Komische unbequeme "Straffheitsverteilung"

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  • Liebe Mithängenden,

    ich hab mit zwei Matten ein Problem, das ich nicht so recht verstehe, vielleicht kann mir jemand erklären, wie das kommt. Bei beiden meiner diy Baumwollmatten ist die Mitte, in Längstrichtung, sehr stramm, dann kommt beiderseites der Mitte ein weicherer Bereich, bevor die Außenkante wieder starmm ist. Beide Matten haben einfach gerade kurze Kanten (gehabt) und einen umgeschlagenen Saum, wo ein 1cm dickes Band durch gezogen ist. Beide Enden des Bands laufen dann zum Haken in der Wand.

    Ein diagonal liegen ist damit kaum möglich, genau auf der Mittelachse müsste ja eigentlich der Hintern einsinken können, so werde ich aber immer von der Mitte weg verdrängt und quasi auf eine Hälfte der Matte "ausgeschüttet".

    Da das massiv unbequem ist, hab ich jetzt schon meine 3,2 m Matte geändert und wieder eine Saumkante mit einem Wellenverlauf genäht, der die Mittelachse länger lässt und dem Problem begnet. Das hat grundsätzlich funktioniert, aber irgendwie ist die Matte trotzdem nicht recht bequem. So ist kein weicher Bereich da wo die Füße etwas einsinken können müssten, um die Knie aus der Übertreckung zu erlösen.

    Wieso passiert das und wie kann ich den Liegekomfort verbessern? Hilft das whipping da? Ich hab das noch nie ausprobiert.

    Viele Grüße

    Birthe

  • Ja, Birja , Whippings machen da viel aus.

    Die Whippings von Warbonnet und Hennessy z.B. unterscheiden sich grundlegend. Hennessy schafft es irgendwie, das gefürchtete CalfRidge (überstreckte Knie bzw. Kante unter den Waden) fast in Gänze auszumerzen. In der Warbonnet muss mensch den SweetSpot finden, dann sind auch die saubequem.

    Du beschreibst von Deiner Matte, was ich von meiner kleinen Decathlon mit ihrer Schnur durch den einfachen Tunnelsaum ebenfalls kenne. (Obwohl ich auch in der letzlich auch meinen SweetPot gefunden habe - aber nicht in der Matte übernachte.)

    Du bist auf der richtigen Spur!

    Mehr können Dir bestimmt die DYE'enden und in jedem Fall Hammock Fairy sagen.

    Herrliche Grüsse, jenshelge

  • Ich würde darauf tippen, dass der Stoff nicht für die Belastung in einer Hängematte geeignet ist. Das ist mir selbst mit kommerziellen, brasilianischen Hängematten passiert. Bei einer dehnt sich der Stoff zu stark, und bei der anderen hängt eine Seite tiefer (von Anfang an - also nicht weil sie vom Gebrauch ausgebeult ist). Da hilft nur, verschiedene Stoffe auszuprobieren - oder auf Nylon / Polyester umsteigen. Bei mexikanischen Hängematten gleichen sich die Unebenheiten durch die Webung aus. Aber alle Naturfaserhängematten müssen besser gepflegt werden, weil sie ausbeulen. Siehe dazu diesen interessanten Thread auf Hammockforums: 4 Years of Full-Time Mattress-Free Sleep: The Mayan Maintenance Trick You Won't Find Online - ich gehe davon aus, dass das nicht nur für mexikanische Hängematten (Mayan Hammocks) gilt, sondern für alle Naturfaserhängematten. Allerdings habe ich nur mit Baumwolle Erfahrung. Bei Leinen oder Hanf ist es vielleicht anders.

  • Vielen Dank für den link Hammock Fairy das ist ja wirklich sehr interessant! Das von Anfang an auf einer Seite tiefer hängen hatte ich auch.

    Die Pflegemethode werde ich mal anwenden Punkt 2 und 3 verstehe ich nicht so ganz. Einfach zusammenknüllen und drauf setzen? Punkt 3 bei hängender Matte? Wenn ich da Richtung Kopf- und Fußende rücke, komme ich nicht mehr mit den Füßen an den Boden, wie muss ich mir das vorstellen?

    mattelacchiato ja so ähnlich hab ich es jetzt gemacht, ich hab ein paar whippings ausprobiert und letztendlich mit pi mal Daumen eins gebastelt, was den Liegekomfort deutlich verbessert hat. Ich fand schon, dass das einen ziemlich starken Einfluss hat. Ist jedenfalls zum ausprobieren deutlich einfacher als ständig neue Kurvensäume zu nähen ^^

    Danke euch!

    Viele Grüße

    Birthe

  • Die Pflegemethode werde ich mal anwenden Punkt 2 und 3 verstehe ich nicht so ganz. Einfach zusammenknüllen und drauf setzen? Punkt 3 bei hängender Matte? Wenn ich da Richtung Kopf- und Fußende rücke, komme ich nicht mehr mit den Füßen an den Boden, wie muss ich mir das vorstellen?

    2. The Morning "Sit-and-Shift": Next, bunch the entire bed fabric together in your hands, ensuring the outer edges remain visible and aligned. Sit down directly on top of this bunched bundle.

    Ich verstehe das so, dass man die aufgehängte Hängematte nicht auffächert, sondern sich auf den "Strang" setzt.

    3. The Round Trip: Using your weight, bounce and slide your way along the length of the hammock, moving about 12 inches at a time until you make a full round trip from one end to the other.

    Der Post bezog sich auf mexikanische Hängematten. Bei denen ist der Teil in dem man liegen kann nicht so lang. Durch die unterschiedliche Konstruktion (die einzelnen Fäden können sich frei bewegen) ist es auch fraglich, wie viel Einfluß man damit auf einen fest gewebten Stoff nehmen kann.

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