Distanz zwischen den Bäumen und Höhe der Aufhängung

  • Problemstellung
    Um aus der Distanz zwischen den Bäumen auf die passende Höhe der Aufhängung zu schliessen, kann man natürlich einen Hängematten-Rechner verwenden (siehe hier). Allerdings ist das für die Praxis eher umständlich.


    Lösung
    Da die Körpergrösse und die Schrittlänge von Menschen einen groben Zusammenhang aufweisen, kann man sich das für die Praxis zunutze machen. Hängt man seine Hängematte in einem Winkel von 30° auf, so ergibt sich grob das folgende Vorgehen:



    Man zählt die Schritte von einem Baum (oder Aufhängepunkt) zum anderen und liest dann auf dem Bild (oben) ab, wie hoch die Hängematte in etwa befestigt werden soll.

    • Bei 4 Schritten hängt man die Hängematte etwa in Brust- oder Schulterhöhe auf.
    • Bei 5 Schritten hängt man die Hängematte etwa auf Augenhöhe auf.
    • Bei 6 Schritten hängt man die Hängematte deutlich über dem Kopf auf.

    Der Merksatz dazu wäre: Fünf Schritte => Aufhängen auf Augenhöhe (=> 30°-Winkel)


    Zusammenhang mit der Länge der Hängematte
    Mit meiner eher kurzen ENO DoubleNest (ca. 285cm lang) habe ich damit recht gute Erfahrungen gemacht. Nun habe ich aber seit einigen Wochen zwei Hängematten, die 335cm (11') lang sind. Diese hänge ich eher in steilerem Winkel auf. Damit ist das Schaubild (oben) eher nicht mehr ganz zutreffend: Ich muss eher höher aufhängen, als das Schaubild es zeigt.


    Wie sind hier eure Erfahrungen? Habt ihr auch einen "Trick", um die Höhe der Aufhängung praktisch zu ermitteln?


    Hintergrund
    Derek Hansen schreibt dazu in seinem Buch und auf seiner Website, dass man die Hängematte an zwei etwa gleich hohen Aufhängepunkten aufhängen soll, die etwa 12' bis 15' (3,6m bis 4,6m) voneinander entfernt sind. Dabei spricht er von einer Höhe der Ankerpunkte ab Boden von etwa 6' (180cm). Zudem spricht er von einer Distanz von sechs Schritten zwischen den Aufhängepunkten. Ich habe mir deshalb überlegt, wie man die sechs Schritte und die Aufhängehöhe für einen Hängewinkel von 30° in Beziehung setzen könnte. Das Schaubild ist das Resultat meiner Überlegungen.

  • Viel zu kompliziert für mich. Ich nehme die besten Bäume die da sind - auf Campingplätzen ist die Auswahl ja nicht so groß. Hängematte aufhängen. Winkel mit der Daumen-Zeigefinger-"Pistole" checken. Wenn er zu flach ist, die Aufhängung nach oben schieben. Wenn er zu steil ist, die Aufhängung nach unten schieben. Wenn's ungefähr passt, in die Hängematte legen und Ridgelinespannung checken. Aufhängung so lange justieren bis die Spannung passt. Fertig.


    [ATTACH=CONFIG]n18222[/ATTACH]


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  • Interessantes Schaubild! Muß ich mal ausprobieren. Ich mache es bisher wie TreeGirl, aber Du hast schon recht: Beim Von-Baum-zu-Baum-Laufen könnte man auch Schritte zählen.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Klar, das ist der simpelste Weg. Einfach aufhängen, ausprobieren und anpassen. Wenn du aber eh von einer Seite zur anderen läufst, könntest du ja auch die Schritte zählen und somit schneller zum Ziel kommen. Und mit der Zeit, da gebe ich dir völlig recht, hat man ein Auge für die Distanz und die benötigte Höhe. Ich dachte bei diesem Vorgehen vor allem an einen Anhaltspunkt für Neueinsteiger, die noch kein Gespür für die Winkel haben und mit dem Daumen und Zeigefinger eher Mühe haben. (Die Methode stimmt ja auch nicht bei jeder Hand, da sind die Abweichungen bei den Schritten geringer. Ist geometrisch übrigens genau das gleiche!).


    Schritte zähle ich nur um sicher zu stellen, dass das Tarp Platz hat - oder um zu schätzen ob die Länge meiner Aufhängung reicht (ist doof auf den Baum zu klettern nur um festzustellen dass ein Meter Seil fehlt...). Und selbst das fällt mir schon schwer, weil ich mir nie merken kann wieviele große oder kleine Schritte ich brauche :) Für einen Anfänger mag die Formel ein Anhaltspunkt sein, aber für mich ist es zu kompliziert. Weniger Zeit brauche ich damit auch nicht, weil es bei der WBBB am Ende immer um ein paar Zentimeter geht. Und das kann ich nur feststellen wenn ich mich rein lege. Eine simple No-Net Hängematte kann man ein wenig großzügiger aufhängen - obwohl ich da auch ziemlich pingelig bin.


    Außerdem habe ich ganz oft das Problem, dass meine Bäume auf einem Abhang stehen. DAS ist immer eine Herausforderung, und ich habe noch keinen Weg gefunden ohne Testliegen herauszufinden ob die Hängematte waagerecht (bzw. Fußende etwas höher) hängt... Da habe ich schon oft geflucht weil ich zum 10. mal korrigiert habe, und das Fußende immer noch niedriger hängt als das Kopfende.

  • Außerdem habe ich ganz oft das Problem, dass meine Bäume auf einem Abhang stehen. DAS ist immer eine Herausforderung, und ich habe noch keinen Weg gefunden ohne Testliegen herauszufinden ob die Hängematte waagerecht (bzw. Fußende etwas höher) hängt... Da habe ich schon oft geflucht weil ich zum 10. mal korrigiert habe, und das Fußende immer noch niedriger hängt als das Kopfende.


    Ich halt da oft ein Stück Schnur an die Ridgeline, am Winkel sieht man dann relativ leicht, ob die HM waagrecht hängt bzw. das Fußende etwas höher. Die Ridgeline sollte dafür nicht zu sehr durchhängen, sonst geht das nicht so gut.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Quote

    Außerdem habe ich ganz oft das Problem, dass meine Bäume auf einem Abhang stehen. DAS ist immer eine Herausforderung, und ich habe noch keinen Weg gefunden ohne Testliegen herauszufinden ob die Hängematte waagerecht (bzw. Fußende etwas höher) hängt... Da habe ich schon oft geflucht weil ich zum 10. mal korrigiert habe, und das Fußende immer noch niedriger hängt als das Kopfende.


    Ja, das ist recht knifflig! Falls du ein Smartphone nutzt: Es gibt diverse Apps, die wie eine Wasserwaage funktionieren (eine sehr gute heisst auch so). Damit kannst du nicht nur recht genau Winkel messen, sondern auch schauen, ob etwas waagrecht ist. Ist dir aber vielleicht auch zu kompliziert? (Ich habe oft nur mein uraltes Handy dabei, da geht das dann auch nicht. Dafür hält der Akku auch mal drei Wochen.)


    Wichtig ist hier aber auch, dass du daran denkst, die Seite der Hängematte, die unter Umständen einen höher gelegenen Aufhängepunkt hat, höher als gewünscht aufzuhängen, denn erstens hängt hier das Seil etwas mehr durch, streckt sich also unter Belastung mehr, und zweitens dehnt es sich aufgrund der grösseren Länge auch etwas mehr als auf der kürzeren Seite. Im Idealfall also immer am Kopf- und Fussende gleich hohe Befestigungspunkte wählen und dann bei Bedarf das gewünschte Ende der Hängematte etwas höher machen. (Ich hoffe, das war verständlich...)


    Allenfalls kannst du die Tarp-Ridgeline provisorisch von Aufhängepunkt zu Aufhängepunkt spannen und dann die Wasserwaage anlegen, um zu überprüfen, ob beide Aufhängepunkte etwa gleich hoch liegen.

  • Ja, das ist recht knifflig! Falls du ein Smartphone nutzt: Es gibt diverse Apps, die wie eine Wasserwaage funktionieren (eine sehr gute heisst auch so). Damit kannst du nicht nur recht genau Winkel messen, sondern auch schauen, ob etwas waagrecht ist. Ist dir aber vielleicht auch zu kompliziert? (Ich habe oft nur mein uraltes Handy dabei, da geht das dann auch nicht. Dafür hält der Akku auch mal drei Wochen.)


    Ich habe zwar ein uraltes Smartphone, aber für eine Wasserwaagen-App würde ich eher keine Batterielaufzeit verwenden. Mit ausreichend Geduld kommt man ja auch ohne Hightech zum Ziel. Zuhause habe ich solche Apps aber schon benutzt.


    Allenfalls kannst du die Tarp-Ridgeline provisorisch von Aufhängepunkt zu Aufhängepunkt spannen und dann die Wasserwaage anlegen, um zu überprüfen, ob beide Aufhängepunkte etwa gleich hoch liegen.[/COLOR]


    Ja, das geht natürlich. Aber ich habe ohnehin schon ein Gewichtsproblem (mein Wander-Rucksack wiegt zwischen 12 und 15kg...) - da will ich nicht noch mehr Zeug einpacken. Außerdem ist dieser Ansatz vermutlich auch nicht schneller als die Versuch-und-Irrtum-Methode.


    Wichtig ist hier aber auch, dass du daran denkst, die Seite der Hängematte, die unter Umständen einen höher gelegenen Aufhängepunkt hat, höher als gewünscht aufzuhängen, denn erstens hängt hier das Seil etwas mehr durch, streckt sich also unter Belastung mehr, und zweitens dehnt es sich aufgrund der grösseren Länge auch etwas mehr als auf der kürzeren Seite. Im Idealfall also immer am Kopf- und Fussende gleich hohe Befestigungspunkte wählen und dann bei Bedarf das gewünschte Ende der Hängematte etwas höher machen. (Ich hoffe, das war verständlich...)


    Das hab ich jetzt nicht verstanden. Mein Fußende hängt immer 30-40cm höher als das Kopfende, bzw. so hoch, dass ich entspannt in der Hängematte liegen kann ohne zu rutschen und mit ausgestrecktem Arm das Kopfende berühren kann. Das hat mit der Bodenneigung nicht wirklich etwas zu tun.

  • Quote

    Das hab ich jetzt nicht verstanden. Mein Fußende hängt immer 30-40cm höher als das Kopfende, bzw. so hoch, dass ich entspannt in der Hängematte liegen kann ohne zu rutschen und mit ausgestrecktem Arm das Kopfende berühren kann. Das hat mit der Bodenneigung nicht wirklich etwas zu tun.


    Die Frage dabei ist, ob die Aufhängepunkte gleich hoch liegen. Ist das nicht der Fall, so senkt sich die am höheren Punkt aufgehängte Seite mehr als die andere, wenn du in die Hängematte steigst, weil sie


    a) aufgrund der Kettenlinie (da länger) mehr Biegung aufweist und sich damit durch die Streckung mehr verlängern kann und
    b) aufgrund der grösseren Länge auch mehr Dehnung zu berücksichtigen ist.


    Sind die Aufhängepunkte am Kopf- und am Fussende gleich hoch, so kommst du schneller zu einem positiven Resultat und erlebst weniger Überraschungen mit einem sich plötzlich senkenden Fussende, wie du das oben beschrieben hast.


    Bei unebenem Grund besteht immer die "Gefahr" oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Aufhängepunkte nicht gleich hoch, also nicht auf der gleichen Ebene, liegen. Deshalb hat das Geschilderte schon etwas mit der Bodenneigung zu tun.


    Zur Illustration:


    [ATTACH=CONFIG]n19150[/ATTACH]


    Die Hängematte habe ich grün dargestellt. Sie wurde bei A (Kopfende) tiefer und bei B (Fussende) höher befestigt (der Aufhängepunkt B am Fussende liegt höher als der Aufhängepunkt A beim Kopfende) und bildet nun zusammen mit der Aufhängung eine Art Kettenlinie (rot). Zudem wurde die Hängematte so aufgespannt, dass das Fussende b (wie gewünscht) höher liegt als das Kopfende a. (Die grün eingefärbte Hängematte bildet eine schiefe Ebene, ist also beim Fussende b höher eingestellt als beim Kopfende a. => Das ist das, was du haben möchtest.)


    Legst du dich nun in die Hängematte, so wird das Fussende b (im dargestellten Fall) unter das Niveau des Kopfendes a sinken, weil dort die Kettenlinie B-b (rot) einen viel grösseren "Umweg" macht als beim Kopfende, wo die Luftlinie (schwarz) nur wenig länger ist als die Aufhängung A-a. Beim Fussende streckt sich die Aufhängung (B-b) also viel mehr, wenn Belastung dazu kommt. Dazu kommt noch die Dehnung, die bei der längeren Aufhängung (B-b) am Fussende mehr ins Gewicht fällt als beim Kopfende. (Die Dehnung verläuft ja proportional zur Länge des Seils.)


    Ich hoffe, es ist nun verständlich geworden, was ich meine und weshalb es wichtig ist, dass die Aufhängungspunkte fürs Kopf- und fürs Fussende - anders als im Schaubild(!) - etwa gleich hoch liegen.

  • Ich glaube, ich verstehe jetzt was du meinst. Aber ich bezweifele, dass der Unterschied wirklich merkbar ist - außer vielleicht bei extrem weit auseinander stehenden Bäumen. Da habe ich aber noch nie wirklich Probleme gehabt, weil ich dann einfach die Aufhängung kürze. Es ging wirklich nur um die Bodenneigung und einzuschätzen ob der Baumgurt am Fußende jetzt wirklich höher hängt als der Baumgurt am Kopfende. Vor allem weil ich lieber mit dem Kopf in Richtung "aufwärts" hänge - also das Kopfende vom Gelände her höher ist als das Fußende, die Baumgurte aber genau umgekehrt hängen sollen.

  • Man müsste das einfach mal ausprobieren.
    Ideal wäre dazu ein Forentreffen....
    Ich wüsste da was. ;)


    Ich persönlich verbringe sehr viel Zeit mit der Wahl der Bäume.
    Abstand, Totholz drüber, sichtbar vom Weg aus?
    Dafür habe ich danach weniger gefummel mit Einstellungen.
    Aber im Grunde habt ihr alle Recht.

  • Quote

    Mir fällt auf, dass du sehr kritisch gegenüber einer spürbaren Dehnung / Verlängerung der Aufhängung aufgrund der Belastung eingestellt bist. Auch schon bei der Dehnung der Ridgeline hast du vom Dyneema gesprochen, das kaum Reck hat. Hast du meine Beobachtungen mit der Ridgeline aus Zing-It-and-Lash-It (1.75mm) gesehen? (http://www.haengemattenforum.de/foru...8169#post18169).


    Ich dachte hier geht es nicht um die Dehnung, sondern darum dass die Aufhängung bei Nicht-Belastung durchhängt und damit mehr Länge hat als man realisiert. Das heisst das Eigengewicht der Aufhängung zieht die Hängematte etwas hoch. Ich habe das nicht ausgerechnet, aber ich glaube nicht, dass der Unterschied da so groß ist, dass es den Höhenunterschied von 30-40cm auch nur annähernd ausgleicht. Aber du kannst es gerne vorrechnen.


    Was die Dehnung von Dyneema betrifft bin ich weiterhin skeptisch. Zumal meine Warbonnet Blackbird eine Ridgeline aus 7/64" Amsteel und nicht Zing-It oder Lash-It hat. Aber wie gesagt kann man das auf dem nächsten Treffen alles mal durchspielen. Mich würde interessieren, ob man die Veränderung mit dem Maßband messen kann. Aber selbst wenn es eine Dehnung von ein oder zwei Zentimeter geben sollte, wette ich jetzt mal ganz frech, dass du im Blindtest den Unterschied zwischen einer 255cm und einer 256cm langen Ridgeline (bei gleicher Hängematte) nicht wahrnehmen kannst. Ich kann es jedenfalls nicht.

  • Zurück zum eigentlichen Thema:
    Habt ihr auch eine Methode wie z.B. das Zählen von Schritten? Oder wie macht ihr das? Wie findet ihr schnell und einfach einen guten "Hang"?


    Mir hilft die Methode mit den Schritten sehr dabei, gleich auf Anhieb einer guten Aufhängung schon sehr nahe zu kommen. Es braucht dann nur noch wenige Korrekturen. Einzig die neuen, längeren Hängematten muss ich nun noch kennen lernen. Sie sind bequemer, wenn ich sie steiler aufhänge (ca. 34°?). Da muss ich etwas höher aufhängen: (5 Schritte => aufhängen leicht über dem Kopf?).


    Zur Diskussion mit [USER="46"]TreeGirl[/USER]:
    Die Frage wäre wohl: Was ist besser? Wenn die Ankerpunkte am Baum möglichst gleich hoch liegen (sich auf einer waagerechten Linie befinden)? Oder wenn beide Aufhängungen (Whoopie Slings, Baumgurte, etc.) möglichst gleich lang sind (wie in der Skizze von TreeGirl dargestellt), bei höherem Fussende der Hängematte also auch der Ankerpunkt entsprechend höher liegt? Wie sind da eure Erfahrungen? Ich möchte lernen: nachdenken, Meinungen lesen - und ausprobieren (wenn's dann mal nicht gerade in Strömen regnet)...

  • Hallo,


    da ich ja die 90° Matte habe, gehe ich mit ausgebreiteten Armen durch den Wald.
    Alles was breiter ist, nehme ich. Wenn nichts dabei ist, hänge ich sie dann und wann von
    einem waagerechten Ast ab.
    Die Suche nach passenden Bäumen ist mit dieser Matte ein vielfaches einfacher geworden.
    Ich muß nur noch schauen, daß ich waaagerecht hänge sonst wache ich am nächsten Morgen
    in den Seilen auf und es war dann nicht der Alkohol.:stars:


    Gruss
    Konrad

  • Ich versuche immer, die Hängematte mittig zwischen zwei Bäume zu hängen. Damit ist die Dehnung der Baumgurte beim "Beladen" der Hängematte in etwa gleich und das Feintuning gestaltet sich einfacher.
    Wenn sich aber in der Mitte zwischen den beiden Bäumen dicke Wurzeln, Baumstümpfe, Felsbrocken und ähnliche Dinge befinden, auf die ich im Falle eines Versagens der Aufhängung mit empfindlichen Körperregionen (Hintern bis Kopf) aufschlagen würde, hänge ich die Hängematte näher zu einem Baum, um der Gefahrenzone zu entgehen. Den Mehraufwand beim Feinjustieren ist mir die gewonnene Sicherheit wert.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Scheint irgendwie nicht so, nein... Ich vertraue da auch eher auf Winkel und eine kalibrierte Ridgeline. Das ist schnell, einfach und passt eigentlich immer.

    haengemattenforum.de Ich bin zwar nur der Haustechniker, aber wenn es Probleme gibt kann ich wahrscheinlich helfen ;).
  • Ich habe mich anscheinend (wieder einmal) unpräzis ausgedrückt:


    Bei der Methode mit den Schritten geht es weder darum eine Ridgeline überflüssig zu machen, noch darum, die Winkel nicht mehr zu kontrollieren. Mir geht es hier einzig darum, für den Aufbau gleich von Anfang an ungefähr die passende Höhe zu haben. Konkret sieht das bei mir - wenn ich zwei geeignete Bäume gefunden zu haben glaube - wie folgt aus:

    • Schritte zwischen den Aufhängepunkten zählen. (=> Aha, die zwei Bäume dürften tatsächlich gut passen!)
    • Baumgurte auf der ermittelten Höhe befestigen.
    • Hängematte aufhängen und auf angenehme Sitzhöhe einstellen.
    • Winkel der Aufhängung / Durchhang der Ridgeline kontrollieren.
    • Falls nötig, die Höhe der Aufhängepunkte anpassen. (Da muss ich im Idealfall nichts mehr ändern!)
    • Spannung der Aufhängung anpassen.
    • Probeliegen & Feinjustierung.

    Anders ausgedrückt: Ich habe das Ziel erreicht, wenn ich mit dieser Methode schneller am Ziel bin. Für mich ist das kein zusätzlicher Arbeitschritt, sondern eine Erleichterung. Ich schaue mir die potentiellen Bäume ja eh aus der Nähe an, bevor ich zu einer grundlegend positiven Entscheidung komme, da kann ich auch gleich die Distanz ermitteln.


    Hanglage: Befinden sich die Bäume in Hanglage, so muss ich ohne diese Methode zum Ziel kommen.

  • Also ich finde die Faustregel von [USER="153"]Waldläufer70[/USER] gut. Hilft einem am Anfang sicher dabei, einigermaßen schnell die optimale Aufhängungshöhe zu treffen.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Frage in die Runde: wenn ich die Tabelle verwenden will gilt dann bei der Länge der Hängematte nur die Länge der Matte selbst oder kommen angebrachte Schlaufen noch dazu? Ich habe an meiner an jedem Ende eine Schlaufe mit dickerem Material die durch die Hängematte gezogen sind und an denen dann Woopysling und Ridgetline eingeschlauft sind.