Beiträge von grobinger

    Ich schwanke gerade enorm zwischen dem Trail Winder in 10oz (-20°C) und dem Wooki in 0°F (-15°C).

    Ich will in Kombination mit meinem Defence 6 ein richtiges Wintersetup bauen.

    Da der D6 ja aber schon ein mega riesen Ding ist, habe ich Angst das nicht mehr in den Rucksack zu bekommen. Gewicht ist mir nicht so wichtig da ich im absoluten maximum damit 10km wandere (meistens eher 3-5km).

    Etwas Geld sparen mit dem TW wäre schön und ich habe bis jetzt Daune immer wegen Feuchtigkeit gemieden... ich weiß nicht weiter :/

    Also der Defence 6 ist ja für ne Hängematte maximal unsinnig und auch ansonsten kann man sich bei dem Teil schon grundsätzlich die Sinnfrage stelle. Ich habe bei deutlich unter 0°C nie Probleme mit Feuchtigkeit gehabt wenn ich den 0°F Wooki benutze. Daune funktioniert auch und gerade im richtigen Winter. 4 Kilo Gloft und Climashield würde ich mir nicht in den Rucksack stopfen wollen...

    Moin :)

    Hast du im Vergleich zu all deinen UQs schon mal den Wooki ausprobiert, mich würde sehr deine Vergleichs-Erfahrung interessieren.

    Grüße

    Rocketman

    Ich melde mich mal zu Wort, ich habe den SLD Trailwinder in 20°F und 40°F Ausführung und den Wooki in 20°F und 0°F Ausführung. Den SLD Trailwinder habe ich mir aus den von Wuppitom genannten Gründen angeschafft und natürlich aus Neugierde. Im direkten Vergleich ist der Wooki minimal bequemer, u.a. da er keine seitliche Raffung benötigt, um optimal anzuliegen. Ist aber Jammern auf hohem Niveau, einmal eingestellt ist das Ding fast genauso genial wie der Wooki. Packmaß ist zwar schon größer, aber auch nicht dramatisch, man kann da jetzt auch nicht statt einem 45 Liter Rucksack einen 32 Liter Rucksack nehmen oder so. Je höher die Isolation sein soll, desto mehr geht das natürlich auseinander, der -5° Fahrenheit SLD Trailwinder wird schon ein Brocken sein. Der 20°F TW geht gut bis knapp an 0°C für mich (!) und wiegt ziemlich exakt das gleiche wie der 20°F Wooki. Wenn ich nur eins von beiden hätte kaufen können und Geld eine Rolle spielt, würde ich für den Temperaturbereich über 0°C zum SLD greifen.

    Je dünner der Quilt ist, desto besser funktioniert Climashield. Ab 30°F wird die Daunenmenge so gering, dass sie immer leichter verrutscht und Kältepunkte entstehen. Das passiert mit Climashield nicht.

    Wenn der synthetische Sommer-Underquilt allerdings leichter ist, als der 20° Wooki, hat er aber auch nicht die gleiche Leistung. Das macht sich aber erst bemerkbar, wenn die Temperaturen sich Richtung Untergrenze bewegen.

    Ja, der Sommer UQ hat ein Rating von 40°F mit Climashield 100. Kommt auch knapp hin für mich. Die Erfahrung mit der ungleichen Daunenverteilung habe ich auch gemacht, deswegen käme für mich ein 40°F Wooki auch nicht mehr in Frage. Also topquilt benutze ich im Sommer einen Climashield 67 quilt von GramXpert, weil beim meinem Cumulus Quilt 250 auch schon das Daunenversteilungproblem sichtbar wird und irgendwas mit weniger Daune mir auch kaum noch sinnvoll erscheint.

    Hammock Fairy Wie muss eine Wooki denn gepflegt werden? Auf deiner Seite hab ich nichts dazu gefunden. Daune sollte generell nicht komprimiert gelagert werden?

    Bevor da Missverständnisse aufkommen: Ich meine damit, dass man mit Climashield weniger sorgfältig umgehen muss, insbesondere was längere Komprimierung und Feuchtigkeit angeht. Und es tut weniger weh wenn ein 150 euro UQ ruiniert ist als ein 350 euro UQ ;)

    Moin,

    von SLD gibt es noch den Trail Winder UQP mit Climashield Apex Isolierung wahlweise bis-5F.

    Aber wie Hammock Fairy schon erwähnte sind Kufa UQ deutlich schwerer und voluminöser.

    Dafür aber meist günstiger und weniger Feuchtigkeits empfindlich.

    Ich habe den Sommer über sehr viel den Trail Winder UQ benutzt und bin sehr zufrieden. Wooki immer noch nen tick bequemer, dafür ist Climashield halt schön pflegeleicht (oder ich kümmer mich einfach weniger drum ;)). Ist auch nicht soooo viel schwerer als Daune (bzw mein Sommer UQ ist sogar leichter als der 20° Wooki), nur das Packmaß wird schon deutlich größer bei den schwereren Ausführungen.

    Bezieht sich Deine Erfahrung auf das Nächtigen auf dem Boden/Schnee oder in der HM? Falls Letzteres der Fall sein wollte, wundert es mich nicht, dass die Herstellerangaben so gar nicht passen, da es ja in der HM deutlich kälter wird von unten als auf dem Boden/Schnee...

    Ist dem so? Also meinem Verständnis nach dürfte doch die Wärmeleitfähigkeit vom Boden größer sein als von Luft, windchill hin oder her...

    Ich misch mich mal ein: Offenbar ist die Rechtslage ja so undurchsichtig aufgrund der zahlreichen Rechtsgrundlagen und der Föderalismus tut sein übriges, dass eh keiner mehr so genau weiß was Sache ist. Aber es gilt wie immer: Wo kein Kläger da kein Richter. Die Wahrscheinlichkeit dass man zwischen Dämmerung und Morgengrauen Besuch von irgendwem bekommt abseits der Wege tendiert gegen 0. Sollte das doch passieren kommt es meiner Meinung nach auch gar nicht mehr auf die Rechtslage an. Wen es stört, dass man sich da aufhält (am wahrscheinlichsten Jäger), den stört das unabhängig von der Rechtslage und dem was man da genau treibt (Hängematte, Zelt, Tarp, nackt auf dem Boden). Wenn derjenige sich nicht durch nette Worte zu einer positiven Einstellung zu dem was man da tut bringen lässt, wird man nix dagegen tun können, wenn man zum sich trollen aufgefordert wird. Von negativen Erfahrungen in dieser Hinsicht habe ich aber sehr selten gehört und erst recht nicht davon, dass tatsächlich mal irgendein Bußgeld verhängt worden sei. Mit Ausnahme natürlich von Naturschutzgebieten, Nationalparks etc, wo es ja auch einen Kontrolldruck explizit gegen wildcamping gibt. Das aber ohnehin nicht ohne Grund, und da betreibt man halt auch einfach kein wildcamping.

    Wie ich es halte: Ich schere mich nicht um die Rechtslage (mit Ausnahme NSG und Nationalparks), verhalte mich aber so, dass im Falle des Entdecktwerdens bis auf meine pure Anwesenheit nichts negatives zu Beanstanden wäre (Müll, Lärm, großes Lagerfeuer, etc pp), also einfach alles was so einem gewissen Grundanstand widerspricht. Hatte in meinem Hauswald auch bereits Kontakt mit der zuständigen Forstbehörde bzw dem Naturschützer des Landratsamtes und habe keine Negativerfahrungen gemacht. Im Gegenteil, die erzählen einem stundenlang Wissenswertes, wenn sich da doch mal jemand interessiert zeigt ^^

    OK... Abbruch.

    Dann nehme ich den Topsegelschotstek und spare mir das Gewicht.

    Du liebäugelst mit einem TT Rucksack aber scheust die 1,3 Gramm oder wieviel auch immer der lineloc wiegt? Also nix gegen ein gewissen Knotengrundwissen und da gehört der Topsegelschtstek sicher auch dazu, aber ist da nicht schon ein bißchen aufwändig da jedes mal vier Stück davon zu knoten? Die linelocs wiegen ca. nix, kosten auch ca. nix, und bei Verlust kannst Du immer noch auf Plan B mit Knoten zurückgreifen... Und blöde Frage: Wozu wären die Karabiner gedacht gewesen?

    Edit:

    Ach ja ergänzend, wenn Du wirklich ohne Hardware auskommen willst, kannst Du zb auch eine Prusikschlaufe um den Abspannpunkt am Tarp machen mit dem Du die Abspannleine beliebig in der Länge verstellen kannst. So kann das auch beim Abbau so am Tarp verbleiben und Du musst nicht jedes Mal neu Knoten...

    Hat jemand Erfahrungen mit

    • TT Pathfinder MKII 80L
    • TT Field Pack MK II 75L

    Ich wollte zwar keinen TT mehr, weil man alter ein Qualitätsproblem hatte.

    Eventuell hatte ich aber einfach nur Pech und ein Montagsmodell erhalten.

    Die zivilen wie Deuter... sie gefallen mir einfach nicht...

    TT ist was es ist, aber groß und schwer. Auch für eine Wintertour von 3 Tagen braucht man eigentlich nix über 65 Liter. Was da nicht reinpasst, brauchst Du nicht.

    Bei Warbonnet liegst Du richtig. Die Blackbird XLC ist das Maß der Dinge, vor allem in Kombination mit dem Warbonnet Wooki Underquilt. Deren Tarps tuen auch was sie sollen. Wenn Geld keine Rolle spielt, schau Dir die DCF tarps von Hammock Gear an. Cumulus Hängematten kannst Du vergessen. Die Topquilts sind sehr brauchbar und preiswert, die Underquilts vergleichsweise auch, sind aber einem Warbonnet Wooki deutlich unterlegen was Komfort und no-fiddle-factor angeht.

    Oder die Cumulus Kufas? Die sind halt vom Gewicht super, aber sind die auch warm?

    Die Cumulus Tüten sind mit Apex Climashield, das derzeit beste synthetische Material was das Verhältnis Isolation zu Gewicht angeht, besser wird es nicht und Climashield ist auch bei wenigen anderen Herstellern zu bekommen. Habe mir selbst bei denen Mal eine Tüte nach Maß anfertigen lassen, alles top.

    Sooo, mit ein bißchen Verspätung mal mein Erfahrungsbericht mit ein paar Bildern dazu, ich hoffe es sind noch ein paar bessere Fotographen nach mir am testen ;)

    Vorneweg zum Zubehör: Das Tarp ist sehr brauchbar, aber auch nix besonderes. Großzügig geschnittenes Hextarp, dürfte einen sehr vernünftigen Wetterschutz bieten, was ich mangels Regen und Wind aber leider nicht testen konnte. Abspannpunkte mit line locs versehen, Schnur dazu etwas schwer. Wäre es mein Tarp, würde ich da noch was leichteres nachrüsten und die seitlichen Abspannleinen noch mit Gummispannern versehen. Farbgebung ist gut, fügt sich gut in einen oberbayerischen Fichtenacker ein.

    Der Underquilt: Sorry, aber das ist irgendwie nix. Eigentlich ist das Ding großzügig dimensioniert, aber es war mir nicht möglich ihn ohne größere Modifikationen vernünftig aufzuhängen. Größtes Problem ist ein fehlender seitlicher Tunnelzug und die Line locs der Primäraufhängung reichen einfach nicht aus, um dem Ding die notwendige Spannung zu verleihen. Egal was ich tat, das Ding baumelte immer lose unter der Hängematte. Die Einschätzung als 4 season underquilt halt ich auch für sehr gewagt.

    Jetzt zum eigentlichen Star der Show, die Hängematte selbst: Hard facts siehe oben bei Mittagsfrost, Ersteindruck durchaus gut, Verarbeitung einwandfrei, alles sieht aus als wäre es mit Liebe zum Detail gemacht. Der Ridglineorganizer ist einer der besten seiner Art, den würde ich gerne gesondert kaufen können. Auch gut die hellen zipperpulls für bessere Sichtbarkeit in der Nacht. Doppelseitiger Packsack.

    Beim Aufbau fällt dann schon der erste Negativpunkt auf: die seitlichen Pullouts. Das Einsteigen wird ünnötig dadurch erschwert, dass es pro Seite zwei Abspannpunkte gibt, die Abspannschnur läuft mittig zusammen. Dadurch ist die Matte wie der Underquilt symmetrisch, allerdings bin ich mir sehr sicher, dass es mich früher oder später bei einer nächtlichen Pinkelpause zu Fall bringen würde. Wenn es meine eigene Matte wäre, ist das natürlich kein Problem, da ich entsprechender meiner Liegerichtung das einfach so modifizieren würde, dass ich nur einen Abspannpunkt pro Seite benutze.

    Das wichtigste ist aber natürlich der Liegekomfort und da ging es mir leider genauso wie Mittagsfrost. Ich kam einfach nicht bequem zu liegen und bin mir nicht ganz sicher woran es liegt. Beim Aufhängen viel mir bereits auf, dass die ridgeline sehr viel lockerer war, als ich sie mit meinem gewohnt Hängewinkel grob aufgehänt habe. Ich musste mehrmals straffer spannen und der Aufhängewinkel war relativ flach, so dass ich auch irgendwie nicht so diagonal liegen konnte, wie ich es von Warbonnet, dutch und anderen gewohnt bin und hatte ingsamt dann auch ein bananiges Liegegefühl und fühlte mich eingequetscht. Auch das Mückennetz fand ich relativ beengt. Meine Vermutung war, dass die Ridgeline einfach zu lange ist. Ich habe dann die Matte mit deutlich mehr durchhang und schlackernder ridgeline getestet, so fühlte es sich besser, aber auch nicht wirklich komfortabel an. Ich bevorzuge eigentlich auch Matten mit eher mehr als wenig stretch, von daher liegt es vielleicht auch daran? Mangels Zollstock konnte ich leider nicht nachmessen, vielleicht kann ja einer der anderen Tester das noch nachholen?

    Fazit: Auf dem Papier ne tolle Matte, im Praxistest dann für mich (!) leider durchgefallen, ich kann schlicht und ergreifend da drin nicht bequem liegen. Schade, aber ich hoffe das Lesovik noch andere verbesserte Produkte auf den Markt bringen wird.