heißes Messer zum Stoff schneiden gesucht

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  • Hallo,

    demnächst kommt ja mein Stoff für das Wintertarp aus USA.
    Schon beim Zuschnitt meiner Hängematte aus Fallschirmseide habe ich festgestellt,
    daß man den Stofff recht gut mit einer Lötpistole schneiden kann. Wer einmal
    so einen Stoff verarbeitet hat, weiß verschweißte Kanten zu schätzen.
    Nicht nur, daß der Stoff nicht mehr ausfranst, sondern man muß beim Nähen
    nicht alles doppelt nehmen.
    Nun suche ich nach einem heißen Messer oder so etwas ähnliches.
    Hat wer einen Tipp? Weil so richtig gut ging das mit der Lötpistole ja nicht.

    Ach ja, mein Topquilt von Hammockgear ist auch so zugeschnitten worden.
    Sieht man an dem selbstgemacht Packbeutel sehr schön.
    Kann aber sein, daß die den mit Laser schneiden.
    Das ist mir dann widerum zu aufwändig.:stars:

    Danke und Gruss
    Konrad

  • Logisch!

    Es gibt DEN Heiss-Schneider, das ist kein Schneider der ständig heiss ist :diablo:, sondern ein elektrisches Gerät.
    http://www.extremtextil.de/catalog/Hei%DF…HSG-0::738.html

    Der ist jetzt relativ teuer.
    Und das ist der Preis OHNE Schneidspitze!

    Die kostet extra.
    http://www.extremtextil.de/catalog/Hei%DF…Typ-R::737.html

    Ich hab mir die original Schneidspitze gekauft und sie auf eine billige China Lötpistole gemacht.
    Das passt! Naja, etwas drücken musste schon.

    Aber die Lötpistole liegt besser in der Hand, ist leichter und hat ein Licht.
    http://www.ebay.de/sch/i.html?_fr…istole&_sacat=0

    Wichtig ist, dass die Lötpistole zwei Aufnahmefassungen hat. Für die original Schneidspitze.

    Aber vorsicht, wenn Du zu lange an einer Stelle verweilst, brennst Du ein Loch in den Stoff.

    Also besser mal üben bei einem Stück, das übrig ist.

  • Nimm einen einfachen Lötkolben ... und feile Dir die Spitze flach ab! Fertig. :good:
    Habe ich schon zu Zeiten meines Lenkdrachenbaus so gemacht und kann sagen dass das gut funktioniert.

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab mir vor zwei Jahren den Heissschneider von Extremtextil geholt und es (nachdem das Geld abgebucht war) keine Sekunde lang bereut. Zum Stoffe schneiden ist die dünne Spitze am besten geeignet. Als Schneideunterlage habe ich mir eine dünne Edelstahlplatte von eBay besorgt, und dazu ein Alu-Lineal. Damit ist es kein Problem sehr saubere Kanten (auch gebogen) zu schneiden.

    Vermutlich hängt es davon ab, wie oft du den Schneider verwenden willst. Wenn du nur alle paar Wochen mal ein paar Meter begradigen willst, ist die Lötkolben-Lösung vermutlich die bessere da preisgünstigere Lösung. Aber ich schneide ständig damit, und dann zahlt es sich aus Geld in ein Design gesteckt zu haben, dass im Hinblick auf das Stoffe schneiden entworfen wurde.

    Mein erster Versuch war ein Batterie-Lötkolben, weil so ein Kabel doch etwas nervig ist. Aber ich hätte das Geld auch ins Klo spülen können. Das Ding wurde nicht heiss genug um den Stoff zu schmelzen. Einen echten Lötkolben habe ich noch nicht getestet, aber die die ich gesehen habe, sind eher dazu gedacht wie ein Stift gehalten zu werden. Und es gab keinen An-/Aus-Schalter am Lötkolben selbst (aber das ist vielleicht Modellabhängig). Das fände ich sehr unpraktisch. Der Heissschneider hat einen Schalter der herunter gedrückt gehalten werden muss, damit er heiss wird. Sobald du das Teil aus der Hand legst kühlt er runter. Für mich ist das wünschenswert, denn ich schneide auf dem Boden (hab keinen Tisch der groß genug wäre) und hätte Angst mir die Bude anzuzünden. Hab es selbst mit dem Heissschneider geschafft, beim Ausholen einen Underquilt zu schlitzen... :shout:

    • Offizieller Beitrag

    Batterie-Lötkolben sind ein Witz, das stimmt schon. Ich verwende seit Jahren einen Gas-Lötkolben von Dremel (Versatip), zu dem gibt es auch eine sehr brauchbare Schneidspitze/Heißmesser. Power hat das Teil auch mehr als genug, wenn man ihn nicht drosselt bekommt man so 400° an der Lötspitze hin (ohne Lötspitze 600°, ohne Flammenfang bis 1200°) -> das reicht um manche Weichlote zu verbrennen oder dicke Kupferkabel zu löten (ggf. auch um Glas zu schmelzen) und sollte mehr als genug für alle Stoffe sein. Der einzige Nachteil ist, dass das Teil - auch gedrosselt - ziemlich viel Gas schluckt, es empfiehlt sich also, einen Fülladapter für Ventilkartuschen dazu zu kaufen...

  • Hallo,

    also so ein Extremtextilteil ist mir doch zu teuer. Die elektrische Lötpistole(China) ist doof.


    Kurz mal abgesetzt. ist sie wieder kalt und es dauert gefühlte Ewigkeiten bis sie wieder warm ist.
    Gaslötkolben habe ich probiert, aber die abstrahlende Hitze von dem Brenner verkokelt alles.

    Also werde ich wohl meinen alten, relativ fetten Lötkolben, mal scharf schleifen.
    Der kann dann immer eingestöpselt sein, solange ich zuschneide.
    Einsteckbare schaltbare Steckdose wäre ja auch noch einen Möglichkeit des Schaltens.

    Vielleicht lag es auch daran, daß ich ein Buchensperrholz als Unterlage genommen habe. Die Fläche ist
    ja nicht ganz eben.
    Also doch mal Metall oder Melamin probieren. Ach ja, früher hatte der Tapezierer solche biegsamen
    Blechstreifen um die Tapete zu schneiden. Mal in die Katakomben schauen.

    Danke und Gruss
    Konrad

  • Hallo,

    also so ein Extremtextilteil ist mir doch zu teuer. Die elektrische Lötpistole(China) ist doof.


    Kurz mal abgesetzt. ist sie wieder kalt und es dauert gefühlte Ewigkeiten bis sie wieder warm ist.

    Kann ich so nicht nachvollziehen.
    Ich nutze die Kombination seit 2 Jahren erfolgreich.
    Die Lötpistole hat den Schalter direkt am Griff, wie ne Pistole halt. Peng.
    Nimmste in die Hand, Schalter betätigen, nach WENIGEN Sekunden ist das Ding so heiss, dass ich damit dickes Gurtband schneide.

    Als Unterlage, ich schneide selten Stoff, meist nur dickes Gurtband, habe ich mir vom Glaser eine Glasscheibe schneiden lassen, die ich auf die Zuschnittmatte lege.
    SO habe ich eine hitzefeste Unterlage mit CM Skala und Winkeln.

    Aber muss jeder sein bevorzugtes Arbeitsmittel finden mit der Zeit.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn man ein bisschen sucht, findet man günstigere Angebote (als ExTex):



    https://www.buerklin.com/de/katalog/Pla…-0-L508500.html (keine Ahnung ob man da als Normalverbraucher bestellen kann)

    Zitat

    Kurz mal abgesetzt. ist sie wieder kalt und es dauert gefühlte Ewigkeiten bis sie wieder warm ist.

    Das ist bei meinem auch so - aber ich empfinde das als Vorteil. Kunstfaserstoffe sind relativ leicht entflammbar: du willst nicht, dass dir da ein heisser Lötkolben aus der Hand fällt oder umfällt o.ä. Ja, es dauert ein bisschen bis der Heißschneider die optimale Temperatur erreicht, aber mit dem Schalter kannst du eben auch kontrollieren wie heiss es sein soll. Manche Stoffe sind empfindlicher und schmelzen schnell. Da lasse ich den Schalter beim schneiden immer mal wieder los, und drücke ihn wieder herunter wenn die Spitze zu kalt wird.

  • Das Thema hat mir noch keine Ruhe gelassen.
    Da muss es doch was geben um Stoffe zu schneiden ohne extra Unterlage.

    Und siehe da, aliexpress hat da was.
    http://de.aliexpress.com/item/Terylene-…1646092218.html
    Der Heissschneider ist nicht gerade ein Schnäppchen.
    Aber es geht mir um das Zubehör.

    Diese Führung für die Schneidspitze ist sicher einfach herzukaheln.
    So könnte man, sie richtig angepasst, das Gerät über den normalen Tisch oder Boden führen ohne diesen zu verbrennen.

    Ich such mal ob man diese Führung auch einzeln bekommt....

  • Sah ähnlich aus wie oben benannt, wenn ich den Caliper finde, mess ich später noch mm-genau nach. Da aber eine zweite, etwas schmalere Spange (wie im Bild) dabei war, muss ich vorr. auch nicht das teure Messer kaufen. Aber das sieht man dann.

    Ein dünneres (geschliffenes) Messer könnte u.U. heisser werden als ein dickes, das muss man dann eben mit dem Ein/Ausschalter regulieren.

    Dieser Tag ein Leben!

  • Mit Lineal und Augenmass: Stiftdurchmesser ist eher 3..3.5mm, die Aufnahmelöcher könnten knapp 4mm sein. Im Zweifelsfalle müsste man das 4mm-Schneidemesser an den Stiften etwas abfeilen. (Eine Feile gehört doch in den Werkzeugkasten für DIYer, oder?)

    Stiftabstand ca 13mm, der lässt sich aber ohne weiteres um mehrere mm zurecht biegen.

    Der Schneidetest steht aber noch aus, und darauf kommts am Ende ja an.

    Wie haltet ihr den Stoff straff genug beim Schneiden/Brennen? Zwischen den Fingern einer Hand gespannt, dann cm für cm weiter? Oder am Arbeitstisch mit Klebeband fixiert und die ganze Länge durch?

    Reicht als Unterlage dünne IKEA-Silikon-Backunterlage? Oder ein grösseres Schneidebrett? Das Glas eines Bilderrahmens wäre noch da... Dünnes Edelstahl in erforderlicher Länge hab ich grad keins, würde ich mir zulegen, sobald ich weiss, dass dies die Schneidetechnik für mich wird...

    Dieser Tag ein Leben!

    • Offizieller Beitrag

    Ich benutze eine 30 cm x 40 cm große Metallplatte als Schneideunterlage, und fixiere den Stoff mit einem Alulineal, das mir zugleich hilft, gerade zu schneiden. Ich habe es Anfangs Freihand versucht, aber zu viele unbeabsichtigte Formen in den Stoff geschnitten. Eine Silikon Backmatte verwende ich für das Schneiden von Gurtband, weil das Material nicht so viel Wärme ableitet wie die Metallunterlage. Da die Backmatte schnell verschleißt, verwende ich sie aber nicht für lange Schneidestrecken. Glas und Keramik funktionieren auch, müssen aber glatt und eben sein. Da ich meine Schneideunterlage viel hin und her räume, ist mir Glas zu heikel. Meine Metallunterlage ist mir schon ein paar mal umgefallen oder aus der Hand gerutscht. Soweit ich weiß, hat dendronaut seine Hängematten auf einer Spanplatte zugeschnitten und meinte, Brennspuren wären kein Problem gewesen. Ich habe eine Zeitlang eine Sperrholzplatte verwendet, aber hatte nach einiger Zeit ein Problem mit Spurrillen.

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