Beiträge von mattelacchiato

    Ich habe auch eine 400x180 (mit deinem Hexon wide 1.6oz Stoff) mir gemacht. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Breite mir nichts bringt, bzw. mir sogar mehr calf ridge erzeugt, weil mehr Stoff an den Waden zusammengerafft wird.

    Ich hatte die aktuelle Hängematte sogar 410cm lang, habe aber festgestellt, dass sie keinen Komfort mir gegenüber 380cm bringt. Daher habe ich die sogar gekürzt um ein paar Gramm einzusparen 😅

    Mich verblüfft, dass das Whipping mit einem Prusikknoten hält. Das hätte ich nicht gedacht: aber wenn es seit Jahren hält ist es doch super!

    Mir ist gerade nochmal eingefallen, dass der Prusik sogar im "Ultimate Hang" vorgeschlagen wird:

    Eine 400 cm x 200 cm Hängematte aus 70D könnte deine Probleme eventuell lösen. Für meine 165 cm ist das Verhältnis von 320 - 335 cm x 165 cm in Kombination mit wenig Dehnung ziemlich ideal.

    Danke für den Hinweis! Allerdings würde mir das dann viel zu schwer werden... Damit wären dann wohl bei deiner Eingangs erwähnten Prämisse: das whipping ist dann hilfreich, wenn man auf diesen Stoff angewiesen ist...

    Mit zusätzlichen Markierungen kannst du die Kurve ohne Abschneiden ermitteln.

    Ah jetzt verstehe ich!

    Ich habe tatsächlich mal versucht, eine Markierung einzuzeichnen, um meine Einstellung für später zu merken. Hatte irgendwie nicht so richtig funktioniert. Wenn ich eine neue Hängematte nähe, ist der Stoff vermutlich eh wieder ein anderer, so dass ich es eh neu einstelle...

    Mit beiden Werten kann man sich auch die entstehenden, gekrümmten Kanten an Kopf und Fußende plotten.

    Ganz genau, das hatte ich auch zuerst vor. Dann habe ich aber festgestellt, dass eine kleine gekrümmte Kante wichtig ist: ohne diese Kante rutscht der Kopf oder ein Fuß raus und dann kommt es zur Kettenreaktion, wo alles rausfällt 🫣

    Wenn man in der Hängematte liegt, übt man einen leichten Druck nach außen aus. Die gekrümmte Kante hilft dabei, das die Hängematte gespannt bleibt.

    Mein Vorteil ist, dass ich selbst bestimmen kann, wie hoch diese Kante sein soll.

    Der Nachteil von einem ungleichmäßigen Whipping ist, dass zwischen Underquilt und Hängematte noch mehr Luftkanäle entstehen als ohnehin schon.

    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen: ich muss den whip des UQ auch noch anpassen. Da der aber viel kürzer ist als meine Hängematte, hatte ich eh das Problem, das der UQKnoten an einer Position sitzen würde, wo die Hängematte noch weit aufgefächert ist. Daher habe ich den UQ mit 3 Whoopi-Slings verlängert. So habe ich am UQ 3 Streifen, die ich verlängern oder kürzen kann, ohne die Knoten zu lösen. Die Slings habe ich auch mit Prusik am Stoff festgeknotet.


    Ich würde lediglich zu individuellem Whipping zurück gehen, wenn ich einen Stoff verwenden müsste, dessen Eigenschaften mir eigentlich nicht gefallen.

    Keine Ahnung, ob das mit meiner Größe (2m) zusammenhängt: ich habe bisher in keiner Hängematte mit Standard Whippings gut liegen können, da meine Knie immer leicht durchgedrückt waren. Aber vielleicht hatte ich bisher auch immer die falschen Stoffe getestet 😅


    Ich finde das Thema sehr spannend, aber um die Wirksamkeit eines Whippings prüfen zu können, muss man es schaffen die HM exakt gleich aufzuhängen.

    Wenn ich die Hängematte einstelle, mache ich die verschiedenen Iterationen am gleichen Ort. So habe ich für Vergleichswerte, ob es bequemer geworden ist oder nicht, da sie Aufhängung ja gleich bleibt.

    Ich nutze als Aufhängung Daisy Chains mit Karabiner. So kann ich mir das Loch merken, wo ich den Karabiner eingehakt hatte - so bleibt die Aufhängung gleich...

    Ahoi!

    Es gibt ja bereits zig Whipping Methoden da draußen, aber keine hat mir davon so richtig zugesagt. Als ich vor einigen Jahren meinen Wookie dank Hammock Fairy's Post gewhippt habe, kam mir der Gedanke: Das kann ich doch auch für die Hängematte machen! Anstatt also ein Whipping von irgendeinem Hersteller zu kopieren, kann ich doch ganz leicht meine Hängematte Zentimeter genau so einstellen, wie es für mich passt. Vielleicht bin ich auch gar nicht der erste, der das so macht, aber ich habe es bisher noch nicht von jemanden hier beschrieben gesehen (habe aber auch nicht wirklich danach gesucht - ich wüsste nicht nach welchen Suchbegriffen...)

    Das Prinzip ist erstmal folgendes:
    Du willst am Popo höher liegen? Zieh den Streifen, wo dein Hintern drauf liegt, am Knoten etwas mehr raus. (die Hängematte wird an der Stelle verkürzt)
    Du möchtest, dass deine Füße etwas tiefer liegen? Zieh den Streifen, wo deine Füße liegen, am Knoten etwas mehr rein. (die Hängematte wird an der Stelle verlängert)

    Dafür ist es hilfreich, am Knoten, wo alles wild zusammenläuft, identifizieren zu können, wo jetzt der "Fuß"-Streifen genau ist. Dafür habe ich mir folgendes System ausgedacht: Zuerst messe ich an beiden Enden der Hängematte 20cm breite Streifen ab. An jedem Ende mache ich das zwei mal: Einmal vor dem Knoten und einmal hinter den Knoten - so weiß ich bein reinziehen, als auch beim rausziehen, wo ich ziehen muss.

    Auf der anderen Seite muss ich darauf achten, dass ich an der gleichen Seite bei Null anfange, damit die Zahlen auch zueinander passen (man beachte, dass hier die Zahlen von rechts nach links laufen):

    Wenn ich nun z.B. meine Füße etwas niedriger legen möchte, kann ich abschätzen, dass ich den Streifen bei ca 140cm reinziehen muss. Bei den Füßen kann ich das deshalb gut abschätzen, weil ich gut sehen kann, wie weit sie vom Rand entfernt sind. Bei meinem Popo wird das schon etwas schwieriger. Daher habe ich noch eine zusätzliche Skala in der Mitte der Hängematte eingezeichnet:

    So kann ich relativ schnell feststellen, dass ich z.B. den Streifen zwischen 60 und 80 etwas rausziehen muss.

    Die meisten Einstellungen reichen, wenn ich sie an einem Knoten anpasse. Für manch krassere Änderung muss ich aber auch am zweiten Knoten Anpassungen vornehmen.

    Dieses Whipping ist definitiv kein "einmal zusammenknoten und fertig"-System. Man braucht mehrere Iterationen, bis man das perfekte Setup gefunden hat. Dafür ist es wichtig, dass man einen Knoten gewählt hat, den man schnell anpassen kann. Ich hänge seit Jahren nun schon im Prusikknoten. Am Anfang hatte ich noch etwas bedenken, dass der Stoff vielleicht rausrutschen könnte, aber bislang hat das immer gut gehalten. Dafür kann ich super schnell ihn lösen (ohne die bisherige Konfiguration kaputt zu machen) und wieder festmachen.

    Hier sieht man den leicht gelösten Knoten, so dass ich vorsichtig am Stoff in die eine oder andere Richtung ziehen kann:

    Festziehen nicht vergessen. Fertig! Das gewinnt jetzt keinen Schönheitspreis, aber mir ist bequemlichkeit wichtiger als Ästhetik ;):

    Erster Zwischenstand (Popo könnte noch etwas höher):


    Der Vorteil ist für mich, dass ich so auch sehr biegsame Stoffe mir bequem machen kann. Ich liege hier in dem Hexon 1.0 (20D) von Hammock Fairy's Shop und liebe es!


    Was haltet ihr davon? Und gibt es noch andere, die ihre Hängematte so whippen?

    Wenn man bei einer GE die RL aushängt und die Matte sehr niedrig und sehr stramm aufhängt, kann man sie zum "Loungen" nutzen. Füße raushängen und gemütlich ein Buch lesen oder sich unterhalten. Weil man niedrig (ca. 10-30cm überm Boden) mit Schuhen hängt, kann man auch zügig aufstehen und sich wieder reinsetzen.

    Interessant, das muss ich mal ausprobieren. Danke!

    Ahoi!

    Ich hänge sehr gerne in meinen Hängematten ab. Das einzige, was mich manchmal stört, dass ich gerne aufrecht/aufrechter sitzen möchte.

    Ich habe dazu bisher hier im Forum nur Beiträge gefunden, wo die Hängematte sehr steil abgespannt wird und man sich dann orthogonal zur Aufhängung reinsetzt. Wenn ich das richtig verstehe, hat man dann aber keine Rückenlehne, richtig?

    Wie löst ihr dieses Problem?

    Ja, das hatte ich auch schonmal ausprobiert und kam zu ähnlichen Ergebnissen. Ich bin auch Seitenschläfer.

    Wie du festgestellt hast: Es gar nicht nur um die Befestigung an der Isomatte, sondern darum, dass man den Quilt um seine seitlichen Körperflächen angeschmiegt bekommt. Das funktioniert nicht, wenn man den Quilt um die Isomatte spannt. Man muss sich ein System überlegen, wo genügend Loft/Daune direkt an die Seiten des Körpers anliegen.

    Schau dir mal Zenbivy an, die haben das ganz gut raus.

    Kleiner Nachtrag: ich bin mir gar nicht sicher, ob ich tatsächlich 4m Länge bräuchte. 1,8m Breite ist tatsächlich zu viel. Ich denke, dass 1,5m auch gereicht hätten. Das ganze geht aber nur, weil ich die einzelnen "Streifen" rein, oder raus ziehe, damit ich z.B. an den Füßen oder am Kopf nicht zur Seite gedrückt werde.

    Zweiter Nachtrag: Wegen Mücken: Das einzige, was die Mücken zu sehen bekommen sind kleine Teile meines Gesichts. Der Rest ist immer unterm TQ. Dafür habe ich keine Lust, extra Mückennetz mitzuschleppen und mir reicht da ein Sprühstoß Mückenspray.

    Hier hatte mattlacchiato seinerzeit erwähnt, wie groß er ist (2m) und wie groß seine DIY-Matte ist (4*1,8m).
    Vielleicht magst Du mal Deine Erfahrungen zum Thema Mattenlänge für besonders große Menschen beisteuern, mattelacchiato ?

    Sehr gerne! Ich hatte vorher eine TTTM mit 12ft, das hat für mich nur mit Kissen unter den Knien gepasst. In meiner DIY bin ich sehr zufrieden, vor allem aber weil ich die Enden wie hier abgebildet zusammengebunden habe: RE: Gathered ends - whipped - kein Naehen
    Dadurch kann ich jede Stelle der Hängematte individuell einstellen, so dass ich perfekt liege. Ich habe viele andere Whippings ausprobiert, aber die waren alle nicht so toll wie das individualisierte raus- und reinziehen von einzelnen "Streifen". Ich mache dazu vielleicht nochmal ein eigenes Posting.

    DIY ist mega einfach: Stück Stoff bestellen. Den Rand einmal umnähen. Fertig.

    Ridgeline und Continous Loops sind auch kein Hexenwerk, dazu gibts viele Anleitungen bei Youtube oder hier im Forum.

    Vielen Dank, bogus, für diesen wundervollen Bericht! Ich habe ihn sehr genossen und es war mir eine Freude, so etwas von dem Spirit mit erleben zu können.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, warst du mit Trailrunning Schuhen unterwegs. Wie wäre dein Fazit dazu? Würdest du die wieder auf den südlichen Kungsleden mitnehmen?