ein kleines Kind eine solche Verbindung beim Spielen viel leichter aus Versehen lösen als eine eingehängte Schnalle.

    Und hier die Angaben zu den Belt Buckles von AustriAlpin.

    Für die Verwendung in der Hängematten-Aufhängung hätte man von den 15kN - wenn ich das richtig deute - immerhin noch 7,5kN (≈ 765kg) zur Verfügung.

    Quelle: Seite 23 in diesem Prospekt von AustriAlpin.

    Übrigens habe ich mir auf TreeGirls Hinweis hin nun ein paar dieser Schnallen bestellt und kann dann in Ruhe ausprobieren. Vielen Dank für den Tipp. Da Dendronaut (noch?) nicht in die Schweiz liefert, dürfte das mit den Dutch Clips nicht (rechtzeitig) klappen.

  • Zwischenbericht:

    • Dendronaut versendet zurzeit nicht in die Schweiz. Somit fallen die Dutch Clips vorerst weg. Die Bestellung bei Dutch in den USA lohnt sich für mich höchstens, wenn ich eh wieder einmal eine grössere Menge dort bestellen sollte, wäre aber ohnehin zu spät gekommen.
    • Die Bestellung bei Extremtextil scheint erst nächste Woche anzukommen. Schade, ich hätte gerne das rote Gurtband verwendet und die Schnallen von AustriAlpin ausprobiert. Nun muss ich wohl schwarzes Gurtband von Dutch verwenden.
    • Aufgrund der Schwierigkeiten bei der (rechtzeitigen) Anschaffung der genannten Utensilien bleibt mir nun nur eine Kombination aus Gurtband, Amsteel und Karabinern / Soft Shackles / Grapplers Hitch. Da habe ich noch reichlich Material da.

    Manchmal entscheiden Faktoren, die man nicht bestimmen kann, für einen. ;)

    Vielen Dank nochmals für eure Tipps und Gedanken.

  • Ich habe nun mal diese Variante angefertigt:

    Hier kann sich die Verbindung Hängematte-Gurtband viel weniger aus Versehen lösen, was mir - gerade bei kleinen Kindern - sehr wichtig erscheint. Wenn ich die technischen Daten richtig interpretiert habe, so habe ich bei dieser Verbindung eine Bruchlast von 7,5kN, also rund 765 kg Belastung. Da komme ich mit einem Dutch Buckle bestimmt auch nicht höher. Die Verbindung kann aber bei Bedarf doch recht einfach gelöst werden. Am Baum arbeite ich dann mit einem leichten Karabiner (analog zu einem Dutch Clip), damit ich nicht bei jedem Aufhängen die Verbindung bei der Schnalle lösen muss.

    Das Band habe ich fest in den "Ovalring" eingenäht, auf der Hängemattenseite aber einmal (um 180°) umgeschlagen, damit es dort schmaler wird und der Übergang zum Continuous Loop eleganter ist: Der Übergang ist fliessend und das Band wird weniger gequetscht.

    Die Schnalle (Dreisteg + Ovalring) wiegt knapp 19g.

    Seht ihr da irgendwelche Nachteile?

    Ich werde auch noch ein Paar Whoopie Slings mitnehmen. So können meine Freunde ausprobieren, was für sie praktischer ist.

    • Offizieller Beitrag

    Sieht sehr robust aus. Wie leicht kann sich der Gurt bei dieser Schnalle verdrehen? Das war bisher eigentlich das einzige Problem, das ich mit jeglicher Art von Gurtaufhängung hatte - und leider habe ich noch keine 100%ig Idiotensichere (oder Kindersichere) Lösung gefunden.

  • Sieht sehr robust aus. Wie leicht kann sich der Gurt bei dieser Schnalle verdrehen? Das war bisher eigentlich das einzige Problem, das ich mit jeglicher Art von Gurtaufhängung hatte - und leider habe ich noch keine 100%ig Idiotensichere (oder Kindersichere) Lösung gefunden.

    Was verstehst du genau unter "verdrehen"?

    Ich hatte leider keine Gelegenheit, das System in der Praxis auszuprobieren. Das müssen nun meine Freunde machen.

    Vom Gewicht her wiegt das System 37g für beide Schnallen (statt 18g wie bei dir). Der "Ovalring" drückt das Gurtband überhaupt nicht zusammen, sondern klemmt dieses auf der ganzen Breite gleichmässig ein. Aus diesem Grund wollte ich auch den "Ovalring" mit einem um 180° gefalteten Gurtband belasten und nicht einfach den Continuous Loop mit einem mehrfachen Ankerstich daran befestigen. Der Winkel zwischen Gurtband und Schnalle wird so recht stabil beibehalten. Der "Ovalring" gibt quasi die Lage des Gurtbands vor, der Dreisteg übernimmt diese unter Last. Wie weit sich das in der Praxis genau so wie gedacht verhält, muss sich noch zeigen.

    War das ein Stück weit die Antwort auf deine Frage?

    Um die Verbindung auszuhängen, muss man die Schnalle mit der Seite voran diagonal durch den "Ovalring" schieben. Das passiert vermutlich so gut wie nie von alleine. (Deshalb habe ich auch Karabiner mitgegeben, so dass man die Schnalle für den Auf- und Abbau gar nicht aushängen muss.)

    Was sich sicher "verdreht", ist die Lage der Schnalle: Sobald das lose Ende etwas länger ist, "kippt" die Schnalle nach unten und man hat quasi die Rückseite oben. - Ein wirkliches "Verdrehen" kann ich mir eigentlich fast nicht vorstellen (siehe oben).

    Ich habe vorhin mal mit Whoopie Slings dein System mit nur dem Dreisteg ausprobiert. Da hatte ich den Eindruck, dass die Schnalle sich leicht "verdrehen" konnte. Sprich: Sie lag nicht immer exakt parallel zum Gurtband. In Verbindung mit den Whoopie Slings fand ich das nicht so überzeugend. Allerdings weniger wegen dem "Verdrehen", sondern eher weil die Whoopie Slings ohne Belastung leicht wieder vom Band gefallen sind. Das war etwas knifflig, ähnlich wie bei den Toggles beim Marlinspike Hitch. Ich habe mich deswegen nicht ganz so sicher gefühlt. Ich kann mir aber vorstellen, dass das mit Dog Bones besser geht, weil das Amsteel dort sehr schnell in Richtung Hängematte zusammenläuft und die Schlaufe so viel weniger leicht vom Dreisteg fällt. In deinem anderen Post macht es jedenfalls diesen Eindruck.

    Wie ist das bei deinem System mit der Reibung? Hat man da nicht relativ viel Reibung zwischen Gurtband und Amsteel. Denkst du, dass sich das Material so etwas schneller abnutzen könnte? Man liest ja bisweilen, dass sich Amsteel auf Amsteel oder auch auf Gurtband relativ schnell abnutzt und dass eine Verbindung Amsteel/Polyesterband auf Metall (Karabiner, Dutch Clip, etc.) deutlich länger hält.

    Ich habe übrigens gleich vier Schnallen gekauft. Ich kann das System also bei Gelegenheit noch selbst ausprobieren. So kann ich meine persönlichen Eindrücke aus der Praxis dann noch nachliefern.

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